Bei einem Besuch sollte man die folgenden Highlights auf gar keinen Fall verpassen:
Residenz
Ein Besuch der Residenz – nicht nur ein Spaziergang durch den schönen Garten lohnt sich, auch eine Führung durch das Gebäude darf man auf keinen Fall verpassen! Nur so kommt man ins Spiegelzimmer, da dem gleichnamigen Saal in Versailles nachempfunden ist. In der Residenz ist es Fotografieren leider untersagt, deshalb gibt’s nur ein Bild aus dem Garten.
Weinliebhaber finden im Keller eine Besonderheit: Der älteste Weinkeller Deutschlands! Schon früh am Sonntag morgen, um 11.00 Uhr, kann man sich durch den Staatlichen Hofkeller unterhalb der Residenz führen lassen. Für 11€ besichtigt man nicht nur den ältesten Weinkeller Deutschlands, sondern erhält auch ein Glas Wein obendrauf – welcher am Ende der Führung natürlich auch zu erwerben ist.
alte Mainbrücke
Ein Glas Wein auf der alten Mainbrücke trinken gehört zu den Dingen, die ich besonders an lauen Sommertagen oder -nächten empfehlen kann. Stilecht aus echten Gläsern zwischen den Heiligenfiguren auf der Brücke getrunken. Die Auswahl beschränkt sich nicht nur auf Weiß- oder Rotwein, auch Mischgetränke wie Aperol Spritz oder Hugo sind zu haben. Die Brückenfiguren lassen mich immer ein wenig ins Träumen kommen und erinnern mich jedesmal an die Karlsbrücke in Prag.
Kiliansdom
Der Dom in Würzburg geht auf eine Klosteranlage aus dem 8. Jahrhundert zurück und ist in ihrer heutigen Form die viertgrößte romanische Basilika Deutschlands. In Folge der Bombardierung Würzburgs während des zweiten Weltkriegs wurde der Bau schwer beschädigt. Der Wiederaufbau aus den 1960er Jahren hat nicht mehr viel mit der ehemaligen Basilika zu tun. Die gebliebene barocke Substanz wurde Zugunsten einer Re-Romanisierung abgetragen – deshalb findet man heute einen wilden Mix verschiedener Baustile. Von Elementen des Barock, der Romanik bis hin zur Moderne ist alles dabei.
Festung Marienberg
Wer kurz die Wanderschuhe schnüren möchte wird, wird auf der anderen Mainseite fündig – über eine leichte Wanderung durch die Weinberge gelangt man hinauf zur Festung Marienberg. Von dort hat man einen wundervollen Ausblick über die Stadt. Weil ich die Wanderung so schön fand, habe ich ihr hier einen eigenen Post gewidmet.
Hamburg ist über viele Wege zu erreichen. Wer mit dem Auto anreist hat die erste Attraktion dann auch schon auf dem Weg. Über die Elbe, bzw. darunter geht es durch den Elbtunnel hinein in die Stadt. Für 2€ – und wenn das Auto schmal genug ist – wird man von einem Aufzug 23m in die Tiefe befördert. Die Strasse ist so schmal, dass man unbedingt in der Spur bleiben muss um nicht anzuecken. Zu Fuß ist das ganze dann doch deutlich entspannter – und kostenlos. Der Gehweg ist zwar auch so schmal, dass zwei Fußgänger gerade so aneinander vorbei gehen können, aber man hat viel mehr Zeit sich richtig umzusehen. Die Wände sind gefließt und an den beiden Enden, sowie auf Hälfte der Strecke sind Infotafeln angebracht.
Wieder an der Oberfläche wendet man sich nach rechts. Über den Parkplatz auf dem morgens der Fischmarkt stattfindet führt der Weg weiter hinein in die Stadt. Wer gut aufpasst sieht auf der linken Seite etwas, das mir bei meinem ersten Besuch komplett entgangen ist. Palmen! Ja, gut sie sind aus Plastik, aber nur wenig gibt mir son sehr das Gefühl von Urlaub wie der Anblick von Palmen – vor allem an einem strahlend schönen Sommertag. Die Metallgebilde sind Teil eines öffentlichen Parks, in dem tagsüber Basketball gespielt und verweilt wird. Kein Wunder bei dem schönen Blick auf den Hafen bis hin zu den Docks.
Nur einen Katzensprung vom Park Fiction entfernt beginnt die legendäre Reeperbahn. Abends beginnen die vielen Lichter der Stadt zu leuchten und die Tour auf der Meile kann richtig losgehen. Neben den Klassikern, wie er Davidwache, den tanzenden Türmen oder der Großen Freiheit, hat es mir der Beatles Platz angetan. Genau am Eingang zur großen Freiheit stehen die vier Musiker in Metall verewigt. Im Kreis um sie herum sind die Titel ihrer Lieder in den Boden eingelassen. Hamburg zollt damit einer großen Band Tribut, die ihre Karriere in den 1960ern dort startete.
Am Ende der Reeperbahn öffnet sich die Straße zum Dom Park. Der Hamburger Dom findet dreimal im Jahr statt. Ich hatte schon mal Glück und konnte beim letzten Mal über die Frühlingskirmes schlendern. Von hier ist es nur ein Steinwurf bis zum Millerntor-Stadion. Natürlich habe ich mich sofort in das Graffiti am Eingang 4 verliebt.
