Schloss Sanssouci und der alte Fritz

Schloss Sanssouci und der alte Fritz haben eine ganze besondere Verbindung, deshalb kann man eigentlich keinen Reisebericht zum Schloss schreiben, ohne zu erklären wer der alte Fritz gewesen ist und warum er dieses Schloss so sehr geliebt hat – so sehr, dass er heute auf der obersten Terrasse des Weinbergs begraben wurde.

Wer ist der Alte Fritz?

Andy Warhol – Friedrich II

Friedrich der Zweite wird 1712 in Berlin in das Herrscherhaus der Hohenzollern geboren. Er ist der dritte Sohn von Friedrich dem Ersten und Sophie Dorothea von Hannover – seine beiden älteren Brüder überleben das Kindesalter nicht und so rückt er in der Thronfolge an die Spitze. Der junge Friedrich erhält eine strenge, autoritäre und religiös geprägte Erziehung, die sehr im Gegensatz zu seiner zarten Seele steht. Er nimmt heimlich Flötenunterricht und interessiert sich mehr für Kunst und Literatur als für Militär und seinen Pflichten als Thronfolger. Dadurch kommt es auch immer wieder zu Streit mit dem strengen Vater, der sich bis zu körperlichen Züchtigungen vor dem gesamten Hof steigert.

1740 besteigt Friedrich II. nach dem Tod seines Vaters den preußischen Thron. Nur 5 Jahre später beginnt er mit dem Bau des Lustschlosses Sanssouci („Ohne Sorge“), das in der Rekordzeit von zwei Jahren fertiggestellt wird. Der König bewohnt seinen Sommersitz in den Weinbergen zwischen April und Oktober. Das kleine Schloss ist nicht für das höfische Zeremoniell gedacht und dient Friedrich als Rückzugsort, an dem er seine privaten Interessen nachgeht.

in der Öffentlichkeit zeigt er sich immer in der einfachen Uniform eines Obersten seines Garderegiments mit dem Stern des Schwarzen Adlerordens als einzigem Schmuck. Im Laufe seiner Herrschaft setzt Friedrich zahlreiche Reformen durch. Er schafft die Folter ab, er zeigt sich offen gegenüber Einwanderern und religiösen Minderheiten und führt die allgemeine Schlupflicht ein. Von ihm stammt auch das Zitat „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“.

Schloss Sanssouci

Heute kann das Schloss nur in Form einer Tour besichtigt werden. Es empfiehlt sich das Ticket im voraus zu kaufen, wenn man Sanssouci zu einer bestimmten Zeit besuchen möchte. Ich habe mich für das Ticket „Schloss Sanssouci und preußische Schlösser“ für 22€ entschieden. Es wird immer nur eine kleine Gruppe in das Gebäude gelassen, damit es nicht überläuft. Mit Hilfe eines Audioguides wird man in 12 Stationen durch das Schloss geführt. Ohne die Geschichten aus dem Kopfhörer hätte ich wahrscheinlich das ein oder andere bemerkenswerte Detail übersehen. Die Gestaltung im Inneren nimmt immer wieder Bezug auf den Garten und die Weinberge vor der Türe. Nur die Bibliothek, mit mehr als 2.000 Büchern, ist abgeschirmt von den anderen Räumen. Nur der König und seine Diener haben hier Zutritt. Das Herz des Hauses ist das Arbeits- und Schlafzimmer Friedrichs des zweiten. Nach seinem Tod war das Zimmer so abgewohnt, dass es vor einem erneuten Bezug erst einmal gründlich renoviert werden musste. Zur ursprünglichen Einrichtung gehört nur der Mahagonischreibtisch mit Dokumentenschrank, sowie die Standuhr am Fenster und ein mit grünem Stoff bespannter Sessel. In diesem Sessel verbrachte der alte Fritz aufgrund seiner Gebrechen seine letzten Lebenswochen und verstarb 1786 schließlich auch darin. Entlassen wird man schließlich durch vier Gästezimmer, wobei das prunkvollste bis zum Ende aufgespart wird. Die Wände sind übersät von floralen Elementen die nicht nur gemalt, sondern auch plastisch dargestellt sind. Bei näherer Betrachtung finden sich auch zahlreiche Tiere zwischen den Ranken. Die Blumenkammer wird heute nach ihrem berühmtesten Gast als Voltaire – Zimmer bezeichnet.

