Versteckt hinter einem Golfplatz und neben einem Fussballplatz findet man die Villa Rustica in Rankweil. Das anktike Landgut Brederis umfasst 3 ausgegrabene Gebäude, die vom 1. bis 5 Jahrhundert nach Christus besiedelt waren. Das erste Haus wurde 1954 entdeckt, in den Grabungen 2002 und 2007 kamen das Haupthaus und ein römisches Badehaus dazu. Im näheren Umfeld vermutet man noch weitere Gebäude, die aktuell aber noch durch Felder verborgen sind.
Zwischen den Fundamenten wurde eine begehbare Plattform errichtet, die Glasvitrine auf dem Bild oben gib den Blick frei auf einen kleinen Teil der Originalmauern des Haupthauses. Die wechselhafte Geschichte des Orts und die Funktion der Gebäude wird durch Texttafeln an der Seite für die Besucher zugänglich. Eine kleine Schauwand zeigt Fundstücke, die vor Ort gefunden wurden – Waffen, Münzen, Fibeln, Keramik und ein Weinsieb.
Die für mich zeitlich kürzeste Anreise ist auch die chaotischste. Mit dem Flieger geht es nach Korfu, Griechenland. Von dort steige ich auf die Fähre nach Sarandë. Hört sich einfacher an als es am Ende ist. Der Shuttle Bus bringt uns direkt vom Flughafen direkt zum Fährhafen. Dort deutet der Busfahrer auf das letzte Gebäude am Ufer – und dann geht der Struggle für mich los. Der Terminal sieht aus als hätte seit den 90er hier niemand mehr gearbeitet und es ist kein Mensch zu sehen. Wo kann ich hier ein Ticket für die Fähre kaufen? Frage ich mich und schaue mich hilflos in der verlassenen Halle um. Nur ein paar laminierte Schilder weisen den Weg „to Albania“, aber die Tür zu der sie führen ist verschlossen.
Kurz entschlossen, da der Abfahrtszeitpunkt langsam näher rückt, entscheide ich mit den Worten „no risk, no fun“ online ein Ticket für 30€ zu kaufen. Keine Ahnung ob ich am richtigen Terminal bin, keine Ahnung wie das hier weiter gehen soll. Das Terminal füllt sich mit der Zeit immer mehr und 20 Minuten vor Abfahrt öffnet sich tatsächlich die Tür „to Albania“. Eine kurze Passkontrolle – ich verlasse ja schließlich die EU – später geht es auf die Speedfähre, die wie scheinbar alles am Hafen, ebenfalls aus den 90ern entsprungen ist. Kurze 30 Minuten später setzte ich zum ersten Mal meine Füße auf albanischen Boden. Zu meiner persönlichen Enttäuschung gibt es an der Grenze keinen Stempel in den Pass. Vor dem Fährterminal stehen schon zahlreiche Taxifahrer bereit, die auf Kundschaft warten.
Entspannung steht bei diesem Urlaub an erster Stelle. Deshalb beschließe ich den Hotel eigenen Pool so oft wie möglich zu nutzen und eventuell auch etwas Bräune abzukriegen. Am Anfang ist es für mich sehr ungewohnt nirgendwo hin zu müssen, nichts geplant zu haben und einfach nur „sein“ zu können.
Da ich noch in der Vorsaison reise, habe ich den Pool vormittags ganz oft für mich alleine. Die meisten anderen Gäste sind auf der Durchreise und bleiben nur 1-2 Nächte im Hotel.
Der Strandpromenade merkt man die Vorsaison noch ein bisschen an – viele Strandbars und Souvenirshops haben noch geschlossen und überall wird im Hintergrund gewerkelt, renoviert und neu gebaut. Trotzdem werden ich bei den obligatorischen Postkarten und einem der kitschigsten Kühlschrankmagneten überhaupt fündig.
Je mehr Tage vergehen, desto mehr erkunde ich die Stadt. Am anderen Ende leuchtet nachts ein Riesenrad und ich beschließe: Das schau ich mir tagsüber mal an. Dort angekommen ist das Areal enttäuschender als auf den Bildern im Internet. Das Riesenrad und der Autoscooter darunter sind schon etwas in die Jahre gekommen. Die Zwischenräume zwischen den Fahrgeschäften sind vollgestopft mit allerlei Automaten. Zu gewinnen gibt es allerdings nur Tand aus Fernost, was es für mich schnell uninteressant macht.
Da kann ich mich dann auch den zahlreichen Boutiquen an der Promenade und der Hauptstraße dahinter widmen. Meistens öffnet sich im hinteren Teil der größeren Geschäfte eine andere Welt. Plötzlich steht man zwischen „Hermes“ Handtüchern, diversen Handtaschen großer und teurer Marken und Designer-Sonnenbrillen. Jetzt wundere ich mich auch nicht mehr über die vermeintlich sehr teuren Handtaschen, die ich abends in Hülle und Fülle an den Armen der Damen auf der Strandpromenade sehe.
Wenn die Promenade zu langweilig wird, ragt über der Stadt die Burg Lekuresit. In den sozialen Medien ist das einer der ersten Sightseeing Spots, der angezeigt wird, wenn man nach Sarande sucht – und wie bei fast allem in den sozialen Medien, ist der Ort online viel spekakulärer als in echt. Möglicherweise liegt das an der Nebensaison, denn auch hier sind Kioske und das Restaurant noch nicht geöffnet.
Die Aussicht über die Bucht ist nichtsdestotrotz wunderschön. Für Hochzeiten ist die Location im Sommer bestimmt ein Traum. Jetzt – ohne die vielen Leute – fallen mir vor allem die Überreste sowjetischer Bunkeranlagen auf, die wie Maulwurfhügel im Gelände verteilt sind.
An Regentagen kann ich das Museum der Traditionen empfehlen. Für 100 Lek, was umgerechnet etwa 1€ ist, erhält man Zugang zu diesem Museum, das direkt in der Mitte der Strandpromenade gelegen ist, sowie zum Archäologischen Museum auf der anderen Seite der Hauptstraße. Auf zwei Stockwerken bekommt man einen Einblick, wie Sarande vor dem Tourismus ausgesehen hat. Die Fotos an den Wänden stammen großteilig aus den 1940ern bis 1970ern. Gerahmt wird das Ganze von Schaufensterpuppen, die in traditionelle Tracht gekleidet sind. Erklärungen oder Beschriftungen sucht man im ganzen Museum vergebens – und trotzdem gibt mir der heimelige Einbilck in die Geschichte und Tradition mehr als so manches modernes Museum. Es fühlt sich ein wenig so an, als würde man in privaten Fotos und Erinnerungen der Großeltern stöbern.
Das archäologische Museum besteht aus einem großen Raum, der ein Bodenmosaik, sowie diverse Fundstücke aus dem übrigen Baubestand des Hauses, beherbergt. Auch hier gibt es nur eine große Schautafel, die wahrscheinlich mehr Fragen offen lässt als sie beantwortet. Für den grandiosen Preis lohnt es sich aber allemal.
