Schloss Sanssouci und der alte Fritz

Schloss Sanssouci und der alte Fritz haben eine ganze besondere Verbindung, deshalb kann man eigentlich keinen Reisebericht zum Schloss schreiben, ohne zu erklären wer der alte Fritz gewesen ist und warum er dieses Schloss so sehr geliebt hat – so sehr, dass er heute auf der obersten Terrasse des Weinbergs begraben wurde.

Wer ist der Alte Fritz?

Andy Warhol – Friedrich II

Friedrich der Zweite wird 1712 in Berlin in das Herrscherhaus der Hohenzollern geboren. Er ist der dritte Sohn von Friedrich dem Ersten und Sophie Dorothea von Hannover – seine beiden älteren Brüder überleben das Kindesalter nicht und so rückt er in der Thronfolge an die Spitze. Der junge Friedrich erhält eine strenge, autoritäre und religiös geprägte Erziehung, die sehr im Gegensatz zu seiner zarten Seele steht. Er nimmt heimlich Flötenunterricht und interessiert sich mehr für Kunst und Literatur als für Militär und seinen Pflichten als Thronfolger. Dadurch kommt es auch immer wieder zu Streit mit dem strengen Vater, der sich bis zu körperlichen Züchtigungen vor dem gesamten Hof steigert.

1740 besteigt Friedrich II. nach dem Tod seines Vaters den preußischen Thron. Nur 5 Jahre später beginnt er mit dem Bau des Lustschlosses Sanssouci („Ohne Sorge“), das in der Rekordzeit von zwei Jahren fertiggestellt wird. Der König bewohnt seinen Sommersitz in den Weinbergen zwischen April und Oktober. Das kleine Schloss ist nicht für das höfische Zeremoniell gedacht und dient Friedrich als Rückzugsort, an dem er seine privaten Interessen nachgeht.

in der Öffentlichkeit zeigt er sich immer in der einfachen Uniform eines Obersten seines Garderegiments mit dem Stern des Schwarzen Adlerordens als einzigem Schmuck. Im Laufe seiner Herrschaft setzt Friedrich zahlreiche Reformen durch. Er schafft die Folter ab, er zeigt sich offen gegenüber Einwanderern und religiösen Minderheiten und führt die allgemeine Schlupflicht ein. Von ihm stammt auch das Zitat „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“.

Schloss Sanssouci

Heute kann das Schloss nur in Form einer Tour besichtigt werden. Es empfiehlt sich das Ticket im voraus zu kaufen, wenn man Sanssouci zu einer bestimmten Zeit besuchen möchte. Ich habe mich für das Ticket „Schloss Sanssouci und preußische Schlösser“ für 22€ entschieden. Es wird immer nur eine kleine Gruppe in das Gebäude gelassen, damit es nicht überläuft. Mit Hilfe eines Audioguides wird man in 12 Stationen durch das Schloss geführt. Ohne die Geschichten aus dem Kopfhörer hätte ich wahrscheinlich das ein oder andere bemerkenswerte Detail übersehen. Die Gestaltung im Inneren nimmt immer wieder Bezug auf den Garten und die Weinberge vor der Türe. Nur die Bibliothek, mit mehr als 2.000 Büchern, ist abgeschirmt von den anderen Räumen. Nur der König und seine Diener haben hier Zutritt. Das Herz des Hauses ist das Arbeits- und Schlafzimmer Friedrichs des zweiten. Nach seinem Tod war das Zimmer so abgewohnt, dass es vor einem erneuten Bezug erst einmal gründlich renoviert werden musste. Zur ursprünglichen Einrichtung gehört nur der Mahagonischreibtisch mit Dokumentenschrank, sowie die Standuhr am Fenster und ein mit grünem Stoff bespannter Sessel. In diesem Sessel verbrachte der alte Fritz aufgrund seiner Gebrechen seine letzten Lebenswochen und verstarb 1786 schließlich auch darin. Entlassen wird man schließlich durch vier Gästezimmer, wobei das prunkvollste bis zum Ende aufgespart wird. Die Wände sind übersät von floralen Elementen die nicht nur gemalt, sondern auch plastisch dargestellt sind. Bei näherer Betrachtung finden sich auch zahlreiche Tiere zwischen den Ranken. Die Blumenkammer wird heute nach ihrem berühmtesten Gast als Voltaire – Zimmer bezeichnet.

Die Neuen Kammern

Mein Ticket beinhaltet nicht nur die Besichtigung des Schlosses Sanssouci, sondern auch die Schlösser im Park. Alle an einem Tag zu besichtigen halte ich für sehr sportlich, aber nicht für unmöglich. Ich habe mir nur die Schlößchen in der Näheren Umgebung von Sanssouci herausgepickt. Alle habe ich nicht geschafft. Besonders beeindruckt haben mich die Neuen Kammern, an denen ich fast vorbei gelaufen wäre, da sie von außen so unscheinbar aussehen. Entworfen wurde das Gebäude als Orangerie, erst 1775 wurde es zum Gästeschloss umgebaut. Durch den Umbau entstanden 7 Gästezimmer, der Stil hat sich aber kaum verändert. Geprägt sind die Neuen Kammern von Friedrichs Lieblingsstil, dem Rokoko. Durch die Führung via QR Code auf meinem Handy durfte ich lernen, dass sich Rokoko vom französischen Wort „roccaile“ ableitet, was Muschelwerk bedeutet.

Das Chinesische Haus

Als nächstes mache ich einen Spaziergang durch die Weinberge und den Park und bin gespannt, was mich dort erwartet. Zahlreiche Wege führen immer wieder ab vom Hauptweg und führen in kleine Irrgärten oder Nischen in denen Skulpturen aufgestellt sind. Nach ein paar Metern komme ich an ein Flussufer dem ich folge und schwupps bin ich in China! Vor mir liegt das Chinesische Haus. Der Gartenpavillon leuchtet in Grün und ist mir goldenen chinesischen Figurengruppen geschmückt. Durch den Überseehandel mit China kamen Ende des 17. Jahrhunderts Kunsthandwerk ganz neues Kunsthandwerk nach Europa – Perlmutt, Lackmalerei, Seidenstoffe und Porzellan. Schon in Sanssouci sind, wenn man genau hinsieht, immer wieder Porzellanarbeiten ausgestellt. In den neuen Kammern zieren sie eine ganze Wand. Und auch im chinesischen Haus liegt der Fokus der Ausstellung auf Porzellan. Es lohnt sich bei aller Faszination für das Handwerk auch der Blick nach oben. In der Kuppel des Gebäudes ist eine zauberhafte asiatische Landschaft gemalt. Als ich das Haus verlassen habe, setzt sich der Gedanke in mir fest, dass es eigentlich schade ist, dass in meiner Generation fast niemand mehr teures oder altes Porzellan zu Hause hat, sondern nur irgendwelche Werbetassen oder Merchandise von Comicfilmen. Vielleicht sollte ich der Vitrine meiner Großmutter doch mehr Aufmerksamkeit schenken und ihr Angebot annehmen mir eine der schönen Tassen dort auszusuchen.

