7 archäologische Highlights in Athen

1. Akropolis

Selbst wenn man sich nicht für Geschichte und Archäologie interessiert, kommt man an der Akropolis nicht vorbei. Der Parthenon Tempel ist mehr oder weniger immer von der Stadt aus zu sehen.

Aber von vorne: Über der Stadt erheben sich mehrere Hügel. Der touristisch wichtigste ist der Burgberg – die sogenannte Akropolis. Die architektonischen Hinterlassenschaften, die heute zu sehen sind bilden den Stand der römischen Kaiserzeit ab. Als Athen zur Hauptstadt des modernen Griechenland wurde, wurde auch die Akropolis zum Teil des nationalen Selbstverständnisses. Seit dem 19. Jhd. finden hier Grabungen und Restaurierungen statt.

Durch die Propyläen – die auf ein mykenisches Burgtor zurück gehen – betritt man das Akropolis Gelände. Hier wird man über Schautafeln im Kreis um den Platz geführt.

Erste Station auf dem Weg ist das Erechteion. Dieser Bau wird bereits in Homers Odysee und Ilias erwähnt. Der kleine Tempel war wohl der Athena Polias geweiht. Das bekannteste Element ist die Korenhalle im Süden.

Von hier aus bewegt man sich an die Spitze des Plateaus, wo man freie Sicht auf den Tempel der Athena Parthenos hat – den Parthenon. Er bildet das religiöse Zentrum des antiken Athens und gründet auf mehreren Vorgängerbauten. Laut Angaben von Plinius befand sich in seinem Inneren ein 11,5 m hohes Bildnis der Athena – heute ist davon nichts mehr übrig.

In der Moderne sorgt aktuell der Parthenon Fries für Aufmerksamkeit. Die Originale sind in verschiedenen Museen verteilt. Jüngst hat der Vatikan angekündigt seine Fragmente an Griechenland zurück zugeben. Nun werden wieder Stimmen lauter, dass auch das British Museum in London, wo sich der Großteil der Bauplastik befindet, seine Stücke zurück geben sollte.

Ich habe mich beim Ticketkauf für ein Kombiticket entschieden, mit dem man im Zeitraum von 5 Tagen fast alle hier aufgelisteten Attraktionen besichtigen kann. Für 30€ in der Nebensaison kein schlechter Deal.

2. griechische Agora

Der Bereich der griechischen Agora wurde bereits in der Bronzezeit als Friedhof genutzt. Ab der Eisenzeit waren dann auch die Lebenden auf diesem Gebiet aktiv. Die Agora liegt direkt am Pananthenäenweg der hinauf zur Akropolis führt. Als die Perser Athen eroberten wurde dieses Areal zerstört, die danach errichteten Bauten konzentrieren sich eher auf die Randgebiete des Komplexes – so wie es auch heute den Eindruck macht. Die Freifläche in der Mitte diente kulturellen, religiösen und politischen Zwecken. Auch hier ist wieder der Stand der römischen Kaiserzeit erhalten.

Nach betreten fällt einem sofort der Tempel des Hephaistos auf der Erhebung an der linken Seite auf. Hierbei handelt es sich um den wahrscheinlich am Besten erhaltenen Tempel des antiken Griechenland.

Genau gegenüber findet sich die rekonstruierte Stoa des Attalos. Aus dem ersten Stockwerk ist auch das Bild hier entstanden. Das Erdgeschoss beherbergt heute ein kleines Museum mit Funden von der Agora.

3. Hadrians Bibliothek

[…] das Großartigste aber sind hundert Säulen aus prhygischem Marmor, und die Wände sind ebenso gebaut wie die Säulenhallen. Und hier sind Gebäude mit vergoldetem Dach und aus Alabater und dazu mit Statuen und Gemälden geschmückt, in denen Bücher aufbewahrt werden.