Die Neuen Kammern

Mein Ticket beinhaltet nicht nur die Besichtigung des Schlosses Sanssouci, sondern auch die Schlösser im Park. Alle an einem Tag zu besichtigen halte ich für sehr sportlich, aber nicht für unmöglich. Ich habe mir nur die Schlößchen in der Näheren Umgebung von Sanssouci herausgepickt. Alle habe ich nicht geschafft. Besonders beeindruckt haben mich die Neuen Kammern, an denen ich fast vorbei gelaufen wäre, da sie von außen so unscheinbar aussehen. Entworfen wurde das Gebäude als Orangerie, erst 1775 wurde es zum Gästeschloss umgebaut. Durch den Umbau entstanden 7 Gästezimmer, der Stil hat sich aber kaum verändert. Geprägt sind die Neuen Kammern von Friedrichs Lieblingsstil, dem Rokoko. Durch die Führung via QR Code auf meinem Handy durfte ich lernen, dass sich Rokoko vom französischen Wort „roccaile“ ableitet, was Muschelwerk bedeutet.

Das Chinesische Haus

Als nächstes mache ich einen Spaziergang durch die Weinberge und den Park und bin gespannt, was mich dort erwartet. Zahlreiche Wege führen immer wieder ab vom Hauptweg und führen in kleine Irrgärten oder Nischen in denen Skulpturen aufgestellt sind. Nach ein paar Metern komme ich an ein Flussufer dem ich folge und schwupps bin ich in China! Vor mir liegt das Chinesische Haus. Der Gartenpavillon leuchtet in Grün und ist mir goldenen chinesischen Figurengruppen geschmückt. Durch den Überseehandel mit China kamen Ende des 17. Jahrhunderts Kunsthandwerk ganz neues Kunsthandwerk nach Europa – Perlmutt, Lackmalerei, Seidenstoffe und Porzellan. Schon in Sanssouci sind, wenn man genau hinsieht, immer wieder Porzellanarbeiten ausgestellt. In den neuen Kammern zieren sie eine ganze Wand. Und auch im chinesischen Haus liegt der Fokus der Ausstellung auf Porzellan. Es lohnt sich bei aller Faszination für das Handwerk auch der Blick nach oben. In der Kuppel des Gebäudes ist eine zauberhafte asiatische Landschaft gemalt. Als ich das Haus verlassen habe, setzt sich der Gedanke in mir fest, dass es eigentlich schade ist, dass in meiner Generation fast niemand mehr teures oder altes Porzellan zu Hause hat, sondern nur irgendwelche Werbetassen oder Merchandise von Comicfilmen. Vielleicht sollte ich der Vitrine meiner Großmutter doch mehr Aufmerksamkeit schenken und ihr Angebot annehmen mir eine der schönen Tassen dort auszusuchen.

Berlin

Im Rahmen einer Dienstreise ging es wieder mal nach Berlin. Den Abreisetag habe ich zum Fotos schießen genutzt und im Anschluss dann gleich mal meine bestehenden Blogposts zu den Fotospots und Museen überarbeitet.

Danzig

Bei mir fällt der Geburtstags- und Sommerurlaub immer zusammen – und da ich es diesmal etwas kühler haben wollte als im letzten Jahr, ging es an die Ostsee. Genauer genommen nach Danzig, Polen. Eine Woche Städtetrip mag dem einen oder anderen ein wenig lang erscheinen, für mich war es aber genau richtig. Man entschleunigt so schön, wenn man nicht den ganzen Tag mit Sightseeing voll pressen muss, weil man ja bald wieder nach Hause fährt. Ein bisschen hab ich mich in die Hafenstadt verliebt, was auch die zahlreichen Fotos auf meinem Handy wiederspiegeln. Im nächsten Monat werde ich versuchen das irgendwie in einem Blogpost zusammen zu fassen.

