Schloss Sanssouci und der alte Fritz

Schloss Sanssouci und der alte Fritz haben eine ganze besondere Verbindung, deshalb kann man eigentlich keinen Reisebericht zum Schloss schreiben, ohne zu erklären wer der alte Fritz gewesen ist und warum er dieses Schloss so sehr geliebt hat – so sehr, dass er heute auf der obersten Terrasse des Weinbergs begraben wurde.

Wer ist der Alte Fritz?

Andy Warhol – Friedrich II

Friedrich der Zweite wird 1712 in Berlin in das Herrscherhaus der Hohenzollern geboren. Er ist der dritte Sohn von Friedrich dem Ersten und Sophie Dorothea von Hannover – seine beiden älteren Brüder überleben das Kindesalter nicht und so rückt er in der Thronfolge an die Spitze. Der junge Friedrich erhält eine strenge, autoritäre und religiös geprägte Erziehung, die sehr im Gegensatz zu seiner zarten Seele steht. Er nimmt heimlich Flötenunterricht und interessiert sich mehr für Kunst und Literatur als für Militär und seinen Pflichten als Thronfolger. Dadurch kommt es auch immer wieder zu Streit mit dem strengen Vater, der sich bis zu körperlichen Züchtigungen vor dem gesamten Hof steigert.

1740 besteigt Friedrich II. nach dem Tod seines Vaters den preußischen Thron. Nur 5 Jahre später beginnt er mit dem Bau des Lustschlosses Sanssouci („Ohne Sorge“), das in der Rekordzeit von zwei Jahren fertiggestellt wird. Der König bewohnt seinen Sommersitz in den Weinbergen zwischen April und Oktober. Das kleine Schloss ist nicht für das höfische Zeremoniell gedacht und dient Friedrich als Rückzugsort, an dem er seine privaten Interessen nachgeht.

in der Öffentlichkeit zeigt er sich immer in der einfachen Uniform eines Obersten seines Garderegiments mit dem Stern des Schwarzen Adlerordens als einzigem Schmuck. Im Laufe seiner Herrschaft setzt Friedrich zahlreiche Reformen durch. Er schafft die Folter ab, er zeigt sich offen gegenüber Einwanderern und religiösen Minderheiten und führt die allgemeine Schlupflicht ein. Von ihm stammt auch das Zitat „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“.

Schloss Sanssouci

Heute kann das Schloss nur in Form einer Tour besichtigt werden. Es empfiehlt sich das Ticket im voraus zu kaufen, wenn man Sanssouci zu einer bestimmten Zeit besuchen möchte. Ich habe mich für das Ticket „Schloss Sanssouci und preußische Schlösser“ für 22€ entschieden. Es wird immer nur eine kleine Gruppe in das Gebäude gelassen, damit es nicht überläuft. Mit Hilfe eines Audioguides wird man in 12 Stationen durch das Schloss geführt. Ohne die Geschichten aus dem Kopfhörer hätte ich wahrscheinlich das ein oder andere bemerkenswerte Detail übersehen. Die Gestaltung im Inneren nimmt immer wieder Bezug auf den Garten und die Weinberge vor der Türe. Nur die Bibliothek, mit mehr als 2.000 Büchern, ist abgeschirmt von den anderen Räumen. Nur der König und seine Diener haben hier Zutritt. Das Herz des Hauses ist das Arbeits- und Schlafzimmer Friedrichs des zweiten. Nach seinem Tod war das Zimmer so abgewohnt, dass es vor einem erneuten Bezug erst einmal gründlich renoviert werden musste. Zur ursprünglichen Einrichtung gehört nur der Mahagonischreibtisch mit Dokumentenschrank, sowie die Standuhr am Fenster und ein mit grünem Stoff bespannter Sessel. In diesem Sessel verbrachte der alte Fritz aufgrund seiner Gebrechen seine letzten Lebenswochen und verstarb 1786 schließlich auch darin. Entlassen wird man schließlich durch vier Gästezimmer, wobei das prunkvollste bis zum Ende aufgespart wird. Die Wände sind übersät von floralen Elementen die nicht nur gemalt, sondern auch plastisch dargestellt sind. Bei näherer Betrachtung finden sich auch zahlreiche Tiere zwischen den Ranken. Die Blumenkammer wird heute nach ihrem berühmtesten Gast als Voltaire – Zimmer bezeichnet.

Die Neuen Kammern

Mein Ticket beinhaltet nicht nur die Besichtigung des Schlosses Sanssouci, sondern auch die Schlösser im Park. Alle an einem Tag zu besichtigen halte ich für sehr sportlich, aber nicht für unmöglich. Ich habe mir nur die Schlößchen in der Näheren Umgebung von Sanssouci herausgepickt. Alle habe ich nicht geschafft. Besonders beeindruckt haben mich die Neuen Kammern, an denen ich fast vorbei gelaufen wäre, da sie von außen so unscheinbar aussehen. Entworfen wurde das Gebäude als Orangerie, erst 1775 wurde es zum Gästeschloss umgebaut. Durch den Umbau entstanden 7 Gästezimmer, der Stil hat sich aber kaum verändert. Geprägt sind die Neuen Kammern von Friedrichs Lieblingsstil, dem Rokoko. Durch die Führung via QR Code auf meinem Handy durfte ich lernen, dass sich Rokoko vom französischen Wort „roccaile“ ableitet, was Muschelwerk bedeutet.

