7 Sightseeingspots in Nürnberg

1. Kaiserburg

Die Kaiserburg ist das größte Wahrzeichen Nürnbergs un thront über der Stadt. Bewegt man sich entlang der Burgmauer auf den Hügel in der Altstadt hinauf, sind es am Ende nur noch ein paar Stufen Richtung Burgtor. Die Dauerausstellung führt über einen Rundweg durch die Burg. Die kleinst mögliche Tour kostet 5,50€ Eintritt. Hier erfährt man, wie Nürnberg zu einer der bedeutendsten Kurpfalzen des Heiligen Römischen Reiches wurde und die Burg unter den Staufern seine heutige Stellung als weltberühmtes Wahrzeichen bekam. Die romanische Kaiserkapell, die Teil des Rundwegs ist, ist der kunsthistorisch bedeutendste Teil der Burg – sie wurde in das unregelmässige Felsrelief angepasst. Der dazugehörige Burggarten führt fast einmal komplett um das Gebäude herum, erst danach folgt der Burggraben. Theoretisch können vom Garten aus unterirdische Felsgänge mit Führung besichtigt werden. Die letzte startet allerdings um 16:15 Uhr, dafür war ich bei meinem Besuch zu spät dran.

2. Dürer Haus

Schräg unterhalb der Burg findet sich das Dürer Haus. Das ehemalige Wohnhaus des Renaissance Malers ist als Museum ausgewiesen und hat im unten im Fachwerkhaus sogar einen kleinen Museumsshop zu bieten. Leider war ich zu spät dran um beides besichtigen zu können – es steht aber ganz oben auf meiner Liste, sollte ich wieder nach Nürnberg kommen. Bei dem Gebäude handelt es sich um eines der wenigen unzerstörten Bürgerhäusern aus dem 16. Jahrhundert. Seit 1828 findet sich hier ein Künstlermuseum. Am nahegelegenen Platz findet sich eine, von Dürers „Feldhasen“ inspirierte Bronze – Plastik.

3. Schöner Brunnen

Vom Burgberg hinunter führt der Weg genau auf dem Hauptmarkt. Am Rathaus vorbei läuft man direkt auf den „Schönen Brunnen“ zu. Dieser Brunnen, dessen Original aus dem 14. Jahrhundert stammt, imitiert eine gotische Turmspitze. Eine Besonderheit ist der goldene Ring, der nahtlos in das Geländer eingefügt ist. Das Drehen an eben diesem soll Glück bringen.

4. Frauenkirche

Hinter dieser Attraktion findet sich quer über den Hauptmarkt die Frauenkirche. Sie wurde auf Veranlassung Kaiser Karls im 14. Jahrhundert als Hallenkirche erbaut. Vor dem Pestpogrom 1349 stand an selber Stelle eine Synagoge. Heute erlangt die Kirche überregionale Berühmtheit, da von der Empore an der Frontseite jedes Jahr vom Christkind der Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet wird.

5. Henkerhaus

Das Henkerhaus, das bis ins Jahr 1806 vom Nürnberger Henker bewohnt wurde, findet sich an einer der Brücken über die Pegnitz gleich unterhalb des Hauptmarkts. Alle Sehenswürdigkeiten sind gut im Stadtbild ausgeschildert, so dass man nicht lange suchen muss. Heute kann man in den ehemaligen Wohnräumen eine Ausstellung zur Nürnberger Kriminalgeschichte bestaunen.

6. Neues Museum

Weiter hinunter raus aus der Altstadt findet sich versteckt an der Stadtmauer das Neue Museum. Für 7€ Eintritt wird hier moderne Kunst und Design gezeigt. Die 100m lange, geschwungene Glasfassade ist, wie ich finde, schon ein Kunstwerk für sich.

7. Handwerkerhof

Mehr oder weniger gleich anschließend am Ende der Stadtmauer am Königstor, findet sich der Handwerkerhof. Nachdem man durch das Tor schreitet, fühlt man sich wie in eine andere Zeit versetzt. Im alten Waffenhof finden sich zahlreiche Fachwerkhäuschen, die traditionelle Handwerkskunst mit für Nürnberg typischen Erzeugnissen eine Heimat geben.

6 Dinge, die du an der Mecklenburger Seenplatte erleben kannst

Mein diesjähriger Sommerurlaub verschlug mich an die Mecklenburger Seenplatte – frei nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt“. Die Anfahrt wurde in 2 Steps geteilt, da es von München aus schon ein ganz schönes Stück ist. Die erste Etappe führte bis nach Leipzig, was noch gut freitags nach der Arbeit machbar ist, die zweite Etappe führte dann ins idyllische Kukuk in Mecklenburg Vorpommern. Da das kleine Dörfchen in 10 Minuten erkundet ist kommen im folgenden meine 6 Tipps, was man an der Mecklenburger Seenplatte alles in einer Woche erleben kann:

1. Wismar

Wenn man so nah an der Ostsee ist muss man dort natürlich auch hin. Als Ziel für diesen Ausflug habe ich Wismar ausgemacht. Für das richtige Meer- Feeling ging es gleich am Anfang auf eine Schiffsrundfahrt durch den Hafen. Hier konnte ich auch die sogenannten „Schwedenköpfe“ aus der Nähe bewundern. Als Wahrzeichen Wismars markieren die bunt bemalten Büsten die Hafeneinfahrt. Wo diese Köpfe genau herkommen ist wohl nicht eindeutig geklärt, sie scheinen aber auf die Schwedenzeit zurück zugehen. Auch in der Stadt findet man immer wieder Hinweise auf diese Zeit – wie zum Beispiel das Gasthaus „Alter Schwede“, eines der ältesten Bürgerhäuser Wismars, erbaut 1380. Besonders schön fand ich die Fassade in Backsteingotik, die ich schon fotografiert habe bevor ich die Geschichte des Gebäudes kannte.