Davidwachetanzende TürmeGroße FreiheitBeatles PlatzMillerntor Stadion
4. Lichterfahrt
Wer Abends in St. Pauli unterwegs ist und noch nicht bereit für eine Kneipentour ist, dem kann ich eine Lichterfahrt nur empfehlen. Gestartet wird an den Landungsbrücken um 21:30 Uhr. Auf einer Barkasse geht es Richtung Elbphilharmonie und Speicherstadt. Bei meiner Tour war der Wasserstand schon zu niedrig, um richtig in die Speicherstadt hinein fahren zu können, deshalb wurde nur der Abends befahrbare Teil angeschnitten. Nach einer kurzen Drehung geht es wieder vorbei an der Elbphilharmonie. Langsam setzte jetzt auch die Dämmerung ein, so dass der Himmel in die schönsten Pastelltöne getaucht war – die Fotos werden der Realität nicht gerecht. Weiter geht es hinaus Richtung Elbstrand. Eine große Linkskurve später befand ich mich schon am Eingang der Docks. Das ich Containerschiffe sehr faszinierend finde ist kein Geheimnis. Sie von so nah und während des Sonnenuntergangs zu sehen war für mich eine besondere Erfahrung. Am Ende der Docks geht es durch zwei Schleusen zurück von der Nordelbe auf den Hauptstrom. Ein bisschen verzaubert von den Eindrücken geht es nach 1 1/2 Stunden wieder zum Ausgangspunkt. Die 26€ für die Fahrt waren es definitiv wert und ich würde es sofort wieder machen.
Unter Tags findet man gleich neben den Landungsbrücken seit den 1980ern die Rickmer Rickmers – ein Museumsschiff, dass nach einem Eintritt von 6€ erkundet werden kann. Das alte Segelschiff hat eine lange Geschichte als Frachtschiff, die man in der Dauerausstellung gut nachvollziehen kann. Im Bauch des Schiffs befindet sich ein Restaurant, dass auch als Eventlocation gemietet werden kann. Seit 2006 findet sich dort auch eine offizielle Schiffspoststelle der Deutschen Post mit einem eigenen Sonderstempel. Wer ein besonderes Andenken nach Hause schicken möchte, wirft seine Postkarten am Besten hier ein.
6. Speicherstadt
Wenn man am Hafen entlang flaniert landet man unwillkürlich in der Speicherstadt. Da diese riesig ist und zahlreiche Museen zu bieten hat, die alleine einen Tag zur Besichtigung gebraucht hätten, muss ich mir ein paar Highlight rauspicken.
Bevor man in die Speicherstadt eintaucht lohnt es sich einen kurzen Abstecher zum Chile Haus zu machen. Das 1924 errichtete Backsteingebäude gilt als Ikone des Expressionismus in der Architektur und ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Die Spitze im Osten des Kontorhauses erinnert an einen Schiffsbug. Im Innenhof lohnt sich ein Blick nach oben – so ein Ausblick ist eher selten.
Die Speicherstadt erinnert mich ein bisschen an ein Inselchen im Fluss. Es scheint als würden die Gebäude und ihre Straßen nur von den Brücken an Ort und Stelle gehalten, die sich alle paar Meter durch das Areal ziehen. Über das Highlight im Fluss bin ich eher zufällig gestolpert – das Elbschlösschen! Eigentlich wollte ich nur kurz Pause machen und mir was zu trinken holen, als ich beim Hinsetzten im Außenbereich des von mir ausgewählten Cafés bemerke, dass man von dieser Brücke einen perfekten Blick auf das Wasserschloss hat.
Natürlich darf der Fischmarkt bei einer Tour durch St. Pauli nicht fehlen. Morgens um 5 sind außer mir nur ein paar Nachtschwärmern und andere Frühaufsteher an der Hafenpromenade. Die meisten Touristen kommen erst etwas später gegen 6, wenn’s richtig los geht’s und alle Stände ihre Waren zum anpreisen aufgebaut haben. Natürlich könnte auch ich den verlockenden Angeboten nicht widerstehen. Eine riesige Tüte Nudeln und eine Kühlbox voll geräuchertem Fisch begleiten mich im Auto zurück nach Hause.
Betrieb auf dem Fischmarkt
8.Planten un Blomen
Botanische Gärten strahlen für mich immer eine gewisse Art von Ruhe aus – klar, das ich mir Planten un Blomen nicht entgehen lassen wollte. Die schlechte Nachricht zuerst: Die Gewächshäuser werden aktuell saniert und sind bis auf weiteres geschlossen.
Trotzdem gibt es im Park, der kostenlos zu besichtigen ist und seinen Namen von der Niederdeutschen Gartenschau 1935 erhalten hat, einiges zu betrachten. Auf dem Rundweg wandelt man über die Mittelmeerterrassen gelangt man in den Japanischen Landschaftsgarten. Darauf folgt dann der Rosengarten, welcher sich zu einem kleinen See öffnet. Von hier hat man einen tollen Blick auf den Fernsehturm.
Vom zuvor erwähnten Park ist es nur ein kurzer Spaziergang in die Hamburger Innenstadt. Die Straßen voller Geschäfte laden zu einem Schaufensterbummel ein. Meistens muss es auch beim Schaufenster bleiben, da die Geschäfte Richtung Rathausplatz immer hochpreisiger werden. Nur bei den bekannten Marken in meiner Preisklasse konnte ich nicht vorbei gehen und musste doch einen Blick hinein werfen. Eines dieser Geschäfte hatte an beiden Enden einen Ein- bzw. Ausgang – und schon stand ich in den Alsterarkaden. Einen kurzen Moment fand ich mich nach Venedig versetzt, da ein klarer Bezug in der Architektur zu finden ist. Nebenbei sind die Arkaden eine der ältesten Einkaufs- und Flaniermeilen Hamburgs.
Mein letztes to Do ist nicht an einem bestimmten Ort zu finden, sondern eher über die ganze Stadt verteilt: Die Hamburger Street Art.