Das Chinesische Haus

Als nächstes mache ich einen Spaziergang durch die Weinberge und den Park und bin gespannt, was mich dort erwartet. Zahlreiche Wege führen immer wieder ab vom Hauptweg und führen in kleine Irrgärten oder Nischen in denen Skulpturen aufgestellt sind. Nach ein paar Metern komme ich an ein Flussufer dem ich folge und schwupps bin ich in China! Vor mir liegt das Chinesische Haus. Der Gartenpavillon leuchtet in Grün und ist mir goldenen chinesischen Figurengruppen geschmückt. Durch den Überseehandel mit China kamen Ende des 17. Jahrhunderts Kunsthandwerk ganz neues Kunsthandwerk nach Europa – Perlmutt, Lackmalerei, Seidenstoffe und Porzellan. Schon in Sanssouci sind, wenn man genau hinsieht, immer wieder Porzellanarbeiten ausgestellt. In den neuen Kammern zieren sie eine ganze Wand. Und auch im chinesischen Haus liegt der Fokus der Ausstellung auf Porzellan. Es lohnt sich bei aller Faszination für das Handwerk auch der Blick nach oben. In der Kuppel des Gebäudes ist eine zauberhafte asiatische Landschaft gemalt. Als ich das Haus verlassen habe, setzt sich der Gedanke in mir fest, dass es eigentlich schade ist, dass in meiner Generation fast niemand mehr teures oder altes Porzellan zu Hause hat, sondern nur irgendwelche Werbetassen oder Merchandise von Comicfilmen. Vielleicht sollte ich der Vitrine meiner Großmutter doch mehr Aufmerksamkeit schenken und ihr Angebot annehmen mir eine der schönen Tassen dort auszusuchen.

Museen in Berlin

Neues Museum

In Ostberlin befindet sich eines der bedeutendsten Kulturgüter der Antike – Die Büste der Königin Nofretete. Sie steht im Neuen Museum, das sehr viel riesiger ist als es von außen den Anschein hat. Insgesamt erstreckt es sich über 4 Stockwerke, in denen die folgenden 4 Themenbereiche abgebildet werden: die ägyptische Welt, Griechenland und Troja, die römische Welt & Stein- , Bronze- und Eisenzeit. Die Königin steht für sich allein in einem Raum in dem nicht fotografiert werden darf. Deshalb muss ein Foto vom Banner außerhalb genügen. Ich bin nach wie vor sehr fasziniert von dieser Skulptur – erst recht nachdem ich sie nun endlich live sehen konnte. Neben Nofretete, die mich in das Museum gezogen hat, habe ich noch ein weiteres Highlight für mich entdeckt, das ich vorher nur aus Dokumentationen kannte und das ich nicht mit den Museen in Berlin in Verbindung gebracht habe: Der Goldhut in der 3. Etage. Er ist das Herzstück der Ausstellung über die Bronzezeit. Man nimmt an, dass diese Hüte von Priestern im Rahmen eines Sonnenkults getragen wurden. Insgesamt hat er eine Höhe von 74,5 cm. Könnt ihr euch vorstellen einen so riesigen Hut einigermaßen anmutig zu tragen?


Neues Museum Berlin, Bodestraße, 10178 Berlin

Öffnungszeiten: Di – So 10:00 – 18:00 Uhr, Montags geschlossen

Tickets: 14,00 EUR, ermäßigt 7,00 EUR

https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/neues-museum/home/


DDR Museum

Das DDR Museum direkt an der Spree lässt alte Zeiten wieder auferstehen. Sehr informativ wird über die Zeit vor dem Mauerfall aufgeklärt. An vielen interaktiven Stationen findet man Alltagsgegenstände aber auch einen Haufen Information zur Bedeutung der auf den ersten Blick banalen Ausstellungstücke. Durch einen Aufzug (der nur Lärm macht und ruckelt, sich aber eigentlich nicht von der Stelle bewegt) gelangt man in eine typische DDR Wohnung. Highlight für mich: In der Küche kann man sich Rezepte typischer ostdeutscher Gerichte ausdrucken und mit nach Hause nehmen. Auf dem Foto sieht man einen Überwachungsraum. Über die Kopfhörer hört man fiktive Gespräche aus der Nachbarwohnung. Für mich immer noch schwer zu begreifen, dass das für einige Menschen jahrelang Alltag war. Ich kann einen Besuch nur dringend empfehlen.


DDR Museum, Karl-Liebknecht-Str. 1, 10178 Berlin

Öffnungszeiten: täglich 9:00 – 21:00 Uhr

Tickets: Erwachsene: 13,50 EUR, ermäßigt: 8,00 EUR

https://www.ddr-museum.de/de


Berlinische Galerie

Das Gebäude wurde in den 1960er als Glaslager errichtet, um auf eine mögliche Blockade der Stadt im Kalten Krieg vorbereitet zu sein. Da das zum Glück nicht mehr nötig ist, kann man den Bau heute als Museum nutzen. Die Berlinische Galerie gehört zu den jüngsten Ausstellungshäusern der Stadt und ist ein interdisziplinäres Museum: Malerei, Skulptur, Installations- und Medienkunst, Grafik, Fotografie, Architektur und die dokumentarischen Nachlässe von Kunstschaffenden finden hier eine Heimat. Der Vorplatz mit seiner gelben Bemalung ist einfach zu fotogen – auf dem Buchstabenfeld sind die Namen von 160 Kunstschaffenden aus der Sammlung verewigt.


Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin

Öffnungszeiten: Mi – Mo 10:00 – 18:00 Uhr, Dienstags geschlossen

Tickets: Tageskarte 10 EUR, ermäßigt 6 EUR

https://berlinischegalerie.de/


Hamburger Bahnhof

Der nächste Stopp auf meiner kleinen Museumstour ist der Hamburger Bahnhof. Hier war bis 14.01.24 die Austellung „Devouring Lovers“ von Eva Fàbregas zu sehen. Die Farbgebung und Größe der Installation hatten es mir gleich angetan. Wenn ich ein Museum besuche darf für mich der Shop am Ende nicht fehlen – was soll ich sagen hier bin ich mehr als fündig geworden.