Im November ging es für ein kurzes Wochenenden ins Elsass. Da ich effektiv nur 24 Stunden in der Stadt verbracht habe kommen hier meine drei Highlights, die man nicht verpassen sollte:
Klein-Venedig
Im Viertel Krutenau, wo sich auch meine Unterkunft befand, findet sich das sogenannte Klein Venedig. Das Leben spielt sich hier rund um die Zuflüsse des Flusses Lauch ab, was an die italienische Stadt erinnert. Wasser spielte bei der Entstehung des Viertel eine große Rolle, da sich hier die Gemüsebauern vor den Toren der Stadt ansiedelten. Besonders der Ausschnitt auf dem Bild unten ist sehr bekannt. Täglich fotografieren sich hier hunderte Menschen vor dem pittoresken Hintergrund.
Der berühmteste Sohn der Stadt ist Auguste Bartholdi – der Erfinder der Freiheitsstatue. Ihm ist nicht nur ein Museum gewidmet, sondern die eiserne Dame findet sich auch überall in Colmar wieder. Auf den Strassen findet man goldene Wegweiser, die zu einer Replik der amerikanischen Freiheitsstatue führen. Da die große Statue etwas außerhalb der Stadt steht blieb für einen Besuch leider keine Zeit und die Wegweiser mussten genügen.
Mein kleines Highlight während der Reise war das Choco Story Museum. Für 12,50€ Eintritt für einen ein Audio Guide durch die zweiteilige Ausstellung: Vom Anbau bis zur Verarbeitung der Kakaos wird im ersten Teil alles genau erklärt. der zweite Teil beschäftigt sich mit den Dingen die man aus Schockolade fertigen kann – von Trinkschokolade bis zu lebensgroßen Figuren. Wie der Freiheitsstatue unten im Bild. Und das Beste: Während des Durchgangs kann man die ganze Zeit kleine Schokotaler probieren!
Kulinarisch darf der Flammkuchen natürlich nicht fehlen. Den bekommt man fast an jeder Ecke. Da ich leider schon immer viel zu verfressen war, gibt’s davon keine Fotos und ich werden wohl nie ein Food-Blogger werden…
Da uns die Sommer im Süden in den letzten Jahren zu Heiß für’s Sightseeing waren, wollten wir dieses Jahr mal etwas anderes probieren. Warum nicht an die Ostsee fahren, wo es nicht über 30 Grad heiß wird?
Dann stellt sich schon die nächste Frage: Wenn an die Ostsee, dann wohin? Die Möglichkeiten scheinen auf den ersten Blick endlos. Nachdem wir kurz die Preise verglichen haben, war der deutsche Küstenabschnitt aus dem Rennen – und als mir dann noch ein relativ günstiges Hotelangebot für Danzig in die Hände gefallen ist, war es klar. Es geht im Sommer nach Polen!
Zur Anreise kam für uns am Ende nur das Auto in frage. Die Anreise per Flugzeug ging nicht direkt, es wäre ein Umstieg in Warschau nötig gewesen und auch der Zug hätte viel länger gebraucht und wäre sehr viel teurer und unzuverlässiger gewesen. Also ab ins Auto. Auch hier sind wir nicht den ganzen Weg in einem Stück gefahren, sondern haben einen Stopp zum Übernachten in Berlin eingelegt.
In Danzig angekommen, geht der erste Weg in die Danziger Altstadt um die Lage zu erkunden. Mit dem Hoteleigenen Boot machen wir eine kurze Rundfahrt durch die Stadt bis hin zur Stadtgrenze. Vorbei am alten Kran und dem Riesenrad auf der anderen Flussseite ist uns schnell klar, wir wollen die Stadt unbedingt noch mal zu Wasser entdecken.
Nach der kurzen Bootfahrt erkunden wir die Stadt zu Fuß. Durch eines der großen Stadttore geht es hinein in die historische Altstadt. In einer U-Form flanieren wir am Rathaus, Neptunbrunnen und langem Markt. Immer wieder fallen mir die vielen Bernsteinläden und -stände ins Auge und ich bin mir an Tag eins schon sicher, dass ich das ein oder andere Souvenir von hier mit nach Hause nehmen werde.
Am Ende des Spaziergangs erreichen wir die Plattform von der die verschiedensten Ausflugsdampfer in See stechen. Kurzentschlossen steigen wir auf das Boot, dass uns zur Westerplatte bringt. Kostenlos dazu bekommt man eine Hafenrundfahrt, die die verschiedenen Bauten und Gerätschaften im Hafenbecken erklärt.
Bei der Westerplatte handelt es sich um eine Landzunge, auf der durch den Beschuss eines polnischen Munitionslagers der zweite Weltkrieg begann. Ein 23 Meter hohes Denkmal am Ende der Halbinsel erinnert schon aus weiter Ferne an den polnischen Widerstand. Wir nehmen uns 40 Minuten Zeit um uns umzusehen. Als ich vor dem zerschossenen Munitionslager stehe kommt mir wieder dieses komische Gefühl, das ich öfter an historischen Orten mit einer dunklen Vergangenheit habe. Irgendwie ist mir kalt, obwohl es ein schöner Sommertag ist und irgendwie fühle ich mich bedrückt. Das wird auch nicht besser, wenn wir am Soldatenfriedhof vorbei kommen, der an die jungen Männer erinnert, die hier ihr Leben lassen mussten. Wie in einer anderen Welt fühlt sich dann das fröhliche Treiben am Strand an, der nur wenige Meter außerhalb des Wäldchens beginnt.
Die Geschichte des zweiten Weltkriegs sollte uns auch die nächsten Tage begleiten. Da es am nächsten Morgen regnet, beschließen wir das gleichnamige Museum zu besuchen. Was wir allerdings nicht bedacht hatten, war das wir nicht die einzigen waren, die diesen Plan gefasst hatten. Im Museum werden Tickets mit Zeitfenstern verkauft um den Ansturm in den Griff zu bekommen. Als wir Mittags am Museum ankommen ist der nächste verfügbare Zeitslot 16:00 Uhr. Da wir nicht so lange dort warten wollten habe ich noch in der Schlange zum Ticketschalter online einen Zeitslot für den nächsten Vormittag gebucht. Es empfiehlt sich also diesen Besuch zu planen und im vorhinein schon online ein Ticket zu besorgen.
Also ziehen wir unverrichteter Dinge wieder ab und spazieren zurück in die Altstadt. Auf dem Weg kommen wir am Maritimen Museum vorbei. Das Museum an sich ist kostenlos, nur für den Besuch des Museumsschiffs braucht man ein Ticket. Das Schiff vor der Türe hat uns sehr viel besser gefallen als das in die Jahre gekommene Museum. Das Schiff kann man in einem Rundgang komplett vom Bauch bis hin zum Steuerrad erkunden. Teilweise sind die Treppen ganz schon schmal und steil, so dass ich mich nur rückwärts wieder runter getraut habe.
Neuer Tag, neuer Versuch. Wieder machen wir uns auf den Weg zum Museum des 2. Weltkriegs. Mit vorher gekauften Ticket läuft alles wie geschmiert. Die Schlange am Eingang ist nicht allzu lang und wir sind relativ schnell drin. Ich kann nur jedem den Audioguide ans Herz legen, ohne den wären wir verloren gewesen. Es werden nicht nur Informationen zu den ausgestellten Exponaten geben, sondern auch jeder Film übersetzt, auf Besonderheiten in der Ausstellung hingewiesen und Wegbeschreibungen und Anweisungen gegeben in welcher Reihenfolge man sich die einzelnen Räume anschauen soll. Die umgerechnet 3€ für den Guide haben sich für uns voll und ganz gelohnt. Wir haben gute 3 Stunden in der Ausstellung verbracht, die sich nicht wie 3 Stunden angefühlt haben.