Pausanias, Beschreibung Griechenlands I, 18, 9

Vom bei Pausanias beschriebenen Glanz ist leider nicht mehr viel übrig. Heute sind mehr oder weniger nur noch Teile der Außenfassade und ein paar Säulen im Inneren erhalten. Das mag auch daran liegen, dass das Gebäude im 7.Jhd zu einer Kirche umgebaut wurde. Die Grundmauern der dreischiffigen Basilika sind im Landschaftsbild nachzuvollziehen.

4. Turm der Winde

Auf diesen Turm stellte er [Andronikos aus Kyrrhos] eine kegelförmige Säulenspitze mit einem bronzenen Zritonauf, der mit der rechten Hand einen Stab vorstreckt und so konstruiert ist, dass er durch den Wind umgedreht wurde, sich immer gegen den Wind stellte und den Stab über die Darstellung (des Windes) hielt als Anzeiger, woher der Wind weht.

Vitruv, De architectura libri decem 1, 6, 4

Der sogenannte Turm der Winde befindet sich auf der römischen Agora im Stadtteil Plaka.

Das Oktogon, dessen Name sich von den allegorischen Darstellung der Winde im oberen Teil ableitet, kann von zwei Seiten betreten werden. Die Winde geben die vier Himmelsrichtungen wieder, so dass der Bau als eine Art Kompass genutzt werden kann. Ursprünglich befand sich an allen acht Seiten eine Sonnenuhr – einzelne Reste sind noch heute zu erkennen. Die wichtigere Uhr befand sich allerdings im Inneren. Hier befand sich eine Wasseruhr, die Tag und Nacht unabhängig von der Sonneneinstrahlung die Zeit anzeigte. Davon ist heute nichts mehr zu erkennen, da das Gebäude im Laufe der Zeit als Taufkapelle unter den Christen und in osmanischer Zeit von einem Derwisch Orden genutzt wurde.

5. Olympieion

Neben dem moderenen Stadion von Athen findet sich das Olympieion – der Tempel von dem nur noch wenige eindrucksvolle Säulen erhalten sind, war dem olympischen Zeus geweiht.

Die Ausgrabungen an dieser Stelle lassen auf einen Monumentalbau von 60 x 120 Metern schließen. Der Tempel wurde erst unter Kaiser Hadrian fertiggestellt. Bereits in der Antike wurden immer wieder Bauteile des Tempels für andere Bauten wiederverwendet.

6. Hadrianstor

Anlässlich der Einweihung des eben beschriebenen Olympieions unter Hadrian wurde auch der hier abgebildete Hadriansbogen eingeweiht.

Hierbei handelt es sich um einen reinen Fassadenbau. Er trennt die Athener Altstadt von den neuen durch Hadrian erbauten Stadtvierteln – dies wird durch die Inschrift auf dem Bogen deutlich. Im Laufe der Zeit war der Bogen Bestandteil einer Kirche, sowie Teil der türkischen Stadtbefestigung im 18. Jahrhundert.

7. Akropolis Museum

Einen runden Abschluss zur Besichtigung der ganzen Monumente, die hier beschrieben wurden, bietet das 2009 eröffnete Akropolis Museum.

Hier finden sich Exponate von der Archaik bis zur Spätantike. Alles was hier ausgestellt wird wurde auf der Akropolis gefunden.

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Parthenonfries, dem einen gesamte Etage gewidmet wird. Der innere und äußere Fries sind gemäß ihrer ursprünglichen Anordnung am Tempel im Raum angebracht. Davor erheben sich die Giebelfiguren. Dem Besucher wird so ein 3D Eindruck des Tempels gegeben.

Das Museum ist als einziges hier in der Liste nicht im Kombiticket enthalten. Der Eintritt kostet in der Wintersaison 10€.


Quelle: Wolfram Letzner, Athen. Der Archäologische Führer.

Life is better at the Beach

Neues Auto, neuer Trip! Der letzte Tag meiner Kreta-Reise hat eher ruhigen Charakter, verglichen mit den vorangegangenen Ausflügen.

