Auf Gaudis Spuren

Tag 2 steht ganz im Zeichen Antoni Gaudis mit den typischen Postkartenmotiven – der Sagrada Familia und dem Park Güell.

Mit der U-Bahn gelangt man am einfachsten zur Sagrada Familia, die ihre eigene, gleichnamige Station hat. Nachdem man den Marathon mit Karten kaufen, Zeitfenster abpassen und Schlange stehen hinter sich hat, darf man endlich auf den Vorplatz der – im Stil des Modernismen gestalteten – Kirche. Momentan wird gerade an den linken Türmen gearbeitet , wodurch das halbe Gebäude von einem Baugerüst verborgen ist – das Gebäude ist bis heute unvollendet. Die wahre Schönheit des Baus zeigt sich, wie ich finde, aber sowieso erst von Innen. Plötzlich steht man in einem bunten, lichtdurchfluteten Raum! Die zahlreichen Glasfenster an den Seiten tauchen alles in die Farben des Regenbogens. Wenn der Blick dann nach oben schweift bewundert man die vielen verschieden großen Kuppeln, welche das Dach bilden. Getragen werden diese durch organisch anmutende Säulen.

Ich habe mich für ein Basic-Ticket entschieden, mit dem man die Sagrada nur besichtigen kann – ohne Audioguide, oder die Fahrt auf die Türme.

Zu Fuss den Berg hinauf geht es weiter zum Park Güell. Auch hier unterzieht man sich wieder dem gleichen Ritual mit Karten kaufen, Zeitfenster abpassen und Schlange stehen. Im Park selbst ist nur ein relativ kleiner Teil von Gaudi gestaltet – der dann auch eine Eintrittskarte erfordert. Zunächst steht man auf einem großen Platz, der zur Stadt hin von den bekannten wellenförmigen, gekachelten Sitzgelegenheiten begrenzt wird. von hier aus hat man einen sehr schönen Blick über Barcelona und die restliche Architektur des Parks. Eine schmale Treppe am Rand des Platzes führt einen hinunter in eine Säulenhalle, die irgendwie auf dem Kopf zu stehen scheint. Von dort aus gelangt man auf eine breite Treppe, die an die an einer farbenfrohen Eidechse vorbei nach unten führt. Die Figur dient nicht nur als beliebtes Fotomotiv, sonder auch als kleiner Brunnen. Durch einen Shop in einem der beiden Türmchen – die auf vielen Postkarten zu finden sind – führt der Weg wieder nach draußen und aus dem Park heraus.


TIPP: Eintrittskarten für die Sagrada Familia und den Park Güell unbedingt vorher im Internet oder einen Tag vorher an der Kasse kaufen – dann kann man sich das Zeitfenster, von 30 Minuten in dem einem Zutritt gewährt wird, selbst aussuchen. Als Beispiel: Ich stand um 9.00 Uhr vor der Kirche, mein dort gekauftes Ticket war aber erst ab 13.00 Uhr gültig. Das Szenario wiederholt sich dann am Park Güell.


 

Mit der U-Bahn geht es am späteren Nachmittag dann weiter zur Festung Montjuic. Von der Station Paral – lel aus kommt man bequem mit einer Transferbahn zur Talstation der Seilbahn, die einen hinauf zur Festung bringt. Ich habe mich dafür entschieden nur die Fahrt hinauf zu bezahlen. Nach etwa 5 – 10 Minuten kommt man vor den Toren des an sich nicht sehr spektakulären Baus an. Schnell gelangt man durch ein Tor auf den Vorplatz – schon von dort hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt zur einen, hinaus auf’s Meer zur anderen Seite. Eine Etage höher ist man der glühenden Sonne vollkommen ausgesetzt, nur der Turm mit der Sonnenuhr spendet minimalen Schatten. Zu Fuß geht es dann auf sanft geschwungenen Serpentinen den Berg wieder hinab – auch in meinen Sandalen und Sommerkleid war der Abstieg ohne Anstrengung zu schaffen.

Spaziergang durch das Barrí Gothic

Mein erster Tag in Barcelona fing schon Mittags an. Nachdem ich mit VUELING günstig, gut und sicher gelandet bin und mein Hotel direkt an der Rambla gelegen ist, bietet sich ein Spaziergang durch das Viertel Barrí Gothic an.

