1 Tag in Glasgow

Nach so viel Landschaft und Natur steht Glasgow wieder im Zeichen der Kultur.

Los geht’s mit dem 📌 Hunterian Museum – zum einen Kunstmuseum, zum anderen eine Ansammlung von Kuriositäten. Kurz nach dem Eingang findet man eine temporäre Ausstellung zum Antonisuswall, dann folgen Vitrinen mit konservierten Föten und Innereien. Im nächsten Saal findet sich eine Ansammlung von anthropologischen Raritäten. Tierskelette werden von traditioneller Inuit-Kleidung und ägyptischen Sarkophagen flankiert. Die Körperteile auf der Galerie gehen zurück auf Dr. Hunter, den Namensgeber des Museums, der sich sehr für Verformungen des menschlichen Körpers interessiert hat. Die dazugehörige, kleine Kunstsammlung findet sich in einem extra Gebäude auf der anderen Strassenseite. Der Eintritt für beide ist kostenlos.

Ein Stück zu Fuss weiter die Strasse herunter findet man den 📌 Kelvingrove Park, dessen Zentrum ein schöner Brunnen ist.

Gleich nebenan liegen die 📌 Kelvingrove Art Galleries. Auch dieses Museum ist kostenlos und wieder sammelt sich hier so einiges – französische Maler bis hin zum ausgestopften Elefanten. Als ich ankam fand gerade ein Orgelkonzert in der Eingangshalle statt.

Auf einer Tour durch Glasgow dürfen natürlich der 📌 botanische Garten, das Rathaus und die 📌 Kathedrale nicht fehlen. Über der Kirche befindet sich – wie schon in Edinburgh – ein Friedhof auf einem Hügel, der mit monumentalen Grabbauten geschmückt ist. Von hier hat man einen weiten Blick über die Stadt.

 

Glenfinnan Viadukt

P8300562_Fotor.jpgDas Glenfinnan Viadukt diente in Harry Potter als Kulisse. Der Zug, mit dem man auch wirklich fahren kann, fährt immer um 11 und 15 Uhr über das Viadukt. Ein Tipp aus eigener Erfahrung: im Spätsommer empfiehlt es sich mit so viel Insektenschutzmittel wie möglich zu besprühen oder gleich ein Netz überzuwerfen! Mich haben die Mücken in den 15 Minuten, die ich auf den Zug gewartet habe, fast gefressen.

Skye ❤️

Um die Isle of Skye zu erkunden bliebt mir ein Tag – was genabgenommen viel zu wenig ist! Deshalb konzentriere ich mich auf die am Besten zu erreichenden und wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Erster Stop: 📌 Dunvegan Castle. Seit 800 Jahren der Familiensitz der MacLeods und auch heute noch zeitweise von ihnen bewohnt. Die Burg an der Küste ist von einem großen Garten umgeben. Um das Ganze besichtigen zu können, gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man nur den Garten durchwandern (7£), dann gibt es Burg und Garten (13£)  und – was ich im Nachhinein empfehlen kann, selbst aber leider nicht gemacht habe – Seal Trips von der Bucht aus (7,50£). Im Frühjahr besteht mit Glück auch die Chance Papageientaucher zu Gesicht zu bekommen.

Von hier geht es weiter an der Küste entlang Richtung 📌 Coral Beach. Die erhöhte Strasse bietet einen Blick auf die vorgelagerten kleinen Inselchen – mit Seehunden die Sonnenbaden! Der Ausflug mit dem Boot hätte ich also gelohnt… Am unscheinbaren Parkplatz des Coral Beach trennt mich nur noch ein etwa 15 minütiger Spaziergang vom Strand. Der Name kommt nicht von ungefähr: der weiße Strand besteht aus lauter kleinen zerriebenen Korallenstückchen.