Der erste Weg führt ins Kloster Moni Preveli (Μονή Πρέβελη). Dieses Kloster ist sehr viel schlichter und weniger stark besucht als Arkadiu. Dementsprechend hatte ich auch nur mit grumeligen Mönchen zu tun, die ihre Kleidervorschriften doch sehr viel ernster nahmen, als im vorherigen Kloster. Der Besuch des Klosters lohnt aber dennoch, da es nur 10 Minuten vom eigentlichen Ziel dem Preveli Strand entfernt liegt.

Zu eben genanntem Strand hinunter gelangt man über eine in Serpentinen geschwungene Steintreppe. Die Besonderheit: hier findet man den einzig natürlich gewachsenen Palmenhain Kretas! Morgens ist es noch sehr ruhig und idyllisch am kleinen Strand. Ab ca. 11 Uhr ändert sich dieses Bild jedoch – es werden gefühlt alle 30 Minuten Touristen aus den naheliegenden Orten per Boot an den Strand gekarrt. An sich wäre das vielleicht noch nicht so schlimm, aber bei An- und Abfahrt ertönt dreimal ein hupen, damit auch jeder mitbekommt wann das Boot an- oder ablegt….

Eine weitere Besonderheit: der Strand besteht nicht wirklich aus Sand, sondern aus kleinen Kieselsteinchen. An diesem Tag wehte ein relativ starker Wind – kostenloses Steinpeeling inklusive! Im Reiseführer wurde dieser Effekt passend als „gesandstrahlt werden“ beschrieben.

Zur Mittagszeit werden die Touristenmassen immer größer, also heißt es für mich: Auf zum nächsten Strand! Nächster Halt – Triopetra (Τριόπετρα)

Entlang einer unbefestigten Küstenstrasse hat man einen traumhaften Blick auf den Ozean, der einem Werbekatalog entsprungen zu sein scheint. Nach wenigen Minuten erreicht man den fast unbesuchten Strand. Hier stellt sich schnell wieder das Gefühl ein mit sich und dem türkisblauen Meer allein zu sein. Auch hier erhalte ich wieder mein Steinpeeling. Die kleinen Steinchen setzten sich über all in den Haaren und Ohren fest – so dass man bei jeder Berührung glaubt Sand rieseln zu hören. Mein Fazit also: im Hotel unbedingt duschen!

Auf König Minos Spuren

Bei der Besichtigung der antiken Stätte Knossos (Κνωσσός) gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm! Wer nicht mit einer größeren Gruppe, die durch einen Reiseführer organisiert ist, anreist muss mit einer hohen Wartezeit am Kassenhäuschen rechnen.

Der Eintrittspreis von 16€ beinhaltet zusätzlich auch noch das Museum in Heraklion. Für mich, als studierte Archäologin, hatten die vielen bunten Restaurierungen doch starken Disneyland Charakter. An mehreren Stellen ragen leuchtend rot bemalte Säulen in den Himmel. Auch die Fresken sind so stark nachbearbeitet, dass es auf den ersten Blick sehr schwer erkennbar ist, wobei es sich um antik erhaltenes Material handelt und was nachträglich zur Verdeutlichung betoniert wurde. Je länger man zwischen den Touristenmassen wandelt, desto „romantischer“ wird die Vorstellung des archaischen König Minos, der von einer der zahlreichen Terrassen auf sein Reich hinab blickt. Die Besichtigung von Faistos am Vortag macht es für mich einfacher, sich die antiken Teile der Anlage zurück ins Gedächtnis zu rufen.

Der nächste Stop führt natürlich, wie schon angekündigt, ins archäologische Museum von Heraklion. Hier sind nicht nur die Originale der bemalten Friese aus Knossos zu sehen, sondern auch der Diskus aus Faistos. Dabei handelt es sich um einen der bedeutendsten Funde der Bronzezeit – er ist mit zahlreichen Darstellungen von Menschen,Tieren und Pflanzen bedruckt. Hierbei handelt es sich um ein Einzelstück, dessen kulturelle Bedeutung oder Leserichtung umstritten ist.

