
Schlagwort: Barcelona
Markttag
Von Camp Nou nach Tibidabo
Der letzte Tag wird sportlich – auf zu Barca!
Von der U-Bahn Station Palau Rejal ist es nur ein Katzensprung zum Camp Nou – dem Stadion des FC Barcelona. Dabei handelt es sich nicht nur um ein schmuckes Stadion in der Stadt, sondern eher um ein kleines Dorf. Es beinhaltet mehrere Restaurants, Fanshops, eine Hockeyhalle und natürlich den Megastore. Für einen echten Fußball-Fan ist die Barca Experience Pflicht – dabei handelt es sich um eine Tour durch das Vereinsmuseum und das Stadion. Man nicht von einem Guide geführt, sondern kann sich im Rahmen der Absperrungen relativ frei bewegen. Vorbei an Pokalen und Torjäger-Trophäen geht es hinein ins Stadion. Dort wird man durch die den Presseraum, die Kabine, den Spielertunnel, am Rasen entlang, über die Sitzreihen, die Pressekabinen und dann letztendlich in den Megastore geleitet. Mega ist hierbei wörtlich zu nehmen. der Fanshop erstreckt sich über drei Stockwerke! Wie man diesen, nach der Tour, verlassen kann ohne etwas zu kaufen ist mir ein Rätsel….
Weiter geht es durch den kleinen Park Pedrables hinauf zum gleichnamigen Kloster. Nach den vielen Eindrücken genießt man die Stille der schlicht gehaltenen, doch wunderschönen Kirche. Ein Highlight, das man nicht versäumen sollte ist der Kreuzgang im Hof, der mit dreistöckigen Säulenhallen geschmückt ist. Die Ruhe des Ortes verleiht dem ganzen eine besondere Stimmung.
Nach dieser Ruhepause geht es weiter nach Tibidabo. Mit ca. 800m handelt es sich hierbei um den höchsten Berg der Region. Der Weg dorthin zieht sich etwas. Vom Kloster aus geht man doch etwa eine Stunde zu Fuß bis man den Berg erreicht. Im Glauben an die im Reiseführer beschriebene Bahn habe ich mich auf den Weg hinauf gemacht – nur die Bahnstation wollte und wollte nicht kommen. Erst als ich schon fest davon überzeugt war den Gipfel gleich erreicht zu haben, stand ich vor der Talstation, die sich eher als Mittelstation heraus gestellt hat. Zu meiner Überraschung fährt die Zahnradbahn doch noch ein ganzes Stück den Berg hinauf… Der Aufstieg wird durch den weiten Blick über die ganze Stadt bis hin zum Meer belohnt. Des Weiteren befindet sich genau an der Bergstation der gleichnamige Vergnügungspark! Die Fahrgeschäfte sind zwar schon etwas in die Jahre gekommen – der Park stammt aus den 60ern – doch das mindert den Spaß nicht im geringsten. Von Riesenrad bis Wasserrutsche ist alles geboten.
Sonne, Strand und mehr
Nach der ganzen Rennerei die letzen Tage wird Tag 3 ganz entspannt – es geht an den Strand!
Da im warmen Sand liegen für mich leider keine Ganztags-Beschäftigung ist, habe ich den Morgen für einen Besuch im Aquarium genutzt. Über die Rambla del Mar gelangt man vorbei am Yachthafen zu einem großen Shoppingcenter, hinter dem sich das Aquarium befindet. Da ich bis jetzt nur das Münchner Sealife – das ich als „ganz nett“ umschreiben möchte – kannte, war ich doch einigermaßen beeindruckt. Vorbei an den verschiedenen kleinen Becken mit exotischen Fischen und Schwarzspitzenhaien, gelangt man zum riesigen Oceanarium. Hier fährt man auf einem Laufband durch den 80m langen Tunnel. Da der Weg abgenommen wird, hat man genug Zeit seinen Blick im künstlichen Ozean schweifen zu lassen und ausgiebig zu fotografieren. Mit einer Tiefe von 5m und einem Durchmesser von 36m handelt es sich um das größte Europas. Die heimlichen Stars trifft man aber erst nach dem Verlassen der Unterwasserwelt: Pinguine!
