Bronzezeit 2.0

Die zweite große archäologische Fundstätte der Insel findet man in Cauria. Der Komplex besteht aus mehreren Orten, die vom Parkplatz aus in einem Abstand von etwa 10 – 15 Minuten Fußweg zu erreichen sind.

Die erste Station bildet das Alignement de Stantari. Dabei handelt es sich um eine Steinreihe aus mehr als 20 Steinen, die teilweise umgestürzt im Gras liegen. Einige der Steine tragen bei genauerem Hinsehen Gesichter und Waffen – wie auch schon in Filitosa.

Nach einem nicht mal 10 minütigen Spaziergang durch die Ebene – hier brennt die Sonne zur Mittagszeit erbarmungslos herunter – gelangt man zum Alignement de Renaghju. Auch hierbei handelt es sich wieder um eine Steinreihe. Die einzelnen Steine sind teilweise in einem Halbkreis angeordnet. Auch hier sind sie, wie schon an der vorigen Fundstätte, nach Nord-Süd ausgerichtet. Die ersten Hinkelsteine wurden gegen 4600 v. Chr. aufgestellt. Im Schutz von Steineichen kann man sich hier in Ruhe umsehen und erkennt immer neue Anordnungen.

Ein Stückchen weiter den Hügel hinauf befindet sich eines der beeindruckendsten Monument  der Anlage – der Dolmen von Funtanaccia. Zu sehen ist der besterhaltene Dolmen Korsikas. Die Platten sind bis zu 3,4m lang und 2,9m breit. Sie haben ein Gesamtgewicht von mehr als 3 Tonnen. Wahrscheinlich handelt es sich um ein Gemeinschaftsgrab der ansässigen Oberschicht. Das Grabmahl das ganze zweite Jahrtausend vor Christus hindurch genutzt.

Ein Rundweg führt den Besucher wieder zurück an den Ausgangspunkt.

Nach etwa 20 Minuten Autofahrt, versteckt sich im Gestrüpp das Alignement de Palaggiu. Mit dem Handy und einschlägigen Online Karten kann man sich gut in die Nähe des Monuments navigieren lassen. Einfach zu finden ist es deshalb aber noch lange nicht. Nur beschriftete Steine am Strassenrand weisen den Weg zu den Steinen, die durch die dichten Büsche hindurch nicht zu sehen sind. Die Fundstätte kann nur zu Fuß erreicht werden. Mit 258 Menhiren findet man hier die größte Ansammlung antiker Steinstatuen im Mittelmeerraum. Die Steine blicken alle in Richtung Osten, der Sonne entgegen.

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