Museen in Berlin

Neues Museum

In Ostberlin befindet sich eines der bedeutendsten Kulturgüter der Antike – Die Büste der Königin Nofretete. Sie steht im Neuen Museum, das sehr viel riesiger ist als es von außen den Anschein hat. Insgesamt erstreckt es sich über 4 Stockwerke, in denen die folgenden 4 Themenbereiche abgebildet werden: die ägyptische Welt, Griechenland und Troja, die römische Welt & Stein- , Bronze- und Eisenzeit. Die Königin steht für sich allein in einem Raum in dem nicht fotografiert werden darf. Deshalb muss ein Foto vom Banner außerhalb genügen. Ich bin nach wie vor sehr fasziniert von dieser Skulptur – erst recht nachdem ich sie nun endlich live sehen konnte. Neben Nofretete, die mich in das Museum gezogen hat, habe ich noch ein weiteres Highlight für mich entdeckt, das ich vorher nur aus Dokumentationen kannte und das ich nicht mit den Museen in Berlin in Verbindung gebracht habe: Der Goldhut in der 3. Etage. Er ist das Herzstück der Ausstellung über die Bronzezeit. Man nimmt an, dass diese Hüte von Priestern im Rahmen eines Sonnenkults getragen wurden. Insgesamt hat er eine Höhe von 74,5 cm. Könnt ihr euch vorstellen einen so riesigen Hut einigermaßen anmutig zu tragen?


Neues Museum Berlin, Bodestraße, 10178 Berlin

Öffnungszeiten: Di – So 10:00 – 18:00 Uhr, Montags geschlossen

Tickets: 14,00 EUR, ermäßigt 7,00 EUR

https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/neues-museum/home/


DDR Museum

Das DDR Museum direkt an der Spree lässt alte Zeiten wieder auferstehen. Sehr informativ wird über die Zeit vor dem Mauerfall aufgeklärt. An vielen interaktiven Stationen findet man Alltagsgegenstände aber auch einen Haufen Information zur Bedeutung der auf den ersten Blick banalen Ausstellungstücke. Durch einen Aufzug (der nur Lärm macht und ruckelt, sich aber eigentlich nicht von der Stelle bewegt) gelangt man in eine typische DDR Wohnung. Highlight für mich: In der Küche kann man sich Rezepte typischer ostdeutscher Gerichte ausdrucken und mit nach Hause nehmen. Auf dem Foto sieht man einen Überwachungsraum. Über die Kopfhörer hört man fiktive Gespräche aus der Nachbarwohnung. Für mich immer noch schwer zu begreifen, dass das für einige Menschen jahrelang Alltag war. Ich kann einen Besuch nur dringend empfehlen.


DDR Museum, Karl-Liebknecht-Str. 1, 10178 Berlin

Öffnungszeiten: täglich 9:00 – 21:00 Uhr

Tickets: Erwachsene: 13,50 EUR, ermäßigt: 8,00 EUR

https://www.ddr-museum.de/de


Berlinische Galerie

Das Gebäude wurde in den 1960er als Glaslager errichtet, um auf eine mögliche Blockade der Stadt im Kalten Krieg vorbereitet zu sein. Da das zum Glück nicht mehr nötig ist, kann man den Bau heute als Museum nutzen. Die Berlinische Galerie gehört zu den jüngsten Ausstellungshäusern der Stadt und ist ein interdisziplinäres Museum: Malerei, Skulptur, Installations- und Medienkunst, Grafik, Fotografie, Architektur und die dokumentarischen Nachlässe von Kunstschaffenden finden hier eine Heimat. Der Vorplatz mit seiner gelben Bemalung ist einfach zu fotogen – auf dem Buchstabenfeld sind die Namen von 160 Kunstschaffenden aus der Sammlung verewigt.


Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin

Öffnungszeiten: Mi – Mo 10:00 – 18:00 Uhr, Dienstags geschlossen

Tickets: Tageskarte 10 EUR, ermäßigt 6 EUR

https://berlinischegalerie.de/


Hamburger Bahnhof

Der nächste Stopp auf meiner kleinen Museumstour ist der Hamburger Bahnhof. Hier war bis 14.01.24 die Austellung „Devouring Lovers“ von Eva Fàbregas zu sehen. Die Farbgebung und Größe der Installation hatten es mir gleich angetan. Wenn ich ein Museum besuche darf für mich der Shop am Ende nicht fehlen – was soll ich sagen hier bin ich mehr als fündig geworden.


Hamburger Bahnhof, Invalidenstraße 50 – 51, 10557 Berlin

Öffnungszeiten: DI – FR 10:00 – 18:00 Uhr , SA/SO 11:00 – 18:00 Uhr, Montags geschlossen

Tickets: 12,00 EUR, ermäßigt 6,00 EUR

https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/hamburger-bahnhof/home/


Futurium

Eher zufällig bin ich über das Futurium gestolpert. Eigentlich wollte ich nur den Vorplatz mit seinen weißen Kreisen fotografieren – da ich aber noch genügend Zeit hatte und das Museum komplett kostenlos ist, habe ich doch einen Blick hinein gewagt. Und ich bin nachhaltig begeistert. In einer interaktiven Führung wird man durch 3 Themenbereiche zu Zukunft, Konsum und Nachhaltigkeit geführt. Zu Beginn erhält man ein Armband mit einem Chip, mit dem man sich an verschiedenen Stationen einloggen kann. Am Ende des Rundgangs erhält man, wenn man möchte, eine Auswertung seiner gesammelten Daten. Ich habe mir viele Denkanreize aus dem Rundgang mitgenommen und hinterfrage meinen eigenen Konsum inzwischen noch ein bisschen stärker als vorher. Mir wurden auch in manchen Punkten die Augen geöffnet, wo die Reise für mich in der Zukunft hin gehen könnte. Nachhaltigkeit wird für mich persönlich aktuell ein immer mehr zum Thema. Das beginnt in kleinen Dingen wie dem Einkauf regionaler und saisonaler Artikel im Supermarkt, hört dort aber auch nicht unbedingt auf. Ich kann jedem der sich schon über diese Dinge Gedanken macht oder machen möchte dieses Museum wärmstens ans Herz legen.


Futurium, Alexanderufer 2, 10117 Berlin

Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr, Sa, So: 10:00 – 18:00 Uhr, Do: 10:00 – 20:00 Uhr, Dienstags geschlossen

Tickets: kostenlos

https://futurium.de/de


Berlin Story Bunker

Der von außen eher unscheinbare Bunker ist R-I-E-S-I-G! Am Eingang erhält man sofort einen Audioguide, der durch die Räume führt. Die insgesamt drei Stockwerke beschäftigen sich mit folgenden Fragen: Wie konnte es so weit kommen? Wie konnten Hitler und die NSDAP soviel Einfluss und Macht erreichen? Die Ausstellung versucht diese Fragen zu klären und dokumentiert den Verlauf, sowie die Gräuel des zweiten Weltkriegs. Wer den Bunker besucht sollte auf jeden Fall Zeit mitbringen. Ich habe mich insgesamt ungefähr 3 Stunden dort aufgehalten und fand die, dass die Zeit sehr kurzweilig vergangen ist. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt! Im Zusammenhang mit dem zweiten Weltkrieg und der Machtergreifung der Nazis lernt man nie aus und kann auch als jemand der der sich schon einschlägiger mit dem Thema befasst hat neue Erkenntnisse ziehen. Manchmal sind die Parallelen zum aktuellen Zeitgeschehen schon sehr gruselig und beängstigend…


Berlin Story Bunker, Schöneberger Str. 23A, 10963 Berlin

Öffnungszeiten: Mo – So 10:00 – 19:00 Uhr

Tickets: 12 EUR, ermäßigt 9EUR

https://www.berlinstory.de/


Für mich ein absoluter Bucketlist Besuch ist das Naturkundemuseum. Seit 2015 ist das sogenannte „Tristan Otto“ T-Rex Skelett im Museum ausgestellt. Es ist ungefähr 12m lang and fast 4m hoch. Es ist eines der vollständigsten Tyrannosaurus Fossilien der Welt – der Schädel ist mit 98% der aktuell am Besten erhaltene T-Rex Schädel der Welt. Ich war auf jeden Fall nachhaltig beeindruckt – für einen echten Dino Fan ein absolutes Muss!