2. Affenberg Malchow

In Malchow findet man eine kleine Besonderheit gut versteckt in einem Wäldchen. Vom Parkplatz aus sieht alles sehr unscheinbar aus. Doch sobald man durch das Metalltor tritt sieht man unerwartetes. Zuerst läuft man auf eine Sommerrodelbahn zu, für 3€ geht die wilde Fahrt auch schon los. Da meine letzte Rodelfahrt schon einige Zeit her war, habe ich wohl doch zu ängstlich gebremst um so richtig in fahrt zu kommen.

Am Ende der Rodelbahn folgt ein weiteres Tor. Für 5€ Eintritt pro Person wird einem Einlass gewährt. Am Eingang bekommt man noch eine kurze Einweisung, dass man seine Wertgegenstände sicher verstauen soll und der Rucksack vorne zu tragen ist. Kurze Zeit später sollte ich erfahren, warum das eine sehr wichtige Information ist – denn die Berberaffen laufen im Wald frei herum. Es gibt keine Ranger, die das ganze Überwachen, so wie ich das aus Salem in Baden Württemberg (hier geht’s zum Post) kenne. Die Dame neben mir, die ihren Rucksack arglos auf dem Rücken hatte, war schnell Ziel gefräßiger Affen. Schneller als es jeder von uns begreifen konnte, saß der Affe auf ihrem Rücken und hatte den Reißverschluss der Tasche auch schon geöffnet. Nur das eingreifen ihres Mannes konnte den Affen vom ausräumen stoppen. Kein Wunder also, dass ich auf dem Foto unten alles so festhalte, dass es mir niemand nehmen kann.

3. Freilichtmuseum Groß Raden

Für mich als studierte Archäologie hat sich in Groß Raden ein kleiner Schatz aufgetan. Dort findet sich das gleichnamige Freilichtmuseum – für 3,50€ Eintritt kann man das kleine aber feine Museum und die Freifläche besichtigen. Ich war sehr begeistert davon wie modern das Museum ausgestattet war. Hier wird die Geschichte der Slawenprinzessin Thore erzählt, die gleichzeitig durch die Geschichte der Slawen in Mecklenburg Vorpommern führt. Vom Museum geht es dann auf die Freifläche. Dort sind einige Häuser, sowie die sogenannte Slawenburg rekonstruiert.

4.Schwimmen im Klein Pritzer See

Wenn man wie ich seine Base direkt am Klein Pritzer See hat, lädt der nahe gelegene Steg zum plantschen im See ein. Das Wasser leuchtet strahlend blau und ist sehr viel wärmer als die Umgebung vermuten lässt.

Steg am Klein Pritzer See

5. DDR Museum Dabel

Der nächste Tipp ist das DDR Museum in Dabel. Es wird überall in der Umgebung mit Schildern beworben, deshalb dachte ich mir „wieso nicht?“ – und ich wurde sehr überrascht! Was von außen aussieht wie eine unscheinbare Scheune ist in Wirklichkeit eine liebevoll gestaltete Privatsammlung, die bis zur Decke reicht. Von Motorrädern bis zu Bierdeckeln findet man hier alles. An den Regalen sind immer wieder wertvolle Hinweise für den Besucher angebracht. Die 8€ Eintritt pro Person ist das Museum auf jeden Fall wert!

6. Mammutbäume, Demen

In der Nähe von Demen, findet sich im Wald eine weitere Besonderheit – dort stehen drei Mammutbäume. Den genauen Standort kann ich leider nicht wiedergeben, ich musste mich von Google Maps navigieren lassen. Schon an der Straße gibt es den ersten Wegweiser in Richtung der Bäume. Im Wald verliert sich dann etwas die Spur, aber die Bäume sind dann doch aufgrund ihrer Größe leicht zu erkennen. Ich denke es hätte drei bis vier Mann gebraucht um einen der Bäume zu umarmen.

Völkerschlachtdenkmal, Leipzig

Wenn ich auf Reisen bin versuche ich auch bei kurzen Aufenthalten zumindest eine Sehenswürdigkeit abzuklappern. In Leipzig war ich nur für einen Abend und eine Nacht – hier habe ich mich für das Völkerschlachtdenkmal entschieden.

