Homebase Réthymno – d.h. auch, der erste Tag auf Kreta widmet sich dieser Stadt.
Der Morgen startet mit einem Spaziergang durch die kleinen verwinkelten Gässchen hinauf zur Fortezza (Φορτέτζα). Da die Läden größtenteils um 10h öffnen, ist man um diese Uhrzeit noch ganz allein mit sich selbst und der Stadt. Für 4€ Eintritt öffnen sich die Tore zur Festung – und man steht auf einem großen unebenen Platz, der an seinen Enden den Blick über die ganze Stadt bietet. Das Bauwerk stammt aus der venezianischen Epoche der Stadt. Es diente ab dem Jahr 1590 als Sitz der Verwaltung, Militärbehörde, Sitz der römischen Bischöfe und natürlich auch als Zufluchtsort für die Bevölkerung der Stadt. Nach der Eroberung durch die Osmanen wurde das Gelände nochmals umgearbeitet, was sich auch heute noch erkennen lässt.
Eigentlich sollte sich auch das Archäologische Museum der Stadt gleich unterhalb der Festung befinden, aufgrund von Renovierungsarbeiten wurde dieses aber in die, inzwischen profan genutzte, Kirche San Francesco im Herzen der Stadt verlegt. Für 2€ erhält man einen Crashkurs – wirklich kurz: in 30 Min kommt man gut durch – von minoischer Kultur bis zur christlichen Zeit.
Aufgrund eines starken, anhaltenden Regenschauers schwemmt es mich zurück ins Hotel. Auf dem Weg kommt man am Rimondi-Brunnen (Κρήνη Rimondi) vorbei. Auch dieses Bauwerk stammt aus dem venezianischen Erbe der Stadt. Benannt wurde der Brunnen nach einem der Statthalter, der ihn renovieren ließ.
Nach der Mittagspause in der Taverne Knossos – die nicht nur durch die von Mama Anna gekochten üppigen Portionen glänzt, sondern auch durch das Rahmenprogramm: gegeben vom Herrn des Hauses – gelegen im venezianischen Hafen lohnt sich ein genauerer Blick. In der Anordnung der Tavernen kann man noch die Architektur des ehemaligen Hafens erkennen. Am Ende wartet der Leuchtturm. Das Wahrzeichen der Stadt.
Um den Rundgang durch die Stadt zu beenden lohnt sich ein Spaziergang weiter am Hafen unterhalb der Festung entlang. Dort findet man am Wegrand kleine Votivkapellen, die für eine gute Reise gestiftet worden sind – diese Votive begleiten einen über die ganze Insel hinweg, immer am Wegesrand.
Direkt unterhalb der Festung mit Blick auf die Ägäis findet sich eine in den Fels gebaute kleine Kapelle. Hier wird für die Genesung Angehöriger gebetet, was man an den in den Fels gesteckten Ikonen und Schuhen in der Kapelle erkennen kann.
Auf dem Weg zurück zum Ausgangspunkt passiert man die Neratzes-Moschee. Das 34,5m hohe Minarett prägt das Stadtbild. Ursprünglich handelt es sich hierbei um eine Klosterkirche, die von den Osmanen zur Moschee umgewandelt wurde. Heute dient der Bau als Veranstaltungsort und ist gratis zu besichtigen.
Der letzte Punkt der Sightseeing Tour bildet das alte venezianische Stadttor – die Porta Guora (Πόρτα Gora). Das Tor fügt sich in die Architektur der umliegenden Gebäude ein und ist ein Überrest der Stadtbefestigung des 16.Jhds.

Komme gerade aus Kreta zurück und entdecke vieles wo ich auch war ! Sehr schön
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