Florenz – Ein Wochenende voller Kunst & Architektur

Ich bin den ganzen Tag in Florenz herumgeschlendert, mit offenem Auge und träumendem Herzen. Sie wissen, das ist meine größte Wonne in dieser Stadt, die mit Recht den Namen la bella verdient. Wenn Italien, wie die Dichter singen, mit einer schönen Frau vergleichbar, so ist Florenz der Blumenstrauß an ihrem Herzen. - Heinrich Heine

… und während man so durch Florenz schlendert kommt man an einem Monument nicht vorbei: dem Duomo. Er ist nicht nur eine der größten Attraktionen der Stadt, in um und auf der man einen ganzen Tag verbringen kann, sondern er dient auch immer als Orientierungspunkt. Ein Ticket für die Crypta, Kuppel und den Campanile hat für mich und das verlängerte Wochenende ausgereicht – vor allem da das Ticket über mehrere Tage versetzt genutzt werden kann. Erster Punkt nach dem Ankommen war die Besichtigung der Kuppel. Über zahlreiche Stufen geht ein über mehrere Etappen bis unter die reich verzierte Kuppel. Dort könnte man sich über einen längeren Zeitraum aufhalten und die verschiedenen biblischen Szenen identifizieren und betrachten. Betonung auf könnte! Der Weg an der Spitze ist sehr schmal, so dass immer nur eine Person im Gang stehen kann, deswegen kann man auch nicht länger stehen bleiben, da die nächsten aus der Gruppe schön hinter einem anstehen und ebenfalls über die Bilder staunen möchte.

Der nächste Tag führt mich dann auf die Kuppel – wieder über zahlreiche Treppen. Auch hier ist der Weg wieder so schmal, dass gerade so zwei Personen nebeneinander vorbei gehen können, was bei Gegenverkehr so seine Herausforderungen mit sich bringt. Oben angekommen werden die Strapazen durch eine traumhafte Aussicht über die Stadt belohnt.

Am letzten Tag geht’s dann hinab in die Crypta, die alten Fundamente und Reliquien bewundern. Kostenlos dazu gibt’s die Abkürzung in den Dom hinein. Man überspringt quasi die Schlange der anderen Touristen und steht mitten im Dom, wo man ihn noch mal von seiner ganzen Schönheit innen betrachten kann. Von außen wird mir das Gebäude immer wieder in der Stadt begegnen.

Neben dem Dom erhebt sich der Campanile, der – genau ihr ahnt es schon – über zahlreiche Stufen erreichbar ist. Besonders schön ist die Aussicht, wenn man das Glück hat, den Sonnenuntergang von oben miterleben kann.

Nächstes Must See auf meiner Florenz Liste sind Michelangelos David, sowie die Uffizien. Für beides hatte ich Tickets im vorhinein, um die Schlangen am Eingang vermeiden zu können.

Der David hat es mir schon angetan, muss ich sagen. Zum einen ist er größer als ich ihn mir vorgestellt hatte und zum anderen steht er so prominent in einer Apsis des Museums, dass man gar nicht anders kann als ihn zu bewundern. Die anderen Exponate im Museum verblassen etwas unter seinem Schein.

Für die Uffizien sollte man sich einen guten Tag einplanen, wenn man wirklich alles besichtigen möchte. Auch hier hatte ich vorab ein Ticket – anders wäre es wahrscheinlich auch nicht möglich gewesen. Die Schlange für meinen Timeslot war relativ lang, wobei ich am Ende doch ziemlich schnell drin war. Highlight hier für mich ist die „Geburt der Venus“ von Boticelli. Überhaupt steht für mich das ganze Museum irgendwie im Zeichen der Venus. Die Schlange an der „Venus di Medici“ war so lang und hat sich so langsam fortbewegt, dass ich mich nicht angestellt habe und nur einen kurzen Blick von einem der Seiteneinblicke über viele Köpfe hinweg erhaschen konnte. In der Bilderserie unten erhält man ein paar Eindrücke, was ich alles besichtigt habe.

Am Ausgang der Uffizien befindet sich die berühmte Ponte Vecchio – und ganz ehrlich schön fand ich die Brücke beim ersten Eindruck nicht. Klar sind die bunten Anbauten ganz niedlich in ihren Pastellfarben, aber schön? Nein, schön finde ich das Bauwerk nicht. Vielleicht schaue ich deshalb auch auf dem Foto unten in die andere Richtung. Der Charm der Brücke zeigt sich erst, wenn man sie überquert – sie ist voller Geschäfte! Vor allem Juweliere geben sich die Klinke in die Hand. Der Schaufensterbummel war wirklich sehr schön, nur leider scheint mein Geschmack ein sehr exquisiter zu sein und ich suche mir instinktiv immer das teuerste Schmuckstück aus. Deshalb sollte es auch beim Schaufensterbummel bleiben.

Wo wir gerade schon bei exquisit sind, habe ich noch einen Geheimtipp für alle Fashion Girlies: das Museo Salvatore Ferragamo! Ganz unscheinbar befindet es sich im Untergeschoss des gleichnamigen Geschäfts nahe der Ponte Vecchio. Erzählt wird die Geschichte von den Anfängen des Gründers und Namensgebers bis hin zur Gegenwart. In der liebevoll kuratierten Ausstellung weht immer der Hauch von altem Hollywood durch die Gänge. Sehr fasziniert war ich von den hölzernen Modellen, die nach den Füßen der Filmstars angefertigt wurden, damit die Schuhe maßgefertigt werden können. Verliebt habe ich mich in die Ballerinas von Grace Kelly, die auch heute noch todschick wären. Der Drang am Ende der Ausstellung Schuhe zu kaufen konnte ich fast nicht unterdrücken – aber die von mir favorisierten Ballerinas werden zu meinem Glück, oder zum Glück meines Geldbeutels, nicht mehr hergestellt.

Last but not least geht es ins Freie. Die Boboli Gärten hinter dem Palazzo Pitti sind eine der bekanntesten Gärten Italiens. Hier findet man zahlreiche Aussichtspunkte, die entweder die Stadt oder die toskanische Landschaft überblicken lassen. Die Landschaft hat es mir ein bisschen mehr angetan und sieht einfach genau so aus wie auf dem Bild in der Küche meiner Eltern, das ich meine halbe Kindheit über bewundert habe. Ich dachte immer auf dem Bild wäre mehr Fiktion als Wahrheit dargestellt – aber es sollte sich rausstellen: die Traumlandschaft aus meiner Kindheit gibt es wirklich! Und sie ist in echt noch schöner als gemalt.

48 Stunden Genua

Für die größte Stadt Liguriens hatte ich keinen richtigen Plan. Natürlich gab es den ein oder anderen Ort, den ich gerne besichtigen wollte, aber ich habe mir im vorhinein keine Route zurecht gelegt um eine Liste von Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Diesmal wollte ich mich ein wenig treiben lassen.

Und so fing der erste Tag auch an. Vom Hotel aus bringt mich der Bus in die Stadt – zu diesem Zweck habe ich mir die App „AMT Genova“ auf das Handy geladen. Hier kann man sich nicht nur Verbindungen raussuchen, sondern auch gleich das Ticket für den öffentlichen Nahverkehr kaufen. Ein 110 Minuten Ticket kostet 2,20€ und ist meine erste Wahl um in die Stadt und auch wieder raus zum Hotel zu kommen.