Nach einer kleinen Mittagspause in Portree, der größten Stadt der Insel, geht es weiter zum 📌 Old Man of Storr. Hierbei handelt es sich um eine Felsformation, bestehend aus einer Felsnadel im Vordergrund und gleichnamigen Berg dahinter, die Teil eines  Naturschutzgebiets sind. Für Fotos lohnt sich der Blick aus der Ferne. Direkt davor sieht man zwar die imposante Größe, aber die Nadel hebt sich auf Bilder kaum vom Massiv dahinter ab.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, bei der mir das Wetter leider nicht mitgespielt hat, sind die Fairy Pools nahe Carbost. Da diese erst nach 2,5km Fussmarsch von der letzten Parkmöglichkeit zu erreichen sind und es in strömen geregnet hat, musste ich sie schweren Herzens auslassen.

Western Ross Coastal Route

Diese Panorama-Straße war nicht wirklich geplant, ist aber der schönste Weg auf die Isle of Skye.

Um auf diese Route zu kommen geht es zunächst aber ab Inverness in die Highlands – durch den National Park Beinn Eighe. Der namensgebende Berg ist mit fast 3000 m der höchste Schottlands. Der Weg wird von allerlei Tieren an Wegrand gesäumt. Schafe und Highland-Kühe kann man ganz einfach aus dem Auto fotografieren. Sogar einen Rothirsch habe ich vom Beifahrersitz aus gesichtet, war aber viel zu fasziniert und begeistert um das fotographisch festzuhalten…

📌 Tipp für einen Abstecher: Eilean Donan Castle. Dem ein oder anderen mag diese Burg bekannt vorkommen – hierbei handelt es sich um die Heimat des Highlanders aus dem gleichnamigem Film. Der heutige Bau ist in der Moderne nach alten Vorlagen wieder aufgebaut. Für 7,50£ kann das Gebäude besichtigt werden.

Über die Skye Bridge geht es dann auf die Isle of Skye zum Übernachtungsort Carbost.

Auf Monsterjagd!

Wie beginnt man eine Monsterjagd am Besten? Zuerst fährt man an den Ort der meisten Sichtungen – den Loch Ness!

Dort gibt es mehrere Parkbuchten, die es über ein paar Stufen möglich machen direkt ans Ufer zu gelangen. Dort kommt man zumindest schon mal in Kontakt mit dem kalten Wasser des riesigen Sees. Doch für Monster sind dort viel zu viele Menschen.

Zweiter Schritt: wissenschaftliche Aufarbeitung. Also irgendwie… Ich habe mich für das 📌 Loch Ness Exhibition Center entschieden. Das nahegelegene Nessiland schien mir den Zweck nicht ganz zu erfüllen. Für 7,95£ kann man mehrere Räume besichtigen, in denen Filme abgespielt werden, in denen Wissenschaftler und Augenzeugen zu Wort kommen.  Dort wird auch versucht den Ursprung der Legende zu ergründen. Am Ende der Tour folgt – wie sollte es auch anders sein – ein riesiger Geschenkeshop, der aus fünf Räumen besteht. Hier kann man von T-Shirts über Stofftiere bis hin zu Postkarten und Magneten alles kaufen was sich auch nur irgendwie mit einem Seeungeheuer bedrucken lässt.

Ein Stück weiter entlang der Strasse findet man Urquart Castle – jene Burgruine, die immer im Hintergrund auftaucht, wenn der See gefilmt wird. Leider hatte ich hier Pech. Der Parkplatz war so überfüllt, dass er vorübergehend geschlossen wurde. Da es keine andere Möglichkeit gibt zur Burg zu gelangen, oder in der Nähe zu parken, konnte ich diese Sehenswürdigkeit leider nur von der anderen Seeseite betrachten.

Auf der anderen Seite versuche ich mein Glück dann nochmal. Diesmal ohne andere Urlauber, aber mit einer Packung Gummibärchen! Was im Fernsehen funktioniert kann ja im echten Leben nicht schief gehen. Und tatsächlich – dank des Geschenkeshops – komme ich noch zu meiner eigenen kleinen Nessi-Sichtung.

Glenurquart Highland Games

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Highland Games sind ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Zum einen gibt es nicht die „Einen Highland Games“ sondern den ganzen August und September finden überall in den Highlands Spiele statt. Die bekanntesten sind die Spiele Anfang September, die auch die Queen besucht.

