Wanderung zur Burgruine Hohenwaldeck

Nur knapp 50 Minuten von München mit dem Zug entfernt liegt Schliersee. Durch das Bayernticket, das man den ganzen Tag für Fahrten innerhalb des Bundeslandes nutzen kann, kommt man sehr günstig hier hin.

Mich verschlägt es hierher nicht nur um die Schönheit und Ruhe des Sees zu genießen, sondern auch um ein bisschen zu wandern. Mein heutiges Ziel – die Burgruine Hohenwaldeck.

Zunächst führt der Weg entlang des Sees. Dann zweigt die Straße ab durch die letzen Häuser vor den Bergen. Entlang der Straße geht es den ersten Hügel hinauf. Dort finden sich dann auch langsam die ersten Hinweisschilder auf die möglichen Wanderwege. Ein Pfeil führt auch zur Burgruine. Schon relativ am Anfang des Weges findet sich ein Hinweisschild das mitteilt, dass die Ruine aktuell wegen Einsturzgefahr gesperrt ist. Da ich aber nicht nach einer halben bis Dreiviertel Stunde Weg unverrichteter Dinge wieder abziehen wollte, bin ich trotzdem hinauf gewandert.

Der Weg führt zunächst eine Straße hinauf, bis diesen in die sanften Hügel einer Almlandschaft führt. Vorbei an grasenden Kühen geht es weiter hinauf. Langsam wird der Weg etwas steiler, der dann hinein in den Wald führt.

Von nun an wandert man stetig den Berghang hinauf. Das sanfte Herbstlicht schein immer mal wieder durch die Bäume des Waldes. Nach ein paar Aussichtsbäncken, die leider alle besetz waren erreicht man die Burgruine. Aktuell ist sie weiträumig mit einem Metallzaun abgesperrt.

Eigentlich kann man hier die Überreste der Burg Hohenwaldeck und die Aussicht auf de benachbarten Berge bestaunen. Die Grundsteine stammen aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert. Ein Felssturz im Jahr 1480 hat die Gebäude zerstört. Das Gerücht, dass hier ein Schatz versteckt sein soll hält sich seit Jahrhunderten. Bis zum heutigen Tag konnte allerdings nur ein einziger Dolch gefunden werden.

Von hieran geht es wieder bergab. Ich dem kurzen Abstieg – die Ruine liegt auf 986m – steht man wieder am Ufer des Schliersees. Dieser ist nun zu umrunden um wieder an den Ausgangspunkt der Wanderung zu gelangen. Ich bin nicht auf der selben Seites des Sees zurück gegangen, auf der ich gekommen bin. Ich habe mich für den Rundweg Richtung Breitenbach entschieden.

Baumwipfelpfad Steigerwald

Um einen lang ersehnten Punkt auf meiner Bucketlist abhaken zu können zieht es mich nach Franken – ich wollte schon immer mal einen Baumwipfelpfad entlang spazieren.

Gesagt. Getan. Der Baumwipfelpfad Steigerwald in Ebrach ist nur eine kurze Autofahrt von Würzburg entfernt. Für den Eintritt von 10€ gelangt man in die Welt der Bäume.

Den ganzen Weg entlang der sich immer höher in den Wald schraubt findet man Informationstafeln zu den verschiedenen Bäumen und deren Bewohnern. Bei meinem Aufenthalt war es unter anderem möglich Vögeln mit ihren Jungen über eine Kamera zu beobachten.

Das Highlight ist jedoch der spiralförmige Weg, der sich bis über die Wipfel des Waldes schraubt. Auf der obersten Ebene hat man einen wunderschönen Ausblick auf die ganze Gegend. Des Weiteren sind ab und an kleine Täfelchen, die die Richtung und Entfernung verschiedener größerer Städte in der Nähe angeben, angebracht.

Das Wildgehege und der Streichelzoo zu Füßen des Holzturms ist aufgrund der Covid 19 Pandemie aktuell nicht für Besucher zugänglich.