Man findet diese Kunstwerke in manchen Vierteln fast an jeder Ecke. Ich musste mich hier also auf eine Auswahl beschrenken, bzw. werde diesen Punkt fortführen, immer wenn ich ein neues, für mich besonders Kunstwerk finde. Beim Banksy scheiden sich die Geister ob er denn echt ist, vielleicht ist das aber genau der Reiz bei diesem Künstler, von dem niemand weiß wer er wirklich ist. Im folgenden meine aktuelle Auswahl mit Hinweisen auf den Standort:
Im Januar ließ mich Frankfurt am Main nicht los. Zuerst war ich dort zum Eishockey, zwei Wochen später dann auf Geschäftsreise. Hier bot es sich an die Reise um das Wochenende zu verlängern. Im folgenden kommen meine Highlights:
Skyline
Für jemanden wie mich, der aus einer Stadt kommt in der kein Gebäude höher sein darf als die Frauenkirche (99 Meter), ist eine Skyline anfangs etwas surreal. Zunächst denkt man sich „ok, Hochhäuser halt“ und dann lässt es einen irgendwie nicht mehr los. Man schaut irgendwann ständig nach oben und ist fasziniert. Besonders die Flucht im zweiten Bild war für mich etwas besonderes – dieser Blick ist einzigartig in Europa.
Der eiserne Steg ist einer der vielen Brücken über den Main – sie sind teilweise nach ihrem Material benannt. Eisen eignet sich offensichtlich am Besten um Liebesschlösser anzubringen. Wirklich die ganze Brücke ist voll davon.
Ein ähnliches Foto des Hauptbahnhof habe ich bei meiner Recherche auf Pinterest gefunden und mir war klar, dass ich das rekreieren muss. Der Schriftzug der Frankfurter Allgemeinen passt aber auch zu gut zur Reisefotografie – von den Konditionen an dem Abend ganz zu schweigen.
Die Alte Oper sticht einem architektonisch gleich ins Auge. Man fühlt sich in die Kaiserzeit versetzt, auch wenn das heutige Gebäude ein Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg ist. Das Originale Gebäude wurde fast vollkommen zerstört.
Eigentlich versuche ich mich was Shopping angeht eher zurück zu halten. Schließlich braucht man am Ende immer viel weniger als man denkt. Als ich die Dachkonstruktion vom My Zeil Einkaufszentrum gesehen habe war’s allerdings um mich geschehen – da musste ich hin! Und gekauft habe ich am Ende doch was. Auch wenn es nur eine heiße Schokolade war.
Bei einer Sightseeing Tour darf der Bereich des Römerbergs nicht fehlen. Ich muss bei Fachwerk immer an die Märchen der Gebrüder Grimm denken, auch wenn das wie hier geographisch etwas daneben ist. Auffällig ist auch, dass die Justizia auf dem Brunnen keine Augenbinde trägt.
Gefühlt ist die Reihe der Namen an der Mauer des jüdischen Friedhofs endlos. Aber wie soll man 6 Millionen Ermordete auch darstellen? Beim Stehenbleiben und Namen lesen ist mir ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen. Die Steinchen werden zum Andenken auf die Konsolen gelegt.
Wie schon in der Bildunterschrift geschrieben, steht das Städel Museum auf der GEO Liste der 15 deutschen Museen, die man besucht haben sollte. Also nichts wie rein!
Selbst wenn man sich nicht für Geschichte und Archäologie interessiert, kommt man an der Akropolis nicht vorbei. Der Parthenon Tempel ist mehr oder weniger immer von der Stadt aus zu sehen.
Aber von vorne: Über der Stadt erheben sich mehrere Hügel. Der touristisch wichtigste ist der Burgberg – die sogenannte Akropolis. Die architektonischen Hinterlassenschaften, die heute zu sehen sind bilden den Stand der römischen Kaiserzeit ab. Als Athen zur Hauptstadt des modernen Griechenland wurde, wurde auch die Akropolis zum Teil des nationalen Selbstverständnisses. Seit dem 19. Jhd. finden hier Grabungen und Restaurierungen statt.
Durch die Propyläen – die auf ein mykenisches Burgtor zurück gehen – betritt man das Akropolis Gelände. Hier wird man über Schautafeln im Kreis um den Platz geführt.
Erste Station auf dem Weg ist das Erechteion. Dieser Bau wird bereits in Homers Odysee und Ilias erwähnt. Der kleine Tempel war wohl der Athena Polias geweiht. Das bekannteste Element ist die Korenhalle im Süden.
Von hier aus bewegt man sich an die Spitze des Plateaus, wo man freie Sicht auf den Tempel der Athena Parthenos hat – den Parthenon. Er bildet das religiöse Zentrum des antiken Athens und gründet auf mehreren Vorgängerbauten. Laut Angaben von Plinius befand sich in seinem Inneren ein 11,5 m hohes Bildnis der Athena – heute ist davon nichts mehr übrig.
In der Moderne sorgt aktuell der Parthenon Fries für Aufmerksamkeit. Die Originale sind in verschiedenen Museen verteilt. Jüngst hat der Vatikan angekündigt seine Fragmente an Griechenland zurück zugeben. Nun werden wieder Stimmen lauter, dass auch das British Museum in London, wo sich der Großteil der Bauplastik befindet, seine Stücke zurück geben sollte.
Ich habe mich beim Ticketkauf für ein Kombiticket entschieden, mit dem man im Zeitraum von 5 Tagen fast alle hier aufgelisteten Attraktionen besichtigen kann. Für 30€ in der Nebensaison kein schlechter Deal.
2. griechische Agora
Der Bereich der griechischen Agora wurde bereits in der Bronzezeit als Friedhof genutzt. Ab der Eisenzeit waren dann auch die Lebenden auf diesem Gebiet aktiv. Die Agora liegt direkt am Pananthenäenweg der hinauf zur Akropolis führt. Als die Perser Athen eroberten wurde dieses Areal zerstört, die danach errichteten Bauten konzentrieren sich eher auf die Randgebiete des Komplexes – so wie es auch heute den Eindruck macht. Die Freifläche in der Mitte diente kulturellen, religiösen und politischen Zwecken. Auch hier ist wieder der Stand der römischen Kaiserzeit erhalten.