Get to know Genua

Dreh- und Angelpunkt ist für mich der Hafen. Von hier aus lasse ich mich durch die Straßen der Stadt treiben. Der erste ganz ehrliche Eindruck, den die Stadt auf mich macht: So richtig schön ist es hier nicht. Alles wirkt er düster, eng und ein wenig herunter gekommen. Erst wenn man ein bisschen mehr ins Zentrum kommt ändert sich dieser Eindruck ein wenig. Plötzlich steht man auf einem großen, offenen Platz an den sich die Einkaufsstraße anschließt. Klar, dass ich hier ein wenig bummeln wollte. Im Ausland versuche ich mich vor allem auf die Geschäfte zu konzentrieren, die es zu Hause nicht gibt – und so bin ich in einem „Kasanova“ Laden gelandet, in dem es allerlei Einrichtungsgegenstände gibt. Am Ende habe ich das Geschäft mit einem faltbaren Waschbecken verlassen, das ich während des voran gegangenen Camping-Urlaubs gut gebrauchen hätte können.

Wer eher nach kulinarischen Highlights sucht, sollte sich eher am Hafen aufhalten. Hier spielt sich das meiste Leben ab und ein Restaurant reiht sich an das nächste.

Für große und kleine Kinder gibt es am Ende des Hafens noch ein kleines Highlight: Die Galeone Neptune. Für 6€ Eintritt kann man das Schiff von oben bis unten erkunden. Erklärt wird hier gar nichts – es handelt sich um den Nachbau einer spanischen Galeone aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde 1985 für den Roman Polanski Film „Piraten“ gebaut und liegt nun in Genuas Hafen vor Anker. Mich hat vor allem die Figur am Bug sehr beeindruckt. Ich hatte bis dahin kein Gefühl für diese Größendimensionen.

Street Art

Wer mit offenen Augen durch die Stadt läuft, findet fast an jeder Ecke Street Art in der einen oder anderen Form. Das versöhnt mich mit dem zunächst eher negativen ersten Eindruck. Die Stadt hat ihren eigenen Charme, den man nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennt. Also immer mit wachem Blick durch die Städte wandeln – man entdeckt die Schönheit oft erst, wenn man sich Zeit für die Details nimmt.

Regentipp:

Wenn es doch mal regnen sollte, wie am letzten Tag meines Besuchs, dann kann ich das Galata Museo del Mare empfehlen. Hier kann man sich für 17€ Eintritt locker den ganzen Tag aufhalten. Ich muss aber auch sagen, dass ich mir ein wenig mehr davon versprochen hatte.

Das Museum wirkt ein wenig altbacken, es gibt im ersten Teil der Ausstellung sehr viele Gemälde und Nachbildungen von Segelschiffen, genaueres kann ich dazu nicht sagen, da fast alle Hinweistafeln auf Italienisch beschriftet waren. Dazu kommt, dass es sehr schummrig beleuchtet ist. Die ersten beiden der insgesamt vier Stockwerke widmen sich Cristoph Columbus und der Seefahrt des 16. und 17. Jahrhunderts. Auf jeder Etage steht ein Schiff in Originalgröße zur Besichtigung bereit. Für mich wird es erst im dritten Stock mit der Personenschifffahrt des 19.Jahrhunderts und dem Handel mit der neuen Welt spannend. Die Geschichten realer Menschen berühren mich doch mehr als Modellschiffe. In der vierten Etage wird es dann aktuell: Das Thema Migration bis ins Hier und Jetzt wird behandelt. Unter anderem ist ein Ruderboot, mit dem Flüchtlinge über’s Mittelmeer in Italien angekommen sind, ausgestellt. Für mich gleicht es mehr einer Nussschale und ich mag mir gar nicht vorstellen, was die Menschen auf diesem Schiff erlebt haben…

Am Ende der Ausstellung gibt es noch den Hinweis zur Aussichtsplattform auf dem Dach des Museums, welche man sich nicht entgehen lassen sollte. Von hier hat man einen traumhaften Blick über den Hafen und die Stadt.

Als keine Kritikpunkt muss ich anmerken, dass mir das Thema zweiter Weltkrieg völlig gefehlt hat. Ich habe bewusst keine Vitrine zu diesem Thema wahrgenommen. Auch das Thema Ozean inklusive der Tiere und Pflanzen, die hier leben kam auch überhaupt nicht zur Sprache. Bei einem Meeresmuseum hätte ich das zumindest in Teilen erwartet.

Berlin Sightseeing

– 12 Spots für gute Fotos –

Berlin ist immer eine Reise wert – Mich hat es schon mehr als einmal in die Hauptstadt gezogen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit meine 11 liebsten Spots zum fotografieren und Tourist sein zusammen zu stellen:

Checkpoint Charlie

Checkpoint Charlie ist wahrscheinlich der bekannteste militärische Checkpoint zwischen West- und Ostberlin. Auch heute noch ist er ein Symbol für den Kalten Krieg und erinnert an die Trennung zwischen Ost und West.

Alexanderplatz

Die Weltzeituhr: zum 20jährigen Jubiläum der DDR errichtet zeigt die Uhr 146 Städte aus allen Kontinenten, sowie die Datumsgrenze. Der sicht drehende Ziffernkreis in der Mitte zeigt die Ortszeit, sowie die Weltzeit in allen Zeitzonen an.

Memorial to the

murdered jews of Europe

Unweit des ehemaligen Führerbunkers – der heute mehr oder weniger ein Parkplatz ist – steht das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Je öfter ich dort bin und je mehr ich über die Idee dahinter weiß, desto mehr zieht es mich an diesen Ort. Das Mahnmal besteht aus 2711 Betonstelen, die sich in ihrer Höhe unterscheiden und ein wellenförmiges Muster entstehen lassen. Es ist von allen Seiten aus zugänglich. Einige Jahre nach der Fertigstellung wurde der unterirdische „Ort der Information“ hinzu gefügt.

Elefantentor

Tiergarten

Bei strömendem Regen war meine Motivation abseits der Tatsache, dass ich etwas zum Abendessen brauchte, eher so lala. Auf dem Weg vom Essen zum Hotel kam ich dann doch noch am Elefantentor vorbei. Das Tor markiert einen der zwei öffentlichen Eingänge zum Zoo. Das hier zu sehende Portal ist ein Nachbau aus den 80ern, da das Original aus dem Jahr 1899 im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Zu sehen sind zwei lebensgroße, liegende Elefanten aus Sandstein, die als Pfeiler eines Pagodendachs aus rotem Holz mit goldenen Ornamenten dienen. Heute ist das Tor das Wahrzeichen des Zoos und steht unter Denkmalschutz.