Der Tag klingt mit einem Bummel durch die Stadt Heraklion (Ηράκλειο) aus. Touristische Höhepunkte sind hierbei der Löwenplatz, Bembo-Brunnen oder die venezianische Loggia. Besonders am Löwenplatz findet man viele fliegende Händler oder Pantomime, die in mir das Gefühl auslösen meine Tasche fester am Körper zu tragen und ständig im Auge zu behalten. Leider kann man hier nur noch wenige Überbleibsel der historischen Altstadt bewundern, da die Stadt während des zweiten Weltkrieges von der Wehrmacht komplett ausgebombt wurde.

Steine über Steine….


Faistos – Matala – Moni Arkadi

Φαιστός – Μάταλα – Μονή Αρκαδίου


 Heute ist vor allem die richtige Schreibweise wichtig. Auf der Suche nach der minoischen Palastanlage Faistos (Φαιστός), habe ich mich erst einmal richtig schön verfahren. Auf deutsch wird der Palast auch gerne Festos genannt – wenn man das jedoch im Navi eingibt landet man bei einem Stausee mitten im nirgendwo…

Nach 20 Minuten Umweg stand ich dann aber  doch an der Kasse zum richtigen Palast (8€ Eintritt). Zunächst öffnet sich der Blick auf eine große Platzanlage mit großer Treppe im Auslauf. Aufgrund des Alters der Stätte ist erwartungsgemäß nicht mehr recht viel zu besichtigen. Nur die königlichen Gemächer sind durch eine Überdachung geschützt und relativ gut erhalten. Der hintere Teil, mit der Hauptfassade waren leider für Besucher gesperrt – einige Stellen waren durch Planen abgedeckt, was auf eine Restauration oder andere bestehende Arbeiten hindeutet. Die bedeutendsten archäologischen Funde befinden sich im Museum in Heraklion.

Von der Anhöhe von Faistos geht es weiter an den Strand von Matala (Μάταλα). Gleich hinter einem großen Parkplatz öffnet sich der Blick auf das Meer. Am Ende des Sandstrandes erheben sich römische Grabhöhlen, die für 2€ besichtigt werden können. Von den Höhlen sind nur noch die Einbuchtungen zwischen den überall hin und her kletternden Besuchern zu sehen. In den 70er Jahren wurde diesen nochmals neues Leben eingehaucht – einige der Höhlen wurden von Hippies geplündert und bewohnt.

Wiedermal kommt das Highlight des Tages zum Schluß. Der Weg führt mich über kleine verlassene Bergstraßen hinauf zum Kloster Arkadi (Μονή Αρκαδίου). Wie verlassen die Gegend ist sollte mir relativ schnell bewusst werden. Auf der gefühlt kleinsten und einsamsten Schotterstraße der Reise ziehen plötzlich drei aufgesteckte, abgetrennte Ziegenköpfe am Fenster des Autos vorbei. Nach der ersten Erkenntnis, dass der Rest der Ziege fehlt und wirklich nur der Kopf  des Tieres mit buchstäblich Haut und Haaren am Zaun steckt, entschließe ich mich nicht nochmal zurück zu fahren und diese Erlebnis zu dokumentieren. Schließlich fangen Horrorfilme meistens so, oder so ähnlich an… 😅

Doch der Weg nach Arkadiu lohnt sich auf alle Fälle! Durch ein schmales Tor erhascht man bereits einen ersten Blick auf die schöne Klosterkirche. Der ganze Ort strahlt eine besondere Art Ruhe aus, was wahrscheinlich mit dem Wissen um die Geschichte des Ortes zu tun hat. Während der osmanischen Eroberung zählt das Kloster zu einem der wichtigsten Widerstandsorte und ist bis heute ein Nationalsymbol. Im Zuge dieses Widerstands, als der Kampf so gut wie verloren gilt, sprengt sich der letzte verbleibende Mönch mit 300 Frauen und Kindern im Pulvermagazin in die Luft – um sie vor dem drohenden osmanischen Harem zu bewahren. Dieser Ort kann auch heute am Ende des Klosterhofes besichtigt werden. Mir lief ein kleiner kalter Schauer über den Rücken als ich  den noch russigen Wänden gegenüberstand. Der mit schönen Blumen liebevoll bepflanzte Hof und Umgang steht in krassem Gegensatz zur Geschichte des Ortes.