Hamburger Bahnhof, Invalidenstraße 50 – 51, 10557 Berlin

Öffnungszeiten: DI – FR 10:00 – 18:00 Uhr , SA/SO 11:00 – 18:00 Uhr, Montags geschlossen

Tickets: 12,00 EUR, ermäßigt 6,00 EUR

https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/hamburger-bahnhof/home/


Futurium

Eher zufällig bin ich über das Futurium gestolpert. Eigentlich wollte ich nur den Vorplatz mit seinen weißen Kreisen fotografieren – da ich aber noch genügend Zeit hatte und das Museum komplett kostenlos ist, habe ich doch einen Blick hinein gewagt. Und ich bin nachhaltig begeistert. In einer interaktiven Führung wird man durch 3 Themenbereiche zu Zukunft, Konsum und Nachhaltigkeit geführt. Zu Beginn erhält man ein Armband mit einem Chip, mit dem man sich an verschiedenen Stationen einloggen kann. Am Ende des Rundgangs erhält man, wenn man möchte, eine Auswertung seiner gesammelten Daten. Ich habe mir viele Denkanreize aus dem Rundgang mitgenommen und hinterfrage meinen eigenen Konsum inzwischen noch ein bisschen stärker als vorher. Mir wurden auch in manchen Punkten die Augen geöffnet, wo die Reise für mich in der Zukunft hin gehen könnte. Nachhaltigkeit wird für mich persönlich aktuell ein immer mehr zum Thema. Das beginnt in kleinen Dingen wie dem Einkauf regionaler und saisonaler Artikel im Supermarkt, hört dort aber auch nicht unbedingt auf. Ich kann jedem der sich schon über diese Dinge Gedanken macht oder machen möchte dieses Museum wärmstens ans Herz legen.


Futurium, Alexanderufer 2, 10117 Berlin

Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr, Sa, So: 10:00 – 18:00 Uhr, Do: 10:00 – 20:00 Uhr, Dienstags geschlossen

Tickets: kostenlos

https://futurium.de/de


Berlin Story Bunker

Der von außen eher unscheinbare Bunker ist R-I-E-S-I-G! Am Eingang erhält man sofort einen Audioguide, der durch die Räume führt. Die insgesamt drei Stockwerke beschäftigen sich mit folgenden Fragen: Wie konnte es so weit kommen? Wie konnten Hitler und die NSDAP soviel Einfluss und Macht erreichen? Die Ausstellung versucht diese Fragen zu klären und dokumentiert den Verlauf, sowie die Gräuel des zweiten Weltkriegs. Wer den Bunker besucht sollte auf jeden Fall Zeit mitbringen. Ich habe mich insgesamt ungefähr 3 Stunden dort aufgehalten und fand die, dass die Zeit sehr kurzweilig vergangen ist. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt! Im Zusammenhang mit dem zweiten Weltkrieg und der Machtergreifung der Nazis lernt man nie aus und kann auch als jemand der der sich schon einschlägiger mit dem Thema befasst hat neue Erkenntnisse ziehen. Manchmal sind die Parallelen zum aktuellen Zeitgeschehen schon sehr gruselig und beängstigend…


Berlin Story Bunker, Schöneberger Str. 23A, 10963 Berlin

Öffnungszeiten: Mo – So 10:00 – 19:00 Uhr

Tickets: 12 EUR, ermäßigt 9EUR

https://www.berlinstory.de/


Für mich ein absoluter Bucketlist Besuch ist das Naturkundemuseum. Seit 2015 ist das sogenannte „Tristan Otto“ T-Rex Skelett im Museum ausgestellt. Es ist ungefähr 12m lang and fast 4m hoch. Es ist eines der vollständigsten Tyrannosaurus Fossilien der Welt – der Schädel ist mit 98% der aktuell am Besten erhaltene T-Rex Schädel der Welt. Ich war auf jeden Fall nachhaltig beeindruckt – für einen echten Dino Fan ein absolutes Muss!


Museum für Naturkunde, Invalidenstraße 43, 10115 Berlin

Öffnungszeiten: Di – Fr 09:30 – 18:00 Uhr , Sa/So 10:00 – 18:00 Uhr

Tickets: 11 EUR, ermäßigt 5 EUR

https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de


Gedenkstätte Hohenschönhausen

Der letzte Punkt in dieser Liste ist der, der mich am tiefsten berührt hat – das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Im Gebäude ist eine Dauerausstellung integiert, das Gefängnis selbst kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden – und diese hatte es für mich in sich. Ich durfte an einer Führung teilnehmen, die ein ehemaliger Häftling geleitet hat. Durch seine Erzählungen war alles für mich sehr anschaulich und bildlich. Teilweise musste ich ganz schön schlucken… Für mich ist es immer wichtig die Geschichten von Zeitzeugen zu hören. Niemand kann Geschichte so gut transportieren wie sie. Wer die Chance hat sollte an einer Führung durch einen Zeitzeugen teilnehmen. Solange da noch möglich ist.


Gedenkstätte Hohenschönhausen, Genslerstraße 66, 13055 Berlin

Öffnungszeiten: Mo – So 09:00 – 18:00 Uhr

Tickets: Normaltarif 8,00 EUR, ermäßigt 4,00 EUR

https://www.stiftung-hsh.de/


Berlin Sightseeing

– 12 Spots für gute Fotos –

Berlin ist immer eine Reise wert – Mich hat es schon mehr als einmal in die Hauptstadt gezogen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit meine 11 liebsten Spots zum fotografieren und Tourist sein zusammen zu stellen:

Checkpoint Charlie

Checkpoint Charlie ist wahrscheinlich der bekannteste militärische Checkpoint zwischen West- und Ostberlin. Auch heute noch ist er ein Symbol für den Kalten Krieg und erinnert an die Trennung zwischen Ost und West.

