Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich


Imbros Schlucht – Frangokastello – Orthi Ammos

Φαράγγι Ίμπρου – Φραγκοκάστελλο – ορθή άμμος


Etwa 50 km von Réthimno entfernt zeigt Kreta seine verborgene Schönheit. Neben zahlreichen Stränden kann die Insel auch mit wunderschönen Naturschutzgebieten Punkten. Das wohl bekannteste befindet sich um die Samaria Schlucht. Mit 18km Länge hätte die Durchwanderung einen  ganzen Tag gedauert – deshalb habe ich mich für die kleinere, unbekanntere und nur 8km lange Imbros Schlucht (Φαράγγι Ίμπρου) entschieden.

Morgens um halb 10 findet man den Parkplatz im gleichnamigen Dörfchen Imbros noch verlassen vor. Von dort führt ein Pfad nach ca. 5 Minuten zum Kassenhäuschen. Für 2€ Gebühr darf man die Schlucht betreten. An der Kasse trifft man noch auf andere Wanderer. Diese habe ich aber bald hinter mir gelassen und sollte dann auch fast die ganzen folgenden 2 Stunden mit mir und meinen Gedanken alleine sein. In der Stille der Schlucht hallt jeder umgedrehte Stein nach und das Gefühl allein zu sein verstärkt sich. Nach etwa einer Stunde verändert sich die Landschaft: der felsige Pfad öffnet sich in einen Canyon! An der schmalsten Stelle ist er nur 1,60m breit, so dass man mit ausgestreckten Armen an beiden Seiten den Fels berühren kann. Am Ende des Weges öffnet sich der Blick auf’s Meer. Vor dem Ozean trifft man auf mehrere kleine Holzhütten, in denen eine erste Erfrischung angeboten wird. Hier kann man sich ein Taxi zurück zum Parkplatz in Imbros organisieren lassen. Taxi ist hierbei jedoch nicht wörtlich zu nehmen – die Fahrten werden von Einheimischen mittels Pick-ups organisiert. In einer Gruppe von 6 Mann habe ich 5€ für die abenteuerliche Fahrt auf der Ladefläche bezahlt. Die Fahrt die Serpentinen hinauf ist das Geld allemal wert!

Wieder am Parkplatz angekommen geht es per Auto weiter nach Frangokastello (Φραγκοκάστελλο) – einem weiteren Überbleibsel aus venezianischer Zeit. Für 1,5€ öffnet sich der Blick ins Innere und somit auf die noch erhaltenen Grundmauern des Kastells. Der Aufstieg auf eine der Zinnen lohnt sich. Von dort kann man das Meer nicht nur sehen, sondern auch hören.

Keine 5 Minuten entfernt ist es dann soweit: Der Tag klingt am Steinstrand von Orthi Ammos (ορθή άμμος) aus…

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