7 Sightseeingspots in Nürnberg

1. Kaiserburg

Die Kaiserburg ist das größte Wahrzeichen Nürnbergs un thront über der Stadt. Bewegt man sich entlang der Burgmauer auf den Hügel in der Altstadt hinauf, sind es am Ende nur noch ein paar Stufen Richtung Burgtor. Die Dauerausstellung führt über einen Rundweg durch die Burg. Die kleinst mögliche Tour kostet 5,50€ Eintritt. Hier erfährt man, wie Nürnberg zu einer der bedeutendsten Kurpfalzen des Heiligen Römischen Reiches wurde und die Burg unter den Staufern seine heutige Stellung als weltberühmtes Wahrzeichen bekam. Die romanische Kaiserkapell, die Teil des Rundwegs ist, ist der kunsthistorisch bedeutendste Teil der Burg – sie wurde in das unregelmässige Felsrelief angepasst. Der dazugehörige Burggarten führt fast einmal komplett um das Gebäude herum, erst danach folgt der Burggraben. Theoretisch können vom Garten aus unterirdische Felsgänge mit Führung besichtigt werden. Die letzte startet allerdings um 16:15 Uhr, dafür war ich bei meinem Besuch zu spät dran.

2. Dürer Haus

Schräg unterhalb der Burg findet sich das Dürer Haus. Das ehemalige Wohnhaus des Renaissance Malers ist als Museum ausgewiesen und hat im unten im Fachwerkhaus sogar einen kleinen Museumsshop zu bieten. Leider war ich zu spät dran um beides besichtigen zu können – es steht aber ganz oben auf meiner Liste, sollte ich wieder nach Nürnberg kommen. Bei dem Gebäude handelt es sich um eines der wenigen unzerstörten Bürgerhäusern aus dem 16. Jahrhundert. Seit 1828 findet sich hier ein Künstlermuseum. Am nahegelegenen Platz findet sich eine, von Dürers „Feldhasen“ inspirierte Bronze – Plastik.

3. Schöner Brunnen

Vom Burgberg hinunter führt der Weg genau auf dem Hauptmarkt. Am Rathaus vorbei läuft man direkt auf den „Schönen Brunnen“ zu. Dieser Brunnen, dessen Original aus dem 14. Jahrhundert stammt, imitiert eine gotische Turmspitze. Eine Besonderheit ist der goldene Ring, der nahtlos in das Geländer eingefügt ist. Das Drehen an eben diesem soll Glück bringen.

4. Frauenkirche

Hinter dieser Attraktion findet sich quer über den Hauptmarkt die Frauenkirche. Sie wurde auf Veranlassung Kaiser Karls im 14. Jahrhundert als Hallenkirche erbaut. Vor dem Pestpogrom 1349 stand an selber Stelle eine Synagoge. Heute erlangt die Kirche überregionale Berühmtheit, da von der Empore an der Frontseite jedes Jahr vom Christkind der Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet wird.

5. Henkerhaus

Das Henkerhaus, das bis ins Jahr 1806 vom Nürnberger Henker bewohnt wurde, findet sich an einer der Brücken über die Pegnitz gleich unterhalb des Hauptmarkts. Alle Sehenswürdigkeiten sind gut im Stadtbild ausgeschildert, so dass man nicht lange suchen muss. Heute kann man in den ehemaligen Wohnräumen eine Ausstellung zur Nürnberger Kriminalgeschichte bestaunen.

6. Neues Museum

Weiter hinunter raus aus der Altstadt findet sich versteckt an der Stadtmauer das Neue Museum. Für 7€ Eintritt wird hier moderne Kunst und Design gezeigt. Die 100m lange, geschwungene Glasfassade ist, wie ich finde, schon ein Kunstwerk für sich.

7. Handwerkerhof

Mehr oder weniger gleich anschließend am Ende der Stadtmauer am Königstor, findet sich der Handwerkerhof. Nachdem man durch das Tor schreitet, fühlt man sich wie in eine andere Zeit versetzt. Im alten Waffenhof finden sich zahlreiche Fachwerkhäuschen, die traditionelle Handwerkskunst mit für Nürnberg typischen Erzeugnissen eine Heimat geben.

Weihnachten im Mittelalter: Rothenburger Reiterlesmarkt

Seit über 500 Jahren wird in Rothenburg ob der Tauber im Advent ein Weihnachtsmarkt aufgebaut. Viel verändert hat sich auf dem Reiterlesmarkt in dieser Zeit nicht. Man findet zahlreiche Stände mit Christbaumschmuck, Kunsthandwerk, Glühwein und Gebäck – gerahmt von der mittelalterlichen Altstadt.

