Angus Coastal Route

Ein neuer Tag – eine neue Coastal Route. Heute von Dundee nach Aberdeen.

Der erste Stopp schon in Dundee: an der 📌Küste! Wie schon bei der letzten Coastal Route gehört die Küste noch zum Bereich Torryburn. Auch hier steht man morgens wieder in einem Watt, das gefühlt bis zum Horizont reicht. Eine kleine Erhöhung am Rand ermöglicht den weiten Blick auf’s Meer.

Für einen Geschichtsfreak und studierten Archäologen wie mich, sind die 📌Aberlemno Stones bei der gleichnamigen Stadt Aberlemno ein absolutes muss! Der erste der vier Steine ist relativ leicht zu finden: Er steht auf einem Friedhof und ist der am besten erhaltenste. Die Vorderseite zeigt ein großes keltisches Kreuz, die Rückseite eine Schlachtszene. Die Schautafel im Hintergrund erklärt die einzelnen Bilder auf dem Stein, sowie seine Bedeutung. Die restlichen drei Steine sind etwas schwieriger zu finden, obwohl sie direkt am Strassenrand stehen. Nur der erste Stein ist deutlich ausgeschrieben. Alle Steine sind durch eine Umfriedung geschützt und mit Schautafeln ausgestattet. Allerdings sind sie teilweise relativ stark verwittert, so dass die Motive nur mit Hilfe der Tafel erkannt werden können. Auf allen Monumenten findet man sowohl christliche als auch piktische Symbole. Ihre genaue Bedeutung ist allerdings unklar.

Darauf folgt ein Sprung in die etwas neuere Geschichte: das 📌House of Dun westlich von Montrose. Hierbei handelt es sich um ein großes Landhaus mit einem großzügigem Garten. Leider war das Haus als ich ankam geschlossen, wodurch mir nur ein Spaziergang durch den Garten und die Familennekropole blieb. Das im Haus eingebettete Café hat jedoch jeden Tag geöffnet und bietet eine nette Einkehrmöglichkeit.

Letzter Halt auf dem Weg nach Aberdeen ist das 📌Forvie National Reserve. Vom Parkplatz marschiert man auf dem kürzesten Weg etwa eine halbe bis Dreiviertelstunde durch Heidelandschaft, bis man die Sanddünen am Meer erreicht. Im rauen Meer erheben sich diverse Felsformationen – mit etwas Glück kann man hier Seehunde in freier Wildbahn beobachten! Mir blieb das allerdings verwehrt…

Fife Coastal Route

Raus aus Edinburgh und ab nach Dundee!  Der nächste Übernachtungsort.

Natürlich hätte man den kurzen Weg durch das Landesinnere wählen können, dann wäre die ganze Tour aber in wenigen Stunden erledigt und ich hätte nichts gesehen…

Deshalb Fife Coastal Tourist Route! Eine Panoramastrasse an der Küste entlang, mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg.

Die Erste kommt auch schon in Sicht, bevor man die offizielle Route überhaupt erreicht hat – 📌 die „Kelpies“ bei Falkirk. Dabei handelt es sich um ein beeindruckendes und riesiges Monument, dass die Arbeitspferde an den Kanälen ehren soll. Heute werden sie nur noch selten gebraucht – statt mit Flössen fährt man heute mit motorisiertem Boot.

Ein Stückchen weiter entlang des Wegs stößt man auf die am Besten erhaltenen Reste des   📌 Antoninus Walls. Der Graben ist deutlich zu erkennen und an den Seiten bis zu 2,5m hoch. Auf einer kleinen Erhöhung erkennt man noch die Außenmauern des dazugehörigen Kastells in der Landschaft. Wem das auf den ersten Blick nicht so leicht fällt, findet mehrere Schautafeln die den Blick in die richtige Richtung lenken.

Weiter auf dem Weg gibt es keine fest geplanten Stopps. Gehalten wird immer da, wo sich ein schönes Fotomotiv findet. Wie zum Beispiel am 📌 Torryburn Ness! Die Schautafel am Meer weist auf die Tiere im Watt hin – und sobald man en Kopf hebt sieht man bei Ebbe ein schlammiges Ufer, dass ich nicht ohne Gummistiefel betreten hätte. Zum Glück führt ein Steg in Richtung Meer, der es möglich macht schönere Fotos zu machen.

Der nächste Halt auf der Tour an der Küste entlang ist: 📌 Aberdour Beach – hier findet man einen hellen Sandstrand, der zum Sonnenbaden einlädt.

Letzter Punkt vor dem Zielort ist 📌 Crail Harbour. Die kleine Hafenstadt bietet neben vielen alten, kleinen Häuschen auch einen aktuell genutzten Fischerhafen. Dieser wird von einer hohen Kaimauer vom wilden Meer geschützt, auf der man auch wunderbar spazieren gehen kann.

 

Ausflug: Walk of Leith

Falls man, wie ich, noch einen extra Tag in Edinburgh nach all dem Sightseeing hat, empfiehlt sich eine kleine Wanderung entlang der Waters of Leith.

Etwas unterhalb des Botanischen Gartens, der auf jeden Fall auch einen Besuch wert ist, findet sich einer der vielen Einstiege zum Walk of Leith. Bei leichtem Nieselregen geht es etwa eine Stunde am gleichnamigen Fluss Leith entlang, bis dieser am Ende ins Meer mündet.

