
Neues Museum
In Ostberlin befindet sich eines der bedeutendsten Kulturgüter der Antike – Die Büste der Königin Nofretete. Sie steht im Neuen Museum, das sehr viel riesiger ist als es von außen den Anschein hat. Insgesamt erstreckt es sich über 4 Stockwerke, in denen die folgenden 4 Themenbereiche abgebildet werden: die ägyptische Welt, Griechenland und Troja, die römische Welt & Stein- , Bronze- und Eisenzeit. Die Königin steht für sich allein in einem Raum in dem nicht fotografiert werden darf. Deshalb muss ein Foto vom Banner außerhalb genügen. Ich bin nach wie vor sehr fasziniert von dieser Skulptur – erst recht nachdem ich sie nun endlich live sehen konnte. Neben Nofretete, die mich in das Museum gezogen hat, habe ich noch ein weiteres Highlight für mich entdeckt, das ich vorher nur aus Dokumentationen kannte und das ich nicht mit den Museen in Berlin in Verbindung gebracht habe: Der Goldhut in der 3. Etage. Er ist das Herzstück der Ausstellung über die Bronzezeit. Man nimmt an, dass diese Hüte von Priestern im Rahmen eines Sonnenkults getragen wurden. Insgesamt hat er eine Höhe von 74,5 cm. Könnt ihr euch vorstellen einen so riesigen Hut einigermaßen anmutig zu tragen?
Neues Museum Berlin, Bodestraße, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: Di – So 10:00 – 18:00 Uhr, Montags geschlossen
Tickets: 14,00 EUR, ermäßigt 7,00 EUR
https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/neues-museum/home/

DDR Museum
Das DDR Museum direkt an der Spree lässt alte Zeiten wieder auferstehen. Sehr informativ wird über die Zeit vor dem Mauerfall aufgeklärt. An vielen interaktiven Stationen findet man Alltagsgegenstände aber auch einen Haufen Information zur Bedeutung der auf den ersten Blick banalen Ausstellungstücke. Durch einen Aufzug (der nur Lärm macht und ruckelt, sich aber eigentlich nicht von der Stelle bewegt) gelangt man in eine typische DDR Wohnung. Highlight für mich: In der Küche kann man sich Rezepte typischer ostdeutscher Gerichte ausdrucken und mit nach Hause nehmen. Auf dem Foto sieht man einen Überwachungsraum. Über die Kopfhörer hört man fiktive Gespräche aus der Nachbarwohnung. Für mich immer noch schwer zu begreifen, dass das für einige Menschen jahrelang Alltag war. Ich kann einen Besuch nur dringend empfehlen.
DDR Museum, Karl-Liebknecht-Str. 1, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: täglich 9:00 – 21:00 Uhr
Tickets: Erwachsene: 13,50 EUR, ermäßigt: 8,00 EUR

Berlinische Galerie
Das Gebäude wurde in den 1960er als Glaslager errichtet, um auf eine mögliche Blockade der Stadt im Kalten Krieg vorbereitet zu sein. Da das zum Glück nicht mehr nötig ist, kann man den Bau heute als Museum nutzen. Die Berlinische Galerie gehört zu den jüngsten Ausstellungshäusern der Stadt und ist ein interdisziplinäres Museum: Malerei, Skulptur, Installations- und Medienkunst, Grafik, Fotografie, Architektur und die dokumentarischen Nachlässe von Kunstschaffenden finden hier eine Heimat. Der Vorplatz mit seiner gelben Bemalung ist einfach zu fotogen – auf dem Buchstabenfeld sind die Namen von 160 Kunstschaffenden aus der Sammlung verewigt.
Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin
Öffnungszeiten: Mi – Mo 10:00 – 18:00 Uhr, Dienstags geschlossen
Tickets: Tageskarte 10 EUR, ermäßigt 6 EUR
https://berlinischegalerie.de/

Hamburger Bahnhof
Der nächste Stopp auf meiner kleinen Museumstour ist der Hamburger Bahnhof. Hier war bis 14.01.24 die Austellung „Devouring Lovers“ von Eva Fàbregas zu sehen. Die Farbgebung und Größe der Installation hatten es mir gleich angetan. Wenn ich ein Museum besuche darf für mich der Shop am Ende nicht fehlen – was soll ich sagen hier bin ich mehr als fündig geworden.
Hamburger Bahnhof, Invalidenstraße 50 – 51, 10557 Berlin
Öffnungszeiten: DI – FR 10:00 – 18:00 Uhr , SA/SO 11:00 – 18:00 Uhr, Montags geschlossen
Tickets: 12,00 EUR, ermäßigt 6,00 EUR
https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/hamburger-bahnhof/home/