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Unseren letzten Tag vor der Abreise verbringen wir in der Satelittenstadt Sopot. Da die Taxipreise im Gegensatz zu Deutschland sehr erschwinglich sind haben wir uns entschieden die 15 – 20€ für die Fahrt von ungefähr 40 Minuten zu investieren und uns vom Taxi direkt an den Strand fahren zu lassen. Zahlreiche Beachclubs säumen den Weg zum Strand und hinter uns erhebt sich ein riesiges Hotel, das vom Glanz vergangener Zeiten zeugt. Die Clubs lassen wir allerdings links liegen und widmen uns der halbrunden Flaniermeile, die mit vielen kleinen und größeren Souvenirshops gespickt ist. Da am Ende doch immer das gleiche angeboten wird und auch allerlei Tand aus Fernost unter den Angebotenen Waren ist werden wir nicht fündig. Lieber zahlen wir 10 Sloty Eintritt für die Seebrücke auf der man nicht nur beobachten kann, wer hier sonst noch so flaniert, sondern es auch zahlreiche Touristendampfer und Yachten zu bestaunen gibt. Nachdem wir uns am Meer satt gesehen haben, machen wir noch einen Schwenk durch die kleine Innenstadt bevor wir wieder nach Danzig fahren.
Für unser leibliches Wohl war während der ganzen Reise Bestens gesorgt. Die regionale Küche hat es uns so sehr angetan, dass wir noch im Supermarkt halt machen mussten, um ein paar Zutaten und auch fertige Gerichte mit nach Hause nehmen zu können. Im folgenden kommen nun ein paar Tipps, wo wir essen waren und was wir empfehlen können.
Gdanski Bowke, Dlugie Pobrzeze 11, 80-888 Gdansk: traditionell polnisches, aber auch sehr touristisches Restaurant direkt am Fluss. Ohne Reservierung haben wir gerade noch so einen Platz bekommen. Sehr zu empfehlen ist die gemischte Vorspeisenplatte. Die meisten Gerichte kannte ich, hätte ich aber teilweise nicht in der Kombination gegessen. ⭐⭐⭐💲💲
Chinkalania, Tkacka 7, 80-836 Gdansk: georgisches Restaurant, in dem man bestens beraten wird, was es mit den Speisen auf sich hat, wie sie gegessen werden und in welcher Kombination man am Besten bestellt. Die gefüllten Teigtaschen mit Brühe waren super lecker und ich kann sie nur wärmstens empfehlen. Man bekommt sehr gutes Essen für kleines Geld. ⭐⭐⭐⭐ 💲
Kuchina Aleksandry, Dlugi Tard 11, 80-828 Gdansk: wieder ein sehr touristisches Lokal direkt am langen Markt in der Altstadt. Die Plemeni kamen wieder mit kurzer Einweisung und waren sehr lecker. ⭐⭐⭐💲💲
Tiki Jungle, Piwna 50/51, 80-831 Gdansk: Bei der Suche nach einer Bar fielen mir die Tiki Cocktails aus dem Tiki Jungle gleich ins Auge. Bestellt habe ich einen Skull Cocktail, der in einem gläsernen Totenkopf serviert wird. ⭐⭐⭐⭐ 💲💲
Pierogaria Stary Mlyn, Swietego Ducha 64, 80-834 Gdansk: Restaurant das sich auf Pierogi spezialisiert hat. Pierogen gibt es hier wirklich in allen Formen und Farben. Unbedingt vorher reservieren, zu den Stoßzeiten stehen die Leute vor dem Lokal Schlange. ⭐⭐⭐⭐ 💲💲
Als ich gelesen habe, dass man vor Genuas Küste Whale Watching Touren machen kann, wusste ich das kann ich mir nicht entgehen lassen.
Gebucht habe ich den 4 Stündigen Ausflug via Get your Guide. Auf dem Portal gibt es mehrere Anbieter – nach einer kurzen Recherche habe ich mich für Golfo Paradiso entschieden, da die Tour hier von einem Meeresbiologen begleitet wird und mir das ein gutes Gefühl in Sachen Nachhaltigkeit und Wertschätzung gegenüber den Meerestieren gegeben hat.
Für 4 Stunden bezahlt man 40€ pro Person.
Abfahrt ist am Porto Antico. Das Schiff ist leicht zu finden, da der Kapitän wahlweise Musik oder Durchsagen, die die Tour ankündigen über die Lautsprecher laufen lässt. Um 13:00 Uhr legt das Schiff pünktlich ab und es geht mit großen Hoffnungen hinaus in den Golf von Genua.
Nach dem wir den Hafen hinter uns gelassen haben springen auch schon Streifendelfine in den Wellen des Bootes mit. Das letzte Mal habe ich Delfine in freier Wildbahn als kleines Kind bei einer Fährfahrt in den Urlaub gesehen. Sie schwimmen teilweise ganz nah am Rand des Schiffes entlang, so dass ich das Gefühl hatte, ich hätte sie berühren können, hätte ich meine Hand nur weit genug ins Wasser gestreckt.
Auf der anderen Seite des Boots taucht kurze Zeit später ein Mondfisch auf. Leider konnte ich den nicht richtig erkennen, da die restliche Reisegruppe schlagartig auf eine Seite gerannt ist und mir der Fisch damit verborgen blieb. Ich konnte lediglich die ein oder andere Flosse zwischen den Köpfen erkennen.
Auf etwa Hälfte der Tour wird es auf einmal ganz still auf dem Schiff: Schnabelwale! Eine kleine Gruppe taucht direkt vor uns auf. Nach Aussage des Biologen handelt es sich um eine Mutter-Kind Gruppe. Für mich ist es das erst Mal, dass ich Wale in freier Wildbahn sehen. Ich bin so fasziniert, dass ich jegliches Gefühl für Zeit und meine Umgebung verliere, bis die Tiere wieder im Meer verschwinden.
Wieder fahren wir über das offene Meer auf der Suche nach allem was irgendwie wie ein Flosse aussehen könnte. Dann mahnt der Kapitän zur Stille. Vor uns ist etwas großes im Wasser. Leider haben wir hier kein Glück. Nur ein plätschern und dann ist es still. Die Crew meint, dass es möglicherweise ein Hai gewesen sein könnte. Erfahren werden wir es aber nie, da der Moment viel zu schnell vorbei gewesen ist.
Gegen Ende der Tour kommt es noch zu einer seltenen Sichtung: eine Meeresschildkröte! Mir war nicht einmal bewusst, dass es Schildkröten im Mittelmeer überhaupt gibt. Nach aussagen des Biologen handelt es sich hier um ein junges Exemplar, da sie so gar keine Scheu vor dem Boot zeigt und sehr nah an uns vorbei schwimmt.