Alexanderplatz

Die Weltzeituhr: zum 20jährigen Jubiläum der DDR errichtet zeigt die Uhr 146 Städte aus allen Kontinenten, sowie die Datumsgrenze. Der sicht drehende Ziffernkreis in der Mitte zeigt die Ortszeit, sowie die Weltzeit in allen Zeitzonen an.

Memorial to the

murdered jews of Europe

Unweit des ehemaligen Führerbunkers – der heute mehr oder weniger ein Parkplatz ist – steht das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Je öfter ich dort bin und je mehr ich über die Idee dahinter weiß, desto mehr zieht es mich an diesen Ort. Das Mahnmal besteht aus 2711 Betonstelen, die sich in ihrer Höhe unterscheiden und ein wellenförmiges Muster entstehen lassen. Es ist von allen Seiten aus zugänglich. Einige Jahre nach der Fertigstellung wurde der unterirdische „Ort der Information“ hinzu gefügt.

Elefantentor

Tiergarten

Bei strömendem Regen war meine Motivation abseits der Tatsache, dass ich etwas zum Abendessen brauchte, eher so lala. Auf dem Weg vom Essen zum Hotel kam ich dann doch noch am Elefantentor vorbei. Das Tor markiert einen der zwei öffentlichen Eingänge zum Zoo. Das hier zu sehende Portal ist ein Nachbau aus den 80ern, da das Original aus dem Jahr 1899 im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Zu sehen sind zwei lebensgroße, liegende Elefanten aus Sandstein, die als Pfeiler eines Pagodendachs aus rotem Holz mit goldenen Ornamenten dienen. Heute ist das Tor das Wahrzeichen des Zoos und steht unter Denkmalschutz.

Anhaltersteg

Bis Mitte des 20.Jahrhundert war der Anhalterbahhnhof einer der wichtigsten Fernbahnhöfe Berlins. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark beschädigt, so dass es in den 1960ern abgerissen wurde. Heute steht nur noch ein Fragment des Portikus. Obwohl das alles sehr faszinierend ist war ich aus sehr viel banaleren Gründen hier. Die Bahnbrücke ein paar Meter vom alten Bahnhofsgebäude entfernt wird von steinernen Pfeilern getragen, in die die Worte „Anhalter“ und „Berlin“ gemeißelt sind. Dieses Fotomotiv wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Tempodrom

Der nächste Fotospot auf meinem Spaziergang ist das Tempodrom. Eigentlich word das Gebäude als Event- und Konzertlocation genutzt, durch seine außergewöhnliche Form dient es aber auch immer wieder als Hintergrund für Fotoshootings. Als ich dort war, war ich auch nicht die einzige Fotografin vor Ort.

Siegessäule

Das Festival of Lights konnte ich mir nicht entgehen lassen. Im Zeitraum des Festivals werden bekannte Wahrzeichen der Stadt mit unterschiedlichen Bildern, Messages und Videos beleuchtet.

Brandenburger Tor

Oldie but Goldie: Irgendwie darf ein Abstecher zum Brandenburger Tor bei keinem Berlin Besuch fehlen, egal wie oft ich schon hier war. Das wahrscheinlich bekannteste Wahrzeichen Berlins ist das letzte verbliebene der ursprünglichen 18 Stadttore. Bis zum Fall der Mauer stand es direkt an der Grenze zwischen Ost und West. Für mich gab es diesmal eine Premiere – zu Fuß durch’s Tor gehen (mit dem Wissen, dass das erst seit knapp 30 Jahren möglich ist)

East Side Gallery

Auch vor 10 Jahren, als ich das letzte Mal hier war, war der sogenannte „Bruderkuss“ schon der größte Touristenmagnet an der East Side Gallery. Klar macht man dann selber auch ein Foto. Ich bin wahrscheinlich durch 20 Fotos gerannt, als ich versucht habe vorbei zu kommen.

Sowietisches Ehrenmahl

Tiergarten

Der Bau wurde 1945 errichtet um die gefallen Soldaten der Roten Arme zu ehren. Insgesamt wurden in Berlin 4 Ehrenmahle von der sowjetischen Armee errichtet. Bis ins Jahr 1990 waren hier Ehrenwachen der sowjetischen Armee stationiert. Im Garten hinter dem Ehrenmal liegen Gräber sowjetischer Soldaten – wie viele es genau sind ist nicht bekannt, es sind aber wohl zwischen 2.000 und 2.500. Es gibt keine Grabsteine mit den Namen der Gefallenen. Lediglich die goldenen Lettern auf den Säulen des Bauwerks geben Auskunft zu den Namen.

Kaiser Wilhelm

Gedächtniskirche

Die Kirche wird im Volksmund auch „Hohler Zahn“ genannt. Der ausgebombte Kirchturm bleibt als Kriegsmahnmal bestehen. Dahinter sieht man den modernen Neuaufbau der Kirche, der in die bestehenden Strukturen eingesetzt wurde. Nach langer Diskussion ob die Überreste ganz abgerissen oder komplett nach alten Vorlagen wieder aufgebaut werden sollen, hat man sich für diesen Kompromiss aus alt und neu entschieden.

Marie Elisabeth Lüders Haus

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus bildet mit dem Bundeskanzleramt, dem Kanzlerpark und dem Paul Löbbe Haus das Band des Bundes – eine Anordnung von Gebäuden an der Spree in Berlin Mitte. Das Haus beherbergt eine Bibliothek und ein Archiv. Die Architektur sticht mir jedes Mal ins Auge, wenn ich hier vorbei komme – da war es nur eine Frage der Zeit, bis ich den für mich perfekten Fotowinkel gefunden hatte.

Kurztrip Stuttgart

Neues Schloss

Das Neue Schloss diente Herzogen und Königen von Württemberg als Residenz. Erbaut wurde es, da das Alte Schloss dem erst 16 jährigen Herzog Carl Eugen von Württemberg nicht standesgemäß erschien. Er droht sogar, den Regierungssitz nach Ludwigsburg zu verlegen, sollte er keine standesgemäße Bleibe bekommen. In den Flügeln des Schlosses sind heute zahlreiche Ministerien untergebracht.