Anhaltersteg

Bis Mitte des 20.Jahrhundert war der Anhalterbahhnhof einer der wichtigsten Fernbahnhöfe Berlins. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark beschädigt, so dass es in den 1960ern abgerissen wurde. Heute steht nur noch ein Fragment des Portikus. Obwohl das alles sehr faszinierend ist war ich aus sehr viel banaleren Gründen hier. Die Bahnbrücke ein paar Meter vom alten Bahnhofsgebäude entfernt wird von steinernen Pfeilern getragen, in die die Worte „Anhalter“ und „Berlin“ gemeißelt sind. Dieses Fotomotiv wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Tempodrom

Der nächste Fotospot auf meinem Spaziergang ist das Tempodrom. Eigentlich word das Gebäude als Event- und Konzertlocation genutzt, durch seine außergewöhnliche Form dient es aber auch immer wieder als Hintergrund für Fotoshootings. Als ich dort war, war ich auch nicht die einzige Fotografin vor Ort.

Siegessäule

Das Festival of Lights konnte ich mir nicht entgehen lassen. Im Zeitraum des Festivals werden bekannte Wahrzeichen der Stadt mit unterschiedlichen Bildern, Messages und Videos beleuchtet.

Brandenburger Tor

Oldie but Goldie: Irgendwie darf ein Abstecher zum Brandenburger Tor bei keinem Berlin Besuch fehlen, egal wie oft ich schon hier war. Das wahrscheinlich bekannteste Wahrzeichen Berlins ist das letzte verbliebene der ursprünglichen 18 Stadttore. Bis zum Fall der Mauer stand es direkt an der Grenze zwischen Ost und West. Für mich gab es diesmal eine Premiere – zu Fuß durch’s Tor gehen (mit dem Wissen, dass das erst seit knapp 30 Jahren möglich ist)

East Side Gallery

Auch vor 10 Jahren, als ich das letzte Mal hier war, war der sogenannte „Bruderkuss“ schon der größte Touristenmagnet an der East Side Gallery. Klar macht man dann selber auch ein Foto. Ich bin wahrscheinlich durch 20 Fotos gerannt, als ich versucht habe vorbei zu kommen.

Sowietisches Ehrenmahl

Tiergarten

Der Bau wurde 1945 errichtet um die gefallen Soldaten der Roten Arme zu ehren. Insgesamt wurden in Berlin 4 Ehrenmahle von der sowjetischen Armee errichtet. Bis ins Jahr 1990 waren hier Ehrenwachen der sowjetischen Armee stationiert. Im Garten hinter dem Ehrenmal liegen Gräber sowjetischer Soldaten – wie viele es genau sind ist nicht bekannt, es sind aber wohl zwischen 2.000 und 2.500. Es gibt keine Grabsteine mit den Namen der Gefallenen. Lediglich die goldenen Lettern auf den Säulen des Bauwerks geben Auskunft zu den Namen.

Kaiser Wilhelm

Gedächtniskirche

Die Kirche wird im Volksmund auch „Hohler Zahn“ genannt. Der ausgebombte Kirchturm bleibt als Kriegsmahnmal bestehen. Dahinter sieht man den modernen Neuaufbau der Kirche, der in die bestehenden Strukturen eingesetzt wurde. Nach langer Diskussion ob die Überreste ganz abgerissen oder komplett nach alten Vorlagen wieder aufgebaut werden sollen, hat man sich für diesen Kompromiss aus alt und neu entschieden.

Marie Elisabeth Lüders Haus

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus bildet mit dem Bundeskanzleramt, dem Kanzlerpark und dem Paul Löbbe Haus das Band des Bundes – eine Anordnung von Gebäuden an der Spree in Berlin Mitte. Das Haus beherbergt eine Bibliothek und ein Archiv. Die Architektur sticht mir jedes Mal ins Auge, wenn ich hier vorbei komme – da war es nur eine Frage der Zeit, bis ich den für mich perfekten Fotowinkel gefunden hatte.

Winter in Genf

Frankenstein Statue

Wusstet Ihr, dass Mary Shelly die Idee zur Frankenstein Geschichte während eines Sommers am Genfer See hatte? Mir war das so nicht bewusst und hat die Stadt gleich nochmal interessanter für mich gemacht. Dem ganzen zu Ehren steht in der Nähe der Tramstation Cirque eine lebensgroße Statue des Monsters. Klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen konnte. Eigentlich wirkt er neben den Spuren des Zusammensetzens ganz sympathisch, findet ihr nicht?

Cathedrale St. Pierre

Die Kathedrale St. Pierre geht auf einen Bau aus dem 4. Jahrhundert zurück. Durch Kriege, Feuer, Anbauten und Renovierungen hat sich ihr Anblick immer wieder verändert.
Besondere Bedeutung erlangt die Kirche unter protestantischem Protektorat. Im Geist des Calvinismus wurde der meiste Schmuck im Bau entfernt – da sich die Gläubigen auf die Worte der Predigt konzentrieren sollten, statt von den Bildern abgelenkt zu werden.
Nach der Trennung von Kirche und Staat erlangte die Kathedrale zusätzliche Funktionen – bis heute wird hier das Schweizer Regierung vereidigt.

L‘ Ancien Arsenal

Im Herzen der Stadt findet man das Ancien Arsenal. Mir ist es wegen der vielen Fahnen und der Mosaiken im Hof ins Auge gestochen.
Der Bau geht auf römische Zeiten zurück und wurde zuerst als Freiluft-Markt genutzt. Im 15. Jhd. wurde er dann überdacht und die Arkaden angebaut. Zwischen 1720 und 1877 wurde das Gebäude als Militärdepot genutzt – was bis heute namensgebend ist. Fünf historische Kanonen erinnern in den Torbogen daran.
Heute ist hier das Staatsarchiv untergebracht.

Genfer See

Was wäre ein Ausflug nach Genf ohne den Genfer See? Leider war der Jet D’Eau nicht zu sehen als ich meinen Spaziergang am Ufer gemacht habe. Dann bewundert am eben die Silhouette der Stadt mit den Yachten im Vordergrund. Seht ihr den Mond am Himmel? Auf dem Foto ist er leider nicht so gut zu erkennen – in echt war es allerdings viel deutlicher.

Noel au Quai

Natürlich konnte ich mir den Weihnachtsmarkt am Genfer See nicht entgehen lassen. Für mich auffällig: An Essen wurden fast nur Süßspeisen angeboten, eine Bratwurst sucht man vergeblich.

Wie schön ist den bitte die Dekoration an der Decke des Christmas Pub?!

Kurztrip Stuttgart

Neues Schloss

Das Neue Schloss diente Herzogen und Königen von Württemberg als Residenz. Erbaut wurde es, da das Alte Schloss dem erst 16 jährigen Herzog Carl Eugen von Württemberg nicht standesgemäß erschien. Er droht sogar, den Regierungssitz nach Ludwigsburg zu verlegen, sollte er keine standesgemäße Bleibe bekommen. In den Flügeln des Schlosses sind heute zahlreiche Ministerien untergebracht.

Aus diesem Grund hat das Neue Schloss auch keine regelmäßigen Öffnungszeiten. Es lohnt sich also sich vorab über die Homepage zu informieren, ob die Besichtigung aktuell möglich ist.

Schlossplatz

Direkt vor dem Schloss, wie sollte es auch anders sein, öffnet sich der Schlossplatz. In der Vergangenheit wurde der Platz zum Exerzieren genutzt und hatte nichts mit dem beliebten Treffpunkt von heute zu tun. Mittig steht die Jubiläumsäule, die zum 25. Regierungsjubiläum von König Wilhelm I. errichtet wurde. Gekrönt wird sie von der Göttin Concordia. Das Foto unten wurde aus dem Musikpavillon gemacht und ist wohl einer der beliebtesten Fotomotive der Stadt.