 

Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich


Imbros Schlucht – Frangokastello – Orthi Ammos

Φαράγγι Ίμπρου – Φραγκοκάστελλο – ορθή άμμος


Etwa 50 km von Réthimno entfernt zeigt Kreta seine verborgene Schönheit. Neben zahlreichen Stränden kann die Insel auch mit wunderschönen Naturschutzgebieten Punkten. Das wohl bekannteste befindet sich um die Samaria Schlucht. Mit 18km Länge hätte die Durchwanderung einen  ganzen Tag gedauert – deshalb habe ich mich für die kleinere, unbekanntere und nur 8km lange Imbros Schlucht (Φαράγγι Ίμπρου) entschieden.

Morgens um halb 10 findet man den Parkplatz im gleichnamigen Dörfchen Imbros noch verlassen vor. Von dort führt ein Pfad nach ca. 5 Minuten zum Kassenhäuschen. Für 2€ Gebühr darf man die Schlucht betreten. An der Kasse trifft man noch auf andere Wanderer. Diese habe ich aber bald hinter mir gelassen und sollte dann auch fast die ganzen folgenden 2 Stunden mit mir und meinen Gedanken alleine sein. In der Stille der Schlucht hallt jeder umgedrehte Stein nach und das Gefühl allein zu sein verstärkt sich. Nach etwa einer Stunde verändert sich die Landschaft: der felsige Pfad öffnet sich in einen Canyon! An der schmalsten Stelle ist er nur 1,60m breit, so dass man mit ausgestreckten Armen an beiden Seiten den Fels berühren kann. Am Ende des Weges öffnet sich der Blick auf’s Meer. Vor dem Ozean trifft man auf mehrere kleine Holzhütten, in denen eine erste Erfrischung angeboten wird. Hier kann man sich ein Taxi zurück zum Parkplatz in Imbros organisieren lassen. Taxi ist hierbei jedoch nicht wörtlich zu nehmen – die Fahrten werden von Einheimischen mittels Pick-ups organisiert. In einer Gruppe von 6 Mann habe ich 5€ für die abenteuerliche Fahrt auf der Ladefläche bezahlt. Die Fahrt die Serpentinen hinauf ist das Geld allemal wert!

Wieder am Parkplatz angekommen geht es per Auto weiter nach Frangokastello (Φραγκοκάστελλο) – einem weiteren Überbleibsel aus venezianischer Zeit. Für 1,5€ öffnet sich der Blick ins Innere und somit auf die noch erhaltenen Grundmauern des Kastells. Der Aufstieg auf eine der Zinnen lohnt sich. Von dort kann man das Meer nicht nur sehen, sondern auch hören.

Keine 5 Minuten entfernt ist es dann soweit: Der Tag klingt am Steinstrand von Orthi Ammos (ορθή άμμος) aus…

Réthymno – Ρέθυμνο

Homebase Réthymno – d.h. auch, der erste Tag auf Kreta widmet sich dieser Stadt.