Wasserspiegelung vor dem Denkmal

1913 errang ein verbündetes Heer aus Russen, Preußen, Österreichern und Schweden in Leipzig einen entscheidenden Sieg über Napoleon. Hundert Jahre nach diesem Ereignis wurde das Völkerschlachtdenkmal eingeweiht. Mit 91 m Höhe ist es das höchste Denkmal Europas. Vom Sockel bis zur obersten Aussichtsplattform sind es 500 Stufen. Für 10€ Eintritt kann das Denkmal besichtigt werden.

Über dem Eingangsportal steht eine Monumentalfigur des Erzengel Michael – er gilt auch als Schutzpatron der Soldaten. Vom hier aus gelangt man in die Krypta. An den Wänden findet man 8 Zweiergruppen aus steinernen Kriegern. Diese symbolisieren die 120.000 Gefallenen der Völkerschlacht. In der Ruhmeshalle darüber wachen Personifikationen der Tugenden des deutschen Volkes – Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft, Opferbereitschaft. An der Kuppeldecke sind fast lebensgroße Reiterfiguren abgebildet.

Knapp unterhalb der Kuppel führt eine weitere Treppe hinauf zur ersten Aussichtsplattform. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über Leipzig. Am Ende des Rund führt eine weitere Treppe auf die oberste Plattform. Die Wendeltreppe hier ist so schmal, dass sie jeweils nur in eine Richtung begangen werden kann. Eine Ampel regelt den Verkehr. Oben angekommen hätte ich gerne die Aussicht bewundert, leider war dies durch hunderte von Insekten nicht möglich. Mit dem betreten der Plattform befand ich mich im Inneren eines Schwarms von Tieren die ich als fliegende Ameisen identifiziert hätte, sicher bin ich mir allerdings nicht. Da die Tiere die Erfahrung sehr unangenehm gemacht haben, bin ich bei der nächsten Ampelschaltung wieder nach unten in die Sicherheit der Kuppel.

Hahnenkamm – Wandern entlang der Rennstrecke

Im Rahmen eines Eishockey-Tuniers ging es für ein Wochenende nach Kitzbühel. Nachdem ich mir am ersten Tag einen Überblick über das Städtchen geschaffen hatte, war mir relativ schnell klar, am spielfreien Vormittag muss ich auf den Berg. In diesem Punkt hat man in Kitzbühel zwei Möglichkeiten: das Kitzbühler Horn auf der einen Seite, der Hahnenkamm auf der anderen.

Da mir der Hahnenkamm durch das bekannte Skirennen schon seit kleinauf ein Begriff ist habe ich mich dafür entschieden. In meiner Recherche für diesen Ausflug bin ich auch immer wieder auf diverse Wanderungen in diesem Bereich gestoßen. Letztlich habe ich mich für das Kitzpanorama und die Besichtigung der Hahnenkamm-Rennstrecke entschieden.

Aufgrund der zeitlichen Begrenzung des Ausflugs und weil ich noch nie komplett alleine in den Bergen unterwegs war habe ich mich dazu entschlossen beim Aufstieg die bequeme Variante per Seilbahn zu nehmen. Die Einzelfahrt kostet 23€, die Berg- und Talfahrt gibt es für 26€.

Oben angekommen war ich relativ enttäuscht vom KitzPanorama. Es handelt sich im eine kleine Plattform umrandet von Plexiglas. An den verschiedenen Seiten findet man Schautafeln, die die Berge bezeichnet, die man vor sich sieht. Aufgrund der Fotos im Internet hatte ich mir aber irgendwie mehr davon erwartet – dort sieht es eher aus wie ein moderner Skywalk. Das ist er definitv nicht.

Die schönere Aussicht hat man vom Hahnenkamm Starthäuschen. Gerade blühen die Almblumen in den schönsten Farben, im Hintergrund sieht man auf den wilden Kaiser.

Ins Tal führen natürlich mehrere Wege. Ich habe mich für den Weg entlang der Hahnenkamm-Rennstrecke, der mit 2,5 Std angegeben wurde, entschieden. An den verschiedenen Schlüsselstellen der Rennstrecke finden sich Displays mit Infos zum Rennen an sich und den Ikonen des Sports. Nach etwa einer Dreiviertelstunde die steile Abfahrt hinab trifft man auf die Seidlalm. Bis hier hin sind relativ viele Leute unterwegs, danach kommen einem nur noch wenige Leute entgegen. Der Wanderweg verläuft großteilg in der prallen Sonne, wer nichts zu trinken eingepackt hat, hat an der Alm die letzte Gelegenheit vor dem Tal etwas zu kaufen. Es empfiehlt sich aber allgemein nicht unvorbereitet zu einer Wanderung aufzubrechen. Das sollte ich auch selbst relativ schnell merken, da ich nur in normalen Turnschuhen unterwegs war. Ich habe definitiv unterschätzt wie steil der Weg an manchen Stellen ist und hätte das mit meinen Wanderschuhen sehr viel besser gemeistert. Turnschuhe sind an solchen Stellen doch schon sehr rutschig und bieten wenig halt.

Wieder an der Talstation angekommen und völlig durchgeschwitzt zeigte mein Fitnesstracker, den ich aus Neugierde mitlaufen habe lassen das folgende an:

(Natürlich bin ich nicht gegen die Zeitangabe auf den Schildern angelaufen, sondern habe den Weg in meinem Tempo begangen. Runter geht immer schneller als rauf.)

