Zurück in die Bronzezeit

Korsika hat, geschichtlich gesehen, nicht nur Napoleon Bonaparte zu bieten – sondern auch einige Zeugnisse aus der Bronzezeit.

Die touristisch am Besten erschlossene Stätte findet sich in Filitosa: der bronzezeitlichen Hauptstadt der Insel. Hierbei handelt es sich um die größte erhaltene Anlage Korsikas. Der Eintritt zur Anlage beträgt 7€ – für 4€ mehr erhält man zusätzlich ein kleines Heftchen mit weiterführenden Infos zum Thema. Der Ort ist seit der Bronzezeit (2200 – 800 v. Chr.) besiedelt. Das Highlight der Anlage ist das Zentralmonument, das mitten in den Besiedlungsspuren liegt. Es besteht aus mehreren rund angeordneten Menhiren (Hinkelsteinen). Die Steine sind alle bearbeitet – fast alle tragen Gesichter und Waffen. Die genaue Bedeutung der Steine ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Als relativ sicher gilt jedoch, dass sie in Zusammenhang mit kultischen Handlungen oder Beisetzungen stehen. Neben den Menhiren finden sich an diesem Ort noch weitere interessante Gesteinsformationen.

Nach dem Besuch der Fundstätte bietet es sich an, dass prähistorische Museum in Sartene zu besuchen um das Gesehene zu komplettieren. Hier sind weiter Funde aus Filitosa und Cauria ausgestellt. In den 4€ Eintritt enthalten war zum Zeitpunkt meines Besuchs auch eine Sonderausstellung, die sich voll und ganz den Menhiren der Insel gewidmet hat.

Das Städtchen Sartene hat neben dem Museum noch mehr zu bieten. Jeden Tag wird sie von Touristen überschwemmt, die durch die kleinen und verwinkelten Gassen flanieren.

Auf der Fahrt zurück nach Ajaccio bietet es sich an einen Abstecher an den Strand zu machen. Rund um Propriano hat man zahlreiche zur Auswahl – der Plage de Portigliolo zeichnet sich durch 3km langen feinen Sandstrand  aus. Wenn man nicht direkt am Zugang bleibt, hat man den Strand fast für sich alleine.

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Plage de Portigliolo

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