Für mich hat sich der Ausflug definitiv gelohnt, auch wenn wir keine großen Wale gesehen haben – was in der Theorie möglich gewesen wäre. Ich würde so etwas auf jeden Fall wieder machen, solange es in Begleitung eines Biologen ist, der die nötigen Infos zu den Sichtungen geben kann und auch die Befindlichkeiten der Tiere einschätzen kann. Wie nah kann man sich nähern, sollte man ganz leise sein um die Tiere nicht zu verschrecken, usw. Glücklich betrete ich knapp 4 Stunden nach Abfahrt wieder festen Boden und wundere mich wie schnell die Zeit auf dem Boot vergangen ist. Die Eindrücke dieses Ausflugs sollten noch mehrere Tage lang nachschwingen.
Für die größte Stadt Liguriens hatte ich keinen richtigen Plan. Natürlich gab es den ein oder anderen Ort, den ich gerne besichtigen wollte, aber ich habe mir im vorhinein keine Route zurecht gelegt um eine Liste von Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Diesmal wollte ich mich ein wenig treiben lassen.
Und so fing der erste Tag auch an. Vom Hotel aus bringt mich der Bus in die Stadt – zu diesem Zweck habe ich mir die App „AMT Genova“ auf das Handy geladen. Hier kann man sich nicht nur Verbindungen raussuchen, sondern auch gleich das Ticket für den öffentlichen Nahverkehr kaufen. Ein 110 Minuten Ticket kostet 2,20€ und ist meine erste Wahl um in die Stadt und auch wieder raus zum Hotel zu kommen.
Get to know Genua
Dreh- und Angelpunkt ist für mich der Hafen. Von hier aus lasse ich mich durch die Straßen der Stadt treiben. Der erste ganz ehrliche Eindruck, den die Stadt auf mich macht: So richtig schön ist es hier nicht. Alles wirkt er düster, eng und ein wenig herunter gekommen. Erst wenn man ein bisschen mehr ins Zentrum kommt ändert sich dieser Eindruck ein wenig. Plötzlich steht man auf einem großen, offenen Platz an den sich die Einkaufsstraße anschließt. Klar, dass ich hier ein wenig bummeln wollte. Im Ausland versuche ich mich vor allem auf die Geschäfte zu konzentrieren, die es zu Hause nicht gibt – und so bin ich in einem „Kasanova“ Laden gelandet, in dem es allerlei Einrichtungsgegenstände gibt. Am Ende habe ich das Geschäft mit einem faltbaren Waschbecken verlassen, das ich während des voran gegangenen Camping-Urlaubs gut gebrauchen hätte können.
Wer eher nach kulinarischen Highlights sucht, sollte sich eher am Hafen aufhalten. Hier spielt sich das meiste Leben ab und ein Restaurant reiht sich an das nächste.
Für große und kleine Kinder gibt es am Ende des Hafens noch ein kleines Highlight: Die Galeone Neptune. Für 6€ Eintritt kann man das Schiff von oben bis unten erkunden. Erklärt wird hier gar nichts – es handelt sich um den Nachbau einer spanischen Galeone aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde 1985 für den Roman Polanski Film „Piraten“ gebaut und liegt nun in Genuas Hafen vor Anker. Mich hat vor allem die Figur am Bug sehr beeindruckt. Ich hatte bis dahin kein Gefühl für diese Größendimensionen.
Street Art
Wer mit offenen Augen durch die Stadt läuft, findet fast an jeder Ecke Street Art in der einen oder anderen Form. Das versöhnt mich mit dem zunächst eher negativen ersten Eindruck. Die Stadt hat ihren eigenen Charme, den man nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennt. Also immer mit wachem Blick durch die Städte wandeln – man entdeckt die Schönheit oft erst, wenn man sich Zeit für die Details nimmt.
Regentipp:
Wenn es doch mal regnen sollte, wie am letzten Tag meines Besuchs, dann kann ich das Galata Museo del Mare empfehlen. Hier kann man sich für 17€ Eintritt locker den ganzen Tag aufhalten. Ich muss aber auch sagen, dass ich mir ein wenig mehr davon versprochen hatte.
Das Museum wirkt ein wenig altbacken, es gibt im ersten Teil der Ausstellung sehr viele Gemälde und Nachbildungen von Segelschiffen, genaueres kann ich dazu nicht sagen, da fast alle Hinweistafeln auf Italienisch beschriftet waren. Dazu kommt, dass es sehr schummrig beleuchtet ist. Die ersten beiden der insgesamt vier Stockwerke widmen sich Cristoph Columbus und der Seefahrt des 16. und 17. Jahrhunderts. Auf jeder Etage steht ein Schiff in Originalgröße zur Besichtigung bereit. Für mich wird es erst im dritten Stock mit der Personenschifffahrt des 19.Jahrhunderts und dem Handel mit der neuen Welt spannend. Die Geschichten realer Menschen berühren mich doch mehr als Modellschiffe. In der vierten Etage wird es dann aktuell: Das Thema Migration bis ins Hier und Jetzt wird behandelt. Unter anderem ist ein Ruderboot, mit dem Flüchtlinge über’s Mittelmeer in Italien angekommen sind, ausgestellt. Für mich gleicht es mehr einer Nussschale und ich mag mir gar nicht vorstellen, was die Menschen auf diesem Schiff erlebt haben…
Am Ende der Ausstellung gibt es noch den Hinweis zur Aussichtsplattform auf dem Dach des Museums, welche man sich nicht entgehen lassen sollte. Von hier hat man einen traumhaften Blick über den Hafen und die Stadt.
Als keine Kritikpunkt muss ich anmerken, dass mir das Thema zweiter Weltkrieg völlig gefehlt hat. Ich habe bewusst keine Vitrine zu diesem Thema wahrgenommen. Auch das Thema Ozean inklusive der Tiere und Pflanzen, die hier leben kam auch überhaupt nicht zur Sprache. Bei einem Meeresmuseum hätte ich das zumindest in Teilen erwartet.
Wir eröffnen offiziell die Camping Saison! 10 Tage geht es für uns mit dem Feuerwehrbus nach Ligurien – zwischen Genua und der französischen Grenze. Insgesamt haben wir den Trip in vier Etappen aufgeteilt. Da wir in der Vorsaison unterwegs sind haben wir keinen der Campingplätze vorgebucht, was uns ein gewisses Maß an Spontanität in der Planung ermöglicht hat. In der Hauptsaison wäre es wahrscheinlich nicht so einfach gewesen.
Mit unserem Oldtimer-Bus, der im Durchschnitt eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auf die Strecke bringt, ist eine Anreise an einem Tag ein bisschen utopisch. Deshalb ist der erste Tag des Urlaub nur der Fahrt gewidmet. Wir beginnen bei 10 Grad und Regen und werden den strömenden Regen auch bis Italien nicht los – inklusive Aqua Planning auf der italienischen Autobahn. 570 km geht es durch die Schweiz bis nach Costa Vescovato. Der Campingplatz „La Campeggia“ ist unser Stellplatz für die Nacht. Zu zweit inklusive Strom haben wir 20€ in der Nebensaison bezahlt. Die Anmeldung konnte ich ganz einfach online von unterwegs aus ausfüllen. Wäre das Wetter auch nur ein bisschen besser gewesen, hätten wir abends den Ausblick über die Weinberge genießen können. So haben wir uns, gleich nachdem wir alles angeschlossen hatten, in den Van verzogen und dem Trommeln des Regens auf dem Dach gelauscht. Das Ganze hört sich romantischer an als es gewesen ist. Da wir bis jetzt nur den Boden isoliert haben ist es kalt im Bus – und nach ein paar Stunden merken wir, das der Oldtimer ein Leck hat. Es tropft an der hinteren rechten Ecke leicht, aber stetig ins Innere. Das muss auf jeden Fall bei unserer nächsten Bauphase repariert werden.