Nach betreten fällt einem sofort der Tempel des Hephaistos auf der Erhebung an der linken Seite auf. Hierbei handelt es sich um den wahrscheinlich am Besten erhaltenen Tempel des antiken Griechenland.
Genau gegenüber findet sich die rekonstruierte Stoa des Attalos. Aus dem ersten Stockwerk ist auch das Bild hier entstanden. Das Erdgeschoss beherbergt heute ein kleines Museum mit Funden von der Agora.
3. Hadrians Bibliothek
[…] das Großartigste aber sind hundert Säulen aus prhygischem Marmor, und die Wände sind ebenso gebaut wie die Säulenhallen. Und hier sind Gebäude mit vergoldetem Dach und aus Alabater und dazu mit Statuen und Gemälden geschmückt, in denen Bücher aufbewahrt werden.
Pausanias, Beschreibung Griechenlands I, 18, 9
Vom bei Pausanias beschriebenen Glanz ist leider nicht mehr viel übrig. Heute sind mehr oder weniger nur noch Teile der Außenfassade und ein paar Säulen im Inneren erhalten. Das mag auch daran liegen, dass das Gebäude im 7.Jhd zu einer Kirche umgebaut wurde. Die Grundmauern der dreischiffigen Basilika sind im Landschaftsbild nachzuvollziehen.
4. Turm der Winde
Auf diesen Turm stellte er [Andronikos aus Kyrrhos] eine kegelförmige Säulenspitze mit einem bronzenen Zritonauf, der mit der rechten Hand einen Stab vorstreckt und so konstruiert ist, dass er durch den Wind umgedreht wurde, sich immer gegen den Wind stellte und den Stab über die Darstellung (des Windes) hielt als Anzeiger, woher der Wind weht.
Vitruv, De architectura libri decem 1, 6, 4
Der sogenannte Turm der Winde befindet sich auf der römischen Agora im Stadtteil Plaka.
Das Oktogon, dessen Name sich von den allegorischen Darstellung der Winde im oberen Teil ableitet, kann von zwei Seiten betreten werden. Die Winde geben die vier Himmelsrichtungen wieder, so dass der Bau als eine Art Kompass genutzt werden kann. Ursprünglich befand sich an allen acht Seiten eine Sonnenuhr – einzelne Reste sind noch heute zu erkennen. Die wichtigere Uhr befand sich allerdings im Inneren. Hier befand sich eine Wasseruhr, die Tag und Nacht unabhängig von der Sonneneinstrahlung die Zeit anzeigte. Davon ist heute nichts mehr zu erkennen, da das Gebäude im Laufe der Zeit als Taufkapelle unter den Christen und in osmanischer Zeit von einem Derwisch Orden genutzt wurde.
5. Olympieion
Neben dem moderenen Stadion von Athen findet sich das Olympieion – der Tempel von dem nur noch wenige eindrucksvolle Säulen erhalten sind, war dem olympischen Zeus geweiht.
Die Ausgrabungen an dieser Stelle lassen auf einen Monumentalbau von 60 x 120 Metern schließen. Der Tempel wurde erst unter Kaiser Hadrian fertiggestellt. Bereits in der Antike wurden immer wieder Bauteile des Tempels für andere Bauten wiederverwendet.
6. Hadrianstor
Anlässlich der Einweihung des eben beschriebenen Olympieions unter Hadrian wurde auch der hier abgebildete Hadriansbogen eingeweiht.
Hierbei handelt es sich um einen reinen Fassadenbau. Er trennt die Athener Altstadt von den neuen durch Hadrian erbauten Stadtvierteln – dies wird durch die Inschrift auf dem Bogen deutlich. Im Laufe der Zeit war der Bogen Bestandteil einer Kirche, sowie Teil der türkischen Stadtbefestigung im 18. Jahrhundert.
7. Akropolis Museum
Einen runden Abschluss zur Besichtigung der ganzen Monumente, die hier beschrieben wurden, bietet das 2009 eröffnete Akropolis Museum.
Hier finden sich Exponate von der Archaik bis zur Spätantike. Alles was hier ausgestellt wird wurde auf der Akropolis gefunden.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Parthenonfries, dem einen gesamte Etage gewidmet wird. Der innere und äußere Fries sind gemäß ihrer ursprünglichen Anordnung am Tempel im Raum angebracht. Davor erheben sich die Giebelfiguren. Dem Besucher wird so ein 3D Eindruck des Tempels gegeben.
Das Museum ist als einziges hier in der Liste nicht im Kombiticket enthalten. Der Eintritt kostet in der Wintersaison 10€.
Quelle: Wolfram Letzner, Athen. Der Archäologische Führer.
Die Kaiserburg ist das größte Wahrzeichen Nürnbergs un thront über der Stadt. Bewegt man sich entlang der Burgmauer auf den Hügel in der Altstadt hinauf, sind es am Ende nur noch ein paar Stufen Richtung Burgtor. Die Dauerausstellung führt über einen Rundweg durch die Burg. Die kleinst mögliche Tour kostet 5,50€ Eintritt. Hier erfährt man, wie Nürnberg zu einer der bedeutendsten Kurpfalzen des Heiligen Römischen Reiches wurde und die Burg unter den Staufern seine heutige Stellung als weltberühmtes Wahrzeichen bekam. Die romanische Kaiserkapell, die Teil des Rundwegs ist, ist der kunsthistorisch bedeutendste Teil der Burg – sie wurde in das unregelmässige Felsrelief angepasst. Der dazugehörige Burggarten führt fast einmal komplett um das Gebäude herum, erst danach folgt der Burggraben. Theoretisch können vom Garten aus unterirdische Felsgänge mit Führung besichtigt werden. Die letzte startet allerdings um 16:15 Uhr, dafür war ich bei meinem Besuch zu spät dran.