Aus diesem Grund hat das Neue Schloss auch keine regelmäßigen Öffnungszeiten. Es lohnt sich also sich vorab über die Homepage zu informieren, ob die Besichtigung aktuell möglich ist.

Schlossplatz

Direkt vor dem Schloss, wie sollte es auch anders sein, öffnet sich der Schlossplatz. In der Vergangenheit wurde der Platz zum Exerzieren genutzt und hatte nichts mit dem beliebten Treffpunkt von heute zu tun. Mittig steht die Jubiläumsäule, die zum 25. Regierungsjubiläum von König Wilhelm I. errichtet wurde. Gekrönt wird sie von der Göttin Concordia. Das Foto unten wurde aus dem Musikpavillon gemacht und ist wohl einer der beliebtesten Fotomotive der Stadt.

Landesmuseum Württemberg

Mein persönliches Highlight dieses Ausflugs – und das obwohl ich das Museum anfangs nicht mal auf dem Schirm hatte.
In Süddeutschland finden sich viele Spuren der Kelten, die in diversen Museen und archäologischen Stätten besichtigt werden können. Das Landesmuseum Württemberg besitzt mit seinen Exponaten aus der Hallstatt- und Latènekultur eine der bedeutendsten Sammlungen Europas was die Eisenzeit betrifft. Über zwei Stockwerke werden die unterschiedlichsten Dinge ausgestellt – von Gewandnadeln über Haushaltsgeräte und Waffen bis hin zu Skulpturen wie im Bild unten zu sehen. Klar, das ich mir das als studierte Archäologin ansehen musste.

Der Eintritt für Erwachsene kostet 6€, die sich wirklich lohnen.

Winterzauber

Die ersten Stände für den Weihnachtsmarkt stehen schon und die Eisbahn am Schloss ist schon geöffnet. Aktuell ist dort wegen der aktuellen Temperaturen noch kein Eis zu finden – es wird auf Rollschuhen gefahren. Der winterlichen Stimmung tut das keinen Abbruch. Aus den Lautsprechern dröhnt unter anderem „Last Christmas“ und die Weihnachtsgefühle kommen langsam hoch.

What to do in Hamburg

1. alter Elbtunnel

Hamburg ist über viele Wege zu erreichen. Wer mit dem Auto anreist hat die erste Attraktion dann auch schon auf dem Weg. Über die Elbe, bzw. darunter geht es durch den Elbtunnel hinein in die Stadt. Für 2€ – und wenn das Auto schmal genug ist – wird man von einem Aufzug 23m in die Tiefe befördert. Die Strasse ist so schmal, dass man unbedingt in der Spur bleiben muss um nicht anzuecken. Zu Fuß ist das ganze dann doch deutlich entspannter – und kostenlos. Der Gehweg ist zwar auch so schmal, dass zwei Fußgänger gerade so aneinander vorbei gehen können, aber man hat viel mehr Zeit sich richtig umzusehen. Die Wände sind gefließt und an den beiden Enden, sowie auf Hälfte der Strecke sind Infotafeln angebracht.

2. Park Fiction

Wieder an der Oberfläche wendet man sich nach rechts. Über den Parkplatz auf dem morgens der Fischmarkt stattfindet führt der Weg weiter hinein in die Stadt. Wer gut aufpasst sieht auf der linken Seite etwas, das mir bei meinem ersten Besuch komplett entgangen ist. Palmen! Ja, gut sie sind aus Plastik, aber nur wenig gibt mir son sehr das Gefühl von Urlaub wie der Anblick von Palmen – vor allem an einem strahlend schönen Sommertag. Die Metallgebilde sind Teil eines öffentlichen Parks, in dem tagsüber Basketball gespielt und verweilt wird. Kein Wunder bei dem schönen Blick auf den Hafen bis hin zu den Docks.

3. Reeperbahn

Nur einen Katzensprung vom Park Fiction entfernt beginnt die legendäre Reeperbahn. Abends beginnen die vielen Lichter der Stadt zu leuchten und die Tour auf der Meile kann richtig losgehen. Neben den Klassikern, wie er Davidwache, den tanzenden Türmen oder der Großen Freiheit, hat es mir der Beatles Platz angetan. Genau am Eingang zur großen Freiheit stehen die vier Musiker in Metall verewigt. Im Kreis um sie herum sind die Titel ihrer Lieder in den Boden eingelassen. Hamburg zollt damit einer großen Band Tribut, die ihre Karriere in den 1960ern dort startete.

Am Ende der Reeperbahn öffnet sich die Straße zum Dom Park. Der Hamburger Dom findet dreimal im Jahr statt. Ich hatte schon mal Glück und konnte beim letzten Mal über die Frühlingskirmes schlendern. Von hier ist es nur ein Steinwurf bis zum Millerntor-Stadion. Natürlich habe ich mich sofort in das Graffiti am Eingang 4 verliebt.

