Münchner Jakobsweg, Etappe 2.2


1 Tag, 14km 

von Starnberg über die Maisinger Schlucht nach Andechs


Nachdem der erste Teil dieser Etappe im letzten Jahr so unbefriedigend geendet hat, hätte ich diesmal mehr Hoffnung. Vor allem, da ich diesmal deutlich besser vorbereitet war. Die Münchner Linse bietet eine detaillierte Wegbeschreibung, sowie eine Karte des Areals – womit eigentlich nichts mehr schief gehen kann. Die größte Erkenntnis für mich war, dass jede Jakobsmuschel auf dem Weg nicht nur den Weg markiert, sondern auch den Weg weist. Dort wo sich die Strahlen der Muschel bündeln führt der Weg in die richtige Richtung.

Wegweiser auf dem Jakobsweg

Von Starnberg aus geht es zunächst ein Stück durch die Stadt, bis man in die Maisinger Schlucht abbiegen darf. Von hier an kreuzt der Weg nur noch wenige befahrene Straßen. Durch die Schlucht wandert man an einem Flüsschen entlang. Am Wegesrand findet man immer wieder Hinweistafeln, die die geologischen Besonderheiten des Areals erklären. Die Schlucht endet an einem kleinen See, den ich mir nur mit ein paar Seevögeln teilen musste.

Nach einer kurzen Rast am See, geht es weiter über Felder und Wälder Richtung Andechs. Etwa 4 km vor dem Ziel tritt man aus einem Waldstück heraus, macht eine Kurve und kann das Kloster dann auch schon sehen. Nur noch ein als Kreuzweg angelegter Weg trennt den Pilger vom Wallfahrtsort.

Oben angekommen, kann wartet eine wohl verdiente Brotzeit. Die Kirche konnte ich diesmal leider nicht besichtigen, da als ich ankam gerade eine Hochzeit stattfand.

Landesgartenschau 2018, Würzburg

 

Die aktuell noch bis Oktober laufende Landesgartenschau in Würzburg unterscheidet sich etwas von typischen Schauen. Nach Ablauf entsteht hier ein komplett neues Stadtviertel mit Wohneinheiten, Supermärkten und Parks: Hubland.

Zunächst wandert man entlang einer von Blumen gesäumten Wiese, die im Nachgang als Teil eines Parks genutzt wird. Auch die darauf folgende Blumenschau ist irgendwie anders. Zum einen ist sie in einem der verlassenen Gebäude der ehemals hier stationierten US-Armee untergebracht – zum anderen sind die vielen  verschiedenen Blumen eher wie eine moderne Kunstinstallation angebracht.

Auch die anderen leerstehenden ehemals militärisch genutzten Gebäude sind in das Konzept der Gartenschau einbezogen. Hervorzuheben ist hierbei Radio AFN, dem eine kleine Ausstellung gewidmet ist.

Eine weitere Ecke des Geländes widmet sich den Tiny Houses. Hier steht ein voll bezugsfertiges Haus mit 50 qm. Nachdem ich dort hindurchgeschlendert bin war ich gleich etwas verliebt…

Größtes Highlight für mich ist allerdings der Sonderstempel im diesjährigen Sammelheft „Bayern Entdecker“. Hier können an verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Natur in Bayern Stempel gesammelt werden. Nach fünf hat man sein Heft voll und kann mit etwas Glück einen Urlaub gewinnen. Nach Kloster Weltenburg ist das mein zweiter Stempel und ich bin sehr motiviert mein Heft dieses Jahr voll zu bekommen!

Münchner Jakobsweg: Etappe 2.1


1 Tag, 16 Kilometer

vom Kloster Schäftlarn nach Starnberg


Einer der ersten Frühlingstage in München und für mich an der Zeit das Umland weiter zu erkunden. In diesem speziellen Fall: zu pilgern!

Leider hat sich das schwieriger gestaltet als angenommen. Gestartet wird in Hohenschäftlarn, wo die letzte Etappe endete. An der dortigen S-Bahn Station ist kein einziger Wegweiser für Wanderer zu finden. Aus dem Internet wusste ich, dass der erste Ort auf dem Weg Ebenhausen ist, dann werden auch hier die Beschreibungen schwammig. Ich hatte gehofft hier auf einen Wegweiser oder die berühmte Jakobsmuschel zu treffen – aber leider wurde ich enttäuscht. Da mein Endziel Starnberg und der dazugehörige See war, hatte ich zumindest eine grobe Richtungsangabe. Auf dem ganzen Weg habe ich aber leider kein Schild oder einen Hinweis gefunden. Die erste Muschel habe ich dann in Berg am Starnberger See gefunden. Fast am Ziel der Wanderung.

Ich bin zwar die 16 km nach Starnberg gegangen, aber mit pilgern hatte der Weg entlang der geteerten Strassen nicht viel zu tun. Es ist sehr schade, dass der Einstieg zum Jakobsweg nicht beschrieben ist. Der offizielle Weg wäre wahrscheinlich ein schönerer gewesen…