Campus Galli

Das Projekt

Im badischen Meßkirch befindet sich seit 2012 die wahrscheinlich größte mittelalterliche Baustelle Europas. Mit den Mitteln der Karolinger Zeit wird in reiner Handarbeit, ohne moderne Maschinen der Bauplan des Klosters St. Gallen aus dem 9. Jahrhundert nachgebaut. Jeder Holznagel, jedes Seil und jede Dachschindel wird per Hand hergestellt und dann in den Gebäuden verbaut. Seit 2013 kann hier experimentelle Archäologie live miterlebt werden. Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet 13€. Die Bauzeit ist für mehrere Jahrzehnte angesetzt – die Baustelle befindet sich in stetigem Wandel. Aktuell wird am ersten Gebäude aus Stein gebaut: das Nebengebäude des Abtshofs.

Der Rundgang

Vom eher modern minimalistisch gehaltenen Eingang geht es hinauf in den Wald zur karolingischen Klosterstadt. Der erste Bau auf dem Rundweg ist eine kleine Eremitage mit Hühnern, kurz bevor sich der Weg zu einem großen Platz hin öffnet. Dort befindet sich die erst kürzlich fertiggestellte Scheune. Das mit Stroh gedeckte Gebäude ist mit einer Höhe von 8 m und knapp 240 qm das aktuell größte auf dem Areal.

Zur linken der Scheune befindet sich die Weberei. Rechter Hand geht es weiter Richtung Kräutergarten. Der Garten ist mit einem Holztor verschlossen, so dass mit nur der Blick über den Zaun bleibt. Bei der Betrachtung des Zauns und des dazugehörigen Tors wird mir zum ersten Mal richtig bewusst, dass hier alles ohne moderne Maschinen und mit bloßen Händen geschaffen wurde – diese Erkenntnis sollte sich noch einige Male wiederholen. Neben dem Kräuter – und Gemüsegarten schließt der Friedhof an. Gekennzeichnet wird er durch ein handgeschnitztes Kreuz.

Weiter den Rundgang entlang passiert man Korbmacherei und Töpferei. Ich habe mich ein wenig in die Krüge mit archaisch wirkender Verzierung verliebt. So etwas schönes würde ich mir durchaus auch in mein modernes Zuhause stellen.

Die nächste Station ist die Schmiede. Da ich meinen Rundgang in der Mittagspause von 13 – 14 Uhr gestartet habe waren nirgends Handwerker bei der Arbeit. Vor allem die Schmiede wäre mit brennendem Feuer und dem Lärm der Hämmer noch eindrucksvoller gewesen.

Langsam nähere ich mich dem Zentrum der Anlage. Relativ unscheinbar liegt das neueste Bauvorhaben des Projekts auf der rechten Seite des Weges – der Abtshof. Außer ein paar Grundmauer ist noch nicht viel vom ersten Steingebäude der Klosterstadt zu sehen. Dafür wird es wenige Meter dahinter umso spektakulärer. Hinter ein paar Bäumen versteckt sich die Holzkirche mit Turm. Hier wird mir wieder die unglaubliche Leistung der Beteiligten des Projekts bewusst. Die Kirche ist komplett aus Holz errichtet. Jede Dachschindel wird durch einen kleinen Holznagel gehalten. Die Balken werden entweder durch Holzdübel miteinander verbunden oder fügen sich nahtlos ineinander ein. Die kleinen Fenster, die ein wenig Licht in den Innenraum lassen sind mit einer Art Pergament verschlossen – Glasfenster gibt es im 9. Jahrhundert schließlich noch nicht. Der Altarraum ist liebevoll mit geschwungenen Mustern verziert. Ein wenig erinnert mich das Dekor an bekannte Wikinger Serien – ich wäre also nicht sonderlich überrascht gewesen, wäre ein Krieger in Fellen gekleidet, die Haare zu Zöpfen geflochten und mit Axt und Schild bewaffnet in den Raum gekommen. Man fühlt sich sehr schnell in eine andere Zeit versetzt.

Nachdem ich mich von der Kirche losreißen konnte geht es auf den großen Marktplatz im Zentrum. Hier ist für das leibliche Wohl gesorgt und zum ersten Mal schleichen sich ein paar moderne Dinge ein. Verschlossene Getränke werden natürlich in Glasflaschen serviert und die Mülleimer sind mit Plastiktüten bestückt. Trotzdem wird sehr viel Wert darauf gelegt den Rest in einem historischen Gewand zu halten. Alle Sitzmöglichkeiten sind aus Holz gefertigt. Die Plane, die über den Bänken und Tischen gespannt ist, ist mit einer kompliziert aussehenden Knotenkonstruktion an einem Pflock im Boden verankert. In den Buden auf der anderen Seite des Platzes kann man Erzeugnisse aus der Anlage, sowie historisch anmutende Geräte und Schmuck erwerben – für mich gibt es einen Kochlöffel aus Kirschholz, eine Kräutersalzmischung und silberne Ohrringe.