An den Docks findet man neben einem, in meinem Fall nebligen, Industriehafen auch die Britannia – jenes Schiff, mit dem die Queen auf reisen geht.

Stadtspaziergang Edinburgh

Edinburgh ist zwar nicht die grösste Stadt Schottlands, aber die Hauptstadt des Landes und die wahrscheinlich bekannteste – deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Rundreise hier beginnt.

Als ich dort ankomme findet gerade das Fringe Festival statt: an jeder Strassenecke werden Flyer verteilt, Musik gespielt oder finden kleine Impro-Shows statt. Die Strassen sind mit bunten Fähnchen geschmückt, die mich während des Spaziergangs über die Royal Mile begleiten. Die Hauptstrasse führt bis zum Parlament hinunter. Da ich an einem Sonntag angekommen bin, war dieses leider geschlossen. Normalerweise kann das Gebäude besichtigt werden.

Nur wenige Meter dahinter erhebt sich Arthur’s Seat auf 251m. Der höchste Berg der Stadt ist vollständig in die Siedlung eingebettet. In etwa 45 Minuten kann man über einen relativ steilen Weg das Plateau erklimmen und erhält als Belohnung einen weiten Blick über die Stadt.

Wer es nicht so sportlich mag und sich lieber mit Königinnen beschäftigt, wird schräg gegenüber fündig. Hier versteckt sich der von außen relativ unscheinbare Holyrood Palace. Dabei handelt es sich um den Wohnsitz Mary Stuart’s – hier lebte sie im Exil. Auch heute noch handelt es sich um den Wohnsitz der Queen, wenn sie sich in Edinburgh befindet. Für 11 Pfund kann man den Palast und den Garten besichtigen.

Vom Palast aus führen nur wenige Meter hinauf in einen alten Friedhof, der durch große Grabmonumente geschmückt ist. Von dort gelang man hinauf zum Nelson Monument, das durch einen einzeln stehenden Monopteros gekennzeichnet ist. Auch von hier aus hat man eine Aussicht über die ganze Stadt.

Am anderen Ende der Royal Mile erhebt sich Edinburgh Castle. Schon auf der Homepage wird empfohlen Tickets im Vorfeld zu kaufen um lange Schlangen am Eingang zu vermeiden. Über’s Internet kostet der Eintritt für einen Erwachsenen dann 18,60€ .(Ich springe hier immer mal wieder bei den Preisen zwischen Euro und Pfund, da das ein oder andere Ticket bereits von zu Hause aus gekauft wurde) In meinem Fall, wäre so viel Vorbereitung wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen, da ich mit einigen Reisegruppen bereits 9:30 Uhr zur Öffnung an den Toren der Burg stand. Neben den üblichen Burgutensilien, wie Kanonen, Kerkern und Kapelle sind hier die schottischen Kronjuwelen ausgestellt.


📌 unbedingter Tipp für Andenken und anderen Schnickschnack ist die Tartan Weaving Mill zu Füßen der Burg. Der von aussen unscheinbare Shop hat drei Stockwerke in den Berg hinein. Ganz unten befindet sich eine Schauweberei, wo man die Herstellung der traditionellen Stoffe live beobachten kann.

Folgt man den Weg schräg den Burgberg hinab findet man sich am Ende im Grassmarket Viertel wieder. Hier fanden früher Viehmärkte und Hinrichtungen statt – auch den angeblich ältesten Pub Schottlands, in dem es immer noch spuken soll, findet man hier.

Einen kurzen Spaziergang später stehe ich vor Grayfriars, einem alten Friedhof mit einer kleinen Kirche im Zentrum. Heute wird das Areal eher als Park genutzt. Zwischen den Grabsteinen sieht man neben Touristengruppen auch den ein oder anderen seine Mittagspause verbringen. Besonderen Ruhm erlangt ein kleiner Hund: der Grayfriars Bobby. Nach dem Tod seines Herrchens kam der Hund jeden Tag an dessen Grab, bis er selbst ein Grabmahl auf dem Friedhof erhielt.


📌 Tipp: keine 5 Minuten vom Friedhof befindet sich das Elephant House – ein kleines Café, in dem J. K. Rowling die ersten Zeilen Harry Potter auf eine Serviette geschrieben hat.

Ziemlich genau gegenüber des Cafés befindet sich das kostenlose National Museum of Scotland. Hier findet man eine wilde Ansammlung verschiedenster Ausstellungsstücke aus diversen Themen und Epochen.


📌  noch ein Tipp zum Schluss: das Auld Hundred Pub hat im Obergeschoss nicht nur ein fabelhaftes Restaurant, sondern bietet im Pub im Erdgeschoss fast jeden Tag eine andere Attraktion – von Live Musik bis zum Quizabend!

Rundreise Schottland

Mein letzter Urlaub für dieses Jahr führt mich ins wunderschöne Schottland.

In den nächsten Beiträgen führe ich euch durch

  • Edinburgh
  • Fife Coastal Tourist Road
  • Angus Coastal Road
  • Highland Tourist Road
  • Inverness
  • Isle of Skye
  • Glasgow

Die ungefähre Reiseroute mit Übernachtungsstops zeigt das Beitragsbild.