Könige, Klöster & Gärten

Auf einen Tag mit toller Aussicht folgt ein Tag Kultur. Mit dem Bus geht’s 40min zum Königspalast nach Ajuda. Von Außen wirkt das Gebäude eher enttäuschend – nach einer schönen Außenfassade folgt die Bauruine. Zunächst konnte ich nicht glauben, dass ich richtig bin. Die wahre Schönheit verbirgt sich im Inneren! Für 5€ Eintritt öffnet sich die  Märchenwelt der portugiesischen Könige.

Nur wenige Schritte vom Palast entfernt findet sich der kleine aber feine Jardim Botanico. Für 2€ schlendere ich fast ganz allein durch den symetrisch angelegten Garten. Zwischen Laubbäumen, Palmen und Blumen findet auch ein Pfauenpärchen seine Heimat.

Einen kleinen Spaziergang die Strasse runter trifft man auf den Jardim Ultramar. Nach weiteren 2€ steht man in einem von Palmen gesäumten Allee. Im Laufe des 20. Jhd. wurden hier die verschiedensten tropischen Pflanzen zusammengetragen. Auch dieser Park wird von Pfauen, Gänsen, Hühnern und Enten bevölkert – die auch nur bei dem kleinsten Rascheln einer Plastiktüte die komplette Scheu vor den Besuchern verlieren.

Gleich gegenüber des Eingangs zum tropischen Garten eröffnet sich der Baukomplex des Hieronymusklosters. Es empfiehlt sich ein Kombiticket von Kloster, archäologischem Museum und Torre de Belem zu kaufen (16€) – man steht einmal an, kauft das Ticket und kann bei den beiden anderen Touristenattraktionen an der ganzen Schlange bis zum Kartenabreißer vorbei gehen. Nach dem kleinen Museum mit wenigen schönen Exponaten geht’s ins Kloster. Dort wartet ein wunderschöner Kreuzgang, der von einer Galerie gekrönt wird. Die mit zahlreichen Ornamenten, Blüten und Seefahrermotiven geschmückte Architektur war Liebe auf den ersten Blick. Der architektonische Glanz spiegelt sich auch im Netzgewölbe der zugehörigen Kirche wieder.

Beim verlassen des Baus erhascht man schon einen Blick auf das nächste Ziel: den Padrao dos Descobrimentos. Hierbei handelt es ich um einen offenen Platz der von einem Seefahrerdenkmal begrenzt wird. Von dort aus hat man wieder einen herrlichen Ausblick auf den Tejo und die Cristo Rei Statue. Stetig weht einem ein laues Lüftchen um die Nase, dass zu einer kleinen Pause regelrecht einlädt.

Nach einem kleinen Spaziergang kommt man zum letzten Punkt der Sightseeing Tour: dem Torre de Belem. Die kleine Festung mit ihrem Turm wurden dem Stadtheiligen St. Vincente geweiht. Im Inneren wartet eine sehr lange Schlange um in das Obergeschoss des Turms zu gelangen. Sobald die Tür geöffnet wird geht es jedoch sehr schnell und man hat einen herrlichen Ausblick über das innere der Festung und den Fluss.

Wem’s bis jetzt noch nicht genug Kultur gewesen ist kann noch eine kleinen Abstecher ins Museum Coleccao Berardo machen. Kostenlos stehen einem hier moderne Kunstwerke zu betrachten bereit.

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