Landesmuseum Württemberg

Mein persönliches Highlight dieses Ausflugs – und das obwohl ich das Museum anfangs nicht mal auf dem Schirm hatte.
In Süddeutschland finden sich viele Spuren der Kelten, die in diversen Museen und archäologischen Stätten besichtigt werden können. Das Landesmuseum Württemberg besitzt mit seinen Exponaten aus der Hallstatt- und Latènekultur eine der bedeutendsten Sammlungen Europas was die Eisenzeit betrifft. Über zwei Stockwerke werden die unterschiedlichsten Dinge ausgestellt – von Gewandnadeln über Haushaltsgeräte und Waffen bis hin zu Skulpturen wie im Bild unten zu sehen. Klar, das ich mir das als studierte Archäologin ansehen musste.

Der Eintritt für Erwachsene kostet 6€, die sich wirklich lohnen.

Winterzauber

Die ersten Stände für den Weihnachtsmarkt stehen schon und die Eisbahn am Schloss ist schon geöffnet. Aktuell ist dort wegen der aktuellen Temperaturen noch kein Eis zu finden – es wird auf Rollschuhen gefahren. Der winterlichen Stimmung tut das keinen Abbruch. Aus den Lautsprechern dröhnt unter anderem „Last Christmas“ und die Weihnachtsgefühle kommen langsam hoch.

Über die Riviera del Brenta nach Padua

Venedig kennt in Venetien jeder, aber habt ihr schon mal von der Riviera del Brenta gehört? Mir sagte das auch nichts, bevor ich mich auf meine Venedig Reise vorbereitet habe – und was soll ich sagen, es hat sich für mich als absoluter Geheimtipp herausgestellt.

Die Riviera del Brenta führt am gleichnamigen Fluss von Venedig bis nach Padua und ist insgesamt 50 Kilometer lang. Nirgends sonst findet man so viele venezianische Villen außerhalb Venedigs – die reichen Kaufleute Venedigs verbrachten die heißen Sommer lieber am kühleren Flussufer. Da die Villen am Kanal so zahlreich sind, habe ich mir die drei für mich interessantesten herausgepickt.

Villa Malcontenta

Die erste auf meiner Route ist die Villa Malcontenta, die es auch auf die UNESCO Kulturerbe Liste geschafft hat. Der Name Malcontenta (die Unzufriedene) leitet sich von einer Grande Dame der Foscari-Familie ab. Sie wurde angeblich hierher verbannt, da sie ihren Mann betrogen haben soll.

Ich habe mich sofort in die Architektur und die Innengestaltung mit den zahlreichen Fresken verliebt und wäre sofort eingezogen. Die zum Wasser ausgerichtete Säulenvorhalle erinnert an einen kleinen antiken Tempel. Die Strafe der Verbannung hat sich wohl doch ganz gut ertragen lassen.


Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 9:00 – 12:00 Uhr & 14:30 – 17:30

Eintritt Erwachsene: 12€


Villa Widmann

Die nächste Villa auf meiner Liste ist die Villa Widmann aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist mit einem Obergeschoss, das von einer Galerie umrahmt wird, etwas größer als die Malcontenta. Nördlich des Gebäudes öffnet sich das Areal zu einem großzügigen Park, der zahlreiche Statuen birgt – Nymphen, Götter und Amoretten sind dargestellt. Bis 1984 wurde die Villa von einer Familie bewohnt und ging dann in Staatseigentum über. Highlight des Gebäudes sind die Kerzenleuchter aus Murano-Glas.


Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10:00 – 13:00 Uhr & 13:30 – 16:30 Uhr

Eintritt Erwachsene: 7€


Villa Pisani

Die Villa Pisani ist die größte und wahrscheinlich historisch bedeutsamste Villa auf der Strecke. Sie wurde im 18. Jahrhundert als Abbild von Versailles erbaut. Insgesamt beherbergt das Gebäude 114 Zimmer. Dogen, Könige und Kaiser gaben sich hier die Klinke in die Hand – unter anderem hat Mussolini hier Hitler zu einem Treffen geladen. Heute ist die Villa, inklusive großem Garten mit Teichen und einem Labyrinth, als Nationalmuseum für die Öffentlichkeit zugängig. Mich hat der Besuch eher an ein Schloss erinnert, als an eine Villa.


Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 9:00 – 20:00 Uhr

Eintritt Erwachsene: 12€


Padua

Von der letzten Villa sind es nur noch 10 km nach Padua. Leider hatte ich nicht so viel Glück mit dem Timing. Als ich gegen 14:00 Uhr dort eintraf, begann gerade die Mittagsruhe und alle Cafes und Museen schlossen für mehrere Stunden. Ich hätte gerne die Cappela degli Scrovegni und ihre prachtvollen Deckenmosaiken bestaunt – nur leider ist es sehr schwierig 2 1/2 Stunden zu überbrücken, wenn man kein geöffnetes Cafe zum verweilen findet. Also mussten die öffentlich zugänglichen Sehenswürdigkeiten her halten, für die man kein Ticket braucht. Zuerst ging es ins Stadtzentrum an den Palazzo della Ragione. Hier wurde gerade der Markt abgebaut und nur noch wenige Stände in der Markthalle hatten geöffnet. Hier wird alles „to go“ verkauft ohne eine Möglichkeit sich zu setzten. Der Platz so wie der darauf folgende Piazza dei Signori sind von defensiver Architektur geprägt. Es gibt keine Bänke auf denen man sich niederlassen könnte. Nachdem ich dann doch noch eine Eisdiele gefunden hatte, die geöffent war habe ich mich kurzerhand, und aufgrund dem Mangels an anderer Möglichkeiten, auf die Stufen der Loggia del Consiglio o della Gran Guardia gesetzt.

Nach dieser kurzen Pause geht es weiter zum Prato della Valle. Der elliptische Park ist ein ehemaliger Sportplatz, der von einem schmalen Kanal eingegrenzt wird. An der Umrandung stehen 78 Statuen, die historische Persönlichkeiten der Stadt Padua ehren sollen.

Venedig in 2 Tagen

Venedig wird normalerweise in vier Stadtviertel aufgeteilt. Dazu kommen dann noch die südlichen Inseln inklusive Lido, sowie die Biennale, die kein eigentliches Viertel ist, aber einen eigenen Absatz verdient hat.

Venedig ist über mehrere Wege zu erreichen. Von München aus liegt man entweder 1 Stunde, fährt knappe 7 Stunden direkt und ohne umzusteigen mit dem Zug, oder sitzt etwa 5 1/2 Stunden mit im Auto, wenn alles ohne Probleme läuft. Ich stand in Italien im Stau und saß insgesamt 8 Stunden bei 34°Grad im Auto, aber es ist ja schließlich Urlaub und von solchen Kleinigkeiten darf man sich die Laune nicht verderben lassen.