Gestartet wird auf der Rambla, dem von zwei schmalen Fahrstreifen begrenzten Fußgängerweg. Bis in die frühen Morgenstunden tummelt sich eine bunte Mischung aus Einheimischen, Touristen und Straßenhändlern. Wer nach Souvenirs für die Daheimgebliebenen sucht, wird hier definitiv fündig. Ihren Namen verdankt die Straße einem Fluss, der an ihrer Stelle verlief.

Nach einem kurzen Spaziergang hinauf zur Placa de Catalunya findet man, über eine kleine Seitenstraße, die Reste einer römischen Gräberstraße. Diese kann man von einer kleinen Aussichtsplattform aus gratis betrachten.

Weiter geht es durch die kleinen verwinkelten Gassen zur Kathedrale an der Placa del Seu. Auf einem kleinen Podest thront die schöne Kirche mit ihrer prachtvollen gotischen Front. Die restlichen Seiten sind deutlich schlichter gestaltet.

Für Kunstliebhaber lohnt sich ein Blick über die Schulter. Am Gebäude schräg gegenüber entdeckt man drei von Picasso gestaltet Friese, im für den Maler typischen Stil.

Beim Gang um die Kathedrale findet man versteckt in einem Innenhof noch vier Säulen eines römischen Auguststempels. Auch diese können gratis besucht werden.

Zurück auf der Gasse, führt diese nach einem weiteren kleinen Spaziergang auf die von Palmen gesäumte Placa Rejal. Im Zentrum des Platzes steht ein schöner Brunnen, der zum verweilen einlädt. Die Laternenmasten, die das Areal mitbegrenzen, wurden von Antoni Gaudi entworfen.

Eine schmale Gasse führt zurück auf die Rambla. Diese bin ich nun bis zum direkt am Hafen gelegenen Placa del Portal de la Pau und der dazugehörigen Säule hinunter flaniert.

Danach ging’s Essen und zurück ins Hotel, zur Vorbereitung auf den nächsten Tag…


TIPP: Für den Spaziergang durch die kleinen Gassen abseits der Hauptstraße, empfiehlt sich unbedingt eine Karte dabei zu haben. Die kleinen Sehenswürdigkeiten sind nicht an den zahlreichen Beschilderungen angegeben. Auf der Suche nach den im Reiseführer beschriebenen Orten habe ich mich mehrfach verlaufen. Der scheinbar so kurze Spaziergang dauerte dann doch etwas länger…. 😅


 

Barcelona in 4 Tagen

Die letzten vier Tage habe ich im sonnigen Süden Spaniens zwischen Palmen und Strand verbracht. Da es viel zu viel zu sehen und zu berichten gibt, werde ich den Trip in einzelne Tage aufteilen:

  1. Stadtspaziergang durch das Barri Gothic
  2. Auf Gaudis Spuren – mit Abstecher nach Montjuic
  3. Sonne, Strand und mehr
  4. Vom Camp Nou nach Tibidabo

Zwischendrin gibt’s wie gewohnt Impressionen von Kuriositäten, Streetart oder auch einfach nur schönen Motiven…

 

🎵 Im Sommerwind am Wörthersee…🎵

Im Rahmen der Champions Hockey League ging es dieses Wochenende nach Klagenfurt am Wörthersee.

Anstatt der geplanten 1 1/2 Tage, hatten wir dank Stau nur einen Vormittag für Sightseeing übrig. Aus einer Busfahrt von 4 Stunden können dann schon mal 8 werden…

Im Zentrum der Stadt befindet sich der Lindwurm Brunnen, der sich auf den Gründungsmythos der Stadt bezieht. Der Legende nach muss zuerst ein berüchtigter Drache mit Hilfe einer List erschlagen werden, um an der heutigen Stelle eine Stadt zu errichten.

An die Sage zur Entstehung des Wörthersees erinnert das Wörthersee Mandel mit seinem Brunnen. Am Vorabend des Osterfests wollten die Bürger einer prächtigen Stadt nicht aufhören zu feiern und zu trinken. Zweimal wart sie ein kleines graues Männlein endlich Ruhe zu geben. Als um Mitternacht immer noch keine Stille eingekehrt ist, wird die Stadt durch ein schreckliches Gewitter überflutet. An diesem Ort befindet sich heute der Wörthersee.

Des weiteren gibt es die Domkirche, die Gedenkstatue für Maria Theresia (welche die älteste Ehrenstatue für Maria Theresia im Habsburger Reich ist) und die Dreifaltigkeitssäule (die zum Dank für den Sieg über die Türken und die Pest errichtet wurde) zu besichtigen.


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