Blick auf den Sinwell TurmKaiserliche InsignienFenster-Intarsien
2. Dürer Haus
Schräg unterhalb der Burg findet sich dasDürer Haus. Das ehemalige Wohnhaus des Renaissance Malers ist als Museum ausgewiesen und hat im unten im Fachwerkhaus sogar einen kleinen Museumsshop zu bieten. Leider war ich zu spät dran um beides besichtigen zu können – es steht aber ganz oben auf meiner Liste, sollte ich wieder nach Nürnberg kommen. Bei dem Gebäude handelt es sich um eines der wenigen unzerstörten Bürgerhäusern aus dem 16. Jahrhundert. Seit 1828 findet sich hier ein Künstlermuseum. Am nahegelegenen Platz findet sich eine, von Dürers „Feldhasen“ inspirierte Bronze – Plastik.
Bronzeplastik inspiriert von Dürer’s „Feldhase“Blick auf das Dürer Haus
3. Schöner Brunnen
Vom Burgberg hinunter führt der Weg genau auf dem Hauptmarkt. Am Rathaus vorbei läuft man direkt auf den „Schönen Brunnen“ zu. Dieser Brunnen, dessen Original aus dem 14. Jahrhundert stammt, imitiert eine gotische Turmspitze. Eine Besonderheit ist der goldene Ring, der nahtlos in das Geländer eingefügt ist. Das Drehen an eben diesem soll Glück bringen.
4. Frauenkirche
Hinter dieser Attraktion findet sich quer über den Hauptmarkt die Frauenkirche. Sie wurde auf Veranlassung Kaiser Karls im 14. Jahrhundert als Hallenkirche erbaut. Vor dem Pestpogrom 1349 stand an selber Stelle eine Synagoge. Heute erlangt die Kirche überregionale Berühmtheit, da von der Empore an der Frontseite jedes Jahr vom Christkind der Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet wird.
5. Henkerhaus
Das Henkerhaus, das bis ins Jahr 1806 vom Nürnberger Henker bewohnt wurde, findet sich an einer der Brücken über die Pegnitz gleich unterhalb des Hauptmarkts. Alle Sehenswürdigkeiten sind gut im Stadtbild ausgeschildert, so dass man nicht lange suchen muss. Heute kann man in den ehemaligen Wohnräumen eine Ausstellung zur Nürnberger Kriminalgeschichte bestaunen.
6. Neues Museum
Weiter hinunter raus aus der Altstadt findet sich versteckt an der Stadtmauer das Neue Museum. Für 7€ Eintritt wird hier moderne Kunst und Design gezeigt. Die 100m lange, geschwungene Glasfassade ist, wie ich finde, schon ein Kunstwerk für sich.
7. Handwerkerhof
Mehr oder weniger gleich anschließend am Ende der Stadtmauer am Königstor, findet sich der Handwerkerhof. Nachdem man durch das Tor schreitet, fühlt man sich wie in eine andere Zeit versetzt. Im alten Waffenhof finden sich zahlreiche Fachwerkhäuschen, die traditionelle Handwerkskunst mit für Nürnberg typischen Erzeugnissen eine Heimat geben.
Wenn ich auf Reisen bin versuche ich auch bei kurzen Aufenthalten zumindest eine Sehenswürdigkeit abzuklappern. In Leipzig war ich nur für einen Abend und eine Nacht – hier habe ich mich für das Völkerschlachtdenkmal entschieden.
Wasserspiegelung vor dem Denkmal
1913 errang ein verbündetes Heer aus Russen, Preußen, Österreichern und Schweden in Leipzig einen entscheidenden Sieg über Napoleon. Hundert Jahre nach diesem Ereignis wurde das Völkerschlachtdenkmal eingeweiht. Mit 91 m Höhe ist es das höchste Denkmal Europas. Vom Sockel bis zur obersten Aussichtsplattform sind es 500 Stufen. Für 10€ Eintritt kann das Denkmal besichtigt werden.
Über dem Eingangsportal steht eine Monumentalfigur des Erzengel Michael – er gilt auch als Schutzpatron der Soldaten. Vom hier aus gelangt man in die Krypta. An den Wänden findet man 8 Zweiergruppen aus steinernen Kriegern. Diese symbolisieren die 120.000 Gefallenen der Völkerschlacht. In der Ruhmeshalle darüber wachen Personifikationen der Tugenden des deutschen Volkes – Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft, Opferbereitschaft. An der Kuppeldecke sind fast lebensgroße Reiterfiguren abgebildet.
Knapp unterhalb der Kuppel führt eine weitere Treppe hinauf zur ersten Aussichtsplattform. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über Leipzig. Am Ende des Rund führt eine weitere Treppe auf die oberste Plattform. Die Wendeltreppe hier ist so schmal, dass sie jeweils nur in eine Richtung begangen werden kann. Eine Ampel regelt den Verkehr. Oben angekommen hätte ich gerne die Aussicht bewundert, leider war dies durch hunderte von Insekten nicht möglich. Mit dem betreten der Plattform befand ich mich im Inneren eines Schwarms von Tieren die ich als fliegende Ameisen identifiziert hätte, sicher bin ich mir allerdings nicht. Da die Tiere die Erfahrung sehr unangenehm gemacht haben, bin ich bei der nächsten Ampelschaltung wieder nach unten in die Sicherheit der Kuppel.