Der Morgen startet mit einem Spaziergang durch die kleinen verwinkelten Gässchen hinauf zur Fortezza (Φορτέτζα). Da die Läden größtenteils um 10h öffnen, ist man um diese Uhrzeit noch ganz allein mit sich selbst und der Stadt. Für 4€ Eintritt öffnen sich die Tore zur Festung – und man steht auf einem großen unebenen Platz, der an seinen Enden den Blick über die ganze Stadt bietet. Das Bauwerk stammt aus der venezianischen Epoche der Stadt. Es diente ab dem Jahr 1590 als Sitz der Verwaltung, Militärbehörde, Sitz der römischen Bischöfe und natürlich auch als Zufluchtsort für die Bevölkerung der Stadt. Nach der Eroberung durch die Osmanen wurde das Gelände nochmals umgearbeitet, was sich auch heute noch erkennen lässt.

Eigentlich sollte sich auch das Archäologische Museum der Stadt gleich unterhalb der Festung befinden, aufgrund von Renovierungsarbeiten wurde dieses aber in die, inzwischen profan genutzte, Kirche San Francesco im Herzen der Stadt verlegt. Für 2€ erhält man einen Crashkurs – wirklich kurz: in 30 Min kommt man gut durch – von minoischer Kultur bis zur christlichen Zeit.

Aufgrund eines starken, anhaltenden Regenschauers schwemmt es mich zurück ins Hotel. Auf dem Weg kommt man am Rimondi-Brunnen (Κρήνη Rimondi) vorbei. Auch dieses Bauwerk stammt aus dem venezianischen Erbe der Stadt. Benannt wurde der Brunnen nach einem der Statthalter, der ihn renovieren ließ.

Nach der Mittagspause in der Taverne Knossos – die nicht nur durch die von Mama Anna gekochten üppigen Portionen glänzt, sondern auch durch das Rahmenprogramm: gegeben vom Herrn des Hauses – gelegen im  venezianischen Hafen lohnt sich ein genauerer Blick. In der Anordnung der Tavernen kann man noch die Architektur des ehemaligen Hafens erkennen. Am Ende wartet der Leuchtturm. Das Wahrzeichen der Stadt.

Um den Rundgang durch die Stadt zu beenden lohnt sich ein Spaziergang weiter am Hafen unterhalb der Festung entlang. Dort findet man am Wegrand kleine Votivkapellen, die für eine gute Reise gestiftet worden sind – diese Votive begleiten einen über die ganze Insel hinweg, immer am Wegesrand.

Direkt unterhalb der Festung mit Blick auf die Ägäis findet sich eine in den Fels gebaute kleine Kapelle. Hier wird für die Genesung Angehöriger gebetet, was man an den in den Fels gesteckten Ikonen und Schuhen in der Kapelle erkennen kann.

Auf dem Weg zurück zum Ausgangspunkt passiert man die Neratzes-Moschee.  Das 34,5m hohe Minarett prägt das Stadtbild. Ursprünglich handelt es sich hierbei um eine Klosterkirche, die von den Osmanen zur Moschee umgewandelt wurde. Heute dient der Bau als Veranstaltungsort und ist gratis zu besichtigen.

Der letzte Punkt der Sightseeing Tour bildet das alte venezianische Stadttor – die Porta Guora (Πόρτα Gora). Das Tor fügt sich in die Architektur der umliegenden Gebäude ein und ist ein Überrest der Stadtbefestigung des 16.Jhds.

 

Bucket list: Kreta 🇬🇷

In 3 Tagen geht’s los und ich steige in den Flieger nach Griechenland – genauer nach Kreta.

Wie bei jeder Reise habe ich eine geistige Bucket list von Sehenswürdigkeiten abzuarbeiten. Ob ich wirklich alles geschafft habe, seht ihr in den kommenden Blogbeiträgen!

  1. Rethimnon
  2. Knossos 
  3. Felshöhlen von Matala  
  4. Heraklion 
  5. Wanderung durch’s Tal der Toten ⛔️ (dafür durch die Imbros Schlucht)
  6. Tropfsteinhöhle Pelekita ⛔️ (dafür Moni Arkadi
  7. Gortis ⛔️ (dafür Faistos)
  8. Preveli Kloster 
  9. Kotsifou Schlucht ✅ (nur durch gefahren)