Da es bei meinem Besuch während der Einkehr fürchterlich angefangen hat zu regnen, habe ich die Tierstallungen auf dem Rest des Weges ausgelassen und bin auf kürzestem Weg zurück zum Auto gegangen um noch einigermaßen trocken anzukommen.

Eine Woche in Neapel

Der erste richtige Urlaub nach zwei Jahren Corona Pause führt mich nach Neapel – und es gibt viel zu entdecken. Diesmal habe ich mir eine ganze Woche für den Städtetrip Zeit genommen und hätte mit weiteren Strandtagen und Ausflügen in die Umgebung auch noch länger bleiben können. Im folgenden habe ich vier Tage, die ich nur in Neapel verbracht habe aufgezeichnet.

Den Anreisetag habe ich mit einem Abendspaziergang an der Strandpromenade entlang genutzt, wo man auch sehr gut Essen gehen kann.

Das Bild auf der Seite ist eines der ersten Fotos die ich auf dieser Reise gemacht habe und auch eines meiner liebsten.

Centro Storico

Mein kleines aber feines Bed & Breakfast liegt direkt am Hauptbahnhof. Deshalb ist es für mich nur logisch, dass der erste Weg ins fußläufig erreichbare Centro Storico geht. Die erste Sehenswürdigkeit, die quasi auf dem Weg liegt ist der Duomo. Zusammen mit Basilika Santa Restituta bildet der Dom eine Einheit und ist damit die älteste Kirche in Neapel.

Danach stürze ich mich in das Gewusel der Stadt. Überall findet man kleine Geschäfte die allerlei Souvenirs anbieten. Ein Highlight ist die Schnitzergasse San Gregorio Armeno. Hier gibt es nicht nur klassische Krippenfiguren – wie auf dem Bild rechts zu sehen – sondern auch allerlei Kuriositäten. Neben Holzfiguren des Papstes reihen sich auch Prince, Freddy Mercury und natürlich Diego Maradonna ein. Nach wenigen Stunden in der Stadt ist mir klar Santo Diego ist nicht nur ein Symbol der eingefleischten Fussballfans sonder Teil der Kultur – dazu aber später noch mehr.

Eine Biegung später stehe ich vor dem Kloster Santa Chiara, indem auch heute noch Franziskaner und Klarissen leben geht auf eine Basilika aus dem Jahr 1310 zurück. Der damalige König wünschte sich eine schlichte Kirche, da die Kirchengüter nur der Armenhilfe zugute kommen sollten. Dementsprechend ist der Bau im Vergleich zu anderen Kirchen auch heute noch sehr schlicht gehalten. Das eigentliche Highlight findet sich im Inneren. Der Kreuzgang des Klosters ist in bunter Majolikakunst gestaltet. Die Kacheln leuchten in den Farben Gelb, Grün und Blau. Auf den Sitzbänken sind mythologische, bukolische und maritime Szenen zu bestaunen. Diesen Anblick lässt sich das Kloster bezahlen – der Eintritt beträgt 6€ pro Person.

Bagno Elena

Im Golf von Neapel muss unbedingt auch ein Strandtag drin sein. Durch einen Tipp unseres Gastgebers im Bed & Breakfast Re Diego bin ich auf das Bagno Elena aufmerksam geworden. Außer einem Bikini braucht man an nichts zu denken – Liegen, Sonnenschirme und Handtücher können vor Ort gegen Gebühr (für alles zusammen habe ich 20€ für den ganzen Tag bezahlt) geliehen werden. Da es sich hier um einen Privatstrand handelt hatte ich auch kein mulmiges Gefühl meine Wertsachen allein am Strand zurück zu lassen, während ich im Meer schwimmen war. Das unschuldige Schwimmvergnügen war allerdings schnell beendet, nachdem ich die winzigen Quallen im Wasser entdeckt habe – zum Glück habe ich der Qualle nur den Kopf gestreichelt und die Tentakel nicht berührt. Der nächste Gang ins Meer war dann mit sehr viel offeneren Augen.

Palazzo Reale + Piazza del Plebiscito

Die nächste Station führt über die wahrscheinlich am meisten fotografierte Ubahn Station in Neapel, wenn nicht sogar in ganz Europa – Toledo. Die ganze Metro Linie 1 wurde nach ihrem Ausbau von mehr als 100 Künstlern gestaltet. Das Blau in der Gestaltung repräsentiert das nahe gelegene Meer.

An der Oberfläche angekommen ist es nicht mehr weit bis zur Piazza Plebiscito und dem gegenüberliegenden Palazzo Reale.

Bis 1994 wurde die Fläche der Piazza noch als Parkplatz genutzt – kein Vergleich zu heute! Als ich dort stand fand gerade eine Sportveranstaltung oder ähnliches statt. Im Detail war es für mich von außen nicht zu erkennen worum sich die zahlreichen Stände wirklich drehen. Auf jeden Fall gab es eine Anmeldung und ein Siegerpodest. Wer entlang der ehemaligen Zufahrtsstraße schaut dem öffnet sich der Blick zum Meer hin, am Ende kann man den Vesuv erkennen.