Ich hingegen war bei einer kleineren Veranstaltung: den Glenurquart Highland Games! Diese finden in Dumnadrochit in der Nähe von Inverness am Loch Ness statt. Die Tore öffnen sich, für 3 Pfund Eintritt, um 11 Uhr morgens und das Ende der Veranstaltung ist auf 17h festgesetzt.

Im großen und ganzen haben die Spiele Volksfestcharakter. In der Mitte des Sportplatzes ist ein großer Kreis abgesteckt in der die meisten Wettkämpfe stattfinden, dieser ist von Bänken für Zuschauer gesäumt. Rund um den Platz sind diverse Verpflegungsstände und Fahrgeschäfte zu finden. Es finden Tanzwettbewerbe, Kugelstossen, Hammerwerfen, Weigh over Barr, Cabbertoss, Tauziehen und diverse Läufe statt. Dazu kommen Pipping Bands, die durch das Rund marschieren – und das alles gleichzeitig!

Das Higlight, welches dann ohne Nebenveranstaltung abläuft, sind die Heavy Events. In meinem Fall: Cabbertoss – das Baumstammwerfen.

Fife Coastal Route

Raus aus Edinburgh und ab nach Dundee!  Der nächste Übernachtungsort.

Natürlich hätte man den kurzen Weg durch das Landesinnere wählen können, dann wäre die ganze Tour aber in wenigen Stunden erledigt und ich hätte nichts gesehen…

Deshalb Fife Coastal Tourist Route! Eine Panoramastrasse an der Küste entlang, mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg.

Die Erste kommt auch schon in Sicht, bevor man die offizielle Route überhaupt erreicht hat – 📌 die „Kelpies“ bei Falkirk. Dabei handelt es sich um ein beeindruckendes und riesiges Monument, dass die Arbeitspferde an den Kanälen ehren soll. Heute werden sie nur noch selten gebraucht – statt mit Flössen fährt man heute mit motorisiertem Boot.

Ein Stückchen weiter entlang des Wegs stößt man auf die am Besten erhaltenen Reste des   📌 Antoninus Walls. Der Graben ist deutlich zu erkennen und an den Seiten bis zu 2,5m hoch. Auf einer kleinen Erhöhung erkennt man noch die Außenmauern des dazugehörigen Kastells in der Landschaft. Wem das auf den ersten Blick nicht so leicht fällt, findet mehrere Schautafeln die den Blick in die richtige Richtung lenken.

Weiter auf dem Weg gibt es keine fest geplanten Stopps. Gehalten wird immer da, wo sich ein schönes Fotomotiv findet. Wie zum Beispiel am 📌 Torryburn Ness! Die Schautafel am Meer weist auf die Tiere im Watt hin – und sobald man en Kopf hebt sieht man bei Ebbe ein schlammiges Ufer, dass ich nicht ohne Gummistiefel betreten hätte. Zum Glück führt ein Steg in Richtung Meer, der es möglich macht schönere Fotos zu machen.

Der nächste Halt auf der Tour an der Küste entlang ist: 📌 Aberdour Beach – hier findet man einen hellen Sandstrand, der zum Sonnenbaden einlädt.

Letzter Punkt vor dem Zielort ist 📌 Crail Harbour. Die kleine Hafenstadt bietet neben vielen alten, kleinen Häuschen auch einen aktuell genutzten Fischerhafen. Dieser wird von einer hohen Kaimauer vom wilden Meer geschützt, auf der man auch wunderbar spazieren gehen kann.

 

Stadtspaziergang Edinburgh

Edinburgh ist zwar nicht die grösste Stadt Schottlands, aber die Hauptstadt des Landes und die wahrscheinlich bekannteste – deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Rundreise hier beginnt.

Als ich dort ankomme findet gerade das Fringe Festival statt: an jeder Strassenecke werden Flyer verteilt, Musik gespielt oder finden kleine Impro-Shows statt. Die Strassen sind mit bunten Fähnchen geschmückt, die mich während des Spaziergangs über die Royal Mile begleiten. Die Hauptstrasse führt bis zum Parlament hinunter. Da ich an einem Sonntag angekommen bin, war dieses leider geschlossen. Normalerweise kann das Gebäude besichtigt werden.