Erster Ausflug nach Dolceaqua
Am nächsten Morgen geht der Urlaub dann richtig los. Wir nähern uns dem Startpunkt Ventimiglia mit großen Schritten. Auf dem Weg machen wir einen Halt in Dolceaqua, das in jedem Reiseführer und Reisebericht erwähnt wird. Es handelt sich um ein Dorf, dessen Altstadt an einem Hang gelegen ist. Die kleinen verwinkelten Straßen, die erstmal nur nach oben zu führen scheinen, sind nicht mit dem Auto befahrbar. Deshalb parken wir auf dem großen Parkplatz auf der Altstadtseite des Flusses am Fuß des Dorfes. Ganz oben thront ein Kastell, das grundsätzlich auch besichtigt werden kann – wir kommen zur Mittagszeit an und verpassen den letzten Einlass vor der Mittagspause um eine halbe Stunde. Also tauschen wir wieder in die schmalen Gassen ein. Der Maler Monet wurde ebenfalls von der Ansicht verzaubert und hat mehr oder weniger mein Foto gemalt.
Nach diesem Ausflug und einem ausgiebigen Mittagessen, geht es weiter zum Stellplatz. Wie bleiben etwas außerhalb von Ventimiglia und fahren zum Campingplatz “ Camping por la mar„. Hier zahlen wir inklusive Strom und 18 Minuten warme Dusche 29€. Abends spazieren wir noch kurz hinunter zum Meer und schauen schweigend den Wellen zu.
Eigentlich stand der botanische Garten Hanbury auf meiner Liste. Da wir am vorhergehenden Tag aber etwas spät an unserem Stellplatz angekommen sind, konnten wir den Garten, der nur bis 17:00 Uhr geöffnet hat nicht mehr besuchen. In der ersten Etappe wäre er zu weit abseits der Strecke gelegen um diesen Schlenker zu machen. Das sollte nicht das letzte Mal auf dieser Reise sein, dass ich die Sehenswürdigkeiten, von der Liste die ich im Vorlauf zu Hause gemacht habe, auslassen musste. Viele Dinge sind einfach nicht möglich, wenn man mit einem knapp 5 Meter langen und fast 3 Meter hohen Camping Bus unterwegs ist.
Auf der Strecke nach Cervo gibt es allerdings eine super Alternative für alle Pflanzenliebhaber: Der Giardino Esotico Pallanca. Er liegt direkt an der Straße und wir hätten ihn beim Fahren fast übersehen! Was von Außen eher unscheinbar wirkt ist ein exotischer Garten, der sich über zahlreiche Terrassen auf dem Hügel erstreckt . Es handelt sich um einen privaten Garten, der seit 1989 für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wir haben 6€ pro Person bezahlt, die sich zumindest für mich als Crazy Plant Lady definitiv gelohnt haben.
Weiter geht die Fahrt und wir erreichen die Stadt San Remo. Hier stehen wir nur im Stau und haben keine Möglichkeit zu parken um die Stadt zu erkunden oder auf der Strandpromenade zu bummeln. Deshalb orientieren wir uns weiter Richtung Leuchtturm am Ende der Stadt. Aber auch dieser ist abgezäunt und kann offensichtlich nicht besichtigt werden. Weiter entlang der Strecke würde das Künstlerdorf Bussana Vecchia warten – da wir am Vortag aber erst in Dolceaqua waren und das im Internet sehr ähnlich ausgesehen hat, haben wir den Ort bewusst ausgelassen. Kurz vor unserem Tagesziel findet sich noch ganz versteckt am Straßenrand und nirgends ausgeschildert das Denkmal für die Gewinner des Radrennes Mailand – San Remo. Es gibt nur eine winzige Parkmöglichkeit, so dass ich nur kurz aus dem Auto gesprungen bin um das Ganze in einem Foto festzuhalten.
An allen kommenden Stränden vorbei fahren wir zu unserem Etappenziel – dem Campingplatz „Camping del Mare„. Der Platz hat einen eigenen Strandzugang, der nur wenige Meter von dem uns zugewiesenen Stellplatz entfernt ist – weil uns der Platz und der Strand so gut gefallen hat bleiben wir eine weiter Nacht stehen und legen einen Strandtag ein. Das Meer ist zwar noch etwas kalt, das hat uns aber nicht wirklich davon abgehalten hinein zu springen.
Hier zahlen wir inklusive heißer Dusche 25€ pro Nacht. Der Strom wird mit 50 Cent pro Kilowattstunde abgerechnet.
Auf der Strecke Cervo – Savona hätte der Reiseführer mehrere Sightseeing Tipps parat gehabt – aber wie vorhin schon mal angesprochen gestaltet sich das mit dem Campervan schwierig. Die Parkplatz-Situation war in allen Fällen ziemlich bescheiden.
Aber erst mal zu den Hotspots: Alessio. Hier gäbe es die Mauer der Verliebten zu sehen. Weit und breit gab es in der ganzen Stadt keinen Parkplatz, wo wir unseren Van hätten abstellen können. Auf der Parkplatzsuche sind wir aber dennoch daran vorbei gefahren – und genau in dem Moment streikt meine Kamera! Ich hätte mir gerne die Fliesen an der Wand genauer angesehen. Eine der ältesten trägt die Signatur von Ernest Hemmingway und stammt aus dem Jahr 1951. Am Ende sollte es aber nicht sein.
Ein Stück weiter lockt die Grotte von Borgia Verezzis. Sie ist mehrere Kilometer lang und gilt als farbigste Grotte Italiens. Schon auf dem Satelitenbild – das ich immer zur Parkplatzsuche nutze – war weit und breit keine Parkmöglichkeit zu sehen. Deshalb sind wir diesen Punkt gar nicht erst angefahren.
Nächster Halt Varigotti – oder auch nicht… Der kleine Küstenort ist vor allem für seine bunten Häuser, die sarazenische Einflüsse zeigen, bekannt. Sie dienen als Vorlage für die Häuser im Donald Duck Comic „Donald und die Nacht der Sarazenen“. Parkplatz gab es wieder weit und breit keinen, weshalb wir auch hier nur durch gefahren sind.
Die Strände von Bergeggi würden hier anschließen, aber hier kann man maximal mit dem Roller / Motorrad parken, da alles aus Hotelanlagen oder Strandbädern besteht.
