TOP 5: Moderne Architektur in München

1. Hochbunker, Ungererstrasse

Unweit der U-Bahn Station Alte Heide steht unscheinbar im Gesamtbild der Straße eingegliedert ein ehemaliger Hochbunker. Er wurde 1943 im zweiten Weltkrieg fertiggestellt und sollte knapp 700 Menschen Schutz vor Luftangriffen bieten – insgesamt 40 dieser Hochbunker wurden ab 1940 in München errichtet. In den 80er Jahren wurde das Gebäude nochmals versiegelt, damit es auch Schutz vor Atom-, Chemie- und Biowaffen bieten könnte. 2010 wurde der Bunker als Schutzraum aufgegeben und zum Verkauf freigegeben. Die Firma Euroboden baute das Gebäude dann zu Wohnraum um und gab ihm sein heutiges Aussehen. Nur ein kleiner Schriftzug am Eingang zeugt noch von der bewegten Vergangenheit.

2. Allianz Arena, Fröttmaning

Seit 2005 steht die Allianz Arena im Münchner Norden – sie wurde im Rahmen der Fussball WM 2006 gebaut. Heute spielt hier der FC Bayern München. Ihre Fassade besteht aus 2.760 Folienkissen – die in insgesamt in einem Farbspektrum von 16 Millionen Farben beleuchtet werden können. Innen finden bis zu 75.000 Menschen Platz.

3. Ohel Jacob Synagoge, St. Jakobsplatz

Die neue Ohel Jacob Synagoge befindet sich mitten im Münchner Zentrum unweit des Viktualienmarktes – die alte Hauptsynagoge wurde 1938 – als eine der ersten in Deutschland – von den Nazionalsozialisten zerstört. Das Bauwerk fällt durch mehrere mit Bedeutung geschmückte Bauteile auf. Zunächst steht man vor dem massiven Steinsockel. Dieser erinnert in seiner Beschaffenheit an die Klagemauer in Jerusalem. Der insgesamt 28m hohe Bau wird von einer Glas-Metall-Konstruktion gekrönt. Im richtigen Licht wirft das Licht kleine Davidsterne ins innere des Gebäudes. Das 6m hohe Hauptportal, welches nicht als Eingang genutzt wird, ist mit den ersten Buchstaben den hebräischen Alphabets geschmückt. Den offiziellen Eingang findet man im jüdischen Gemeindezentrum durch den sogenannten „Gang der Erinnerung“ – hier bilden durch indirektes Licht beleuchtete Gasplatten über 4.500 Namen ab. Alle hier genannten Personen wurden im Dritten Reich deportiert und ermordet. Die Synagoge kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden, diese können unter anmeldung@ikg-m.de vereinbart werden.

4. Friendstower, Friedenheimer Brücke

Am Anfang des Neubaugebiets am Hirschgarten stehen die beiden sogenannten Friendstower, mit bis zu 53m Höhe. Als erstes fällt die unregelmäßige Form des Gebäudes auf, die sogenannte „gefaltete Fassade“. Von jeder der 260 Wohnungen hat man einen 180 Grad Panoramablick, ohne den Nachbarn in die Wohnung schauen zu können.

5. Herz Jesu Kirche, Neuhausen

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie über den Neubau dieser Kirche gesprochen wurde, nachdem die alte 1994 fast komplett abgebrannt ist. In den Jahren 1997 – 2000 entstand dann das Gebäude, dass auf dem Bild zu sehen ist. „Viel zu modern“, „das ist doch keine Kirche“ – sind nur einige der Sätze die damals häufiger in meinem Umfeld fallen sind. Mit der Zeit haben sich aber alle an den Anblick gewöhnt und ich kann mich viele Jahre später den architektonischen Details widmen.

Zu sehen ist hier ein riesiges Portal von 16m Höhe, das nur an hohen Feiertagen geöffnet wird. Die blaue Front ist in kleine Quader aufgeteilt in denen kleine weiße stilisierte Nägel abgebildet sind. Diese Nägel stellen pro Quadrat einen Buchstaben dar, die die Passionsgeschichte wiedergeben. Die gläserne Fassade schützt einen Holzkubus im Inneren, der das eigentliche Kirchenschiff bildet.