Jetzt aber rein ins Geschehen und ab in die einzelnen Stadtviertel:

Dorsoduro

Wer mit Bus, Bahn oder Auto ankommt steht vor der Wahl – zuerst nach Dorsoduro oder nach San Polo. Ich habe mich für Dorsoduro entschieden, da man hier nicht sofort von Touristenmassen durch die Straßen geschoben wird.

Highlight für mich ist hier die Peggy Guggenheim Collection. Nachdem die Erbin ihren Vater auf der Titanic verloren hatte kam sie in Kontakt Dadaisten und beschloss ihr Heim am Canal Grande dem Surrealismus, Expressionismus und Futurismus zu widmen. Sie wurde Mäzenin für zeitgenössische italienische Kunst, die unter Mussolini als entartet eingestuft wurde. Ihre besondere Stellung in Venedigs Geschichte zeigt sich auch darin, dass sie mit einer Außnahmegenehmigung ehrenhalber in ihrem Garten ihre letzte Ruhe finden durfte.

Opening this gallery and its collection to the public during a time when people are fighting for their lives and freedom is a responsibility of which I am fully conscious. This undertaking will serve its purpose only if it succeeds in serving the future instead of recording the past.

Press release on the opening of Art of This Century, New York, 1942

Öffnungszeiten: Mittwoch – Montag 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt Erwachsene: 16€ (Studenten unter 26: 9€)


San Polo & Santa Croce

Wer wie ich gerne über lokale Märkte schlendert sollte für den Rialto Markt schon etwas früher in die Stadt kommen. Der Fischmarkt findet immer Dienstag bis Sonntag 7:00 – 14:00 Uhr statt – je früher man kommt desto mehr gibt es zu bestaunen. Ich war gegen 10:00 Uhr dort und es waren nicht mehr alle Stände besetzt. Zum staunen haben die Marktstände, die ich gesehen habe allemal gereicht. Besonders fasziniert war ich von einem halben Schwertfisch in der der Auslage oder noch lebende Krabben ein Stück weiter.

Vom Markt ist es nur ein Katzensprung bis zur Rialto Brücke. Für mich ist diese Sehenswürdigkeit eine von denen, die von der Ferne viel schöner sind, als wenn man wirklich darauf herum zu läuft. Dazu kommen die Menschenmassen, die einen über die Brücke schieben – man hat das Gefühl man kann nicht einfach stehen bleiben und im Verweilen den Augenblick genießen. An den beiden Enden der Brücke folgen auch schon die vielen Souvenirständen, wo ich vielleicht auch kurz mal schwach geworden bin. Auf der anderen Seite der Brücke beginnt dann auch schon die Einkaufsstraße von Venedig mit den bekannten Namen für den kleineren aber auch großen Geldbeutel.

San Marco

Weiter geht’s zum wahrscheinlich bekanntesten und überfülltesten Stadtteil Venedigs: San Marco. Hier kommen vor allem alle Kulturinteressierten auf ihre kosten. Schon vom Vaporetto (öffentlicher Nahverkehr via Boot) aus sieht man die Spitzen der Basilika, die alles andere überscheint. Die Pracht der Basilika di San Marco ist unüberroffen.

Wer nicht sein Herz stärker klopfen fühlt, wenn er auf dem Markusplatz steht, der lasse sich begraben, denn er ist tot, unwiederbringlich tot.

Franz Grillparzer

Einer Legende nach schmuggelten venezianische Kaufleute den Leichnam des hl. Markus im 9. Jhd. nach Venedig und errichteten ihm eine Basilika. Das heutige Bauwerk stammt aus dem Jahr 1094.
Die 1,6m hohe Quadriga in der Mitte stammt aus Rom – wahrscheinlich von einem Triumphbogen oder dem Mausoleum Kaiser Hadrians. Sie wiegen über 800kg. Die Portale an der Vorderseite sind von Steinbögen bekrönt in denen glänzende Mosaike angebracht sind – besonders abends glänzen die goldenen Steinchen in voller Pracht.

Gleich nebenan in Richtung des Canal Grande öffnet sich der Platz hin zum Palazzo Ducale. Hierbei handelt es sich um den offiziellen Sitz des Dogen der ab dem 14. Jahrhundert sein heutiges Erscheinungsbild trägt. Mehr als sieben Jahrhunderte lang saß hier die venezianische Regierung und überstand so einige Stürme und Zusammenbrüche. Eine der bekanntesten Persönlicheiten der Stadt war hier auf dem Dachboden eingesperrt: Giacomo Casanova – bekannterweise konnte er von hier entkommen.


Öffnungszeiten: täglich 09:00 – 19:00 Uhr

Eintritt Erwachsene: 30€ (wer sich schon 30Tage vor seinem Besuch sicher ist und online Tickets kauft spart 5€)


Cannaregio

Cannaregio hat nicht die Anziehung der Touristischen Hotspots – hier findet man vor allem Wohnhäuser in einem Mix zwischen herrschaftlichen Palazzi und schlichten Häusern durchzogen von kleinen Kanälen.

Ein Highlight bietet dieses „normale“ Stadtviertel aus touristischer Sicht aber doch: das jüdische Ghetto. Vom 16. bis ins 19. Jahrhundert war hier das jüdische Viertel ausgewiesen. Wer tiefer in die jüdische Geschichte Venedigs eintauchen will, der sollte das Museum Ebraico besuchen. Der Besuch des Museums kann mit einer Führung kombiniert werden, die die Besichtigung der Synagogen des Ghettos beinhaltet.


Öffnungszeiten: Sonntag – Freitag 10:00 – 18:00 Uhr

Führungen immer stündlichen ab 10:30 Uhr

Eintritt Erwachsene: 12€, mit Führung 15€


Lido

Wer wie ich im Hochsommer bei über 30°Grad in Venedig unterwegs ist, braucht nach dem ganzen Sightseeing auch mal eine Abkühlung. Wie gut, dass die Stadt ihre eigene Lido Insel hat – das Beste daran mit dem Vaporetto Tagesticket kommt man ganz easy zur gleichnamigen Anlegestelle. Zunächst sieht das Ganze so gar nicht nach Sandstrand aus. Der Anleger spült einen auf einen belebten Busbahnhof mit Hauptstraße dahinter. Sobald man diese überquert hat wird das Strandgefühl aber mit jedem Schritt spürbarer. Es reihen sich, neben Eisdielen und Cafes, kleine Kioske an der Straße auf , die allerlei Krimskrams verkaufen, den man für den Strand brauchen könnte – Sonnenbrillen und -hüte, Handtücher und Luftmatrazen.

Nach etwa 10 Minuten Fußweg erreiche ich den Strandabschnitt. Hier stellt sich nun nur noch eine Frage: kostenpflichtiges Strandbad oder Free Beach? Da ich nur ein Handtuch in der Tasche hatte und die Sonne erbarmungslos und ohne Wolken in Sicht vom Himmel gebrannt hat, habe ich mich für das Strandbad entschieden. Zwei Liegen und einen Schirm kann man hier für 30€ den ganzen Tag lang mieten. Den Schirm habe ich bitter nötig gebraucht, weshalb ich gerne bereit war den Preis zu bezahlen. Zumal das Strandbad nicht mein tägliches Ziel war, was die Sache dann doch unnötig teuer gemacht hätte. Vor Ort ist es auch möglich seine Wertgegenstände in einen Spint zu sperren, so dass man sorgenlos im Meer planschen kann.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Badeschuhe sind eine super Investition. Sie sind zwar meistens nicht besonders stylisch, aber glühend heißer Sand unter den nackten Füßen ist für mich meistens keine Option. Der Abschnitt im Meer erfordert an sich eigentlich kein besonders Schuhwerk – der Weg hin und zurück sind das Hindernis.