TIPP: Wer die Karten vorab im Internet kauft zahlt 18€ statt der eigentlichen 20€. Wer vorher bei McDonalds essen geht, kommt an einen Gutschein über 4€ für maximal 4 Personen und zahlt nur 16€.
Danach geht es an der Hafenpromenade entlang weiter zum Stadtstrand. Nach etwa 10 Minuten berühren die Füße zum ersten Mal Sand! Der Strand ist in mehrere Einzelstrände unterteilt. Ich habe mich für den ersten entschieden: Sant Miquel. Für 10€ kann man sich den ganzen Tag lang einen Liegestuhl oder Schirm mieten – wer das nicht möchte kann sich aber auch einfach mit seinem Handtuch in den warmen Sand legen.
Farbenspiel, Sagrada Familia
Auf Gaudis Spuren
Tag 2 steht ganz im Zeichen Antoni Gaudis mit den typischen Postkartenmotiven – der Sagrada Familia und dem Park Güell.
Mit der U-Bahn gelangt man am einfachsten zur Sagrada Familia, die ihre eigene, gleichnamige Station hat. Nachdem man den Marathon mit Karten kaufen, Zeitfenster abpassen und Schlange stehen hinter sich hat, darf man endlich auf den Vorplatz der – im Stil des Modernismen gestalteten – Kirche. Momentan wird gerade an den linken Türmen gearbeitet , wodurch das halbe Gebäude von einem Baugerüst verborgen ist – das Gebäude ist bis heute unvollendet. Die wahre Schönheit des Baus zeigt sich, wie ich finde, aber sowieso erst von Innen. Plötzlich steht man in einem bunten, lichtdurchfluteten Raum! Die zahlreichen Glasfenster an den Seiten tauchen alles in die Farben des Regenbogens. Wenn der Blick dann nach oben schweift bewundert man die vielen verschieden großen Kuppeln, welche das Dach bilden. Getragen werden diese durch organisch anmutende Säulen.
Ich habe mich für ein Basic-Ticket entschieden, mit dem man die Sagrada nur besichtigen kann – ohne Audioguide, oder die Fahrt auf die Türme.
Zu Fuss den Berg hinauf geht es weiter zum Park Güell. Auch hier unterzieht man sich wieder dem gleichen Ritual mit Karten kaufen, Zeitfenster abpassen und Schlange stehen. Im Park selbst ist nur ein relativ kleiner Teil von Gaudi gestaltet – der dann auch eine Eintrittskarte erfordert. Zunächst steht man auf einem großen Platz, der zur Stadt hin von den bekannten wellenförmigen, gekachelten Sitzgelegenheiten begrenzt wird. von hier aus hat man einen sehr schönen Blick über Barcelona und die restliche Architektur des Parks. Eine schmale Treppe am Rand des Platzes führt einen hinunter in eine Säulenhalle, die irgendwie auf dem Kopf zu stehen scheint. Von dort aus gelangt man auf eine breite Treppe, die an die an einer farbenfrohen Eidechse vorbei nach unten führt. Die Figur dient nicht nur als beliebtes Fotomotiv, sonder auch als kleiner Brunnen. Durch einen Shop in einem der beiden Türmchen – die auf vielen Postkarten zu finden sind – führt der Weg wieder nach draußen und aus dem Park heraus.
TIPP: Eintrittskarten für die Sagrada Familia und den Park Güell unbedingt vorher im Internet oder einen Tag vorher an der Kasse kaufen – dann kann man sich das Zeitfenster, von 30 Minuten in dem einem Zutritt gewährt wird, selbst aussuchen. Als Beispiel: Ich stand um 9.00 Uhr vor der Kirche, mein dort gekauftes Ticket war aber erst ab 13.00 Uhr gültig. Das Szenario wiederholt sich dann am Park Güell.