4. Lichterfahrt

Wer Abends in St. Pauli unterwegs ist und noch nicht bereit für eine Kneipentour ist, dem kann ich eine Lichterfahrt nur empfehlen. Gestartet wird an den Landungsbrücken um 21:30 Uhr. Auf einer Barkasse geht es Richtung Elbphilharmonie und Speicherstadt. Bei meiner Tour war der Wasserstand schon zu niedrig, um richtig in die Speicherstadt hinein fahren zu können, deshalb wurde nur der Abends befahrbare Teil angeschnitten. Nach einer kurzen Drehung geht es wieder vorbei an der Elbphilharmonie. Langsam setzte jetzt auch die Dämmerung ein, so dass der Himmel in die schönsten Pastelltöne getaucht war – die Fotos werden der Realität nicht gerecht. Weiter geht es hinaus Richtung Elbstrand. Eine große Linkskurve später befand ich mich schon am Eingang der Docks. Das ich Containerschiffe sehr faszinierend finde ist kein Geheimnis. Sie von so nah und während des Sonnenuntergangs zu sehen war für mich eine besondere Erfahrung. Am Ende der Docks geht es durch zwei Schleusen zurück von der Nordelbe auf den Hauptstrom. Ein bisschen verzaubert von den Eindrücken geht es nach 1 1/2 Stunden wieder zum Ausgangspunkt. Die 26€ für die Fahrt waren es definitiv wert und ich würde es sofort wieder machen.

5. Museumsschiff Rickmer Rickmers

Unter Tags findet man gleich neben den Landungsbrücken seit den 1980ern die Rickmer Rickmers – ein Museumsschiff, dass nach einem Eintritt von 6€ erkundet werden kann. Das alte Segelschiff hat eine lange Geschichte als Frachtschiff, die man in der Dauerausstellung gut nachvollziehen kann. Im Bauch des Schiffs befindet sich ein Restaurant, dass auch als Eventlocation gemietet werden kann. Seit 2006 findet sich dort auch eine offizielle Schiffspoststelle der Deutschen Post mit einem eigenen Sonderstempel. Wer ein besonderes Andenken nach Hause schicken möchte, wirft seine Postkarten am Besten hier ein.

6. Speicherstadt

Wenn man am Hafen entlang flaniert landet man unwillkürlich in der Speicherstadt. Da diese riesig ist und zahlreiche Museen zu bieten hat, die alleine einen Tag zur Besichtigung gebraucht hätten, muss ich mir ein paar Highlight rauspicken.

Bevor man in die Speicherstadt eintaucht lohnt es sich einen kurzen Abstecher zum Chile Haus zu machen. Das 1924 errichtete Backsteingebäude gilt als Ikone des Expressionismus in der Architektur und ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Die Spitze im Osten des Kontorhauses erinnert an einen Schiffsbug. Im Innenhof lohnt sich ein Blick nach oben – so ein Ausblick ist eher selten.

Die Speicherstadt erinnert mich ein bisschen an ein Inselchen im Fluss. Es scheint als würden die Gebäude und ihre Straßen nur von den Brücken an Ort und Stelle gehalten, die sich alle paar Meter durch das Areal ziehen. Über das Highlight im Fluss bin ich eher zufällig gestolpert – das Elbschlösschen! Eigentlich wollte ich nur kurz Pause machen und mir was zu trinken holen, als ich beim Hinsetzten im Außenbereich des von mir ausgewählten Cafés bemerke, dass man von dieser Brücke einen perfekten Blick auf das Wasserschloss hat.

7. Fischmarkt

Natürlich darf der Fischmarkt bei einer Tour durch St. Pauli nicht fehlen. Morgens um 5 sind außer mir nur ein paar Nachtschwärmern und andere Frühaufsteher an der Hafenpromenade. Die meisten Touristen kommen erst etwas später gegen 6, wenn’s richtig los geht’s und alle Stände ihre Waren zum anpreisen aufgebaut haben. Natürlich könnte auch ich den verlockenden Angeboten nicht widerstehen. Eine riesige Tüte Nudeln und eine Kühlbox voll geräuchertem Fisch begleiten mich im Auto zurück nach Hause.

Betrieb auf dem Fischmarkt

8.Planten un Blomen

Botanische Gärten strahlen für mich immer eine gewisse Art von Ruhe aus – klar, das ich mir Planten un Blomen nicht entgehen lassen wollte. Die schlechte Nachricht zuerst: Die Gewächshäuser werden aktuell saniert und sind bis auf weiteres geschlossen.

Trotzdem gibt es im Park, der kostenlos zu besichtigen ist und seinen Namen von der Niederdeutschen Gartenschau 1935 erhalten hat, einiges zu betrachten. Auf dem Rundweg wandelt man über die Mittelmeerterrassen gelangt man in den Japanischen Landschaftsgarten. Darauf folgt dann der Rosengarten, welcher sich zu einem kleinen See öffnet. Von hier hat man einen tollen Blick auf den Fernsehturm.

9.Rathaus & Alsterarkaden

Vom zuvor erwähnten Park ist es nur ein kurzer Spaziergang in die Hamburger Innenstadt. Die Straßen voller Geschäfte laden zu einem Schaufensterbummel ein. Meistens muss es auch beim Schaufenster bleiben, da die Geschäfte Richtung Rathausplatz immer hochpreisiger werden. Nur bei den bekannten Marken in meiner Preisklasse konnte ich nicht vorbei gehen und musste doch einen Blick hinein werfen. Eines dieser Geschäfte hatte an beiden Enden einen Ein- bzw. Ausgang – und schon stand ich in den Alsterarkaden. Einen kurzen Moment fand ich mich nach Venedig versetzt, da ein klarer Bezug in der Architektur zu finden ist. Nebenbei sind die Arkaden eine der ältesten Einkaufs- und Flaniermeilen Hamburgs.

Gleich gegenüber der Arkaden sieht man ihn schon – den Prachtbau aus dem 19.Jahrhundert in dem heute das Rathaus untergebracht ist.

10.Street Art

Mein letztes to Do ist nicht an einem bestimmten Ort zu finden, sondern eher über die ganze Stadt verteilt: Die Hamburger Street Art.

