Monat: März 2017
Stadtspaziergang: Traunstein
Die Arbeit hat mich die letzten paar Tage nach Traunstein verschlagen, natürlich habe ich mir dort einen kleinen Stadtspaziergang nicht nehmen lassen.
Vom Bahnhof aus geht es immer geradeaus Richtung Zentrum. Auf dem Weg zur Pfarrkirche St. Oswald passiert man aufwendig bemalte oder im Jugendstil gehaltene Hausfassaden. Nach einem Blick ins Innere der Kirche steht man vorm Traunsteiner Lindl, dem Wahrzeichen der Stadt. Es stellt einen Ritter in Mailänder Rüstung dar, der über den Stadtplatz wacht. Weiter geht es zum Jacklturm – hierbei handelt es sich um einen Teil der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung. Seit er 1851 ausgebrannt und später wieder aufgebaut wurde, diente er primär als Ausschau nach Brandherden. Heute hat er eher repräsentativen Charakter. Durch das Tor des Turms hindurch gelangt man in einem Bogen hinunter zur Salinenkirche. Als ich dort ankam war diese leider schon geschlossen, wodurch mir der Blick hinein leider verwehrt blieb.
weitere Infos:
Von den Bergen bis ans Meer
Einmal quer durch Deutschland und zurück. München ↔️ Bremerhaven: 1.660 km und 20Std. Busfahrt.
Doch es lohnt sich! Plötzlich stehst du am Deich und der Nordwind pfeift dir um die Nase. Zu sehen gibt es allerdings noch mehr als die wilde See. Nachdem man sich an den Wind und den Regen gewöhnt hat findet das Auge relativ schnell einen kleinen Vorsprung, der ins Meer ragt. Darauf befindet sich ein Denkmal für alle Auswanderer, die sich von Bremerhaven aus auf den Weg in ein neues Leben gemacht haben. Zwischen 1830 und 1974 waren es etwa 7.2 Millionen.
Im Hintergrund sieht man den ersten Leuchtturm in unmittelbarer Nähe. Dabei handelt es sich um das Bremerhavener Oberfeuer am Neuen Haven – der älteste noch betriebene Festland-Leuchtturm an der Nordseeküste. Der Turm steht seit 1984 unter Denkmalschutz.
Am Leuchtturm angekommen hat man nebenbei quasi den Zoo am Meer halb umrundet. Der Besuch dieses kleinen, aber sehr schönen Zoos lohnt sich wirklich. Hauptsächlich gibt es hier Tiere aus der Nordsee-Region zu sehen und auch die beiden Eisbären haben sich beim herrschenden Schmuddelwetter sichtlich wohl gefühlt.
Am Ende meiner viel zu kurzen Besichtigungstour führt der Weg zur Seefahrer-Kirche. Die Bgm.-Smidt-Gedenkkirche war zu dem Zeitpunkt als ich dort ankam leider geschlossen, deshalb kann ich leider auch keinen Erfahrungsbericht liefern ob es Unterschiede zwischen evangelischen Seefahrern und katholischen Bayern (wie ich sie kenne) gibt.

