Von der Bavaria nach Asien

Ausflüge, die direkt an der Haustür anfangen sind die Besten. Deshalb geht’s von der Maxvorstadt über die Innenstadt zur Theresienwiese. Da aktuell keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen, zeigt sich diese in einem für mich ungewohntem Bild – leer. Nur ein paar Radfahrer und Segelflieger sind auf dem Platz zu sehen. Am Fuße der Bavaria, die seit 1850 über die Fläche wacht, wird es langsam etwas voller. Die Treppen zur Ruhmeshalle – die aktuell noch geschlossen ist- lädt zum Verweilen ein.

Über den Bavariapark hinter der Statue über die Ganghofer Brücke geht es weiter in den Westpark. Diese Seite des Parks ist ein bisschen weniger besucht als der Rest. Etwa auf halber Höhe findet man das „Gans am Wasser“ in dem sich bei sommerlichen Temperaturen gut einkehren kann. Die lockere Atmosphäre lässt einen den Blick auf den See genießen.

Nach einem kurzen Boxenstopp geht es weiter über die Autobrücke in den größeren Teil des Parks. Vorbei am Bayerwaldhaus spürt man langsam den asiatischen Flair. Unterhalb des Rosengartens finden sich mehrere asiatische Bauten. Zum einen findet man einen Chinesischen Garten, indem man sich vom Klang des Wasserspiels berieseln lassen kann. An seiner rechten Seite findet sich eine nepalesische Pagode. Diese wurde von 300 Handwerkern in siebenmonatiger Arbeit geschnitzt.

Das für mich schönste Bauwerk ist allerdings die Thailändische Sala, die vor dem Ensemble im See schwimmt. Die Buddah-Statue war das erste freistehende Buddha-Heiligtum Europas. Das Wasserbecken wurde erst nachträglich hinzugefügt um den Tempel vor den Besucherströmen zu schützen. Im Mai findet hier regelmäßig das Vesakh-Fest statt.

All diese Bauwerke wurden im Zuge der Internationalen Gartenausstellung 1983 errichtet. Der von mir gegangene Weg umfasst insgesamt etwa 6,5 km.