Versteckt hinter einem Golfplatz und neben einem Fussballplatz findet man die Villa Rustica in Rankweil. Das anktike Landgut Brederis umfasst 3 ausgegrabene Gebäude, die vom 1. bis 5 Jahrhundert nach Christus besiedelt waren. Das erste Haus wurde 1954 entdeckt, in den Grabungen 2002 und 2007 kamen das Haupthaus und ein römisches Badehaus dazu. Im näheren Umfeld vermutet man noch weitere Gebäude, die aktuell aber noch durch Felder verborgen sind.
Zwischen den Fundamenten wurde eine begehbare Plattform errichtet, die Glasvitrine auf dem Bild oben gib den Blick frei auf einen kleinen Teil der Originalmauern des Haupthauses. Die wechselhafte Geschichte des Orts und die Funktion der Gebäude wird durch Texttafeln an der Seite für die Besucher zugänglich. Eine kleine Schauwand zeigt Fundstücke, die vor Ort gefunden wurden – Waffen, Münzen, Fibeln, Keramik und ein Weinsieb.
Wer Sarandë als Base für Ausflüge nimmt hat nur eine kurze Autofahrt nach Butrint. Die Fahrt war für uns allerdings etwas kurios. Zunächst war es gar nicht so einfach die Autovermietung zu finden. Mit Hilfe von Google Maps haben wir uns auf einen Platz navigiert, wo die Vermietung zu finden sein sollte. Allerdings war da eben nur ein Platz mit einer Skulptur und weit und breit nichts was nach einer seriösen Autovermietung aussieht. Nach einigem hin und her entschließen wir uns am nächsten Kiosk zu fragen, wo den die ominöse Vermietung zu finden sei – und tadaa! Wir haben sie gefunden. Die Kaution und Bezahlung läuft komplett in Euro ab und dann bekommen wir auch schon den Schlüssel zu unserem Kleinwagen.
Mit diesem geht es dann an der Küste entlang durch das benachbarte Ksamil – wo an allen Ecken und Enden gebaut wird und keine Baustelle so gesichert ist, wie man es aus Westeuropa gewohnt ist: sprich man fährt einfach durch die Lücke, die die Bauarbeiter dem Verkehr lassen. Shops, die auf Touristen warten Reihen sich wie Perlen an einer Kette. Sobald man die Stadt verlässt verändert sich der Anblick: Grüne Hügel soweit das Auge reicht und zwischendurch spitzt das Meer zwischen den Bergen durch. Die Straße endet mit der Landzunge. Hier befindet sich der Nationalpark Butrint.
An sich ist der Nationalpark riesig. Die komplette umliegende Landschaft gehört zum Park dazu. Eine kleine Fähre würde uns über den Fluß auf die andere Seite bringen, wo sich der landschaftlich wunderschöne Teil der Parks erschließt. Ich habe mein Auge allerdings auf den diesseitigen Teil geworfen, da neben dem Parkplatz schon das Tor zur antiken Stätte Butrint wartet, die ich mir als Teil des UNESCO Weltkulturerbes nicht entgehen lassen wollte. Für umgerechnet 10€ erhält man Zutritt zum weitläufigen Gelände, auf dem sich über die Jahrhunderte Griechen, Byzantiner, Venezianer und Osmanen die Klinke in die Hand geben.
Laut klassischer Mythologie wurde die antike Stadt von den Verbannten, die die gefallene Stadt Troja verließen, gegründet. Auch ohne Plan findet man sich auf dem Gelände gut zurecht. Zahlreiche Wegweiser führen in einem Rundweg zu dem wichtigen Landmarken.
Highlight des Rundgangs ist die Taufkapelle mit Mosaiken aus dem 6. Jahrhundert. Aktuell sind die vor Ort erhaltenen Originale zur Erhaltung zugeschüttet – sie werden nur alle paar Jahre freigelegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dafür ragen die große Basilika und das Theater aus dem 3. Jahrhundert fast in Originalgröße in den Himmel. Funde aus dem Areal finden sich im kleinen Museum, das in der venezianischen Burg ganz oben auf dem Hügel untergebracht ist.
Taufkapelle mit zugeschütteten Mosaikenmoderne Bewohner und Attraktion für alle Kinder und nicht so geschichtsinteressierte Besucher Blick ins TheaterInnenhof des Museums auf der BurgInschriften auf den Wändenauf Erkundungstour
Die 10€ ist der Besuch definitiv wert. Man bekommt richtig viel zu sehen. Geeignet ist der Ausflug auch für heißere Tage, da man die meiste Zeit im Schatten der Bäume verbringt.