Unseren Platz für die Nacht haben wir dann auf dem Campingplatz Vittoria in Savona gefunden. Hier zahlen wir 37,5€ inklusive Strom. Wir haben einen Platz direkt am Meer ergattert. Der Ausblick aus dem Auto ist einfach traumhaft. Das entschädigt uns für die verpassten Sehenswürdigkeiten. Der Platz hat allerdings auch eine kleine Schattenseite – die sanitären Anlagen sind etwas in die Jahre gekommen. Geduscht habe ich hier nicht und die Toilette war ohne Brille und Toilettenpapier. Für einen kurzen Zwischenstopp ist der Platz total ok, für länger würden wir uns aber eher etwas komfortableres suchen.
3. Etappe ( Savona – Arenzano)
In Savona lockt die Fortezza Priamar. Direkt am Fuß der Festung gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz, auf dem Der Bus sehr gut Platz findet. Die Besichtigung der Fortezza ist kostenlos, lediglich das kleine archäologische Museum kostet 5€ Eintritt. In dem kleinen, aber feinen Museum wird die Geschichte der Stadt ab der Römerzeit abgebildet. Ich fand ein bisschen Schade, dass wir die einzigen Besucher im Museum waren, obwohl die Festung an sich gut besucht war.
Danach geht es schon weiter zum nächsten Stellplatz: Dem Caravan Park The Vesima, direkt zwischen Autobahn und Bahngleisen. Hier zahlen wir 43€ inklusive Strom und warme Dusche. Als Stadtkind haben mich die Geräusche der Straße und der Bahn überhaupt nicht gestört und ich konnte wunderbar schlafen. Besonders schön fanden wir den Zugang zum kleinen Strandabschnitt. Hier waren wir zum 3. Mal im Meer baden und hätten uns auch einen längeren Aufenthalt vorstellen können.
4. Etappe (Arenzano – Genua)
Die letzte Etappe an unseren Zielort Genua ist eher unspektakulär. Da wir in Arenzano schon in einem direkten Vorort von Genua waren, sind wir nur noch durch die Stadt gefahren. Da campen in der Stadt eher schwierig ist, haben wir uns dazu entschieden für die Erkundung Genuas ein Hotel am Stadtrand zu mieten, wo wir unseren Bus gut und sicher abstellen können. Da sich hier dann auch die Art des Reisens ändert, widme ich Genua einen eigenen Blogpost.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unser erster längerer Campingtrip ein voller Erfolg war. Wir sind ein sehr eingespieltes Team, was sich besonders im Aufbau unseres Pavilions zeigt, den wir inzwischen in 5 Minuten auf- oder abgebaut haben. Die wichtige Erkenntnis für mich war, das sich bei dieser Form des Reisens einiges verändert. Sightseeing ist keine große Priorität mehr, die Landschaft rückt weiter in den Vordergrund. Auch Zeit hat einen anderen Stellenwert. Alles ist etwas langsamer und man entschleunigt von Tag zu Tag bis dahin, das ich irgendwann nicht mehr wusste welchen Wochentag wir haben.
Langes Osterwochenende und mein Freund und ich haben zum ersten Mal seit Jahren gleichzeitig frei – das heißt Städtetrip! Es hat nicht lange gedauert und wir haben uns auf Budapest in Ungarn geeinigt. Von München aus ist die Stadt in knapp 7 Stunden gut mit dem Auto zu erreichen. Bei den aktuellen Flug- und Zugpreisen kam uns Auto fahren, trotz zweimal Autobahnmaut, billiger. Am Ende hatten wir so etwas mehr als 48 Stunden um die Stadt zu erkunden.
Nachdem wir uns mit einer kleinen Pause im Hotel von den Strapazen der Fahrt erholt haben ging es auf einen einen kurzen Spaziergang, um die Umgebung um das Hotel zu erkunden. Der erste Stopp ist dabei das Hard Rock Cafe, da ich es mir in den Kopf gesetzt habe ab diesem Jahr Pins zu unseren Reisen zu sammeln. Damit diese Programmpunkt schon mal erledigt ist kommt dieser Punkt als erstes.
Von hier aus spazieren wir weiter Richtung Donau – und dann ist der erste Touri-Hotspot auch schon in Sichtweite:die Kettenbrücke. Hier stolpert man an jeder Ecke über die Instagram Mädels, die versuchen ihr perfektes Foto zu machen.
Alle Brücken über die Donau wurden im zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht zerstört. Bereits 1946 wurde die Freiheitsbrücke, wie sie seitdem offiziell heißt, orginalgetreu wiederaufgebaut. Die Brücke verbindet die beiden Stadtteile Buda und Pest.
Der zweite Tag startet mit einem Ausflug in die Markthalle. Für alle Foodies ein absolutes Muss. Ich glaube ich habe noch nie so viel Paprika und Salami in den verschiedensten Formen und Verarbeitungsstadien gesehen. Die Markthalle erstreckt sich über drei Stockwerke. Das Erdgeschoss ist vor allem den eben genannten Produkten gewidmet – natürlich gibt es hier aber auch anderes Obst und Gemüse, sowie Metzgerware.
Im Obergeschoss dominieren Imbiss-Stände und Souvenirs. Hier war es mir irgendwann fast zu voll. Die Galerie bietet meinem empfinden nach nicht genug Platz, dass die Besucher gleichzeitig flanieren, essen und in Souvenirs stöbern konnten. Ich hatte hier meine Tasche immer fest im Griff, da es diesem Gedränge wohl ein leichtes für Taschendiebe ist – ich muss aber auch dazu sagen, dass dies eine Vorsichtsmaßnahme meinerseits war und ich keinen Vorfall mitbekommen habe.
Im Untergeschoss wird dann noch Fisch und eingelegte Ware angeboten. Die große Markthalle ist Mo – Fr von 06:00 – 18:00 Uhr und Sa 06:00 – 15:00 Uhr geöffnet.
Nach einer kurzen Mittagspause im Hotel geht es weiter zur Stephansbasilika, die fußläufig von unserem Hotel zu erreichen ist. Weil Karsamstag war, ist der Eintritt zur Basilika kostenlos – normalerweise kostet der Besuch 6000 HUF. Ich bin kein großer Fan davon für den Besuch einer Kirche, die noch aktiv genutzt wird, Eintritt zu bezahlen. Eine Fahrt bzw. Besichtigung eines Kirchturms gegen ein Entgelt finde ich unproblematisch, das Gotteshaus an sich zu bezahlen finde ich allerdings schwierig. Ich hätte die Basilika also nicht besichtigt, hätte ich Eintritt bezahlen müssen.
Die 96 Meter hohe Kuppel ist zusammen mit der Kuppel des Parlaments das höchste Gebäude der Pester Innenstadt. Es dauerte insgesamt 55 Jahre bis das Gotteshaus fertiggestellt wurde.
Danach geht es für uns zur Floating Bus Tour. Hier macht man zuerst eine klassische Stadtrundfahrt mit dem Bus und dann fährt der selbe Bus in die Donau und führt die Stadtrundfahrt als Boot weiter. Ich kann das Erlebnis auf jeden Fall empfehlen – auch wenn es im Bus trotz Klima sehr stickig und eng gewesen ist. Für größere Personen könnte es aufgrund der Enge in den eineinhalb Stunden doch etwas anstrengender werden.