Mit der U-Bahn geht es am späteren Nachmittag dann weiter zur Festung Montjuic. Von der Station Paral – lel aus kommt man bequem mit einer Transferbahn zur Talstation der Seilbahn, die einen hinauf zur Festung bringt. Ich habe mich dafür entschieden nur die Fahrt hinauf zu bezahlen. Nach etwa 5 – 10 Minuten kommt man vor den Toren des an sich nicht sehr spektakulären Baus an. Schnell gelangt man durch ein Tor auf den Vorplatz – schon von dort hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt zur einen, hinaus auf’s Meer zur anderen Seite. Eine Etage höher ist man der glühenden Sonne vollkommen ausgesetzt, nur der Turm mit der Sonnenuhr spendet minimalen Schatten. Zu Fuß geht es dann auf sanft geschwungenen Serpentinen den Berg wieder hinab – auch in meinen Sandalen und Sommerkleid war der Abstieg ohne Anstrengung zu schaffen.
Barcelona, Barrí Gothíc
Spaziergang durch das Barrí Gothic
Mein erster Tag in Barcelona fing schon Mittags an. Nachdem ich mit VUELING günstig, gut und sicher gelandet bin und mein Hotel direkt an der Rambla gelegen ist, bietet sich ein Spaziergang durch das Viertel Barrí Gothic an.
Gestartet wird auf der Rambla, dem von zwei schmalen Fahrstreifen begrenzten Fußgängerweg. Bis in die frühen Morgenstunden tummelt sich eine bunte Mischung aus Einheimischen, Touristen und Straßenhändlern. Wer nach Souvenirs für die Daheimgebliebenen sucht, wird hier definitiv fündig. Ihren Namen verdankt die Straße einem Fluss, der an ihrer Stelle verlief.
Nach einem kurzen Spaziergang hinauf zur Placa de Catalunya findet man, über eine kleine Seitenstraße, die Reste einer römischen Gräberstraße. Diese kann man von einer kleinen Aussichtsplattform aus gratis betrachten.
Weiter geht es durch die kleinen verwinkelten Gassen zur Kathedrale an der Placa del Seu. Auf einem kleinen Podest thront die schöne Kirche mit ihrer prachtvollen gotischen Front. Die restlichen Seiten sind deutlich schlichter gestaltet.
Für Kunstliebhaber lohnt sich ein Blick über die Schulter. Am Gebäude schräg gegenüber entdeckt man drei von Picasso gestaltet Friese, im für den Maler typischen Stil.
Beim Gang um die Kathedrale findet man versteckt in einem Innenhof noch vier Säulen eines römischen Auguststempels. Auch diese können gratis besucht werden.
Zurück auf der Gasse, führt diese nach einem weiteren kleinen Spaziergang auf die von Palmen gesäumte Placa Rejal. Im Zentrum des Platzes steht ein schöner Brunnen, der zum verweilen einlädt. Die Laternenmasten, die das Areal mitbegrenzen, wurden von Antoni Gaudi entworfen.
Eine schmale Gasse führt zurück auf die Rambla. Diese bin ich nun bis zum direkt am Hafen gelegenen Placa del Portal de la Pau und der dazugehörigen Säule hinunter flaniert.
Danach ging’s Essen und zurück ins Hotel, zur Vorbereitung auf den nächsten Tag…
TIPP: Für den Spaziergang durch die kleinen Gassen abseits der Hauptstraße, empfiehlt sich unbedingt eine Karte dabei zu haben. Die kleinen Sehenswürdigkeiten sind nicht an den zahlreichen Beschilderungen angegeben. Auf der Suche nach den im Reiseführer beschriebenen Orten habe ich mich mehrfach verlaufen. Der scheinbar so kurze Spaziergang dauerte dann doch etwas länger…. 😅
Barcelona in 4 Tagen
Die letzten vier Tage habe ich im sonnigen Süden Spaniens zwischen Palmen und Strand verbracht. Da es viel zu viel zu sehen und zu berichten gibt, werde ich den Trip in einzelne Tage aufteilen:
- Stadtspaziergang durch das Barri Gothic
- Auf Gaudis Spuren – mit Abstecher nach Montjuic
- Sonne, Strand und mehr
- Vom Camp Nou nach Tibidabo
Zwischendrin gibt’s wie gewohnt Impressionen von Kuriositäten, Streetart oder auch einfach nur schönen Motiven…