Gegenüber des Platzes befindet sich der imposante Palazzo Reale. Für 10€ Eintrittsgeld pro Person darf man ihn dann auch von innen bewundern. Der Aufgang (2. Bild) ist das erste was einem bei der Internetrecherche entgegen fällt und auch der Teil der meiner Meinung nach am beeindruckendsten ist. Im Obergeschoss führt der Rundgang dann durch die königlichen Empfangs- und Schlafräume. Die großen Spiegel laden mich immer dazu ein, ein verstecktes Selfie zu machen. Die große Terrasse, die einen herrlichen Blick über die Stadt und das Meer bietet war zu dem Zeitpunkt als ich dort war leider für Besucher geschlossen.

spanisches Viertel

Angrenzend an die Piazza Plebiscito findet sich das sogenannte spanische Viertel. Den Namen trägt es, da man sich aufgrund der engen Gassen und zahlreich bunt geschmückten Balkone, die durchaus auch mit Wäsche überladen sein können in die Metropolen Südamerikas katapultiert fühlt.

Am Anfang reihen sich noch Geschäft an Geschäft, wo man von frischem Fisch bis hin zum Badvorleger alles kaufen kann. Je mehr man sich zum Kern des Viertels vorarbeitet desto mehr Restaurants findet man in den Straßen. Die Wände sind mit zahlreichen Graffitis dekoriert. Schnell wird klar: Hier ist nur einer heilig – Diego Maradonna. Der Fussballer gewann 1987 mit dem SCC Neapel die italienische Meisterschaft und ist seitdem nicht mehr aus den Straßen wegzudenken. Zahlreiche Cafes und Restaurants sind mit seinem Bild geschmückt, ab und an findet man auch kleine Aufbauten, die mich an Hausaltäre erinnert haben. Das Highlight sind die auf Wegweisern ausgeschriebenen Maradonna Grafittis. Nachdem man die Straße bergauf gelaufen ist öffnet sie sich zu einem kleinen Platz, der mit zahlreichen Girlanden geschmückt ist. Hier findet sich so etwas wie ein kleiner Schrein, der mit dem Bildnis und zahlreichen Trikots Maradonnas ausgestattet ist. Natürlich kommt auch hier der Kommerz nicht zu kurz. Auf zahlreichen Kleiderstangen werden Maradonna Trikots aus allen Spielzeiten und in allen Größen angeboten.

6 Highlights die man in Pompeii nicht verpassen sollte

Ein weiterer Tagesausflug, den man im Golf von Neapel unbedingt machen sollte ist in den Archäologischen Park von Pompeii. Überall in der Stadt werden Touren dorthin angeboten – nach einiger Recherche bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die eigene Anreise per Zug die günstigste Variante ist. Vom Bahnhof Neapel sind es nur wenige Stationen und etwa eine Halbe- bis Dreiviertelstunde Fahrt für unschlagbare 5,60€ hin und zurück.

Am Bahnhof von Pompeii umgeht man dann am Besten die zahlreichen Touristenführer und angeblichen Ticketshops und begibt sich direkt auf den Weg zum Eingang des Archäologischen Parks. Nach etwa 20 Minuten weg durch die Stadt stehe ich auch schon in der kurzen Schlange am Eingang zum Amphitheater. Der Eintritt in den Park kostet 16€ pro Person. Da ich vor Jahren als Studentin schon einmal in Pompeii war hatte ich meinen alten Führer durch die Ausgrabungsstätte noch und war nicht auf einen Audioguide angewiesen. Im Folgenden habe ich meine 6 Highlights die man unbedingt gesehen haben sollte aufgelistet:

Das Amphitheater

Beim Amphitheater von Pompeii handelt es sich um den ältesten erhalten Bau dieses Art. Im Süden lehnt er sich an die Stadtmauer an, so das diese als Stützmauer für den Zuschauerraum genutzt werden konnte. Das Innere faste etwa 20.000 Personen. Die hohe Brüstung im Inneren, die man im zweiten Bild sehen kann, muss man sich bunt bemalt vorstellen. Dort werden wahrscheinlich Gladiatoren-, Jagdszenen oder Siegesfeiern dargestellt worden sein. Besondere Berühmtheit erreichte das Theater 59 n.Chr. als es zwischen Anhängern benachbarter Mannschaften – heute im Fußball würde man es Derby nennen – zu gewalttätigen Ausschreitungen kam. Da es mehrere Verletzte und sogar Tote zu beklagen gab, beschloss Kaiser Nero das Theater für 10 Jahre für Veranstaltungen zu sperren. Ich kann nur wieder den Vergleich zum heutigen Fußball ziehen: Kaum vorstellbar was passieren würde wenn man Mannschaften für 10 Jahre sperrt, nur weil sich die Fans nicht benehmen können.