Biennale

Zu guter Letz wäre dann da noch die Biennale – die an sich kein eigenes Stadtviertel hat, meiner Meinung nach aber einen eigenen Abschnitt verdient hat.

Seit 1907 findet die Biennale jedes Jahr statt. Der Schwerpunkt wechselt jedes Jahr zwischen Kunst ( in geraden Jahren) und Architektur (in ungeraden Jahren). Aktuell findet gerade die Architekturbiennale unter dem Titel „The Laboratory of the Future“ statt. Sie ist die erste große Ausstellung dieser Art, die den Weg zur Klimaneutralität in der Praxis erprobt, sowie die Themen Dekolonisierung und Dekarbonisierung anspricht.

The Laboratory of the Future is an exhibition in six parts. It includes 89 participants, over half of whom are from Africa or the African Diaspora. The gender balance is 50/50, and the average age of all participants is 43, dropping to 37 in the Curator’s Special Projects, where the youngest is 24. 46% of participants count education as a form of practice, and, for the first time ever, nearly half of participants are from sole or individual practices of five people or less. Across all the parts of The Laboratory of the Future, over 70% of exhibits are by practices run by an individual or a very small team. (…)”

https://universes.art/de/biennale-venedig/2023-architecture

What to do in Hamburg

1. alter Elbtunnel

Hamburg ist über viele Wege zu erreichen. Wer mit dem Auto anreist hat die erste Attraktion dann auch schon auf dem Weg. Über die Elbe, bzw. darunter geht es durch den Elbtunnel hinein in die Stadt. Für 2€ – und wenn das Auto schmal genug ist – wird man von einem Aufzug 23m in die Tiefe befördert. Die Strasse ist so schmal, dass man unbedingt in der Spur bleiben muss um nicht anzuecken. Zu Fuß ist das ganze dann doch deutlich entspannter – und kostenlos. Der Gehweg ist zwar auch so schmal, dass zwei Fußgänger gerade so aneinander vorbei gehen können, aber man hat viel mehr Zeit sich richtig umzusehen. Die Wände sind gefließt und an den beiden Enden, sowie auf Hälfte der Strecke sind Infotafeln angebracht.

2. Park Fiction

Wieder an der Oberfläche wendet man sich nach rechts. Über den Parkplatz auf dem morgens der Fischmarkt stattfindet führt der Weg weiter hinein in die Stadt. Wer gut aufpasst sieht auf der linken Seite etwas, das mir bei meinem ersten Besuch komplett entgangen ist. Palmen! Ja, gut sie sind aus Plastik, aber nur wenig gibt mir son sehr das Gefühl von Urlaub wie der Anblick von Palmen – vor allem an einem strahlend schönen Sommertag. Die Metallgebilde sind Teil eines öffentlichen Parks, in dem tagsüber Basketball gespielt und verweilt wird. Kein Wunder bei dem schönen Blick auf den Hafen bis hin zu den Docks.

3. Reeperbahn

Nur einen Katzensprung vom Park Fiction entfernt beginnt die legendäre Reeperbahn. Abends beginnen die vielen Lichter der Stadt zu leuchten und die Tour auf der Meile kann richtig losgehen. Neben den Klassikern, wie er Davidwache, den tanzenden Türmen oder der Großen Freiheit, hat es mir der Beatles Platz angetan. Genau am Eingang zur großen Freiheit stehen die vier Musiker in Metall verewigt. Im Kreis um sie herum sind die Titel ihrer Lieder in den Boden eingelassen. Hamburg zollt damit einer großen Band Tribut, die ihre Karriere in den 1960ern dort startete.

Am Ende der Reeperbahn öffnet sich die Straße zum Dom Park. Der Hamburger Dom findet dreimal im Jahr statt. Ich hatte schon mal Glück und konnte beim letzten Mal über die Frühlingskirmes schlendern. Von hier ist es nur ein Steinwurf bis zum Millerntor-Stadion. Natürlich habe ich mich sofort in das Graffiti am Eingang 4 verliebt.

4. Lichterfahrt

Wer Abends in St. Pauli unterwegs ist und noch nicht bereit für eine Kneipentour ist, dem kann ich eine Lichterfahrt nur empfehlen. Gestartet wird an den Landungsbrücken um 21:30 Uhr. Auf einer Barkasse geht es Richtung Elbphilharmonie und Speicherstadt. Bei meiner Tour war der Wasserstand schon zu niedrig, um richtig in die Speicherstadt hinein fahren zu können, deshalb wurde nur der Abends befahrbare Teil angeschnitten. Nach einer kurzen Drehung geht es wieder vorbei an der Elbphilharmonie. Langsam setzte jetzt auch die Dämmerung ein, so dass der Himmel in die schönsten Pastelltöne getaucht war – die Fotos werden der Realität nicht gerecht. Weiter geht es hinaus Richtung Elbstrand. Eine große Linkskurve später befand ich mich schon am Eingang der Docks. Das ich Containerschiffe sehr faszinierend finde ist kein Geheimnis. Sie von so nah und während des Sonnenuntergangs zu sehen war für mich eine besondere Erfahrung. Am Ende der Docks geht es durch zwei Schleusen zurück von der Nordelbe auf den Hauptstrom. Ein bisschen verzaubert von den Eindrücken geht es nach 1 1/2 Stunden wieder zum Ausgangspunkt. Die 26€ für die Fahrt waren es definitiv wert und ich würde es sofort wieder machen.

5. Museumsschiff Rickmer Rickmers

Unter Tags findet man gleich neben den Landungsbrücken seit den 1980ern die Rickmer Rickmers – ein Museumsschiff, dass nach einem Eintritt von 6€ erkundet werden kann. Das alte Segelschiff hat eine lange Geschichte als Frachtschiff, die man in der Dauerausstellung gut nachvollziehen kann. Im Bauch des Schiffs befindet sich ein Restaurant, dass auch als Eventlocation gemietet werden kann. Seit 2006 findet sich dort auch eine offizielle Schiffspoststelle der Deutschen Post mit einem eigenen Sonderstempel. Wer ein besonderes Andenken nach Hause schicken möchte, wirft seine Postkarten am Besten hier ein.

6. Speicherstadt

Wenn man am Hafen entlang flaniert landet man unwillkürlich in der Speicherstadt. Da diese riesig ist und zahlreiche Museen zu bieten hat, die alleine einen Tag zur Besichtigung gebraucht hätten, muss ich mir ein paar Highlight rauspicken.

Bevor man in die Speicherstadt eintaucht lohnt es sich einen kurzen Abstecher zum Chile Haus zu machen. Das 1924 errichtete Backsteingebäude gilt als Ikone des Expressionismus in der Architektur und ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Die Spitze im Osten des Kontorhauses erinnert an einen Schiffsbug. Im Innenhof lohnt sich ein Blick nach oben – so ein Ausblick ist eher selten.

