Eine Stunde Zugfahrt von München entfernt steht man im schönen Murnau am Fuße der Berge. Diese dienen heute aber nur als majestätische Kulisse.
Vom Bahnhof aus wende ich mich Richtung Ortszentrum. Im Kurpark wende ich mich dann Richtung Münter-Haus – dabei handelt es sich um ein schönes Häuschen mit blauen Fensterläden, in dem die Künstler des Blauen Reiters Inspiration fanden. Ab hier ist der Rundweg durch das Moos bereits angeschrieben. Start und Ziel ist das Ramsacher Kircherl mit dem kleinen Ausflugsbiergartens Ändl zu seinen Füßen.
Mit ca. 4.200 Hektar handelt es sich bei dieser Moorlandschaft um das größte in sich geschlossene Alpenrandmoor Mitteleuropas. Die Wanderung, die zwischenzeitlich über einen Bohlenweg führt, dauert gute zwei Stunden.
Schlagwort: Bayern
Wasserburg, oder die Frage: Wo ist die Burg?
Neuer Sonntag – neuer Ausflug! Diesmal in das kleine Städtchen Wasserburg am Inn.
Die Stadt schmiegt sich in eine Schleife des Inns, wodurch man erst über eine Brücke fahren muss um überhaupt in die Stadt zu gelangen. Die vielen kleinen Gassen der Altstadt sind entweder kunterbunt oder mit detailreichen Wandmalereien geschmückt. Gleich neben dem Rathaus liegt die Kirche Zu Unserer Lieben Frau. Dabei handelt es sich um eine kleine aber feine Kirche, deren Hauptaltar im Stil des Rokkoko gehalten ist.
Nach einem Spaziergang durch die Stadt stellt sich mir allerdings eine Frage: Wo ist die Burg? Meherere Wegweiser führen einen Berg hinauf, groß zu sehen ist von unten jedoch nichts. Oben angekommen steht man dann vor einen ehemaligen Getreidespeicher, in dem heute ein Altenheim untergebracht ist. Auch alle andern Teile der Burg sind heute von Verwaltungsgebäuden belegt, so dass man sie nur von außen zu besichtigen ist.
Into the jungle

Augen auf im Straßenverkehr!

Auf der längsten Burg Europas
Pfingsten, das heißt Feiertag und das bedeutet natürlich Ausflug! Diesmal auf die längste Burg Europas – die Burg zu Burghausen.
Nach knapp 1 1/2 Stunden von München mit dem Auto findet man sich im Städtchen Burghausen wieder. Ich parke neben der Kirche in der Altstadt und schlendere zunächst an den bunten, reich geschmückten Fassaden der Hauptstraße entlang. Ein Schild weist mir den Weg hinauf zur alles überragenden Burg. Nach etwa 10 Minuten und zahlreichen kleinen Treppchen stehe ich vor dem Eingang. Der Rundgang, sowie die Besichtigung des Innenhofes der Hauptburg sind kostenfrei, lediglich das Museum im Inneren kostet 4,50 €.
Da ich sowieso ein Fan von Schlössern und Burgen bin, war ich schon nach den ersten Schritten in den Hof verzaubert. Die toll erhaltene Anlage erinnert mich sofort an die Märchenwelt der Gebrüder Grimm – große Tore und viele kleine Treppen hinauf ins Gewölbe. Vor meinem geistigen Auge entstand sofort ein lebhaftes Treiben von Angestellten, Gesandten und Kaufleuten. Nachdem ich mich nur schwer von diesem wunderschönen Anblick losreißen konnte, erkunde ich die restlichen über 1000 m der Burg. Entlang der Mauer hat man immerwieder einen tollen Ausblick auf den Wöhrsee. Immer wieder schmücken mit Rosen bewachsene Häuschen die Mauer. Die ganze Zeit fühlt man sich irgendwie in eine andere Zeit versetzt – mein ganzer Aufenthalt war sehr entschleunigt – die Idylle der Anlage hat sich positiv auf meine Stimmung ausgewirkt.
Stadtspaziergang Amberg
Amberg zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Europas, welches damals ein bedeutender Umschlagplatz für Eisen und Eisenerz war. An der Vils entlang wandere ich durch die sogenannte Brille in die Stadt hinein – der Name ergibt sich aus einer Spiegelung im Fluß. Dieser wird von zwei Toren überspannt, wobei der mittlere Pfeiler in der Vils steht. Auf geradem Weg gelange ich zur Basilika St. Martin, die im 15.Jhd. erbaut wurde. Auf der anderen Seite der Kirche findet man den Marktplatz samt Brunnen. Am Rand des Platzes steht das gotische Rathaus.
Die Welt von oben