Museum für Naturkunde, Invalidenstraße 43, 10115 Berlin

Öffnungszeiten: Di – Fr 09:30 – 18:00 Uhr , Sa/So 10:00 – 18:00 Uhr

Tickets: 11 EUR, ermäßigt 5 EUR

https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de


Gedenkstätte Hohenschönhausen

Der letzte Punkt in dieser Liste ist der, der mich am tiefsten berührt hat – das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Im Gebäude ist eine Dauerausstellung integiert, das Gefängnis selbst kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden – und diese hatte es für mich in sich. Ich durfte an einer Führung teilnehmen, die ein ehemaliger Häftling geleitet hat. Durch seine Erzählungen war alles für mich sehr anschaulich und bildlich. Teilweise musste ich ganz schön schlucken… Für mich ist es immer wichtig die Geschichten von Zeitzeugen zu hören. Niemand kann Geschichte so gut transportieren wie sie. Wer die Chance hat sollte an einer Führung durch einen Zeitzeugen teilnehmen. Solange da noch möglich ist.


Gedenkstätte Hohenschönhausen, Genslerstraße 66, 13055 Berlin

Öffnungszeiten: Mo – So 09:00 – 18:00 Uhr

Tickets: Normaltarif 8,00 EUR, ermäßigt 4,00 EUR

https://www.stiftung-hsh.de/


Berlin Sightseeing

– 12 Spots für gute Fotos –

Berlin ist immer eine Reise wert – Mich hat es schon mehr als einmal in die Hauptstadt gezogen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit meine 11 liebsten Spots zum fotografieren und Tourist sein zusammen zu stellen:

Checkpoint Charlie

Checkpoint Charlie ist wahrscheinlich der bekannteste militärische Checkpoint zwischen West- und Ostberlin. Auch heute noch ist er ein Symbol für den Kalten Krieg und erinnert an die Trennung zwischen Ost und West.

Alexanderplatz

Die Weltzeituhr: zum 20jährigen Jubiläum der DDR errichtet zeigt die Uhr 146 Städte aus allen Kontinenten, sowie die Datumsgrenze. Der sicht drehende Ziffernkreis in der Mitte zeigt die Ortszeit, sowie die Weltzeit in allen Zeitzonen an.

Memorial to the

murdered jews of Europe

Unweit des ehemaligen Führerbunkers – der heute mehr oder weniger ein Parkplatz ist – steht das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Je öfter ich dort bin und je mehr ich über die Idee dahinter weiß, desto mehr zieht es mich an diesen Ort. Das Mahnmal besteht aus 2711 Betonstelen, die sich in ihrer Höhe unterscheiden und ein wellenförmiges Muster entstehen lassen. Es ist von allen Seiten aus zugänglich. Einige Jahre nach der Fertigstellung wurde der unterirdische „Ort der Information“ hinzu gefügt.

Elefantentor

Tiergarten

Bei strömendem Regen war meine Motivation abseits der Tatsache, dass ich etwas zum Abendessen brauchte, eher so lala. Auf dem Weg vom Essen zum Hotel kam ich dann doch noch am Elefantentor vorbei. Das Tor markiert einen der zwei öffentlichen Eingänge zum Zoo. Das hier zu sehende Portal ist ein Nachbau aus den 80ern, da das Original aus dem Jahr 1899 im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Zu sehen sind zwei lebensgroße, liegende Elefanten aus Sandstein, die als Pfeiler eines Pagodendachs aus rotem Holz mit goldenen Ornamenten dienen. Heute ist das Tor das Wahrzeichen des Zoos und steht unter Denkmalschutz.