Auf dem Heimweg ging es nochmal kurz über den Heldenplatz, den ich vom Bus aus schon bewundern konnte. Da mir die Spaziergänge des Tages in den Knochen steckten und sich mein Bauch auch schon zum Thema Abendessen gemeldet hat, war es nur ein kurzer Abstecher für das Foto.
Für die letzten 12 Stunden habe ich mir so gut wie alle Highlights aus dem Reiseführer aufgehoben und es geht in den nächsten Stunden Schlag auf Schlag.
Nach dem Frühstück geht es gleich los Richtung Fischerbastei. Wir waren um halb 11 dort und trotzdem schon zu spät um den Menschenmassen zu entgehen. Ich habe mich nicht nur einmal gefragt, wann die Reise Influenzer vor Ort sind um die Fotos die man so im Internet findet, so menschenleer schießen zu können. Teilweise stehen an den Plätzen einfach Restauranttische.
Die Bastei ist Teil des Burgmauer. Die sieben Türme, von denen man einen auf dem Foto rechts sehen kann, symbolisieren die sieben Magyaren-Stämme. Der Name Fischerbastei stammt vom hier beheimateten Fischmarkt, was es auch zur Aufgabe der Fischer machte diesen Teil der Mauer zu verteidigen.
Von der Bastei aus sieht man schon den den nächsten Punkt auf meiner Liste – das Parlament. Da man manche Dinge besser von der Ferne bewundern kann, als wenn man direkt davor steht, habe ich mich für Fotos von der gegenüberliegenden Donauseite entschieden. Gut das es nahegelegen gleich eine U-Bahn Station gibt.
Hier ist dann auch mein neues Profilfoto, sowie mein neues Lieblings-Pärchenbild entstanden.
Mit besagter U-Bahn geht des dann unter der Donau zur anderen Flusseite. Hier wartet die Skulptur „Schuhe am Donauufer“. Insgesamt sind es 60 Paare auf einer Länge von 40 Metern erinnern an die Massenerschießungen, von ungarischen Juden durch die Nazis, am Donauufer. Die Schuhe sind ganz unterschiedlich: von Männern, Frauen und Kindern.
Für mich war es dann doch ein bisschen erschreckend, wie viele Touristen fröhliche Selfies an einem Holocaust Mahnmal schießen. Offensichtlich ist vielen die grausame Geschichte, die hinter der Skulptur steht nicht bewusst, oder nicht jeder macht sich darüber so viele Gedanken wie ich.
Das Beste kam für mich dann zum Schluss: der Besuch des jüdischen Viertels. Gestartet haben wir mit einer Führung durch die Synagoge an der Dohanystraße. Der Innenraum gleicht einer christlichen Kirche, da bei der Innengestaltung Wert darauf gelegt wurde sich der christlichen Mehrheit anzupassen. Eine Synagoge an sich braucht eigentlich keinen Schmuck um als Synagoge zu gelten – einzig wichtig sind die Thora Rollen.
Die Synagoge steht an der Grenze des ehemaligen Ghettos, das während des zweiten Weltkriegs errichtet wurde.
Das Ghetto stand nur wenige Wochen und birgt trotzdem eine Fülle von geschichtlichen Ereignissen. So sind zum Beispiel 2000 Juden im Innenhof begraben, die im Ghetto erschossen wurden. Nach der Befreiung Budapests wurden sie in Eile in einem Massengrab begraben. Es handelt sich um eines der größten Massengräber jüdischer Opfer in der Welt. Die Geschichte der Synagoge, sowie einen Einblick in das Judentum bietet das jüdische Museum, das an den Komplex anschließt und im Eintritt einbegriffen ist.
Besonders beeindruckt hat mich die silberne Trauerweide im Hof, die oben auf dem Bild zu sehen ist. Nach der Errichtung konnten für den symbolischen Preis von 200€ Blätter an diesem Baum gekauft werden. Auf den Blättern wurden dann die Namen der unter den Nazionalsozialisten ermordeten Juden eingraviert, denen man mit seiner Spende gedenken wollte. So gut wie jedes Blatt trägt einen Namen. Ich bin immer überwältigt von der Vielzahl der Menschen, die unter diesem Regime ermordet wurden. Die bloße Zahl ist für mich immer schwer greifbar. Solche Monumente machen das ganze für mich etwas deutlicher . auch wenn hier nur ein Bruchteil abgebildet ist.
Restaurant Tipps
Hungarikum
Am ersten Abend waren wir in der Nähe der Kettenbrücke im Bistro „Hungarikum“ essen. Normalerweise bekommt man hier ohne Reservierung so gut wie keinen Platz. Auch als wir ankamen stand schon das Schild, dass sie leider ausgebucht sind vor der Türe. Doch wir hatten Glück! Gerade als wir wieder gehen wollten kam uns eine der Damen aus dem Service entgegen und meinte eine Reservierung hätte kurzfristig abgesagt und wir könnten den Tisch haben. Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen. Das Bistro wirbt damit authentische ungarische Küche anzubieten. Wir wurden nicht enttäuscht! Meine vegetarischen Gnocchi als auch das Gulasch von meinem Freund waren einsame Spitze. Besonders hervorheben möchte ich, dass man mit der Karte ein Tablett auf den Tisch gelegt bekommt, wo man sich Bilder und Übersetzungen in allen erdenklichen Sprachen zu den Speisen ansehen kann. Das macht es wirklich einfach das passende zu finden und habe ich so auch noch nirgends gesehen.
Hungarikum Bisztró 1051 Budapest, Steindl Imre u. 13.
Am zweiten Abend ging es ins Bistro „Belvarosi Lugas“ – wieder typisch ungarisch und wieder super lecker. Diesmal habe ich mich für Lammkeule entschieden und war wieder höchst zufrieden. Mein besonderes Highlight war allerdings der Nachtisch. Übersetzt wurde das Gericht mit „Vogelmilch“ und ich konnte mir so gar nichts darunter vorstellen. Bekommen habe ich dann ein Glas mit einer gelben dicken Flüßigkeit in der eine weiße Insel schwamm. Die Insel würde ich als etwas zwischen Baiser und Marshmellow beschreiben, die Flüßigkeit ist sehr süß und vanilig. Sie schmeckt ein bisschen wie Eierlikör ohne Alkohol. Da ich Süßspeisen immer sehr zugetan bin, hatte ich meinen neuen Favouriten für diese Reise gefunden. Wer es süß mag sollte es unbedingt ausprobieren!
Belvarosi Lugas Étterem, Bajcsy-Zsilinszky E. út 15., Budapest
Abend Nummer drei = Restaurant Nummer drei. Wir bleiben im jüdischen Viertel. Schon beim schlendern hat es mich Richtung Getto Gulyas. Die breite Fensterfront mit den hohen geöffneten Fenstern hat mich angezogen. Man hatte Innen fast das Gefühl man würde im Freien sitzen. Wahrscheinlich wäre auch hier wieder eine Reservierung besser gewesen – wir hatten aber wiedermal Glück und den letzten freien Tisch bekommen. Von Innen wirkt das Restaurant sehr modern und cool und der Name ist Programm. Auf der Karte findet man eine große Auswahl verschiedener Gulasch Zubereitungen. Wieder war ich mit meiner Wahl sehr zufrieden und ich habe auch hier mein neues Lieblingsdessert wiedergefunden. Übersetzt wurde es diesmal mit „schwebender Insel“. Zu trinken kann ich die selbstgemachte Limonade nur empfehlen – meine Wahl viel auf die Kombi von Erdbeer und Basilikum. Im Vergleich zu den anderen Restaurants ist dieses das coolste und erstaunlicherweise war es für uns auch das günstigste.