Fränkischer Gebirgsweg
3 Tage, 60 Kilometer
Wunsiedel – über Felsenlabyrinth, Kösseine & Hohe Matze – Fichtelberg – über Nusshardt, Schneeberg & Haberstein – Bischofsgrün – über Ochsenkopf – Bayreuth
Dieses Jahr geht der Weg durch Deutschland nicht ganz so weit weg – ich bleibe in Bayern, genauer im Fichtelgebirge. Die Route führt über die höchsten Gipfel dieses Gebirgszugs entlang des Fränkischen Gebirgswegs.
Der erste Tag führt mit dem Zug an den Bahnhof Wunsiedel – Hohenbrunn. Von dort geht’s nach Luisenburg zum Felsenlabyrinth. Für 4,50 € Eintritt geht’s die erste steile Treppen hinauf und durch enge Spalten und Höhlen durch das Labyrinth. Teilweise sind die Durchgänge so schmal, dass ich meinen Rucksack ab nehmen und fast auf allen Vieren hindurch kriechen musste. Am Ende des Rundwegs gibt es eine Abzweigung, die weiter zum Gipfel der Kösseine auf 939 m führt. Das bewirtschaftete Kösseine Haus ist ideal um Mittags einzukehren. Von dort aus geht es wieder hinab – um dann wieder hinauf zur Hohen Matze auf 813 m zu steigen. Auch von hier geht es wieder hinunter ins Tal. Eigentlich wollte ich in der Pension Silberhaus übernachten, diese ist aber vor einem Monat Pleite gegangen und ich stand vor verschlossener Tür. Nach etwa 20 km und unzähligen Höhenmetern in den Beinen war das natürlich das schlechteste, was passieren konnte. Dank der sehr netten Nachbarn bin ich dann aber doch noch in der Pension Jägersruh in Fichtelberg untergekommen.
Durch die außerplanmäßige Übernachtung beginnt der zweite Tag etwas anders als geplant. Von Fichtelberg aus geht es über den Fichtelsee und das dazugehörige Moor zurück zum Seehaus. Nun wieder auf dem Gebirgsweg folge ich den Wegweisern Richtung Schneeberg. Bevor das heutige Highlight und der höchste Berg des Fichtelgebirges erklommen werden kann, geht es erst einmal auf den Nußhardt auf 972 m. Die Felsformation erinnert an das gestern durchwanderte Felsenlabyrinth. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es weiter hinauf auf den Schneeberg. Der auf 1051 m gelegene Gipfel ist erst seit 1996 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich – davor handelte es sich um militärisches Sperrgebiet. Dementsprechend stehen dort die verlassenen Bundeswehranlagen, die vom ehemaligen Funkmeldeturm überragt werden. Der Abstieg erfolgt über den Haberstein auf 923 m. Unterhalb der steil aufragenden Felsen erstreckt sich das Blockmeer, dass sanft im Gebirgswald ausläuft. Über Karches und die Ochsenkopfschanze gelange ich zum nächsten Übernachtungsort: Bischofsgrün.
Am dritten und letzten Tag geht es morgens schon steil hinauf. Ziel: Ochsenkopf. Um nach oben zu kommen gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen ist der Berg von zwei Seiten per Seilbahn erschlossen, ein breiter Forstweg führt in weiten Serpentinen auf den Gipfel – und dann gibt es noch den anstrengenden, steinigen Weg. Dieser führt auf einem kleinen Steig steil durch den Wald hinauf. Ich habe mit für letzteren entschieden, da man hier mehr von der Natur genießen kann. Die Aussicht auf 1024 m am Ende ist die Strapazen definitiv wert! Auch hier ist der Gipfel bewirtschaftet. Schade ist nur, dass hier nicht der übliche touristische Tand verkauft wird, den man von anderen Bergen gewöhnt ist – ich habe es mir vor ein paar Jahren zur Gewohnheit gemacht Stocknägel zu kaufen und zu sammeln. An der Seilbahn steht jedoch ein Automat um Münzen zu pressen, auf den ich dann zurück gegriffen habe. Der Abstieg von dort erfolgt in Richtung Bayreuth. Ab etwa der Hälfte des Weges hinunter findet man eine Abzweigung, die nicht ganz ins Tal hinab führt, sondern auf einem Hügelkamm – der sogenannten Himmelsleiter – weiter oben entlang führt. Das erste Dorf mit Bahnhof entlang des Weges ist Untersteinach. Von hier habe ich mir die letzten 10 km zu Fuß nach Bayreuth gesparrt und habe per Bahn die Heimreise angetreten.
Panorama: Hirschbachtal, Oberpfalz
Stadtspaziergang: Traunstein
Die Arbeit hat mich die letzten paar Tage nach Traunstein verschlagen, natürlich habe ich mir dort einen kleinen Stadtspaziergang nicht nehmen lassen.
Vom Bahnhof aus geht es immer geradeaus Richtung Zentrum. Auf dem Weg zur Pfarrkirche St. Oswald passiert man aufwendig bemalte oder im Jugendstil gehaltene Hausfassaden. Nach einem Blick ins Innere der Kirche steht man vorm Traunsteiner Lindl, dem Wahrzeichen der Stadt. Es stellt einen Ritter in Mailänder Rüstung dar, der über den Stadtplatz wacht. Weiter geht es zum Jacklturm – hierbei handelt es sich um einen Teil der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung. Seit er 1851 ausgebrannt und später wieder aufgebaut wurde, diente er primär als Ausschau nach Brandherden. Heute hat er eher repräsentativen Charakter. Durch das Tor des Turms hindurch gelangt man in einem Bogen hinunter zur Salinenkirche. Als ich dort ankam war diese leider schon geschlossen, wodurch mir der Blick hinein leider verwehrt blieb.
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