Tag 4 und es geht ins Zentrum – wo alle Touris eigentlich als erstes hin wollen. Die Tour startet am Praca Dom Pedro IV. Früher standen hier die schönsten Bauwerke der Stadt, heute zieren zwei symmetrisch angeordnete Brunnen den Platz. Das Zentrum bildet ein Denkmal für Dom Pedro.
Gleich die Strasse runter trifft man auf den Elevador de Santa Justa. Der neogotische Stahlbau führt in die Oberstadt. Eine Wendeltreppe führt auf eine Terrasse, von der aus sich das Schachbrettmuster der Baixa bewundern lässt. Laut Erfahrungsberichten anderer Reisender stehen Preis / Leistung nicht im Verhältnis – deshalb habe ich die Fahrt mit dem Aufzug ausgelassen. Lissabon bietet viele wunderschöne und kostenlose Aussichtspunkte, so dass man den bekanntesten auch mal auslassen kann.
Die Strasse führt weiter hinunter, durch einen Torbogen, zum Praca de Comercio. Plötzlich steht man auf einem weiten, offenen Platz, der nach wenigen Schritten den Blick auf Cais das Colunas freigibt. Die kleinen eingelassenen Sitzmöglichkeiten und der leichte Wind vom Fluss her laden zum Sitzen in der Sonne ein.
Zu Fuß geht es weiter durch die engen Gassen. Auf dem Weg zur Kirche Se Patriacal sieht man nicht nur einige Häuser, die mit wunderschönen Kacheln verziehrt sind, sondern kommt an der sogenannten Casa dei Bicos vorbei. Die architektonische Besonderheit zeigt sich gleich an der Aussenfassade – die Steine sind diamantförmig geschliffen und ragen wie kleine Pfeile in die Straße. Sobald man den nächsten Hügel erklommen hat steht man dann auch schon vor der Kirche. Ihre Ursprünge stammen aus der Gründungszeit der portugiesischen Nation, womit der Bau mehrere Bauphasen und Stile in sich vereint. Mir persönlich hat die Kirche gut gefallen, da sie im Innenraum sehr schlicht gehalten ist.
Weiter den Hügel hinauf gelangt man zum Castelo de Sao Jorge. Die Festung überragt die gesamte Stadt. Die Gebäude im Inneren sind eher als Ruinen erhalten oder werden als Café genutzt. Den schönsten Ausblick über den Park innerhalb der Mauern und die Stadt hat man von besagter Mauer aus. Sie markiert die Grenze des Geländes und ist durchgängig begehbar.
Nachdem ich noch ein wenig Zeit hatte, habe ich noch einen kleinen Abstecher zum Estadio de la Luz gemacht – der Spielstätte von Benfica Lissabon. Dieses ist innerhalb von 20 Minuten mit der Metro zu erreichen.