Man findet diese Kunstwerke in manchen Vierteln fast an jeder Ecke. Ich musste mich hier also auf eine Auswahl beschrenken, bzw. werde diesen Punkt fortführen, immer wenn ich ein neues, für mich besonders Kunstwerk finde. Beim Banksy scheiden sich die Geister ob er denn echt ist, vielleicht ist das aber genau der Reiz bei diesem Künstler, von dem niemand weiß wer er wirklich ist. Im folgenden meine aktuelle Auswahl mit Hinweisen auf den Standort:

  1. Der letzte Seebär – Lippmannstraße
  2. Hamburg Tor zur Welt – Argentinienbrücke
  3. Bomb Hugger, Banksy – Michaelipassage
  4. Möwen – Ellerholzdamm

Frankfurt in Fotos

Im Januar ließ mich Frankfurt am Main nicht los. Zuerst war ich dort zum Eishockey, zwei Wochen später dann auf Geschäftsreise. Hier bot es sich an die Reise um das Wochenende zu verlängern. Im folgenden kommen meine Highlights:

Skyline

Für jemanden wie mich, der aus einer Stadt kommt in der kein Gebäude höher sein darf als die Frauenkirche (99 Meter), ist eine Skyline anfangs etwas surreal. Zunächst denkt man sich „ok, Hochhäuser halt“ und dann lässt es einen irgendwie nicht mehr los. Man schaut irgendwann ständig nach oben und ist fasziniert. Besonders die Flucht im zweiten Bild war für mich etwas besonderes – dieser Blick ist einzigartig in Europa.

Eiserner Steg

Der eiserne Steg ist einer der vielen Brücken über den Main – sie sind teilweise nach ihrem Material benannt. Eisen eignet sich offensichtlich am Besten um Liebesschlösser anzubringen. Wirklich die ganze Brücke ist voll davon.

Hauptbahnhof

Ein ähnliches Foto des Hauptbahnhof habe ich bei meiner Recherche auf Pinterest gefunden und mir war klar, dass ich das rekreieren muss. Der Schriftzug der Frankfurter Allgemeinen passt aber auch zu gut zur Reisefotografie – von den Konditionen an dem Abend ganz zu schweigen.

Alte Oper

Die Alte Oper sticht einem architektonisch gleich ins Auge. Man fühlt sich in die Kaiserzeit versetzt, auch wenn das heutige Gebäude ein Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg ist. Das Originale Gebäude wurde fast vollkommen zerstört.

My Zeil

Eigentlich versuche ich mich was Shopping angeht eher zurück zu halten. Schließlich braucht man am Ende immer viel weniger als man denkt. Als ich die Dachkonstruktion vom My Zeil Einkaufszentrum gesehen habe war’s allerdings um mich geschehen – da musste ich hin! Und gekauft habe ich am Ende doch was. Auch wenn es nur eine heiße Schokolade war.

Römerberg

Bei einer Sightseeing Tour darf der Bereich des Römerbergs nicht fehlen. Ich muss bei Fachwerk immer an die Märchen der Gebrüder Grimm denken, auch wenn das wie hier geographisch etwas daneben ist. Auffällig ist auch, dass die Justizia auf dem Brunnen keine Augenbinde trägt.

jüdischer Friedhof

Gefühlt ist die Reihe der Namen an der Mauer des jüdischen Friedhofs endlos. Aber wie soll man 6 Millionen Ermordete auch darstellen? Beim Stehenbleiben und Namen lesen ist mir ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen. Die Steinchen werden zum Andenken auf die Konsolen gelegt.

Friedenstaube

Die Friedenstaube spricht meiner Meinung nach für sich selbst. Street Art + tolle Botschaft = ❤️

Städelmuseum

Wie schon in der Bildunterschrift geschrieben, steht das Städel Museum auf der GEO Liste der 15 deutschen Museen, die man besucht haben sollte. Also nichts wie rein!

7 Sightseeingspots in Nürnberg

1. Kaiserburg

Die Kaiserburg ist das größte Wahrzeichen Nürnbergs un thront über der Stadt. Bewegt man sich entlang der Burgmauer auf den Hügel in der Altstadt hinauf, sind es am Ende nur noch ein paar Stufen Richtung Burgtor. Die Dauerausstellung führt über einen Rundweg durch die Burg. Die kleinst mögliche Tour kostet 5,50€ Eintritt. Hier erfährt man, wie Nürnberg zu einer der bedeutendsten Kurpfalzen des Heiligen Römischen Reiches wurde und die Burg unter den Staufern seine heutige Stellung als weltberühmtes Wahrzeichen bekam. Die romanische Kaiserkapell, die Teil des Rundwegs ist, ist der kunsthistorisch bedeutendste Teil der Burg – sie wurde in das unregelmässige Felsrelief angepasst. Der dazugehörige Burggarten führt fast einmal komplett um das Gebäude herum, erst danach folgt der Burggraben. Theoretisch können vom Garten aus unterirdische Felsgänge mit Führung besichtigt werden. Die letzte startet allerdings um 16:15 Uhr, dafür war ich bei meinem Besuch zu spät dran.

2. Dürer Haus

Schräg unterhalb der Burg findet sich das Dürer Haus. Das ehemalige Wohnhaus des Renaissance Malers ist als Museum ausgewiesen und hat im unten im Fachwerkhaus sogar einen kleinen Museumsshop zu bieten. Leider war ich zu spät dran um beides besichtigen zu können – es steht aber ganz oben auf meiner Liste, sollte ich wieder nach Nürnberg kommen. Bei dem Gebäude handelt es sich um eines der wenigen unzerstörten Bürgerhäusern aus dem 16. Jahrhundert. Seit 1828 findet sich hier ein Künstlermuseum. Am nahegelegenen Platz findet sich eine, von Dürers „Feldhasen“ inspirierte Bronze – Plastik.

3. Schöner Brunnen

Vom Burgberg hinunter führt der Weg genau auf dem Hauptmarkt. Am Rathaus vorbei läuft man direkt auf den „Schönen Brunnen“ zu. Dieser Brunnen, dessen Original aus dem 14. Jahrhundert stammt, imitiert eine gotische Turmspitze. Eine Besonderheit ist der goldene Ring, der nahtlos in das Geländer eingefügt ist. Das Drehen an eben diesem soll Glück bringen.