Casa del Fauno

Mit 3000 m² Grundfläche ist die Casa del Fauno das größte Wohnhaus der Stadt. Namensgebend ist der im Atrium gefundene Faun, der auf dem ersten Bild zu sehen ist. Das Original befindet sich im Archäologischen Museum von Neapel. Am Ende des Gartens findest sich einen reich dekorierte Exedra. Sie liegt in einer Achse mit dem Eingang und ist der Mittelpunkt des Hauses. Die Säulen werden von korinthischen Kapitellen aus bemaltem Stuck bekrönt. Den Boden ziert – meiner Meinung nach – das schönste und beeindruckendste Mosaik der ganzen Stadt. Gezeigt ist eine Schlachtenszene. Wer sich Zeit nimmt und sie genauer betrachtet stellt fest, dass es sich um den entscheidenden Kampf zwischen Alexander dem Großen und dem persischen Herrscher Dareios handelt. Auch hier findet sich das Original wieder im Archäologischen Museum von Neapel.

Forum, Basilika & Apollontempel

An der Kreuzung der beiden Hauptstraßen liegt das Forum – es ist in seiner Funktion vergleichbar mit heutigen Stadtplätzen. Der Platz verändert sich im Laufe der Jahre immer wieder: Neue Tempel werden errichtet, Ladenlokale kommen hinzu, alte Bauten verschwinden. Auf den Basen entlang der Säulenhallen waren wohl Bildnisse berühmter Bürger aufgestellt – gefunden wurde keine diese Statuen, man nimmt an, dass die Bürger nach dem Vulkanausbruch zurück gekehrt sind und sie entfernt haben. Heute ziert eine moderne Reiterskulptur den Platz, die zumindest ein wenig erahnen lässt wie imposant der Platz mit all seinem Schmuck und den Statuen gewirkt haben muss.

Der wohl wichtigsten Kultbau der Stadt, gleich an das Forum anschließend, war der Apollontempel. Dem Gott zugeordnet werden kann er aufgrund einer gefundenen Bronzestatue – die heute im Original in Neapel zu finden ist. Umgeben ist der Tempel von einem Säulengang, der auf Bild drei zu erkennen ist

Lupanar

Für alle nicht Historiker oder Archäologen ist dieser unscheinbare Bau wohl der interessanteste. Hinter der Bezeichnung Lupanar (lat. lupa = Dirne) verbirgt sich ein Bordell. Es ist das größte und bestgestaltete in Pompeii. Es wird behauptet, dass die Bilder oberhalb der Zimmer die Spezialität der Dame darunter darstellen. Da es sich bei den Zimmern um sehr kleine Räume mit lediglich einem gemauerten Bett als einzigem Einrichtungsgegenstand handelt, erschließt sich für mich die Erotik eher weniger. Mein Eindruck ist, dass hier lediglich niedere Triebe bedient wurden.

Auf einer der nächstgelegenen Hauptstraße findet sich ein Wegweiser in den Steinboden eingemeißelt. Die Spitze der Darstellung zeigt in Richtung des Lupanars. Vor allem bei Führungen geht hier immer ein raunen durch die Gruppe, kurz gefolgt von zahlreichen Klickgeräuschen der Auslösers der Handykameras – so auch bei der amerikanischen Gruppe in die ich durch Zufall hinein geraten bin.

Casa dei Vettii

Die Casa dei Vetti beeindruckt durch ihre reiche Ausgestaltung. Leider war sie bei meinem Besuch – wie auch schon vor 10 Jahren bei meinem ersten Besuch in Pompeii – wegen Renovierungs- und Forschungsarbeiten für Touristen geschlossen. Ich hätte den Fries der Eroten bein der Arbeit gerne einmal live gesehen.

Mysterienvilla

Die Gemälde der Mysterienvilla sind wohl die bekanntesten in ganz Pompeii. Die Villa befindet sich etwas außerhalb der übrigen Anlage, das Gelände fällt zum Meer hin ab. Zum Wohnhaus gehört auch eine Städte für Weinproduktion. Die berühmten im Bild abgelichteten Malereien befinden sich Triclinium des Hauses. Die Deutung ist hoch umstritten. Man kann den Initiationsritus in einen Mysterienkult – daher der moderne Name der Villa – interpretieren, aber auch auch die weibliche Initiation in den Dionysos Kult. Zweiteres gilt nach aktueller Forschungslage als wahrscheinlicher.

Am Ende der Villa gibt es eine kleinen Ausgang vom Gelände. Wer also nicht den ganzen Weg zurück in die Ausgrabungsstätte laufen möchte und wie ich nicht an ein festes Transportmittel gebunden ist, kann hier den archäologischen Park verlassen und das kurze Stück die Strasse entlang zum Bahnhof marschieren. Von hier geht es dann wieder zurück nach Neapel.

1 Tag auf Capri

Wenn man schon Zeit in der Bucht von Neapel verbringt, bietet sich ein Tagesausflug auf die Insel Capri an. Am Hafen werden zahlreiche Touren angeboten. Ich habe mich allerdings dazu entschieden Capri auf eigene Faust zu erkunden.


Anreise über Hafen Beverello

Fähre nach Capri

Kosten Hin und Zurück 43,50€


45 Minuten später stehe ich am Hafen von Capri. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten.

  • Inselrundfahrt per Boot (20€)
  • zu Fuß hinauf nach Capri Stadt
  • mit dem Funicolare in die Stadt fahren (10 min, 2€ pro Fahrt)

Um die Entscheidung zu treffen habe ich mich erst einmal in eines der Hafenbistros gesetzt. Was ich unbedingt haben musste war ein Drink, der in einer ausgehöhlten riesigen Zitrone serviert wird. Die stolzen 15€ war mir das Foto aber wert.