Das Denkmal von außenErzengel Michael über dem Eingang Blick aus der Krypta nach obenRuhmeshalleReiterfiguren in der KuppelMonumentalfigur an erster PlattformAussicht auf’s AKWInsekten auf oberster PlattformSpitze des Denkmals – Man kann sowohl unterhalb der Figuren als auch oben auf dem Rechteck nach außen treten
Der erste richtige Urlaub nach zwei Jahren Corona Pause führt mich nach Neapel – und es gibt viel zu entdecken. Diesmal habe ich mir eine ganze Woche für den Städtetrip Zeit genommen und hätte mit weiteren Strandtagen und Ausflügen in die Umgebung auch noch länger bleiben können. Im folgenden habe ich vier Tage, die ich nur in Neapel verbracht habe aufgezeichnet.
Den Anreisetag habe ich mit einem Abendspaziergang an der Strandpromenade entlang genutzt, wo man auch sehr gut Essen gehen kann.
Das Bild auf der Seite ist eines der ersten Fotos die ich auf dieser Reise gemacht habe und auch eines meiner liebsten.
Centro Storico
Mein kleines aber feines Bed & Breakfast liegt direkt am Hauptbahnhof. Deshalb ist es für mich nur logisch, dass der erste Weg ins fußläufig erreichbare Centro Storico geht. Die erste Sehenswürdigkeit, die quasi auf dem Weg liegt ist der Duomo. Zusammen mit Basilika Santa Restituta bildet der Dom eine Einheit und ist damit die älteste Kirche in Neapel.
Danach stürze ich mich in das Gewusel der Stadt. Überall findet man kleine Geschäfte die allerlei Souvenirs anbieten. Ein Highlight ist die Schnitzergasse San Gregorio Armeno. Hier gibt es nicht nur klassische Krippenfiguren – wie auf dem Bild rechts zu sehen – sondern auch allerlei Kuriositäten. Neben Holzfiguren des Papstes reihen sich auch Prince, Freddy Mercury und natürlich Diego Maradonna ein. Nach wenigen Stunden in der Stadt ist mir klar Santo Diego ist nicht nur ein Symbol der eingefleischten Fussballfans sonder Teil der Kultur – dazu aber später noch mehr.
Eine Biegung später stehe ich vor dem Kloster Santa Chiara, indem auch heute noch Franziskaner und Klarissen leben geht auf eine Basilika aus dem Jahr 1310 zurück. Der damalige König wünschte sich eine schlichte Kirche, da die Kirchengüter nur der Armenhilfe zugute kommen sollten. Dementsprechend ist der Bau im Vergleich zu anderen Kirchen auch heute noch sehr schlicht gehalten. Das eigentliche Highlight findet sich im Inneren. Der Kreuzgang des Klosters ist in bunter Majolikakunst gestaltet. Die Kacheln leuchten in den Farben Gelb, Grün und Blau. Auf den Sitzbänken sind mythologische, bukolische und maritime Szenen zu bestaunen. Diesen Anblick lässt sich das Kloster bezahlen – der Eintritt beträgt 6€ pro Person.
Bagno Elena
Im Golf von Neapel muss unbedingt auch ein Strandtag drin sein. Durch einen Tipp unseres Gastgebers im Bed & Breakfast Re Diego bin ich auf das Bagno Elena aufmerksam geworden. Außer einem Bikini braucht man an nichts zu denken – Liegen, Sonnenschirme und Handtücher können vor Ort gegen Gebühr (für alles zusammen habe ich 20€ für den ganzen Tag bezahlt) geliehen werden. Da es sich hier um einen Privatstrand handelt hatte ich auch kein mulmiges Gefühl meine Wertsachen allein am Strand zurück zu lassen, während ich im Meer schwimmen war. Das unschuldige Schwimmvergnügen war allerdings schnell beendet, nachdem ich die winzigen Quallen im Wasser entdeckt habe – zum Glück habe ich der Qualle nur den Kopf gestreichelt und die Tentakel nicht berührt. Der nächste Gang ins Meer war dann mit sehr viel offeneren Augen.
Palazzo Reale + Piazza del Plebiscito
Die nächste Station führt über die wahrscheinlich am meisten fotografierte Ubahn Station in Neapel, wenn nicht sogar in ganz Europa – Toledo. Die ganze Metro Linie 1 wurde nach ihrem Ausbau von mehr als 100 Künstlern gestaltet. Das Blau in der Gestaltung repräsentiert das nahe gelegene Meer.
An der Oberfläche angekommen ist es nicht mehr weit bis zur Piazza Plebiscito und dem gegenüberliegenden Palazzo Reale.
Bis 1994 wurde die Fläche der Piazza noch als Parkplatz genutzt – kein Vergleich zu heute! Als ich dort stand fand gerade eine Sportveranstaltung oder ähnliches statt. Im Detail war es für mich von außen nicht zu erkennen worum sich die zahlreichen Stände wirklich drehen. Auf jeden Fall gab es eine Anmeldung und ein Siegerpodest. Wer entlang der ehemaligen Zufahrtsstraße schaut dem öffnet sich der Blick zum Meer hin, am Ende kann man den Vesuv erkennen.
Gegenüber des Platzes befindet sich der imposante Palazzo Reale. Für 10€ Eintrittsgeld pro Person darf man ihn dann auch von innen bewundern. Der Aufgang (2. Bild) ist das erste was einem bei der Internetrecherche entgegen fällt und auch der Teil der meiner Meinung nach am beeindruckendsten ist. Im Obergeschoss führt der Rundgang dann durch die königlichen Empfangs- und Schlafräume. Die großen Spiegel laden mich immer dazu ein, ein verstecktes Selfie zu machen. Die große Terrasse, die einen herrlichen Blick über die Stadt und das Meer bietet war zu dem Zeitpunkt als ich dort war leider für Besucher geschlossen.
spanisches Viertel
Angrenzend an die Piazza Plebiscito findet sich das sogenannte spanische Viertel. Den Namen trägt es, da man sich aufgrund der engen Gassen und zahlreich bunt geschmückten Balkone, die durchaus auch mit Wäsche überladen sein können in die Metropolen Südamerikas katapultiert fühlt.