Gettó Gulyás ristorante per Gulasc, 1077 Budapest, Wesselényi u. 18
Wusstet Ihr, dass Mary Shelly die Idee zur Frankenstein Geschichte während eines Sommers am Genfer See hatte? Mir war das so nicht bewusst und hat die Stadt gleich nochmal interessanter für mich gemacht. Dem ganzen zu Ehren steht in der Nähe der Tramstation Cirque eine lebensgroße Statue des Monsters. Klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen konnte. Eigentlich wirkt er neben den Spuren des Zusammensetzens ganz sympathisch, findet ihr nicht?
Die Kathedrale St. Pierre geht auf einen Bau aus dem 4. Jahrhundert zurück. Durch Kriege, Feuer, Anbauten und Renovierungen hat sich ihr Anblick immer wieder verändert. Besondere Bedeutung erlangt die Kirche unter protestantischem Protektorat. Im Geist des Calvinismus wurde der meiste Schmuck im Bau entfernt – da sich die Gläubigen auf die Worte der Predigt konzentrieren sollten, statt von den Bildern abgelenkt zu werden. Nach der Trennung von Kirche und Staat erlangte die Kathedrale zusätzliche Funktionen – bis heute wird hier das Schweizer Regierung vereidigt.
Im Herzen der Stadt findet man das Ancien Arsenal. Mir ist es wegen der vielen Fahnen und der Mosaiken im Hof ins Auge gestochen. Der Bau geht auf römische Zeiten zurück und wurde zuerst als Freiluft-Markt genutzt. Im 15. Jhd. wurde er dann überdacht und die Arkaden angebaut. Zwischen 1720 und 1877 wurde das Gebäude als Militärdepot genutzt – was bis heute namensgebend ist. Fünf historische Kanonen erinnern in den Torbogen daran. Heute ist hier das Staatsarchiv untergebracht.
Was wäre ein Ausflug nach Genf ohne den Genfer See? Leider war der Jet D’Eau nicht zu sehen als ich meinen Spaziergang am Ufer gemacht habe. Dann bewundert am eben die Silhouette der Stadt mit den Yachten im Vordergrund. Seht ihr den Mond am Himmel? Auf dem Foto ist er leider nicht so gut zu erkennen – in echt war es allerdings viel deutlicher.
Natürlich konnte ich mir den Weihnachtsmarkt am Genfer See nicht entgehen lassen. Für mich auffällig: An Essen wurden fast nur Süßspeisen angeboten, eine Bratwurst sucht man vergeblich.
Wie schön ist den bitte die Dekoration an der Decke des Christmas Pub?!
Venedig kennt in Venetien jeder, aber habt ihr schon mal von der Riviera del Brenta gehört? Mir sagte das auch nichts, bevor ich mich auf meine Venedig Reise vorbereitet habe – und was soll ich sagen, es hat sich für mich als absoluter Geheimtipp herausgestellt.
Die Riviera del Brenta führt am gleichnamigen Fluss von Venedig bis nach Padua und ist insgesamt 50 Kilometer lang. Nirgends sonst findet man so viele venezianische Villen außerhalb Venedigs – die reichen Kaufleute Venedigs verbrachten die heißen Sommer lieber am kühleren Flussufer. Da die Villen am Kanal so zahlreich sind, habe ich mir die drei für mich interessantesten herausgepickt.
Villa Malcontenta
Die erste auf meiner Route ist die Villa Malcontenta, die es auch auf die UNESCO Kulturerbe Liste geschafft hat. Der Name Malcontenta (die Unzufriedene) leitet sich von einer Grande Dame der Foscari-Familie ab. Sie wurde angeblich hierher verbannt, da sie ihren Mann betrogen haben soll.
Ich habe mich sofort in die Architektur und die Innengestaltung mit den zahlreichen Fresken verliebt und wäre sofort eingezogen. Die zum Wasser ausgerichtete Säulenvorhalle erinnert an einen kleinen antiken Tempel. Die Strafe der Verbannung hat sich wohl doch ganz gut ertragen lassen.
Die nächste Villa auf meiner Liste ist die Villa Widmann aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist mit einem Obergeschoss, das von einer Galerie umrahmt wird, etwas größer als die Malcontenta. Nördlich des Gebäudes öffnet sich das Areal zu einem großzügigen Park, der zahlreiche Statuen birgt – Nymphen, Götter und Amoretten sind dargestellt. Bis 1984 wurde die Villa von einer Familie bewohnt und ging dann in Staatseigentum über. Highlight des Gebäudes sind die Kerzenleuchter aus Murano-Glas.
Die Villa Pisani ist die größte und wahrscheinlich historisch bedeutsamste Villa auf der Strecke. Sie wurde im 18. Jahrhundert als Abbild von Versailles erbaut. Insgesamt beherbergt das Gebäude 114 Zimmer. Dogen, Könige und Kaiser gaben sich hier die Klinke in die Hand – unter anderem hat Mussolini hier Hitler zu einem Treffen geladen. Heute ist die Villa, inklusive großem Garten mit Teichen und einem Labyrinth, als Nationalmuseum für die Öffentlichkeit zugängig. Mich hat der Besuch eher an ein Schloss erinnert, als an eine Villa.
Von der letzten Villa sind es nur noch 10 km nach Padua. Leider hatte ich nicht so viel Glück mit dem Timing. Als ich gegen 14:00 Uhr dort eintraf, begann gerade die Mittagsruhe und alle Cafes und Museen schlossen für mehrere Stunden. Ich hätte gerne die Cappela degli Scrovegni und ihre prachtvollen Deckenmosaiken bestaunt – nur leider ist es sehr schwierig 2 1/2 Stunden zu überbrücken, wenn man kein geöffnetes Cafe zum verweilen findet. Also mussten die öffentlich zugänglichen Sehenswürdigkeiten her halten, für die man kein Ticket braucht. Zuerst ging es ins Stadtzentrum an den Palazzo della Ragione. Hier wurde gerade der Markt abgebaut und nur noch wenige Stände in der Markthalle hatten geöffnet. Hier wird alles „to go“ verkauft ohne eine Möglichkeit sich zu setzten. Der Platz so wie der darauf folgende Piazza dei Signori sind von defensiver Architektur geprägt. Es gibt keine Bänke auf denen man sich niederlassen könnte. Nachdem ich dann doch noch eine Eisdiele gefunden hatte, die geöffent war habe ich mich kurzerhand, und aufgrund dem Mangels an anderer Möglichkeiten, auf die Stufen der Loggia del Consiglio o della Gran Guardia gesetzt.
Nach dieser kurzen Pause geht es weiter zum Prato della Valle. Der elliptische Park ist ein ehemaliger Sportplatz, der von einem schmalen Kanal eingegrenzt wird. An der Umrandung stehen 78 Statuen, die historische Persönlichkeiten der Stadt Padua ehren sollen.