Da sich der nicht enden wollende Strom der Touristengruppen Richtung Stadt bewegt hat habe ich mich für einen Bootstour rund um die Insel entschieden. Und ich habe es nicht bereut. Alles was man aus dem Fernsehen und Internet kennt sieht man per Boot so viel besser als von Land aus. Da das Boot zu groß war um die berühmten Grotten zu besichtigen konnte ich nur einen kurzen Blick auf die sogenannte grüne Grotte erhaschen – die blaue Grotte war aufgrund der hohen Wellen leider komplett gesperrt.

Bei der Durchfahrt durch die Faraglioni sagt man, dass was man sich bei einem Kuss wünscht in Erfüllung geht – wahrscheinlich nicht gleich, aber irgendwann bestimmt!

Eine Stunde später komme ich wieder am Startpunkt an. Da die Rückreise per Fähre langsam näher rückt entscheide ich mich die Oberstadt via Funicolare (Zahnradbahn) zu besichtigen. Die einfache Fahrt kostet 2€.

Die Oberstadt besteht soweit ich sehen konnte hauptsächlich aus teuren Designer Boutiquen. Mein Highlight jedoch war die Kunstinstallation „Atalena sulla luna“ von Giacinto Bosco – sie steht quasi direkt am Ausgang der Bahnstation. Eine kurze Pause in einem der Eiscafes kann ich nur bedingt empfehlen: die Plätze eignen sich super um den Troubel von Instagrammern, Touristengruppen und Einheimischen auf sich wirken zu lassen, andererseits habe ich für eine Cola und ein Eis 16€ bezahlt.

Atalena sulla luna – Giacinto Bosco via Liquid Art System

Cartagena & Licor 43

Sightseeing Cartagena

Cartagena liegt im südlichen Spanien in der Küstenregion Murcia. Die Besiedelung an dieser Stelle kann durch Funde bemalter Muschelschalen bis zu den Neanderthalern zurück verfolgt werden. Später wurde die iberische Hafenstadt Mastia von den Phöniziern als „Neustadt“ neu gegründet und bildete den Ausgangspunkt des zweiten punischen Krieges – von hier brach Hannibal Richtung Italien auf. Nach der Eroberung durch die Römer wurde die Stadt zur wichtigsten Silberabbauregion des römischen Reiches. Noch heute kann man Reste der römischen Siedlung im Stadtbild finden. Das herausragendste Gebäude der Stadt ist das gut erhaltene römische Theater.

Auch die Moderne ist in Form zahlreichere Street Art Kunstwerke stark vertreten. Als Teil einer Gruppe konnte ich mich leider nicht absondern und detaillierter in die Stadtgeschichte eintauchen und auf die Besonderheiten eingehen.

Experiencia 43

Ein bisschen ausserhalb der Stadt findet sich die Produktionsstätte von Licor 43. In den letzen Jahren wurde hier die Experiencia 43 erschaffen, die es nicht nur möglich macht die Fabrik zu besichtigen, sondern auch ein kleines Museum beherbergt, dass die Entstehungsgeschichte von Licor 43 beleuchtet. Die Grundrezeptur geht wohl auf ein römisches Getränk zurück. Von der heutigen Rezeptur die aus 43 Zutaten besteht sind nur 5 bekannt – Vanille, Tee, Koriander, Zitrone und Orange.

Im Rahmen meiner Besichtigungstour durfte ich die einzelnen Produkte verkosten und am Ende meinen eigenen Cocktail mixen – mit Zutaten, die zuvor im Garten gesammelt wurden!

Layover Madrid

Was tun wenn man einen Tag bzw. Abend Layover in Madrid hat? Hier meine Top 3 Tipps:

1. Salmon Guru

Salmon Guru in der Calle de Echegaray 21 steht auf Platz 24 der 50 Best Bars weltweit – und ich muss sagen ich wurde nicht enttäuscht. Das unscheinbare Äußere der Bar trügt. Innen warten Zebravorhänge, Neonleuchten und Bar Equipment aus verschiedenen Jahrzehnten. Was mich allerdings am Meisten begeistert hat sind die kreativen Gläser – zurecht eine der 50 Best Bars!

2. Ella Sky Bar

Die zweite Bar auf meiner Liste ist eine Skybar mit herrlichem Blick über Madrid. Leider war ich zu beschäftigt das gute Essen zu genießen um ein annehmbares Foto von der Aussicht zu machen. Die Ella Sky Bar findet sich auf der Gran Via 42.

3. Museo Reina Sofia

Allen Kunstfans lege ich das Museo Reina Sofia in der Calle Santa Isabel 52 ans Herz. Das Museum beherbergt neben vielen anderen Kusntwerken auch Guernica von Pablo Picasso. Mich hat schon allein das Format von 349 x 777 cm sehr beeindruckt. Achtung! An Dienstagen ist das Museum geschlossen – weshalb ich ihm bei diesmal keinen Besuch abstatten konnte.