Am Anfang reihen sich noch Geschäft an Geschäft, wo man von frischem Fisch bis hin zum Badvorleger alles kaufen kann. Je mehr man sich zum Kern des Viertels vorarbeitet desto mehr Restaurants findet man in den Straßen. Die Wände sind mit zahlreichen Graffitis dekoriert. Schnell wird klar: Hier ist nur einer heilig – Diego Maradonna. Der Fussballer gewann 1987 mit dem SCC Neapel die italienische Meisterschaft und ist seitdem nicht mehr aus den Straßen wegzudenken. Zahlreiche Cafes und Restaurants sind mit seinem Bild geschmückt, ab und an findet man auch kleine Aufbauten, die mich an Hausaltäre erinnert haben. Das Highlight sind die auf Wegweisern ausgeschriebenen Maradonna Grafittis. Nachdem man die Straße bergauf gelaufen ist öffnet sie sich zu einem kleinen Platz, der mit zahlreichen Girlanden geschmückt ist. Hier findet sich so etwas wie ein kleiner Schrein, der mit dem Bildnis und zahlreichen Trikots Maradonnas ausgestattet ist. Natürlich kommt auch hier der Kommerz nicht zu kurz. Auf zahlreichen Kleiderstangen werden Maradonna Trikots aus allen Spielzeiten und in allen Größen angeboten.
An diesem Wahrzeichen kommt in Prag niemand vorbei: In Mitten der Prager Altstadt an der Südseite des Rathauses findet sich die astronomische Uhr aus dem Jahr 1410. Rund um die Uhr ranken sich zahlreiche Mythen und Sagen. Ich gebe hier meinen Favouriten wieder:
Angeblich waren die Fenster oberhalb des Zifferblattes, die heute die Apostel beherbergen, die Fenster zu einer Gefängniszelle. Hier war ein Raubritter inhaftiert, der sich in der Stadt mit dem Schwert geschlagen hatte und wartete auf die Vollstreckung seines Todesurteils. Er beobachtete aus dem Fensterchen, wie sich ein Spatz in dem Mund des Sensenmanns niederließ, während dieser ihn auf- und zu klappte. Nach dem Ende der Vorführung blieb der Spatz in besagtem Mund gefangen und musste bis zur nächsten Stunde warten, bis er wieder frei wurde. Nachdem der Spatz in die Freiheit geflogen war, hatte der Ritter wieder Hoffnung, vielleicht selbst freizukommen. Und dies geschah tatsächlich, er wurde begnadigt.
Václav Cibula: Pražské pověsti. Orbis; Praha 1972
2. Karlsbrücke
Der zweite Touri-Hotspot findet sich nur ein paar Gehminuten weiter: Die Karlsbrücke. Diese wurde ebenfalls im 14. Jahrhundert errichtet und damit eine der ältesten erhaltenen Steinbrücken Europas. Über die Brücke führte der Krönungsweg der böhmischen Könige. Erst seit 1870 wird sie offiziell Karlsbrücke genannt.
3. Prager Burg
Von der Karlsbrücke kann man sie bereits sehen – die Prager Burg. Das Gelände ist von Montag bis Freitag von 09:00 – 17:00 Uhr geöffnet. Für die Besichtigung der Gebäude wird ein Ticket benötigt. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten. Da ich vor Jahren schon einmal die große Tour gemacht hatte, habe ich mich diesmal für Rundgang B zum Preis von 10€ entschieden. Die Highlights dieser Tour sind der Veitsdom und der alte Königspalast.
Die erste Version des Veitsdoms wurde im 14. Jahrhundert errichtet und dient seit jeher als Krönungskirche und Grabstätte der böhmischen Könige. Die heute zu sehenden Glasfenster wurden vom Jugendstil Künstler Alfons Mucha gestaltet. Neben dem Eingang erhebt sich ein Obelisk, der den Opfern des ersten Weltkriegs gedenkt.
Der alte Königspalast findet sich im zweiten Burghof. In diesem Gebäude fanden nicht nur Regierungssitzungen, Krönungen oder Festakte statt, sondern auch für Tuniere. Durch einen eigenen Reitereingang konnten die Ritter direkt in den Saal reiten. Im Ludwig-Flügel begann seiner Zeit der Dreißigjährige Krieg, als man zwei katholische Präsidenten aus dem Fenster warf. Auch heute noch ist der Palast der Sitz des Präsidenten, weshalb nicht alle Räume für Besucher geöffnet sind.
4. John Lennon Wall
Für diese Sehenswürdigkeit musste ich mich ein wenig vom Navigationssystem in meinem Handy leiten lassen. Versteckt an einem kleinen Platz gegenüber der Französischen Botschaft habe ich sie dennoch gefunden. Seit den 80ern wird die Wand mit von John Lennon inspirieren Graffitis gestaltet. Dabei handelt es sich nicht um ein konstantes Denkmal. Die Wand wird immer wieder umgestaltet.
5. Trdelník
Hierbei handelt es sich um einen gefüllten Baumstriezel, der in ganz Prag an jeder Ecke angeboten wird. Die Füllung variiert je nach Geschmack. Ich habe mich wie das Foto zeigt für Schokolade und Erdbeeren entschieden. Auch wenn das Essen eine relative Sauerei ist kann ich Trdelnik sehr empfehlen – sehr süß aber auch sehr lecker!
Der Spaziergang durch Krems lässt sich leicht in zwei Teile aufgliedern – zum einen die Kremser Altstadt, zum anderen der Stadtteil Stein.