Februar: Teufelstritt, Frauenkirche

Wer nicht genau hinsieht, läuft wohl einfach über diese Sehenswürdigkeit in der Münchner Frauenkirche. In der Mitte des Eingangsbereichs findet sich ein der in Stein verewigte Fussabdruck. Bei noch genauerem Hinsehen kann man eine Art Sporn an der Ferse des Abdrucks erkennen. Aber was hat dieser Fuß zu bedeuten? Viele Sagen ranken sich um dessen Entstehen. Ich möchte die wohl bekannteste wiedergeben:

Der Baumeister der Frauenkirche wettet mit dem Teufel um seine Seele, dass er eine Kirche ohne Fenster bauen könnte. Der Teufel, der das nicht glauben wollte schlich sich in die Kirche um diese mit einem Fluch zu belegen und sie zu zerstören. Als er durch den Eingang kommt, sieht er kein einziges Fenster an den Seiten des Bauwerks, trotzdem ist es lichtdurchflutet. Vor Wut stampft er mit dem Fuß auf den Boden, da er die Wette um die Seele verloren hat – und hinterlässt den bis heute sichtbaren Fußabdruck.

Wäre er nur wenige Meter weiter nach vorne gegangen, hätte er die hohen Fenster, die hinter den Mittelsäulen versteckt sind erkennen können. Mein Februarbild zeigt die Frauenkirche aus dem Blickwinkel ohne Fenster – und mit Teufelstritt.

Spaziergang über die Panzerwiese zu Schloss Schleißheim

Diesmal möchte ich euch auf einen mittleren Spaziergang in den Münchner Norden mitnehmen. Los geht’s an der Bushaltestelle Neuherbergstrasse. Von dort sind es nur noch wenige Meter auf der Ingolstädter Strasse, bis sich die Panzerwiese zur Linken als Naturschutzgebiet in der Stadt auftut. Hier führen mehrere kleine Wege über die Wiese in Richtung Hartelholz.

Im Forst überquert man über eine kleine Brücke die Schnellstrasse und tritt wenig später aus dem Wald heraus. Nun liegt eine lange Allee vor einem, die direkt auf die Schlossanlage Schleißheim zuführt. Wer mag, kann ab ungefähr auf Hälfte der Strasse nach rechts abbiegen um zum Lustschloss zu wandern. Von dort aus kann der Schlosspark gut erkundet werden.

Ich habe mich aufgrund der Temperaturen für den kürzeren Weg entschieden und bin direkt zum Haupteingang gegangen. Nach einem kurzen Blick in den Schlosspark, geht es dann nach einem Spaziergang von knapp 7 Km über die S-Bahn Station Oberschleißheim wieder zurück nach Hause.

Start Kalenderprojekt 2021

2021 möchte ich die Foto-Challenge vom letzten Jahr fortführen, aber auch etwas abändern. Auch diesmal werde ich jeden Monat ein Bild posten. Die Besonderheit liegt nur dieses Jahr darin, dass ich die Fotos am Ende in einem Kalender für meine Wand zusammenfügen möchte. Ich bin jetzt schon gespannt, wie das Endergebnis aussehen wird.

Den Anfang macht das Lichtprojekt „Der Lichte Raum“ von Yul Zeser, das noch bis 14.Februar 2021 in den Propyläen am Königsplatz zu bewundern ist.

Streetart Werksviertel, München

Ein Spaziergang durch das Werksviertel im Münchner Osten lohnt sich für Street Art Fans wie mich, immer wieder, egal wie lange er dauert. An allen Ecken findet man richtig coole Bilder. Der Wal im zweiten Bild hat es mir besonders angetan.