Futurium
Eher zufällig bin ich über das Futurium gestolpert. Eigentlich wollte ich nur den Vorplatz mit seinen weißen Kreisen fotografieren – da ich aber noch genügend Zeit hatte und das Museum komplett kostenlos ist, habe ich doch einen Blick hinein gewagt. Und ich bin nachhaltig begeistert. In einer interaktiven Führung wird man durch 3 Themenbereiche zu Zukunft, Konsum und Nachhaltigkeit geführt. Zu Beginn erhält man ein Armband mit einem Chip, mit dem man sich an verschiedenen Stationen einloggen kann. Am Ende des Rundgangs erhält man, wenn man möchte, eine Auswertung seiner gesammelten Daten. Ich habe mir viele Denkanreize aus dem Rundgang mitgenommen und hinterfrage meinen eigenen Konsum inzwischen noch ein bisschen stärker als vorher. Mir wurden auch in manchen Punkten die Augen geöffnet, wo die Reise für mich in der Zukunft hin gehen könnte. Nachhaltigkeit wird für mich persönlich aktuell ein immer mehr zum Thema. Das beginnt in kleinen Dingen wie dem Einkauf regionaler und saisonaler Artikel im Supermarkt, hört dort aber auch nicht unbedingt auf. Ich kann jedem der sich schon über diese Dinge Gedanken macht oder machen möchte dieses Museum wärmstens ans Herz legen.
Futurium, Alexanderufer 2, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr, Sa, So: 10:00 – 18:00 Uhr, Do: 10:00 – 20:00 Uhr, Dienstags geschlossen
Tickets: kostenlos

Berlin Story Bunker
Der von außen eher unscheinbare Bunker ist R-I-E-S-I-G! Am Eingang erhält man sofort einen Audioguide, der durch die Räume führt. Die insgesamt drei Stockwerke beschäftigen sich mit folgenden Fragen: Wie konnte es so weit kommen? Wie konnten Hitler und die NSDAP soviel Einfluss und Macht erreichen? Die Ausstellung versucht diese Fragen zu klären und dokumentiert den Verlauf, sowie die Gräuel des zweiten Weltkriegs. Wer den Bunker besucht sollte auf jeden Fall Zeit mitbringen. Ich habe mich insgesamt ungefähr 3 Stunden dort aufgehalten und fand die, dass die Zeit sehr kurzweilig vergangen ist. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt! Im Zusammenhang mit dem zweiten Weltkrieg und der Machtergreifung der Nazis lernt man nie aus und kann auch als jemand der der sich schon einschlägiger mit dem Thema befasst hat neue Erkenntnisse ziehen. Manchmal sind die Parallelen zum aktuellen Zeitgeschehen schon sehr gruselig und beängstigend…
Berlin Story Bunker, Schöneberger Str. 23A, 10963 Berlin
Öffnungszeiten: Mo – So 10:00 – 19:00 Uhr
Tickets: 12 EUR, ermäßigt 9EUR

Naturkundemuseum
Für mich ein absoluter Bucketlist Besuch ist das Naturkundemuseum. Seit 2015 ist das sogenannte „Tristan Otto“ T-Rex Skelett im Museum ausgestellt. Es ist ungefähr 12m lang and fast 4m hoch. Es ist eines der vollständigsten Tyrannosaurus Fossilien der Welt – der Schädel ist mit 98% der aktuell am Besten erhaltene T-Rex Schädel der Welt. Ich war auf jeden Fall nachhaltig beeindruckt – für einen echten Dino Fan ein absolutes Muss!
Museum für Naturkunde, Invalidenstraße 43, 10115 Berlin
Öffnungszeiten: Di – Fr 09:30 – 18:00 Uhr , Sa/So 10:00 – 18:00 Uhr
Tickets: 11 EUR, ermäßigt 5 EUR
https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de

Gedenkstätte Hohenschönhausen
Der letzte Punkt in dieser Liste ist der, der mich am tiefsten berührt hat – das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Im Gebäude ist eine Dauerausstellung integiert, das Gefängnis selbst kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden – und diese hatte es für mich in sich. Ich durfte an einer Führung teilnehmen, die ein ehemaliger Häftling geleitet hat. Durch seine Erzählungen war alles für mich sehr anschaulich und bildlich. Teilweise musste ich ganz schön schlucken… Für mich ist es immer wichtig die Geschichten von Zeitzeugen zu hören. Niemand kann Geschichte so gut transportieren wie sie. Wer die Chance hat sollte an einer Führung durch einen Zeitzeugen teilnehmen. Solange da noch möglich ist.
Gedenkstätte Hohenschönhausen, Genslerstraße 66, 13055 Berlin
Öffnungszeiten: Mo – So 09:00 – 18:00 Uhr
Tickets: Normaltarif 8,00 EUR, ermäßigt 4,00 EUR






