Landesgartenschau 2018, Würzburg

 

Die aktuell noch bis Oktober laufende Landesgartenschau in Würzburg unterscheidet sich etwas von typischen Schauen. Nach Ablauf entsteht hier ein komplett neues Stadtviertel mit Wohneinheiten, Supermärkten und Parks: Hubland.

Zunächst wandert man entlang einer von Blumen gesäumten Wiese, die im Nachgang als Teil eines Parks genutzt wird. Auch die darauf folgende Blumenschau ist irgendwie anders. Zum einen ist sie in einem der verlassenen Gebäude der ehemals hier stationierten US-Armee untergebracht – zum anderen sind die vielen  verschiedenen Blumen eher wie eine moderne Kunstinstallation angebracht.

Auch die anderen leerstehenden ehemals militärisch genutzten Gebäude sind in das Konzept der Gartenschau einbezogen. Hervorzuheben ist hierbei Radio AFN, dem eine kleine Ausstellung gewidmet ist.

Eine weitere Ecke des Geländes widmet sich den Tiny Houses. Hier steht ein voll bezugsfertiges Haus mit 50 qm. Nachdem ich dort hindurchgeschlendert bin war ich gleich etwas verliebt…

Größtes Highlight für mich ist allerdings der Sonderstempel im diesjährigen Sammelheft „Bayern Entdecker“. Hier können an verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Natur in Bayern Stempel gesammelt werden. Nach fünf hat man sein Heft voll und kann mit etwas Glück einen Urlaub gewinnen. Nach Kloster Weltenburg ist das mein zweiter Stempel und ich bin sehr motiviert mein Heft dieses Jahr voll zu bekommen!

Weihnachten im Mittelalter: Rothenburger Reiterlesmarkt

Seit über 500 Jahren wird in Rothenburg ob der Tauber im Advent ein Weihnachtsmarkt aufgebaut. Viel verändert hat sich auf dem Reiterlesmarkt in dieser Zeit nicht. Man findet zahlreiche Stände mit Christbaumschmuck, Kunsthandwerk, Glühwein und Gebäck – gerahmt von der mittelalterlichen Altstadt.

Stadtspaziergang Edinburgh

Edinburgh ist zwar nicht die grösste Stadt Schottlands, aber die Hauptstadt des Landes und die wahrscheinlich bekannteste – deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Rundreise hier beginnt.

Als ich dort ankomme findet gerade das Fringe Festival statt: an jeder Strassenecke werden Flyer verteilt, Musik gespielt oder finden kleine Impro-Shows statt. Die Strassen sind mit bunten Fähnchen geschmückt, die mich während des Spaziergangs über die Royal Mile begleiten. Die Hauptstrasse führt bis zum Parlament hinunter. Da ich an einem Sonntag angekommen bin, war dieses leider geschlossen. Normalerweise kann das Gebäude besichtigt werden.

Nur wenige Meter dahinter erhebt sich Arthur’s Seat auf 251m. Der höchste Berg der Stadt ist vollständig in die Siedlung eingebettet. In etwa 45 Minuten kann man über einen relativ steilen Weg das Plateau erklimmen und erhält als Belohnung einen weiten Blick über die Stadt.

Wer es nicht so sportlich mag und sich lieber mit Königinnen beschäftigt, wird schräg gegenüber fündig. Hier versteckt sich der von außen relativ unscheinbare Holyrood Palace. Dabei handelt es sich um den Wohnsitz Mary Stuart’s – hier lebte sie im Exil. Auch heute noch handelt es sich um den Wohnsitz der Queen, wenn sie sich in Edinburgh befindet. Für 11 Pfund kann man den Palast und den Garten besichtigen.

Vom Palast aus führen nur wenige Meter hinauf in einen alten Friedhof, der durch große Grabmonumente geschmückt ist. Von dort gelang man hinauf zum Nelson Monument, das durch einen einzeln stehenden Monopteros gekennzeichnet ist. Auch von hier aus hat man eine Aussicht über die ganze Stadt.

Am anderen Ende der Royal Mile erhebt sich Edinburgh Castle. Schon auf der Homepage wird empfohlen Tickets im Vorfeld zu kaufen um lange Schlangen am Eingang zu vermeiden. Über’s Internet kostet der Eintritt für einen Erwachsenen dann 18,60€ .(Ich springe hier immer mal wieder bei den Preisen zwischen Euro und Pfund, da das ein oder andere Ticket bereits von zu Hause aus gekauft wurde) In meinem Fall, wäre so viel Vorbereitung wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen, da ich mit einigen Reisegruppen bereits 9:30 Uhr zur Öffnung an den Toren der Burg stand. Neben den üblichen Burgutensilien, wie Kanonen, Kerkern und Kapelle sind hier die schottischen Kronjuwelen ausgestellt.


📌 unbedingter Tipp für Andenken und anderen Schnickschnack ist die Tartan Weaving Mill zu Füßen der Burg. Der von aussen unscheinbare Shop hat drei Stockwerke in den Berg hinein. Ganz unten befindet sich eine Schauweberei, wo man die Herstellung der traditionellen Stoffe live beobachten kann.