Die Speicherstadt erinnert mich ein bisschen an ein Inselchen im Fluss. Es scheint als würden die Gebäude und ihre Straßen nur von den Brücken an Ort und Stelle gehalten, die sich alle paar Meter durch das Areal ziehen. Über das Highlight im Fluss bin ich eher zufällig gestolpert – das Elbschlösschen! Eigentlich wollte ich nur kurz Pause machen und mir was zu trinken holen, als ich beim Hinsetzten im Außenbereich des von mir ausgewählten Cafés bemerke, dass man von dieser Brücke einen perfekten Blick auf das Wasserschloss hat.

7. Fischmarkt

Natürlich darf der Fischmarkt bei einer Tour durch St. Pauli nicht fehlen. Morgens um 5 sind außer mir nur ein paar Nachtschwärmern und andere Frühaufsteher an der Hafenpromenade. Die meisten Touristen kommen erst etwas später gegen 6, wenn’s richtig los geht’s und alle Stände ihre Waren zum anpreisen aufgebaut haben. Natürlich könnte auch ich den verlockenden Angeboten nicht widerstehen. Eine riesige Tüte Nudeln und eine Kühlbox voll geräuchertem Fisch begleiten mich im Auto zurück nach Hause.

Betrieb auf dem Fischmarkt

8.Planten un Blomen

Botanische Gärten strahlen für mich immer eine gewisse Art von Ruhe aus – klar, das ich mir Planten un Blomen nicht entgehen lassen wollte. Die schlechte Nachricht zuerst: Die Gewächshäuser werden aktuell saniert und sind bis auf weiteres geschlossen.

Trotzdem gibt es im Park, der kostenlos zu besichtigen ist und seinen Namen von der Niederdeutschen Gartenschau 1935 erhalten hat, einiges zu betrachten. Auf dem Rundweg wandelt man über die Mittelmeerterrassen gelangt man in den Japanischen Landschaftsgarten. Darauf folgt dann der Rosengarten, welcher sich zu einem kleinen See öffnet. Von hier hat man einen tollen Blick auf den Fernsehturm.

9.Rathaus & Alsterarkaden

Vom zuvor erwähnten Park ist es nur ein kurzer Spaziergang in die Hamburger Innenstadt. Die Straßen voller Geschäfte laden zu einem Schaufensterbummel ein. Meistens muss es auch beim Schaufenster bleiben, da die Geschäfte Richtung Rathausplatz immer hochpreisiger werden. Nur bei den bekannten Marken in meiner Preisklasse konnte ich nicht vorbei gehen und musste doch einen Blick hinein werfen. Eines dieser Geschäfte hatte an beiden Enden einen Ein- bzw. Ausgang – und schon stand ich in den Alsterarkaden. Einen kurzen Moment fand ich mich nach Venedig versetzt, da ein klarer Bezug in der Architektur zu finden ist. Nebenbei sind die Arkaden eine der ältesten Einkaufs- und Flaniermeilen Hamburgs.

Gleich gegenüber der Arkaden sieht man ihn schon – den Prachtbau aus dem 19.Jahrhundert in dem heute das Rathaus untergebracht ist.

10.Street Art

Mein letztes to Do ist nicht an einem bestimmten Ort zu finden, sondern eher über die ganze Stadt verteilt: Die Hamburger Street Art.

Man findet diese Kunstwerke in manchen Vierteln fast an jeder Ecke. Ich musste mich hier also auf eine Auswahl beschrenken, bzw. werde diesen Punkt fortführen, immer wenn ich ein neues, für mich besonders Kunstwerk finde. Beim Banksy scheiden sich die Geister ob er denn echt ist, vielleicht ist das aber genau der Reiz bei diesem Künstler, von dem niemand weiß wer er wirklich ist. Im folgenden meine aktuelle Auswahl mit Hinweisen auf den Standort:

  1. Der letzte Seebär – Lippmannstraße
  2. Hamburg Tor zur Welt – Argentinienbrücke
  3. Bomb Hugger, Banksy – Michaelipassage
  4. Möwen – Ellerholzdamm

Frankfurt in Fotos

Im Januar ließ mich Frankfurt am Main nicht los. Zuerst war ich dort zum Eishockey, zwei Wochen später dann auf Geschäftsreise. Hier bot es sich an die Reise um das Wochenende zu verlängern. Im folgenden kommen meine Highlights:

Skyline

Für jemanden wie mich, der aus einer Stadt kommt in der kein Gebäude höher sein darf als die Frauenkirche (99 Meter), ist eine Skyline anfangs etwas surreal. Zunächst denkt man sich „ok, Hochhäuser halt“ und dann lässt es einen irgendwie nicht mehr los. Man schaut irgendwann ständig nach oben und ist fasziniert. Besonders die Flucht im zweiten Bild war für mich etwas besonderes – dieser Blick ist einzigartig in Europa.

Eiserner Steg

Der eiserne Steg ist einer der vielen Brücken über den Main – sie sind teilweise nach ihrem Material benannt. Eisen eignet sich offensichtlich am Besten um Liebesschlösser anzubringen. Wirklich die ganze Brücke ist voll davon.

Hauptbahnhof

Ein ähnliches Foto des Hauptbahnhof habe ich bei meiner Recherche auf Pinterest gefunden und mir war klar, dass ich das rekreieren muss. Der Schriftzug der Frankfurter Allgemeinen passt aber auch zu gut zur Reisefotografie – von den Konditionen an dem Abend ganz zu schweigen.

Alte Oper

Die Alte Oper sticht einem architektonisch gleich ins Auge. Man fühlt sich in die Kaiserzeit versetzt, auch wenn das heutige Gebäude ein Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg ist. Das Originale Gebäude wurde fast vollkommen zerstört.

My Zeil

Eigentlich versuche ich mich was Shopping angeht eher zurück zu halten. Schließlich braucht man am Ende immer viel weniger als man denkt. Als ich die Dachkonstruktion vom My Zeil Einkaufszentrum gesehen habe war’s allerdings um mich geschehen – da musste ich hin! Und gekauft habe ich am Ende doch was. Auch wenn es nur eine heiße Schokolade war.

Römerberg

Bei einer Sightseeing Tour darf der Bereich des Römerbergs nicht fehlen. Ich muss bei Fachwerk immer an die Märchen der Gebrüder Grimm denken, auch wenn das wie hier geographisch etwas daneben ist. Auffällig ist auch, dass die Justizia auf dem Brunnen keine Augenbinde trägt.

jüdischer Friedhof

Gefühlt ist die Reihe der Namen an der Mauer des jüdischen Friedhofs endlos. Aber wie soll man 6 Millionen Ermordete auch darstellen? Beim Stehenbleiben und Namen lesen ist mir ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen. Die Steinchen werden zum Andenken auf die Konsolen gelegt.

Friedenstaube

Die Friedenstaube spricht meiner Meinung nach für sich selbst. Street Art + tolle Botschaft = ❤️

Städelmuseum

Wie schon in der Bildunterschrift geschrieben, steht das Städel Museum auf der GEO Liste der 15 deutschen Museen, die man besucht haben sollte. Also nichts wie rein!