Nur wenige Meter dahinter erhebt sich Arthur’s Seat auf 251m. Der höchste Berg der Stadt ist vollständig in die Siedlung eingebettet. In etwa 45 Minuten kann man über einen relativ steilen Weg das Plateau erklimmen und erhält als Belohnung einen weiten Blick über die Stadt.

Wer es nicht so sportlich mag und sich lieber mit Königinnen beschäftigt, wird schräg gegenüber fündig. Hier versteckt sich der von außen relativ unscheinbare Holyrood Palace. Dabei handelt es sich um den Wohnsitz Mary Stuart’s – hier lebte sie im Exil. Auch heute noch handelt es sich um den Wohnsitz der Queen, wenn sie sich in Edinburgh befindet. Für 11 Pfund kann man den Palast und den Garten besichtigen.

Vom Palast aus führen nur wenige Meter hinauf in einen alten Friedhof, der durch große Grabmonumente geschmückt ist. Von dort gelang man hinauf zum Nelson Monument, das durch einen einzeln stehenden Monopteros gekennzeichnet ist. Auch von hier aus hat man eine Aussicht über die ganze Stadt.

Am anderen Ende der Royal Mile erhebt sich Edinburgh Castle. Schon auf der Homepage wird empfohlen Tickets im Vorfeld zu kaufen um lange Schlangen am Eingang zu vermeiden. Über’s Internet kostet der Eintritt für einen Erwachsenen dann 18,60€ .(Ich springe hier immer mal wieder bei den Preisen zwischen Euro und Pfund, da das ein oder andere Ticket bereits von zu Hause aus gekauft wurde) In meinem Fall, wäre so viel Vorbereitung wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen, da ich mit einigen Reisegruppen bereits 9:30 Uhr zur Öffnung an den Toren der Burg stand. Neben den üblichen Burgutensilien, wie Kanonen, Kerkern und Kapelle sind hier die schottischen Kronjuwelen ausgestellt.


📌 unbedingter Tipp für Andenken und anderen Schnickschnack ist die Tartan Weaving Mill zu Füßen der Burg. Der von aussen unscheinbare Shop hat drei Stockwerke in den Berg hinein. Ganz unten befindet sich eine Schauweberei, wo man die Herstellung der traditionellen Stoffe live beobachten kann.

Folgt man den Weg schräg den Burgberg hinab findet man sich am Ende im Grassmarket Viertel wieder. Hier fanden früher Viehmärkte und Hinrichtungen statt – auch den angeblich ältesten Pub Schottlands, in dem es immer noch spuken soll, findet man hier.

Einen kurzen Spaziergang später stehe ich vor Grayfriars, einem alten Friedhof mit einer kleinen Kirche im Zentrum. Heute wird das Areal eher als Park genutzt. Zwischen den Grabsteinen sieht man neben Touristengruppen auch den ein oder anderen seine Mittagspause verbringen. Besonderen Ruhm erlangt ein kleiner Hund: der Grayfriars Bobby. Nach dem Tod seines Herrchens kam der Hund jeden Tag an dessen Grab, bis er selbst ein Grabmahl auf dem Friedhof erhielt.


📌 Tipp: keine 5 Minuten vom Friedhof befindet sich das Elephant House – ein kleines Café, in dem J. K. Rowling die ersten Zeilen Harry Potter auf eine Serviette geschrieben hat.

Ziemlich genau gegenüber des Cafés befindet sich das kostenlose National Museum of Scotland. Hier findet man eine wilde Ansammlung verschiedenster Ausstellungsstücke aus diversen Themen und Epochen.


📌  noch ein Tipp zum Schluss: das Auld Hundred Pub hat im Obergeschoss nicht nur ein fabelhaftes Restaurant, sondern bietet im Pub im Erdgeschoss fast jeden Tag eine andere Attraktion – von Live Musik bis zum Quizabend!