4. Frauenkirche

Hinter dieser Attraktion findet sich quer über den Hauptmarkt die Frauenkirche. Sie wurde auf Veranlassung Kaiser Karls im 14. Jahrhundert als Hallenkirche erbaut. Vor dem Pestpogrom 1349 stand an selber Stelle eine Synagoge. Heute erlangt die Kirche überregionale Berühmtheit, da von der Empore an der Frontseite jedes Jahr vom Christkind der Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet wird.

5. Henkerhaus

Das Henkerhaus, das bis ins Jahr 1806 vom Nürnberger Henker bewohnt wurde, findet sich an einer der Brücken über die Pegnitz gleich unterhalb des Hauptmarkts. Alle Sehenswürdigkeiten sind gut im Stadtbild ausgeschildert, so dass man nicht lange suchen muss. Heute kann man in den ehemaligen Wohnräumen eine Ausstellung zur Nürnberger Kriminalgeschichte bestaunen.

6. Neues Museum

Weiter hinunter raus aus der Altstadt findet sich versteckt an der Stadtmauer das Neue Museum. Für 7€ Eintritt wird hier moderne Kunst und Design gezeigt. Die 100m lange, geschwungene Glasfassade ist, wie ich finde, schon ein Kunstwerk für sich.

7. Handwerkerhof

Mehr oder weniger gleich anschließend am Ende der Stadtmauer am Königstor, findet sich der Handwerkerhof. Nachdem man durch das Tor schreitet, fühlt man sich wie in eine andere Zeit versetzt. Im alten Waffenhof finden sich zahlreiche Fachwerkhäuschen, die traditionelle Handwerkskunst mit für Nürnberg typischen Erzeugnissen eine Heimat geben.

Völkerschlachtdenkmal, Leipzig

Wenn ich auf Reisen bin versuche ich auch bei kurzen Aufenthalten zumindest eine Sehenswürdigkeit abzuklappern. In Leipzig war ich nur für einen Abend und eine Nacht – hier habe ich mich für das Völkerschlachtdenkmal entschieden.

Wasserspiegelung vor dem Denkmal

1913 errang ein verbündetes Heer aus Russen, Preußen, Österreichern und Schweden in Leipzig einen entscheidenden Sieg über Napoleon. Hundert Jahre nach diesem Ereignis wurde das Völkerschlachtdenkmal eingeweiht. Mit 91 m Höhe ist es das höchste Denkmal Europas. Vom Sockel bis zur obersten Aussichtsplattform sind es 500 Stufen. Für 10€ Eintritt kann das Denkmal besichtigt werden.

Über dem Eingangsportal steht eine Monumentalfigur des Erzengel Michael – er gilt auch als Schutzpatron der Soldaten. Vom hier aus gelangt man in die Krypta. An den Wänden findet man 8 Zweiergruppen aus steinernen Kriegern. Diese symbolisieren die 120.000 Gefallenen der Völkerschlacht. In der Ruhmeshalle darüber wachen Personifikationen der Tugenden des deutschen Volkes – Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft, Opferbereitschaft. An der Kuppeldecke sind fast lebensgroße Reiterfiguren abgebildet.

Knapp unterhalb der Kuppel führt eine weitere Treppe hinauf zur ersten Aussichtsplattform. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über Leipzig. Am Ende des Rund führt eine weitere Treppe auf die oberste Plattform. Die Wendeltreppe hier ist so schmal, dass sie jeweils nur in eine Richtung begangen werden kann. Eine Ampel regelt den Verkehr. Oben angekommen hätte ich gerne die Aussicht bewundert, leider war dies durch hunderte von Insekten nicht möglich. Mit dem betreten der Plattform befand ich mich im Inneren eines Schwarms von Tieren die ich als fliegende Ameisen identifiziert hätte, sicher bin ich mir allerdings nicht. Da die Tiere die Erfahrung sehr unangenehm gemacht haben, bin ich bei der nächsten Ampelschaltung wieder nach unten in die Sicherheit der Kuppel.

Stadtspaziergang Freiburg

Der Jahreswechsel zieht mich in das schöne Städtchen Freiburg im Breisgau. Natürlich lasse ich mir auch hier den Stadtspaziergang nicht nehmen.

Los geht es am alles dominierenden Münster, zu dessen Füßen der Münstermarkt stattfindet. Die gotische Kirche ist eine der wenigen, die noch im Mittelalter vollendet wurden und sein Turm gilt als „schönster Turm auf Erden“. Auch ich kann mich der Faszination nicht entziehen. Immer wieder schweift mein Blick auf den Turm – egal wo ich mich in der Stadt befinde.

Gleich gegenüber des Münsters zwischen den zahlreichen Souvenir Shops, findet sich das historische Kaufhaus. In strahlendem Rot hebt es sich von der Umgebung ab. Bis 1947 tagte hier das Parlament des Landes Baden. Von dort geht es über die zahlreichen Bächle, die im Winter trockengelegt sind, weiter durch die Stadt. Durch die Innenstadt und am Museum Augustinus vorbei, gelangt man an den Gewerbebach. Dort wacht seit 2002 das Krokodil des Künstlers Ole Meinecke. Es passt so gut in die Umgebung, dass ich es fast übersehen hätte.

Eine kleiner Abstecher gleich neben dem Schwabentor lohnt sich sehr. Von hör geht es hinauf zum Schlossberg – von wo man schon ab dem Kanonenplatz einen tollen Ausblick über die ganze Stadt und bei schönem Wetter auch Teile des Schwarzwalds und im Hintergrund die Vogesen hat. Für faule gibt es einen versteckten Aufzug, der eigentlich zum Restaurant führt.