Anhaltersteg

Bis Mitte des 20.Jahrhundert war der Anhalterbahhnhof einer der wichtigsten Fernbahnhöfe Berlins. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark beschädigt, so dass es in den 1960ern abgerissen wurde. Heute steht nur noch ein Fragment des Portikus. Obwohl das alles sehr faszinierend ist war ich aus sehr viel banaleren Gründen hier. Die Bahnbrücke ein paar Meter vom alten Bahnhofsgebäude entfernt wird von steinernen Pfeilern getragen, in die die Worte „Anhalter“ und „Berlin“ gemeißelt sind. Dieses Fotomotiv wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Tempodrom

Der nächste Fotospot auf meinem Spaziergang ist das Tempodrom. Eigentlich word das Gebäude als Event- und Konzertlocation genutzt, durch seine außergewöhnliche Form dient es aber auch immer wieder als Hintergrund für Fotoshootings. Als ich dort war, war ich auch nicht die einzige Fotografin vor Ort.

Siegessäule

Das Festival of Lights konnte ich mir nicht entgehen lassen. Im Zeitraum des Festivals werden bekannte Wahrzeichen der Stadt mit unterschiedlichen Bildern, Messages und Videos beleuchtet.

Brandenburger Tor

Oldie but Goldie: Irgendwie darf ein Abstecher zum Brandenburger Tor bei keinem Berlin Besuch fehlen, egal wie oft ich schon hier war. Das wahrscheinlich bekannteste Wahrzeichen Berlins ist das letzte verbliebene der ursprünglichen 18 Stadttore. Bis zum Fall der Mauer stand es direkt an der Grenze zwischen Ost und West. Für mich gab es diesmal eine Premiere – zu Fuß durch’s Tor gehen (mit dem Wissen, dass das erst seit knapp 30 Jahren möglich ist)

East Side Gallery

Auch vor 10 Jahren, als ich das letzte Mal hier war, war der sogenannte „Bruderkuss“ schon der größte Touristenmagnet an der East Side Gallery. Klar macht man dann selber auch ein Foto. Ich bin wahrscheinlich durch 20 Fotos gerannt, als ich versucht habe vorbei zu kommen.

Sowietisches Ehrenmahl

Tiergarten

Der Bau wurde 1945 errichtet um die gefallen Soldaten der Roten Arme zu ehren. Insgesamt wurden in Berlin 4 Ehrenmahle von der sowjetischen Armee errichtet. Bis ins Jahr 1990 waren hier Ehrenwachen der sowjetischen Armee stationiert. Im Garten hinter dem Ehrenmal liegen Gräber sowjetischer Soldaten – wie viele es genau sind ist nicht bekannt, es sind aber wohl zwischen 2.000 und 2.500. Es gibt keine Grabsteine mit den Namen der Gefallenen. Lediglich die goldenen Lettern auf den Säulen des Bauwerks geben Auskunft zu den Namen.

Kaiser Wilhelm

Gedächtniskirche

Die Kirche wird im Volksmund auch „Hohler Zahn“ genannt. Der ausgebombte Kirchturm bleibt als Kriegsmahnmal bestehen. Dahinter sieht man den modernen Neuaufbau der Kirche, der in die bestehenden Strukturen eingesetzt wurde. Nach langer Diskussion ob die Überreste ganz abgerissen oder komplett nach alten Vorlagen wieder aufgebaut werden sollen, hat man sich für diesen Kompromiss aus alt und neu entschieden.

Marie Elisabeth Lüders Haus

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus bildet mit dem Bundeskanzleramt, dem Kanzlerpark und dem Paul Löbbe Haus das Band des Bundes – eine Anordnung von Gebäuden an der Spree in Berlin Mitte. Das Haus beherbergt eine Bibliothek und ein Archiv. Die Architektur sticht mir jedes Mal ins Auge, wenn ich hier vorbei komme – da war es nur eine Frage der Zeit, bis ich den für mich perfekten Fotowinkel gefunden hatte.