Stadtspaziergang Edinburgh

Edinburgh ist zwar nicht die grösste Stadt Schottlands, aber die Hauptstadt des Landes und die wahrscheinlich bekannteste – deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Rundreise hier beginnt.

Als ich dort ankomme findet gerade das Fringe Festival statt: an jeder Strassenecke werden Flyer verteilt, Musik gespielt oder finden kleine Impro-Shows statt. Die Strassen sind mit bunten Fähnchen geschmückt, die mich während des Spaziergangs über die Royal Mile begleiten. Die Hauptstrasse führt bis zum Parlament hinunter. Da ich an einem Sonntag angekommen bin, war dieses leider geschlossen. Normalerweise kann das Gebäude besichtigt werden.

Nur wenige Meter dahinter erhebt sich Arthur’s Seat auf 251m. Der höchste Berg der Stadt ist vollständig in die Siedlung eingebettet. In etwa 45 Minuten kann man über einen relativ steilen Weg das Plateau erklimmen und erhält als Belohnung einen weiten Blick über die Stadt.

Wer es nicht so sportlich mag und sich lieber mit Königinnen beschäftigt, wird schräg gegenüber fündig. Hier versteckt sich der von außen relativ unscheinbare Holyrood Palace. Dabei handelt es sich um den Wohnsitz Mary Stuart’s – hier lebte sie im Exil. Auch heute noch handelt es sich um den Wohnsitz der Queen, wenn sie sich in Edinburgh befindet. Für 11 Pfund kann man den Palast und den Garten besichtigen.

Vom Palast aus führen nur wenige Meter hinauf in einen alten Friedhof, der durch große Grabmonumente geschmückt ist. Von dort gelang man hinauf zum Nelson Monument, das durch einen einzeln stehenden Monopteros gekennzeichnet ist. Auch von hier aus hat man eine Aussicht über die ganze Stadt.

Am anderen Ende der Royal Mile erhebt sich Edinburgh Castle. Schon auf der Homepage wird empfohlen Tickets im Vorfeld zu kaufen um lange Schlangen am Eingang zu vermeiden. Über’s Internet kostet der Eintritt für einen Erwachsenen dann 18,60€ .(Ich springe hier immer mal wieder bei den Preisen zwischen Euro und Pfund, da das ein oder andere Ticket bereits von zu Hause aus gekauft wurde) In meinem Fall, wäre so viel Vorbereitung wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen, da ich mit einigen Reisegruppen bereits 9:30 Uhr zur Öffnung an den Toren der Burg stand. Neben den üblichen Burgutensilien, wie Kanonen, Kerkern und Kapelle sind hier die schottischen Kronjuwelen ausgestellt.


📌 unbedingter Tipp für Andenken und anderen Schnickschnack ist die Tartan Weaving Mill zu Füßen der Burg. Der von aussen unscheinbare Shop hat drei Stockwerke in den Berg hinein. Ganz unten befindet sich eine Schauweberei, wo man die Herstellung der traditionellen Stoffe live beobachten kann.

Folgt man den Weg schräg den Burgberg hinab findet man sich am Ende im Grassmarket Viertel wieder. Hier fanden früher Viehmärkte und Hinrichtungen statt – auch den angeblich ältesten Pub Schottlands, in dem es immer noch spuken soll, findet man hier.

Einen kurzen Spaziergang später stehe ich vor Grayfriars, einem alten Friedhof mit einer kleinen Kirche im Zentrum. Heute wird das Areal eher als Park genutzt. Zwischen den Grabsteinen sieht man neben Touristengruppen auch den ein oder anderen seine Mittagspause verbringen. Besonderen Ruhm erlangt ein kleiner Hund: der Grayfriars Bobby. Nach dem Tod seines Herrchens kam der Hund jeden Tag an dessen Grab, bis er selbst ein Grabmahl auf dem Friedhof erhielt.


📌 Tipp: keine 5 Minuten vom Friedhof befindet sich das Elephant House – ein kleines Café, in dem J. K. Rowling die ersten Zeilen Harry Potter auf eine Serviette geschrieben hat.

Ziemlich genau gegenüber des Cafés befindet sich das kostenlose National Museum of Scotland. Hier findet man eine wilde Ansammlung verschiedenster Ausstellungsstücke aus diversen Themen und Epochen.


📌  noch ein Tipp zum Schluss: das Auld Hundred Pub hat im Obergeschoss nicht nur ein fabelhaftes Restaurant, sondern bietet im Pub im Erdgeschoss fast jeden Tag eine andere Attraktion – von Live Musik bis zum Quizabend!

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