Februar: Teufelstritt, Frauenkirche

Wer nicht genau hinsieht, läuft wohl einfach über diese Sehenswürdigkeit in der Münchner Frauenkirche. In der Mitte des Eingangsbereichs findet sich ein der in Stein verewigte Fussabdruck. Bei noch genauerem Hinsehen kann man eine Art Sporn an der Ferse des Abdrucks erkennen. Aber was hat dieser Fuß zu bedeuten? Viele Sagen ranken sich um dessen Entstehen. Ich möchte die wohl bekannteste wiedergeben:

Der Baumeister der Frauenkirche wettet mit dem Teufel um seine Seele, dass er eine Kirche ohne Fenster bauen könnte. Der Teufel, der das nicht glauben wollte schlich sich in die Kirche um diese mit einem Fluch zu belegen und sie zu zerstören. Als er durch den Eingang kommt, sieht er kein einziges Fenster an den Seiten des Bauwerks, trotzdem ist es lichtdurchflutet. Vor Wut stampft er mit dem Fuß auf den Boden, da er die Wette um die Seele verloren hat – und hinterlässt den bis heute sichtbaren Fußabdruck.

Wäre er nur wenige Meter weiter nach vorne gegangen, hätte er die hohen Fenster, die hinter den Mittelsäulen versteckt sind erkennen können. Mein Februarbild zeigt die Frauenkirche aus dem Blickwinkel ohne Fenster – und mit Teufelstritt.