Kremser Altstadt
Über den Bahnhofsplatz führt eine Strasse direkt auf die Untere Landstrasse zu und damit befindet man sich schon fast in der Altstadt. Weiter den Hügel hinauf läuft man fast direkt auf die Gozzoburg zu.
Hierbei handelt es sich um eine hochmittelalterliche Stadtburg, die zu den bedeutendsten Gebäuden der frühen Gotik in Niederösterreich zählt. Seinen Namen verdankt es einem Stadtrichter aus dem 13. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde der Turm der Burg abgerissen. Seit 2007 ist die Burg auch im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
Ein Stück unterhalb und ein paar Meter weiter findet man den Dom der Wachau oder auch Pfarrkirche St. Veit genannt. Die ältesten Teile der Kirche können ins 13. Jahrhundert datiert werden. Die heute zu sehende Innenausstattung stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Nun geht es wieder den Berg hinab und über die Obere Landstrasse. Einige Meter weiter bergab stößt man auf den Dreifaltigkeitsplatz. In der Mitte des Platzes befindet sich die links gezeigte Dreifaltigkeitssäule. Dieses barocke Denkmal aus dem 18. Jahrhundert besteht aus Kalksandstein. Um die Säule herum finden sich Bänke zum verweilen.
Weiter hinab Richtung Donau trifft man auf die Ringstrasse. Diese führt direkt in den Stadtpark. Neben anderen Monumenten ist mir hier der Musikpavillon besonders aufgefallen. Irgendwie fühle ich mich bei seinem Anblick gleich in eine andere Zeit versetzt. 1898 wurde dieser Pavillon zu Ehren des 50. Thronjubiläums von Kaiser Franz Josef im Stadtpark errichtet.
Stadtteil Stein
Da die Ringstrasse eine relativ große und unschöne Straße für einen Spaziergang ist, biege ich ab Richtung Donau und spaziere mit dem Fluss in Sicht Richtung Tor der Wachau. Dabei handelt es sich um den Schifffahrtshafen der Stadt. Angrenzend zum Tickethäuschen findet sich eine permanente Freiluftausstellung, die auf die Highlights der Region hinweist. Mit dem Erreichen dieses fiktiven Tores hat man den Stadtteil Stein betreten.
Weg von der Donau, wieder hinauf in die Stadt, läuft man direkt auf die Landesgalerie Niederösterreich zu. Das moderne Erscheinungsbild des 2019 eröffneten Museums fällt direkt ins Auge. Hier werden die Kunstsammlungen Niederösterreichs mit wichtigen Privatkollektionen vereint.
Hinter dem Museum betritt man die sogenannte Kremser Kunstmeile, die zurück in die Altstadt führt. Nur wenige Meter hinter der Galerie findet sich das Karikaturmuseum. Auch hier sind in einer Art Freiluftgalerie verschiedene Werke an den Wänden der linken Straßenseite zu sehen.
Am Ende der Kunstmeile trifft man auf das Steinertor. Das einzige noch erhaltene Stadttor wurde im 15. Jahrhundert errichtet und etwa 300 Jahre später barockisiert. Auch heute kann man vor dem Tor noch den Verlauf des Stadtgrabens. Die rechts zu sehenden Wappen weisen auf den landesfürstlichen Status der Stadt hin. Täglich um 11.00 und 16:00 Uhr erklingt ein Glockenspiel. Wenn man das Tor durchschreitet betritt man wieder die Altstadt.
Von München aus ist Salzburg in nur knapp zwei Stunden mit dem Zug zu erreichen. Das Beste ist mit dem Bayernticket kommt man auch noch günstig dort hin.
Am Bahnhof angekommen hat man die Wahl: Entweder man begibt sich auf einen kleine Spaziergang Richtung Altstadt oder man fährt ein paar Stationen mit dem Bus. Ich habe mich für den Weg zu Fuss entschlossen.
Salzburg hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Für mich war klar, dass ich die Burg nicht verpassen darf. Deshalb war der ganze Ausflug auf diesen Ort zugeschnitten. Doch zunächst geht es durch die kleinen Altstadtgässchen. Der Weg vorbei an Mozart’s Geburtshaus darf hier natürlich nicht fehlen.
Auf dem Domplatz verbirgt sich hinter jedem Tor das man durchschreitet ein neuer Platz, ein neuer Brunnen, eine neue Sehenswürdigkeit.
Der letzte Torbogen gibt dann schon den Blick auf die Burg frei. Auch hier hat man wieder die Wahl: zu Fuss den Burgberg erklimmen oder mit der Bahn fahren. Auch hier habe ich mich wieder für den Weg zu Fuß entschieden.
Natürlich geht es an manchen Stellen etwas steiler bergauf, aber sonst wäre es ja auch kein Burgberg. Der Weg ist breit und gut befestigt, so dass man ihn auch mit einem Kinderwagen bewältigen könnte. Am Eingang zur Anlage wartet Kassenhäuschen – auch hier kann man sich wieder zwischen mehreren Ticketmöglichkeiten entscheiden. Ich habe mich für das Basic-Ticket entschieden. Damit kann man den größten Teil der Burganlage, die Fürstenzimmer ausgeschlossen, besichtigen. Vom Plateau an der Burgmauer hat man einen tollen Ausblick über die Stadt.
Nach der Besichtigung geht es mit der Bahn wieder hinunter in die Stadt. Die Bahnfahrt ist im Ticket inklusive, es wäre also Verschwendung sie auszulassen. Unten angekommen wird man in einen Laden für Bernsteinschmuck entlassen. Von dort kommt man wieder in das Gässchen in dem der Aufstieg zur Burg beginnt.
Auf dem Weg zurück zum Bahnhof kommt man am Pferdebrunnen vorbei. Früher wurden hier die Kutsch- und Arbeitspferde gewaschen.