Fränkischer Gebirgsweg

 


3 Tage, 60 Kilometer

Wunsiedel – über Felsenlabyrinth, Kösseine & Hohe Matze – Fichtelberg – über Nusshardt, Schneeberg & Haberstein – Bischofsgrün – über Ochsenkopf – Bayreuth


Dieses Jahr geht der Weg durch Deutschland nicht ganz so weit weg – ich bleibe in Bayern, genauer im Fichtelgebirge. Die Route führt über die höchsten Gipfel dieses Gebirgszugs entlang des Fränkischen Gebirgswegs.

Der erste Tag führt mit dem Zug an den Bahnhof Wunsiedel – Hohenbrunn. Von dort geht’s nach Luisenburg zum Felsenlabyrinth. Für 4,50 € Eintritt geht’s die erste steile Treppen hinauf und durch enge Spalten und Höhlen durch das Labyrinth. Teilweise sind die Durchgänge so schmal, dass ich meinen  Rucksack ab nehmen und fast auf allen Vieren hindurch kriechen musste. Am Ende des Rundwegs gibt es eine Abzweigung, die weiter zum Gipfel der Kösseine auf 939 m führt. Das bewirtschaftete Kösseine Haus ist ideal um Mittags einzukehren. Von dort aus geht es wieder hinab – um dann  wieder hinauf zur Hohen Matze auf 813 m zu steigen. Auch von hier geht es wieder hinunter ins Tal. Eigentlich wollte ich in der Pension Silberhaus übernachten, diese ist aber vor einem Monat Pleite gegangen und ich stand vor verschlossener Tür. Nach etwa 20 km und unzähligen Höhenmetern in den Beinen war das natürlich das schlechteste, was passieren konnte. Dank der sehr netten Nachbarn bin ich dann aber doch noch in der Pension Jägersruh in Fichtelberg untergekommen.

Durch die außerplanmäßige Übernachtung beginnt der zweite Tag etwas anders als geplant. Von Fichtelberg aus geht es über den Fichtelsee und das dazugehörige Moor zurück zum Seehaus. Nun wieder auf dem Gebirgsweg folge ich den Wegweisern Richtung Schneeberg. Bevor das heutige Highlight und der höchste Berg des Fichtelgebirges erklommen werden kann, geht es erst einmal auf den Nußhardt auf 972 m.  Die Felsformation erinnert an das gestern durchwanderte Felsenlabyrinth. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es weiter hinauf auf den Schneeberg. Der auf 1051 m gelegene Gipfel ist erst seit 1996 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich – davor handelte es sich um militärisches Sperrgebiet. Dementsprechend stehen dort die verlassenen Bundeswehranlagen, die vom ehemaligen Funkmeldeturm überragt werden. Der Abstieg erfolgt über den Haberstein auf 923 m. Unterhalb der steil aufragenden Felsen erstreckt sich das Blockmeer, dass sanft im Gebirgswald ausläuft. Über Karches und die Ochsenkopfschanze gelange ich zum nächsten Übernachtungsort: Bischofsgrün.

Am dritten und letzten Tag geht es morgens schon steil hinauf. Ziel: Ochsenkopf. Um nach oben zu kommen gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen ist der Berg von zwei Seiten per Seilbahn erschlossen, ein breiter Forstweg führt in weiten Serpentinen auf den Gipfel – und dann gibt es noch den anstrengenden, steinigen Weg. Dieser führt auf einem kleinen Steig steil durch den Wald hinauf. Ich habe mit für letzteren entschieden, da man hier mehr von der Natur genießen kann. Die Aussicht auf 1024 m am Ende ist die Strapazen definitiv wert! Auch hier ist der Gipfel bewirtschaftet. Schade ist nur, dass  hier nicht der übliche touristische Tand verkauft wird, den man von anderen Bergen gewöhnt ist – ich habe es mir vor ein paar Jahren zur Gewohnheit gemacht Stocknägel zu kaufen und zu sammeln. An der Seilbahn steht jedoch ein Automat um Münzen zu pressen, auf den ich dann zurück gegriffen habe. Der Abstieg von dort erfolgt in Richtung Bayreuth. Ab etwa der Hälfte des Weges hinunter findet man eine Abzweigung, die nicht ganz ins Tal hinab führt, sondern auf einem Hügelkamm – der sogenannten Himmelsleiter – weiter oben entlang führt. Das erste Dorf mit Bahnhof entlang des Weges ist Untersteinach. Von hier habe ich mir die letzten 10 km zu Fuß nach Bayreuth gesparrt und habe per Bahn die Heimreise angetreten.