Leider wird im Werksviertel aktuell ziemlich viel gebaut, deshalb sind viele Wände von Bauzäunen versperrt. Ich konnte schon einige der Kunstwerke, die ich bei meiner Recherche im Internet gesehen habe von Ort nicht mehr finden – die Gebäude haben nicht mehr existiert…

Wanderung zur Burgruine Hohenwaldeck

Nur knapp 50 Minuten von München mit dem Zug entfernt liegt Schliersee. Durch das Bayernticket, das man den ganzen Tag für Fahrten innerhalb des Bundeslandes nutzen kann, kommt man sehr günstig hier hin.

Mich verschlägt es hierher nicht nur um die Schönheit und Ruhe des Sees zu genießen, sondern auch um ein bisschen zu wandern. Mein heutiges Ziel – die Burgruine Hohenwaldeck.

Zunächst führt der Weg entlang des Sees. Dann zweigt die Straße ab durch die letzen Häuser vor den Bergen. Entlang der Straße geht es den ersten Hügel hinauf. Dort finden sich dann auch langsam die ersten Hinweisschilder auf die möglichen Wanderwege. Ein Pfeil führt auch zur Burgruine. Schon relativ am Anfang des Weges findet sich ein Hinweisschild das mitteilt, dass die Ruine aktuell wegen Einsturzgefahr gesperrt ist. Da ich aber nicht nach einer halben bis Dreiviertel Stunde Weg unverrichteter Dinge wieder abziehen wollte, bin ich trotzdem hinauf gewandert.

Der Weg führt zunächst eine Straße hinauf, bis diesen in die sanften Hügel einer Almlandschaft führt. Vorbei an grasenden Kühen geht es weiter hinauf. Langsam wird der Weg etwas steiler, der dann hinein in den Wald führt.

Von nun an wandert man stetig den Berghang hinauf. Das sanfte Herbstlicht schein immer mal wieder durch die Bäume des Waldes. Nach ein paar Aussichtsbäncken, die leider alle besetz waren erreicht man die Burgruine. Aktuell ist sie weiträumig mit einem Metallzaun abgesperrt.

Eigentlich kann man hier die Überreste der Burg Hohenwaldeck und die Aussicht auf de benachbarten Berge bestaunen. Die Grundsteine stammen aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert. Ein Felssturz im Jahr 1480 hat die Gebäude zerstört. Das Gerücht, dass hier ein Schatz versteckt sein soll hält sich seit Jahrhunderten. Bis zum heutigen Tag konnte allerdings nur ein einziger Dolch gefunden werden.

Von hieran geht es wieder bergab. Ich dem kurzen Abstieg – die Ruine liegt auf 986m – steht man wieder am Ufer des Schliersees. Dieser ist nun zu umrunden um wieder an den Ausgangspunkt der Wanderung zu gelangen. Ich bin nicht auf der selben Seites des Sees zurück gegangen, auf der ich gekommen bin. Ich habe mich für den Rundweg Richtung Breitenbach entschieden.

Baumwipfelpfad Steigerwald

Um einen lang ersehnten Punkt auf meiner Bucketlist abhaken zu können zieht es mich nach Franken – ich wollte schon immer mal einen Baumwipfelpfad entlang spazieren.

Gesagt. Getan. Der Baumwipfelpfad Steigerwald in Ebrach ist nur eine kurze Autofahrt von Würzburg entfernt. Für den Eintritt von 10€ gelangt man in die Welt der Bäume.

Den ganzen Weg entlang der sich immer höher in den Wald schraubt findet man Informationstafeln zu den verschiedenen Bäumen und deren Bewohnern. Bei meinem Aufenthalt war es unter anderem möglich Vögeln mit ihren Jungen über eine Kamera zu beobachten.

Das Highlight ist jedoch der spiralförmige Weg, der sich bis über die Wipfel des Waldes schraubt. Auf der obersten Ebene hat man einen wunderschönen Ausblick auf die ganze Gegend. Des Weiteren sind ab und an kleine Täfelchen, die die Richtung und Entfernung verschiedener größerer Städte in der Nähe angeben, angebracht.

Das Wildgehege und der Streichelzoo zu Füßen des Holzturms ist aufgrund der Covid 19 Pandemie aktuell nicht für Besucher zugänglich.