Folgt man den Weg schräg den Burgberg hinab findet man sich am Ende im Grassmarket Viertel wieder. Hier fanden früher Viehmärkte und Hinrichtungen statt – auch den angeblich ältesten Pub Schottlands, in dem es immer noch spuken soll, findet man hier.

Einen kurzen Spaziergang später stehe ich vor Grayfriars, einem alten Friedhof mit einer kleinen Kirche im Zentrum. Heute wird das Areal eher als Park genutzt. Zwischen den Grabsteinen sieht man neben Touristengruppen auch den ein oder anderen seine Mittagspause verbringen. Besonderen Ruhm erlangt ein kleiner Hund: der Grayfriars Bobby. Nach dem Tod seines Herrchens kam der Hund jeden Tag an dessen Grab, bis er selbst ein Grabmahl auf dem Friedhof erhielt.


📌 Tipp: keine 5 Minuten vom Friedhof befindet sich das Elephant House – ein kleines Café, in dem J. K. Rowling die ersten Zeilen Harry Potter auf eine Serviette geschrieben hat.

Ziemlich genau gegenüber des Cafés befindet sich das kostenlose National Museum of Scotland. Hier findet man eine wilde Ansammlung verschiedenster Ausstellungsstücke aus diversen Themen und Epochen.


📌  noch ein Tipp zum Schluss: das Auld Hundred Pub hat im Obergeschoss nicht nur ein fabelhaftes Restaurant, sondern bietet im Pub im Erdgeschoss fast jeden Tag eine andere Attraktion – von Live Musik bis zum Quizabend!

Auf der längsten Burg Europas

Pfingsten, das heißt Feiertag und das bedeutet natürlich Ausflug! Diesmal auf die längste Burg Europas – die Burg zu Burghausen.

Nach knapp 1 1/2 Stunden von München mit dem Auto findet man sich im Städtchen Burghausen wieder. Ich parke neben der Kirche in der Altstadt und schlendere zunächst an den bunten, reich geschmückten Fassaden der Hauptstraße entlang. Ein Schild weist mir den Weg hinauf zur alles überragenden Burg. Nach etwa 10 Minuten und zahlreichen kleinen Treppchen stehe ich vor dem Eingang. Der Rundgang, sowie die Besichtigung des Innenhofes der Hauptburg sind kostenfrei, lediglich das Museum im Inneren kostet 4,50 €.

Da ich sowieso ein Fan von Schlössern und Burgen bin, war ich schon nach den ersten Schritten in den Hof verzaubert. Die toll erhaltene Anlage erinnert mich sofort an die Märchenwelt der Gebrüder Grimm – große Tore und viele kleine Treppen hinauf ins Gewölbe. Vor meinem geistigen Auge entstand sofort ein lebhaftes Treiben von Angestellten, Gesandten und Kaufleuten. Nachdem ich mich nur schwer von diesem wunderschönen Anblick losreißen konnte, erkunde ich die restlichen über 1000 m der Burg. Entlang der Mauer hat man immerwieder einen tollen Ausblick auf den Wöhrsee. Immer wieder schmücken mit Rosen bewachsene Häuschen die Mauer. Die ganze Zeit fühlt man sich irgendwie in eine andere Zeit versetzt – mein ganzer Aufenthalt war sehr entschleunigt – die Idylle der Anlage hat sich positiv auf meine Stimmung ausgewirkt.

 

Von den Bergen bis ans Meer

Einmal quer durch Deutschland und zurück. München ↔️ Bremerhaven: 1.660 km und 20Std. Busfahrt.

Doch es lohnt sich! Plötzlich stehst du am Deich und der Nordwind pfeift dir um die Nase. Zu sehen gibt es allerdings noch mehr als die wilde See. Nachdem man sich an den Wind und den Regen gewöhnt hat findet das Auge relativ schnell einen kleinen Vorsprung, der ins Meer ragt. Darauf befindet sich ein Denkmal für alle Auswanderer, die sich von Bremerhaven aus auf den Weg in ein neues Leben gemacht haben.  Zwischen 1830 und 1974 waren es etwa 7.2 Millionen.

Im Hintergrund sieht man den ersten Leuchtturm in unmittelbarer Nähe. Dabei handelt es sich um das Bremerhavener Oberfeuer am Neuen Haven – der älteste noch betriebene Festland-Leuchtturm an der Nordseeküste. Der Turm steht seit 1984 unter Denkmalschutz.

Am Leuchtturm angekommen hat man nebenbei quasi den Zoo am Meer halb umrundet. Der Besuch dieses kleinen, aber sehr schönen Zoos lohnt sich wirklich. Hauptsächlich gibt es hier Tiere aus der Nordsee-Region zu sehen und auch die beiden Eisbären haben sich beim herrschenden Schmuddelwetter sichtlich wohl gefühlt.

Am Ende meiner viel zu kurzen Besichtigungstour führt der Weg zur Seefahrer-Kirche. Die Bgm.-Smidt-Gedenkkirche war zu dem Zeitpunkt als ich dort ankam leider geschlossen, deshalb kann ich leider auch keinen Erfahrungsbericht liefern ob es Unterschiede zwischen evangelischen Seefahrern und katholischen Bayern (wie ich sie kenne) gibt.